Achim Schrecklein, Unternehmer (Druck und Graphik), seit vielen Jahren Sozialdemokrat und Mitglied der Dorstener SPD-Fraktion
Frage: Unternehmer und Sozialdemokrat – geht das?
Achim Schrecklein: Das ist kein Widerspruch. Die SPD ist breit aufgestellt. Der Titel „Arbeiterpartei“ ist vielleicht nicht mehr ganz zeitgemäß, aber eine Ehre. Für mich und unsere gesamte Gesellschaft.
Frage: Wäre die Förderung „Sanfter Tourismus“ in Rhade eine Zukunftsperspektive?
Achim Schrecklein: Absolut. Nicht nur für unsere Gastronomie, sondern für viele Bereiche. Zukunft hätte beispielsweise ein Fahrradverleih – und Reparaturbetrieb, ein Dorfcafe im Bereich Kirchplatz, vielleicht im Zusammenwirken mit einem Hofladen und dem Rhader Einzelhandel. Auch Übernachtungsangebote hätten Zukunft. Mit mehr Kreativität geht auch mehr, so mein Motto.
Frage: Wäre dafür ein eigener Wirtschaftsförderplan für Rhade hilfreich?
Achim Schrecklein: Ja, wir müssen die Aufmerksamkeit mehr in die Dorstener Stadtteile lenken. Die Ergebnisse des gültigen Rhader Rahmenplans sind eine gute Basis, um von jetzt auf gleich aus unseren Ideen vor Ort, praktische Umsetzung einzuleiten. Eine vorrangige Aufgabe, der ich mich im neuen Stadtrat stellen will.
Veröffentlicht am 09.09.2020
Mit offenen Augen durch Rhade
Wer wissen will, wer etwas für Rhade getan hat, oder aktuell tut, der muss sich auf Spurensuche begeben. Und die sind eindeutig. Egal ob es um Verkehrsberuhigung, Grundwasserschutz oder um Kultur und Bildung geht – immer stößt der interessierte „Forscher“ auf Spuren, die die Rhader SPD hinterlassen hat. Ihre jüngste Aussage so weiterzumachen, lässt darauf schließen, einen Wiederholungstäter vor sich zu haben. Eine gute Nachricht für Rhade!
Veröffentlicht am 08.09.2020
Britta Faust, Industriekauffrau, seit 18 Jahren aktive Sozialdemokratin kandidiert im Wahlkreis 2
Frage: Kultur und Bildung sind wichtige Lebensmittel für alle Menschen aller Altersgruppen. Gibt es in Rhade ein Defizit?
Britta Faust: Unsere Grundschule, unsere Kindergärten und Kindertagesstätten genießen einen guten Ruf. Um besonders unsere Kinder und Jugendlichen vor Ort weiter zu fördern, ist ein eigenes Kinder- und Jugendkulturprogramm lange überfällig. Gut ist, dass die Rhader SPD-Forderung jetzt im Rathaus angekommen ist.
Frage: Finden Frauen in der Partei und im Stadtrat ausreichend Respekt und Aufmerksamkeit?
Britta Faust: Ohne Frage ist Politik, auch die ehrenamtliche in der Kommune noch immer eine Männerdomäne. Meine Erfahrung ist, immer gut vorbereitet in Besprechungen und Sitzungen zu gehen, um festzustellen, dass dann aufmerksam zugehört wird und neue Ideen auch aufgegriffen werden.
Frage: Du hast einen kommunalpolitischen Wunsch für Rhade frei. Wie lautet er?
Britta Faust: Mein Wunsch ist, dass Rhade weiter zusammenwächst, lange überholte ideologische Gräben zuschüttet und ich mit meinem ehrenamtlichen Engagement etwas dazu beitragen kann.
Veröffentlicht am 07.09.2020
Ein modernes und nicht ganz unpolitisches Märchen
Es war einmal ein junger König der ein kleines Land mit wenigen Untertanen regierte. Sein innigster Wunsch war, von allen kritiklos geliebt zu werden. Von allen! Schon als Kronprinz konnte er kaum abwarten, auf den Thron zu steigen. So hat er mit Hilfe einiger Hofschranzen den alten König, der eigentlich noch gar nicht richtig abdanken wollte und beim Volk sehr beliebt war, vorzeitig „in Rente geschickt“. Nun war er oben und konnte sich rege und beredt in Szene setzen. Trotzdem gab es in seiner Umgebung Diener, die auch schon mal widersprachen. MAJESTÄTSBELEIDIGUNG! Das geht gar nicht. Seine Durchlaucht strafte selten offen. Dazu gab es ausreichend Helfer am Hofe, die gebückt und unterwürfig hofften, so Karriere zu machen. Aber was noch viel schlimmer in den Augen des jungen Königs war, es gab tatsächlich Untertanen die es wagten, mit eigenen Ideen auf dem Marktplatz zu werben. Einfach so und auch noch öffentlich! Er erkannte sehr schnell, dass damit seine angestrebte 100-Prozent-Beliebtheit Schaden nehmen könnte. Immer dann, wenn so etwas Ungeheuerliches geschah und Flugblätter für Verbreitung über den Marktplatz hinaus sorgten, zeigte er sein wahres Gesicht. Seine Majestät verlor dann seine lang antrainierte Contenance und suchte nach Wegen der Diskriminierung und Verbannung der Frevler. „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der Beste und Beliebteste im ganzen Land?“ Diese Frage stellte er in regelmäßigen Abständen seinem Volk. Natürlich in Erwartung einer positiven Rückmeldung. Der König wird aber nur dann ein guter König werden, wenn er sich ändert und besonders auch in Krisenzeiten „mit ruhiger Hand“ sein Zepter schwingt. Da hatte er nämlich in der Vergangenheit große Schwächen gezeigt, die nicht unbemerkt blieben. Nicht wenige seiner Untertanen wollen dem jungen König deshalb bei nächster Gelegenheit die Zustimmung verweigern und ihm den Spiegel der Fairness entgegenhalten.
Wichtiger Hinweis: Jede Ähnlichkeit mit lebenden Personen ist rein zufällig und nicht beabsichtigt.
Veröffentlicht am 06.09.2020
Warum sie gefährlich sind – warum sie zu ignorieren sind – warum sie nicht wählbar sind
Sie bewegen sich am äußeren politischen Rand. Sie haben auf alle Fragen ganz einfache Antworten. Sie denunzieren, beleidigen und grenzen aus. Sie schrecken weder vor Gewalt noch vor Betrügereien zurück. Sie sind aber als Partei zugelassen und dürfen sich dem Wähler als Alternative zu demokratischen Parteien anbieten. Sie sind für den aufgeklärten Zeitgenossen niemals wählbar. Sie sind gefährlich, wenn sie weiteren Zulauf haben. Sie verdienen Verachtung und Ablehnung. Sie sind dann überflüssig, wenn die demokratischen Parteien ihnen keinen Spielraum lassen. Sie sind sprachlos, wenn unsere Gesellschaft zusammenhält und solidarisch füreinander eintritt. Wir Sozialdemokraten haben unter Rechtsaußenparteien gelitten. Wir Sozialdemokraten haben uns immer gegen sie gestellt. Wir Sozialdemokraten sind Vorbild. Wir bleiben in dieser Frage immer Vorbild. Wir Rhader Sozialdemokraten fordern alle Wahlberechtigten in unserer Stadt auf, besonders denen, die sich als Alternative versuchen zu positionieren, die rote Karte zu zeigen. Wir Rhader Sozialdemokraten wackeln hier überhaupt nicht.
Ein Zwischenruf aus Rhade zur Kommunalwahl am 13. September
Veröffentlicht am 05.09.2020