Ist zwar unlogisch und unökonomisch - aber Realität
Mehrfach wurde an dieser Stelle sehr kritisch über das Zukunftsprojekt GLASFASER in Rhade berichtet. Einerseits wurden alle terminlichen Versprechungen der beauftragten Firma Deutsche Glasfaser nicht eingehalten, übrigens sind die Haushalte „Stuvenberg“ trotz anderer Meldungen noch immer nicht „scharf“ angeschlossen, andererseits überraschte die Deutsche Telekom plötzlich mit einer eigenen Verlegungsinitiative im östlichen Bereich Rhades. Konkret wurden hier die Straßen und Wege innerhalb kürzester Zeit 2 Mal hintereinander aufgegraben und provisorisch verschlossen. Die Frage nach der Logik und der Wirtschaftlichkeit wurde mehrfach gestellt. Die Stadt verweist darauf, weder Auftraggeber zu sein, noch die Maßnahmen verhindern zu können. Ob durch eine bessere Abstimmung zwischen Kreis RE und Stadt Dorsten diese Doppelinvestition hätte vermieden werden können, darf gerne später hinterfragt werden. Rhade ist jetzt mit Glasfaser absolut überversorgt und hat somit ein Alleinstellungsmerkmal in der Lippestadt. Ob es sich als Erfolgsmeldung eignet? Da bleiben Zweifel.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 21.12.2020
Können das dann noch Partner für Deutschland sein? - Sonntagsgedanken aus Rhade
Demokratie wird in der Welt völlig unterschiedlich buchstabiert. Jedes Land hat da so seine eigenen Vorstellungen. Legt man unsere Maßstäbe an, bleibt nur bittere Enttäuschung beim Blick übern Zaun, sprich Grenze. Wenn es nur Enttäuschung wäre. Entsetzen macht sich breit, hört man z. B. den Kremlchef über den versuchten Mord an einem Regimekritiker auf der letzten Pressekonferenz: „Wir haben nichts damit zu tun. Wir wären erfolgreich gewesen.“ Blicken wir in die Türkei. Dort lässt der selbsternannte Sultan Menschen jahrelang ohne Gerichtsverfahren einsperren. China: Gibt es dort sogenannte Umerziehungslager für Millionen Regimkritiker? Obwohl Fotos das belegen, lächelt der auf Lebenszeit „gewählte“ Präsident alles weg. 3 Beispiele von vielen. Unerwähnt bleiben in diesen Sonntagsgedanken Brasilien, Venezuela, Syrien, Iran, Myanmar, Saudi-Arabien, nicht wenige afrikanische Länder und noch viele mehr. Es reicht. Alles Demokratien mit eigener Definition. Und unsere Handelspartner. Von Russland kaufen wir Gas, die Türkei erhält Waffen, In China bestellen wir Elektronik. Unser Wohlstand hängt maßgeblich von dem grenzüberschreitenden Handel ab. Wir brauchen diese Partnerschaften, um unser Bruttosozialprodukt zu mehren. Unsere Klage über Machtmissbrauch der genannten Handelspartnern passt gut in Sonntagsgedanken und Sonntagsreden, aber nicht in Handelsabkommen. Bittere Realität.
Veröffentlicht am 20.12.2020
Landespolitiker sollten „dem Volk besser aufs Maul schauen“
(Grund)Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Es vor Verschmutzung zu schützen, gehört zu unseren wichtigsten Aufgaben. Das war der Grund, flächendeckend in NRW eine Dichtigkeitsprüfung aller privaten Abwasserleitungen anzuordnen. Was im Moment logisch klingt, wurde aber von Bürgern kritisch hinterfragt. Anstatt genau hinzuhören, wurde vom Land „durchgezogen“. Das rächte sich bitter. Die aus dem Boden schießenden Bürgerinitiativen, darunter „Alles dicht“ in unserer Stadt, stellten Fragen, bewiesen Sachkenntnis und forderten, den kostenträchtigen privaten Aufwand sofort einzustellen. Die Begründung: Es ist nicht zu erkennen, dass mit dieser pauschalen Anordnung etwas erreicht werden könne. Außer, dass ein gewaltiges Beschäftigungsprogramm für „Dichtigkeitsprüfer“ in Gang gesetzt werde. Die Rhader SPD unterstützte die Argumente der BI und hat am 15. Januar 2014(!) auf dieser Internetseite so kommentiert:
Kleiner Kommentar am Rande: (bitte mehr anklicken)
Veröffentlicht am 19.12.2020
Veröffentlicht am 18.12.2020
Der allgemeinen Aufrüstungsdynamik ist eine Alternative entgegenzusetzen
Die SPD ist eine Friedenspartei. Willy Brandt war es, der den Begriff Wandel durch Annäherung in praktische Friedenspolitik umsetzte. Eine Folge: Die Wiedervereinigung der beiden Teile Deutschlands. Willy Brandt war es auch, der auf die immer wieder aufflackernden Konflikte durch ungleiche und unfaire Lebensverhältnisse in der Welt aufmerksam gemacht hat. Er hat den Nord-Süd-Dialog angestoßen. Die SPD hat mit Erhard Eppler versucht, der Entwicklungspolitik einen höheren Stellenwert zu verschaffen. Nicht mit Waffenlieferungen sondern mit Partnerschaft. Unsere Bundeswehr war immer als reine Verteidigungsarmee definiert. Seit Jahren wird sie aber indirekt in internationale Konflikte gezogen. Darf gefragt werden, mit welchem Erfolg? Es wird Zeit, dass sich die SPD wieder auf das Vermächtnis vom Friedensnobelpreisträger Willy Brandt beruft, und der ungebremsten Aufrüstung eine Absage erteilt. Die SPD ist auf dem richtigen Weg. Sie zeigt eigenständiges Profil.
Eine Anmerkung aus Rhade
Veröffentlicht am 18.12.2020