Pfützen auf Gehwegen zeugen von Ruck-Zuck-Arbeiten
Der Dauerregen tut der Natur gut. Er hat aber noch einen weiteren Vorteil: Er zeigt unübersehbar, an welchen Stellen Glasfaserleitungen unter städtischen Gehwegen „verbuddelt“ wurden. Wer die Arbeiter-Kolonnen der Deutschen Glasfaser und etwas zeitversetzt diejenigen der Telekom in Rhade beobachtet hat, muss seinen Hut ziehen. Ruck-zuck war das Pflaster im Gehweg aufgenommen, das Kabel verlegt und das Pflaster wieder passend eingesetzt. Nun aber zeigt der tagelange Dauerregen, dass eindeutig die Schnelligkeit vor der Qualität gesiegt hat. Das Pflaster sackt ab, der Regen bildet riesige Pfützen.
- Ist das jetzt ein Garantiefall?
- Wer listet die Schäden auf?
- Wer beseitigt sie?
- Wann werden sie beseitigt?
- Wer bezahlt sie?
Wir haben die Fragen an die Stadtverwaltung weitergeleitet. Nun warten wir gespannt auf die Antwort.
Rhader Fragen an die Stadtverwaltung - Die Antwort ist bereits eingetroffen und wird am Montag, 8. Februar an dieser Stelle verffentlicht!
* Der Begriff Kolateralschaden wird ursprünglich vom Militär benutzt, um nicht beabsichtigte aber in Kauf genommene Folgeschäden zu beschreiben. Inzwischen ist er im allgemeinen Sprachgebrauch angekommen. Ist die hoppla-hopp-Glasfaserverlegung in Rhade als (Kolateral)Folgeschaden, der achselzuckend in Kauf genommen wird, zu bewerten?
Veröffentlicht am 06.02.2021
Quälende Diskussionen seit über 12 Monaten - und kein Ende in Sicht
Bei der Neupflasterung des Dorstener Marktplatzes Anfang 2020 wurde der von der Dorstener Ehrenbürgerin Schwester Paula - Tisa von der Schulenburg gestaltete Brunnen, abgebaut. Es war aber nicht irgendein Brunnen, sondern einer der die Geschichte der Lippestadt in Form von Reliefs, umspielt von kleinen Wasserfontainen, wiedererzählte. Die Lücke nach seiner Entfernung machte plötzlich deutlich, dass da etwas Wertvolles droht, verloren zu gehen. Das war der Startschuss für eine engagierte und emotionale öffentlich geführte Debatte, u. a. in der Dorstener Zeitung. Tendenz: Wir Dorstener wollen den Tisa-Brunnen an dieser Stelle wiederhaben. Einige Experten versuchten sich an der geschichtlichen Bedeutung, andere an der Bausubstanz. Der Stadtrat gab grundsätzlich grünes Licht für einen Brunnen, ließ aber offen, ob er als Kopie des bisherigen hergestellt werden sollte. Nun also sollen interessierte Bürger an zwei Marktagen nochmals befragt werden um anschließend in einer Abendveranstaltung darüber diskutieren zu können. Gut gemeint, aber völlig überflüssig. Dorsten kann sich glücklich schätzen, ein zentrales städtisches Wahrzeichen von einer großen, allseits geschätzten Dorstener Künstlerin im Zentrum präsentieren zu können. „Schlagt den Knoten endlich durch und baut den Brunnen in seiner Ursprungsform endlich wieder auf“, lautet der dringende Rat von außen.
Ein Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 05.02.2021
Veröffentlicht am 04.02.2021
„Wage zu träumen – Mit Zuversicht aus der Krise“
Für Papst Franziskus gibt es kein Zurück mehr zu den „falschen Sicherheiten“ vor Corona. In seinem neuen Buch Wage zu träumen – Mit Zuversicht aus der Krise geht er wieder einmal hart mit dem Neoliberalismus ins Gericht und fordert eine neue „Kultur der Fürsorge“. Er liefert eine brillante Analyse und zugleich vernichtende Kritik an den Systemen und Ideologien, die zur gegenwärtigen Pandemie beigetragen haben. Hubert Ostendorf, von der Düsseldorfer Obdachlosenhilfe fiftyfifty, hat wichtige Passagen mit Erlaubnis des Kösel-Verlags für die neueste Straßenzeitung zusammengestellt. Wir übernehmen mit vorliegender Genehmigung einige Auszüge daraus:
- „Wenn wir Mutter Erde vernachlässigen, verlieren wir nicht nur, was wir zum Überleben brauchen, sondern auch die Weisheit, gut miteinanders zu leben. “
- „Aber die Krise hat uns noch einmal nahegebracht, wie wichtig es ist, für eine gesunde Welt zu arbeiten. [...] Das Grüne und das Soziale gehen Hand in Hand.“
- „Wenn wir die Wahl haben zwischen der Rettung von Menschenleben und dem Erhalt des Finanzsystems, was werden wir wählen?“
- „Wir brauchen eine Politik, welche die Armen, Ausgeschlossenen und Schwachen integrieren und mit ihnen einen Dialog führen kann, einen Dialog, der den Menschen ein Mitspracherecht bei den ihr Leben bestimmenden Entscheidungen gibt.“
Abschließend empfehlen wir, diese Zeitung digital für nur 38 Euro im Jahr zu abonnieren. Siehe folgenden "Werbe"Text:
Die Zukunft unserer Straßenzeitung fiftyfifty ist bedroht. Die Digitalisierung und die anhaltende Corona-Krise machen uns schwer zu schaffen. Um die PAPIER-Ausgabe der fiftyfifty zu stützen, bitten wir Sie sehr herzlich um Abschluss eines Digital-Soli-Abos. Hier bitte bestellen: https://www.fiftyfifty-galerie.de/kunst/7278/1-2-3-fiftyfifty-digital-abo
Veröffentlicht am 04.02.2021
Michael Hübner, MdL: Familien Sicherheit und Orientierung bieten
Die Familien in Dorsten wie in ganz NRW leisten einen immensen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie. Durch ihre Bereitschaft, die Kinder zu Hause zu betreuen und nicht in die Kita zu geben, kommen sie ihrer Verantwortung in einer herausragenden Weise nach. Die SPD-Landtagsfraktion hat nun ein umfassenden Konzept zu Strategien und Perspektiven für Kitas und Familien in Zeiten der Pandemie vorgelegt. Hierzu erklärt Michael Hübner, Landtagsabgeordneter für Dorsten und Gladbeck und stellv. Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion: "Auf dieses Verantwortungsbewusstsein der Eltern muss mit Wertschätzung und Anerkennung geantwortet werden. Deshalb sollte die Landesregierung kurzfristig den Erlass der Kita-Gebühren auch für den Februar ermöglichen. Viele Familien leiden aufgrund der Pandemie ohnehin unter finanziellen Sorgen. Das sie für eine Leistung bezahlen sollen, die sie aufgrund des Appells des Ministers nicht in Anspruch nehmen, ist unfair. Mehr als 60 Prozent der Kita-Kinder in Nordrhein-Westfalen werden zurzeit nicht in den Einrichtungen betreut. Wie lange der eingeschränkte Pandemiebetrieb noch dauern wird weiß niemand. Mit Blick auf inzwischen nachgewiesene britische Corona-Mutationen in eigenen NRW-Kitas gilt dies ganz besonders. Die Politik muss deswegen jetzt Antworten auf wichtige Fragen geben und mit einer klaren Strategie auf die Pandemie reagieren um damit den Menschen Sicherheit und Orientierung zu bieten.“
Veröffentlicht am 03.02.2021