Rücktritt zwingt zur Neupositionierung
Kopflos präsentierte sich die Dorstener SPD am letzten Wochenende. Der Rücktritt der Stadtverbandsvorsitzenden und Bürgermeisterkandidatin stürzte die Dorstener Sozialdemokraten in eine gewaltige Krise. Kurz vor der Kommunalwahl musste plötzlich ein Plan B her, den es so anscheinend nicht gab. Telefonate jagten zwischen den Ortsvereinen hin und her, um eine Lösung zu finden. Der Stadtverbandsvorstand traf sich danach kurzfristig mit der Fraktionsspitze und präsentierte Friedhelm Fragemann, den bisherigen Fraktionsvorsitzenden, als neuen Spitzenkandidaten für die Kommunalwahl. Er tritt aber nicht als Bürgermeisterkandidat an. Das heißt in der Schlussfolgerung, dass die SPD diesmal das Feld dem bisherigen CDU-Amtsinhaber wohl „kampflos“ überlässt. Der Plan B ist aus der Not geboren. Er hilft kurzfristig aus einer Krise. Er macht aber einen Neuanfang, inhaltlich und personell, nicht überflüssig. Dorsten braucht eine starke SPD. Nicht nur als Opposition im Stadtrat. Auch ein Wechsel an der Verwaltungsspitze muss das Ziel sein. Argumente dafür gibt’s genug.
Ein Zwischenruf aus Rhade
Die Mitteilung der SPD im Wortlaut:
Veröffentlicht am 18.06.2020
Liedtexte können (vielleicht) helfen, zu verstehen
- Ich zähle täglich meine Sorgen
- Wir lieben die Stürme
- Wenn wir stehen Seit an Seit
- Auf, auf, zum fröhlichen Jagen
- Über 7 Brücken musst du gehen
- Wunder gibt es immer wieder
- Wahnsinn – Hölle, Hölle, Hölle
- Ein bisschen Frieden
- Wir wollen niemals auseinander gehen
Ein kleiner Rhader Beitrag zum Verständnis von politischen Abläufen (darf gerne erweitert werden)
Veröffentlicht am 17.06.2020
Fort- oder Rückschritt?
Es waren SPD und Gewerkschaften, die 1906 mit einer großen Ausstellung in Berlin die Ausbeutung und das Elend der weit verbreiteten Heimarbeit anprangerten. Um etwas dazuzuverdienen oder überhaupt den Lebensunterhalt bestreiten zu können, verwandelten viele Familien ihre in der Regel kleine Wohnung in eine Art „Produktionsstätte“. Damit sich das Arbeiten überhaupt einigermaßen auszahlt, mussten Kinder und Senioren mit anpacken. Dazu kam die komplette Abhängigkeit gegenüber den Auftraggebern. „Zu wenig zum Leben, zu viel zum Sterben“, so lässt sich die Situation vor 100 Jahren gut beschreiben. Die SPD darf sich auf ihre Fahnen schreiben, das Unrecht erfolgreich bekämpft zu haben. Die Heimarbeit ist, bis auf wenige Ausnahmen, Geschichte. Wenn jetzt aber die Heimarbeit wieder durch die Hintertür mit neuen Begriffen wie Digitalisierung nicht nur übergangsweise eingeführt wird oder werden soll, müssen klare Regeln des Arbeits- und Tarifsrechts dafür sorgen, dass sich nicht eine neue Ausbeutungswelle für abhängig Beschäftigte bildet. Ein Computer in der Küche ersetzt kein funktionsgerechtes Arbeitszimmer und keine lebensnotwendigen Sozialkontakte außerhalb der eigenen vier Wände. Hubertus Heil ist ein sehr guter sozialdemokratischer Arbeits- und Sozialminister. Home-Office klingt modern, zeitgemäß und fortschrittlich, kann aber auch zum Rückschritt mutieren.
Ein Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 16.06.2020
Eine Rhader Beobachtung, gepaart mit einem gut gemeinten Hinweis
Wir sind ein weltoffenes Land. Wir respektieren Andersgläubige ebenso wie Menschen mit anderer Hautfarbe. Unser Grundgesetz ist im Artikel 3 und 4 unmissverständlich. Sicherlich werden nicht wenige unter uns lebende Muslime die christlichen Symbole und Rituale auf Anhieb verstehen. Umgekehrt fragen wir vielleicht, warum Menschen anderen Glaubens eine Kippa oder einen Turban tragen, oder warum sie ihre Teppiche häufig waschen. Letzteres geschieht, um rein vor Gott zu treten. Also absolut nachvollziehbar. Ob aber die gewaschenen Teppiche so, wie im Bild gezeigt, tagelang über Balkonbrüstungen liegen müssen, darf hinterfragt werden. Es wäre doch eine gute Idee, wenn der Hausbesitzer oder die Vermietungsgesellschaft, Teppichstangen im Hof oder Garten aufstellen würden. Dann wäre dem religiösen Reinlichkeitsaspekt ebenso gedient, wie den Nachbarn, die andere Wertvorstellungen in Bezug auf eine ansehnliche Hausfassade, zum Beispiel in Rhade, haben. Gegenseitiger Respekt unterstützt das Zusammengehörigkeitsgefühl.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 15.06.2020
Ein gewaltiges Tief bestimmt unser Wetter in den nächsten Tagen und Wochen. Mehrere Gewitter haben bereits für enorme Schäden gesorgt. „Es wird lange dauern, bis die Aufräumarbeiten beseitigt sind“, so der Krisenstab, der ununterbrochen tagt. Erkennbar ist, dass durch die Dauerbelastung eine gewisse Müdigkeit der Helfer nicht zu übersehen ist. „Wir benötigen dringend Verstärkung, um unsere Aufgaben nachhaltig zu erfüllen. Wenn die Bürger das in uns gesetzte Vertrauen verloren haben, müssen wir das Rettungsteam ganz neu aufbauen“, so der dramatische Appell des Krisenmanagements. Die weiteren Wetteraussichten versprechen keine schnelle Änderung.
Quelle: Wetterstation Rhade
Veröffentlicht am 14.06.2020