Rhader Sozialdemokraten beenden freiwillige Corona-Quarantäne
Erstmals seit über 16 Monaten haben die Rhader Sozialdemokraten unter Leitung des Vorsitzenden Christoph Kopp eine ordentliche Mitgliederversammlung durchgeführt. Im großen Saal des Gasthauses Pierick und unter Einhaltung der noch gültigen Corona-Regeln, genossen es die zahlreich erschienen Mitglieder, endlich wieder von Angesicht zu Angesicht zu diskutieren. Im Mittelpunkt stand die Weiterentwicklung Rhades, die seit Monaten (Jahren) diskutiert wird. Die Ergebnisse des vor einigen Tagen von der Verwaltung organisierten Workshops bestätigten alle bisherigen Erkenntnisse und dokumentierten Zielformulierungen. Die Rhader SPD begrüßt einerseits das Engagement der aktuell ehrenamtlich agierenden Bürger, fordert andererseits aber nachdrücklich die Verwaltung auf, endlich auch in die Umsetzungsphase zu wechseln. Nicht minder lebendig wurde anschließend über die künftige Entwicklung des seit über 50 Jahren bestehenden Rhader SPD-Ortsverein diskutiert. „Was wollen wir erreichen? Wer wird uns dabei unterstützen? Wie können wir unser Außendarstellung noch verbessern?“ 3 Fragen, die zwar an- aber noch nicht ausdiskutiert wurden. Ein weiteres, noch nicht endgültig terminiertes Treffen, soll dann Ergebnisse für die zukünftige Arbeit festlegen.
Christoph Kopp, Gaby Wassong und Stefan Wilken wurden einstimmig zu Delegierten gewählt, die im Rahmen einer sogenannten Wahlkreiskonferenz die Landtagskandidaten-Liste aufstellen werden. Der NRW-Landtag wird im Mai 2022 neu gewählt. Darüberhinaus werden künftig Christoph Kopp und Achim Schrecklein die Rhader SPD auch als Delegierte auf der SPD-Kreisebene vertreten.
Nächster Termin: Donnerstag, 15.7. - Treffen um 18.30 Uhr im Gasthaus Pierick. Thema: Vorbereitung Bundestagswahl
Veröffentlicht am 12.07.2021
Veröffentlicht am 11.07.2021
Parallelen zu CORONA sind frappierend - Sonntagsgedanken aus Rhade
Ein in den 1940er Jahren geschriebener Roman des späteren Literatur-Nobelpreisträgers setzt sich mit einer Pest-Epidemie in einer Großstadt auseinander. Um eine Pandemie zu verhindern wird die Stadt hermetisch abgeriegelt und militärisch bewacht. Die so Eingeschlossenen halten es anfangs für eine maßlose Übertreibung, bis die Sterbenden in der Nachbarschaft, im Bekanntenkreis und der eigenen Familie „ankommen“. Die medizinische Versorgung ist unzureichend, das Personal überfordert. Ein von der Regierung in die Stadt gelieferter Impfstoff, kaum wirksam, reicht gerade mal für wenige Menschen. Nachdem allen klar wird, dass es tatsächlich die Pest ist, die in der Stadt wütet, macht sich Lethargie unter den Einwohnern breit. Gäbe es da nicht Persönlichkeiten, die mit Energie und gelebtem Humanismus gegen die Hoffnungslosigkeit im wahrsten Sinne des Wortes ankämpfen. So entstehen freiwillige Unterstützerteams, die in vielen Behelfskrankenhäusern die Infizierten versorgen und beim Sterben begleiten. Am Ende hilft auch ein in der Stadt entwickelter Impfstoff, der die Epidemie zum Abklingen bringt. Es kann „gelockert“ werden, so die gute Nachricht. Ausgelassene Freudenfeste auf der Seite der Davongekommenen, tiefe Trauer bei denen, die über den Verlust geliebter Menschen nicht hinwegkommen.
Der heutige Leser des „alten“ Romans wird fast auf jeder Seite „gezwungen“, das Beschriebene mit der Ist-Zeit, also unserer noch nicht beendeten Corona-Pandemie zu vergleichen. Eine erstaunliche Parallele.
Dirk Hartwich
*) Albert Camus 1913 - 1960; Nobelpreis 1957
Veröffentlicht am 11.07.2021
Veröffentlicht am 10.07.2021
SPD-Fraktion hakt im Stadtrat nach
Die SPD stellte den Antrag, der Stadtrat stimmte zu. Die Gemeindeprüfungsanstalt soll einen neutralen Blick in die Bücher der Stadtverwaltung werfen. Seit Jahren werden nämlich Stimmen laut, dass die Verwaltung auf der Suche nach günstigen Krediten sich arg verrechnet hat. Andere sprechen von unverantwortlicher Zockerei. Ohne fundierten Sachverstand sind die getätigten Transaktionen nicht nachzuvollziehen. Ein riesiges Problem für den Stadtrat, der auch als Kontrollinstanz gegenüber der Verwaltung zu agieren hat. Nachdem Recherchen von außen, unter anderem von Berthold John (SPD-Rhade), nicht mehr beiseite geschoben werden konnten, wir berichteten auf dieser Internetseite ausführlich, wurde im Rat offen und öffentlich diskutiert. Am Ende siegte die Einsicht, dass eine neutrale Stelle, nämlich die Gemeindeprüfungsanstalt sich der Sache annehmen sollte. Das war im Mai 2021. Dirk Groß, stellvertretender Fraktionsvorsitzender fragte jetzt nach. Auszug aus seiner Stellungnahme: „Das Prüfbegehren liegt nach Auskunft der Verwaltung der Gemeindeprüfungsanstalt vor. Dort werde zurzeit geprüft, ob einzelne gestellte Fragen einer zu weit gehenden Rechtsberatung gleichkämen. Wenn dies so gesehen werde, wird die SPD es dabei nicht bewenden lassen. Im Zweifel muss eine Rechtsberatung erfolgen und wir gehen als SPD in die nächste Etappe zur Aufklärung von offenen Fragen."
Veröffentlicht am 10.07.2021