Warum „Augen verschließen“ zum Selbstbetrug führt
Unsere Gesellschaft altert. Wissen wir. Was tun? Familien und Kinder fördern! Wird gemacht. Der Erfolg ist erkennbar aber nicht durchschlagend. Parallel werden die Alten immer älter und pflegebedürftiger. Sie haben auch ein Recht, in Würde die letzte Wegstrecke zu gehen. Pflegeheime übernehmen nicht selten, wenn die Familien abwinken. Nicht erschrecken - jetzt die dazu ernüchternde Zahl: 60 Prozent aller Menschen, die stationär in ein Pflegeheim kommen, sind nach 12 Monaten tot! Der Gesundheitsminister der GroKo hat jetzt vorgeschlagen, den Eigenanteil der Pflegebedürftigen für 36 Monate auf 700 Euro zu deckeln. Wer weiß, dass der Pflegeplatz durchschnittlich in Deutschland 2015 Euro pro Monat kostet, versteht, dass die dort untergebrachten Menschen in der Regel arm und mittellos auf das Ende warten. Klingt alles bitter, ist aber real. Daher ist der Vorschlag von Jens Spahn, mit Steuern das erwartete Defizit auszugleichen, ein Schritt in die richtige Richtung. Seine Unionsparteifreunde sind da nicht so richtig begeistert. Nicht wenige favorisieren, so wie die FDP schon immer, private Vorsorgemodelle. Wovon? - wird die Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger fragen, für die der Monat zu viele Tage hat, um mit dem zu geringen Verdienst auszukommen. Wenn wir etwas verbessern und ändern wollen, müssen wir mit dem Selbstbetrug aufhören, alles ist gut (in Deutschland). Augen auf!
Eigener Beitrag auf Grundlage eines ZEIT-Artikels mit der Überschrift „Deckel drauf!“ vom 8. 10.2020
Veröffentlicht am 14.10.2020
Ein Blick in den gültigen Rahmenplan gibt Orientierung (Wird fortgesetzt)
Nun soll also der ländliche Raum mit Rhade und Lembeck aufgepeppt werden. Dazu hat die Verwaltung eine externe Planungsgruppe eingekauft. Sie soll aufzeigen, wohin die Reise gehen soll. Dazu dürfen auch Bürgerinnen und Bürger ihre Vorstellungen und Ideen einbringen. Heute werfen wir einen zweiten Blick in den noch 14 Jahre gültigen Rhader Rahmenplan und vergleichen die neuerlichen Fragestellungen mit den bereits 2013/2014 erarbeiteten Ergebnissen. Die Schlussfolgerung, ob diese jetzige Aktivität, extern begleitet, nötig ist, wollen wir dem Leser überlassen.
2. Frage der neuen Planungsgruppe: Identität: Wofür stehen wir? Was macht uns besonders? Wodurch unterscheiden wir uns von anderen?
Antwort gültiger Rahmenplan 2014:
- Rhade - ein starkes Dorf
- Es lohnt sich in Rhade zu leben. Das ist die Meinung der meisten Rhader Bürgerinnen und Bürger.
- Die Menschen identifizieren sich mit ihrem Ortsteil. Der Zusammenhalt ist groß und das Miteinander wird als positiv eingeschätzt.
- Die Stärke Rhades ist seine Lage im Grünen. Hier ist Entwicklungspotenzial, das touristisch mit Naherholung zu verbinden ist.
- Rhade hat eine historische Dorfstruktur, deren Entwicklung als sehr wichtig für die Rhader Bürger angesehen wird.
- Rhade ist ein Ortsteil mit hohem Freiraumanteil, den es zu schützen und bewahren gilt.
- Einigkeit besteht darüber, dass in Rhade die sozialen Strukturen durch Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren, Vereine und kirchliche und soziale Institutionen gut aufgestellt sind.
Veröffentlicht am 13.10.2020
Aktuelles Thema: WAHRHEIT - Wissen, was wirklich ist
6 mal im Jahr erscheint das Magazin der Non-Profit-Organisation Greenpeace. Nicht nur dass es werbefrei und leserfinanziert ist, sondern weil es regelmäßig mit Beiträgen aufwartet, die sich wohltuend vom Mainstream des Zeitungs- und Illustriertenjournalismus abheben, wird es an dieser Stelle positiv erwähnt. Diesmal widmen die Macher dem Thema WAHRHEIT das gesamte Heft. Dass der amerikanische Präsident lügt, alternative Fakten erfunden hat und den Klimawandel leugnet, wissen wir. Wie wir aber von nicht wenigen Politikern, Industriellen, Banken und Religionsgemeinschaften manipuliert werden, muss immer wieder neu aufgeklärt und vermittelt werden. Und genau hierzu leistet das neue Greenpeace-Magazin einen guten Beitrag. Übrigens eignet sich das Heft auch bestens als Geschenk. Besonders unsere Jugend wäre hierfür eine wichtige Zielgruppe, etwas über Verschwörungstheorien sowie Wort- und Bildmanipulationen zu erfahren. Der Preis: 8,40 Euro. U. a. im Bahnhofsbuchhandel und ausgewählten Kiosken erhältlich. Die Internetadresse von Greenpeace lautet: www.greenpeace.de
Eigener Beitrag
Veröffentlicht am 12.10.2020
Wenn Wunsch und Wirklichkeit nicht zusammenfinden
Der Höhenflug machte selbst die Betroffenen nervös. Plötzlich so geliebt zu werden, dass eine Umfragemehrheit in Deutschland die Grünen sogar ganz vorne sah. Das machte einerseits stolz, andererseits verhieß es Verantwortung. Verantwortung, den vollmundigen Forderungen jetzt mit praktischer Politik begegnen zu müssen. Nirgendwo kann der Widerspruch der Grünen besser beobachtet und beschrieben werden, als derzeit in Hessen und Baden-Württemberg. Dort regieren schwarz-grün, bzw. grün-schwarz. Der Verkehrsminister in Hessen heißt Tarek Al-Wazir und gehört Bündnis90/Die Grünen an. An einem Autobahnstück wird deutlich, dass Theorie und Praxis nicht immer zusammen passen. Während auf Bundesebene die grüne Doppelspitze den Stopp weiterer Autobahnen fordert, wird in Hessen für den Weiterbau der A49 aktuell ein Waldstück gerodet. Während die grüne Bundespartei KFZ mit Verbrennungsmotoren von der Straße holen will, fordert Winfried Kretschmann, seines Zeichens grüner Ministerpräsident in BW, staatliche Subventionen für „seine“ Automobilindustrie. Die Umweltbewegung ist irritiert und macht mobil. Gegen die Grünen. Am Horizont droht jetzt sogar eine neue dunkelgrüne Bewegung, die zur Partei mutieren könnte. Konkurrenz für den Noch-Umfrageliebling. Die Realos wirken ratlos. Schadenfreude ist fehl am Platz. Aber die selbstgerechten Grünen, die keine Gelegenheit auslassen, die politische Konkurrenz überheblich vorzuführen, und hier besonders den Sozialdemokraten schaden, müssen den Widerspruch in den sie durch Regierungsbeteiligung geraten, selbst lösen.
Sonntagsgedanken aus Rhade
Veröffentlicht am 11.10.2020
Kommunalwahl - Der Versuch einer Aufarbeitung
Erstmals trafen sich die Mitglieder der Rhader SPD nach der Kommunalwahl, um gemeinsam über das Ergebnis in Dorsten und vor Ort zu diskutieren. Unter der Leitung des Vorsitzenden Christoph Kopp wurde überaus engagiert über ein Diskussionspapier des Bildungsobmanns beraten, das sich mit dem „Wahldesaster“, so der Originalton, aus Sicht der SPD befasste. Gut war, dass auch kontrovers nach Ursachen gesucht wurde. Letztlich konnte aber nicht an einer einzigen Stelle festgemacht werden, warum eine politische SPD-Gruppierung, seit Jahren aktiv und im Stadtteil präsent, nicht mehr Zustimmung der Wähler fand, als eine Gruppe, die nie in Rhade gesehen oder wahrgenommen werden konnte. Besonders nachdenklich machte, dass die Wahlkampagne der Rhader SPD, durch Corona sicherlich eingeschränkt, in Rhade und Dorsten als positiv wahrgenommen wurde. So Hinweise per Nachfrage in alle Richtungen. „Wir müssen dennoch unsere momentane Rat- und Sprachlosigkeit überwinden“, so kann das Fazit beschrieben werden, das am Ende einmütig gezogen wurde. Michael Jägers Vorschlag, in Kürze nochmals zusammenzukommen, um die Aufforderung im Diskussionspapier, nämlich alles Gewesene durch Querdenken auf den Prüfstand zu stellen, wurde positiv bewertet.
Veröffentlicht am 10.10.2020