Freude über die 3. Rhader Mitnahmebank: Hans-Peter Steffens mit den Einweihungsgästen. Foto Guido Hegemann Gesellschaft Dritte Rhader Mitnahmebank aufgestellt

Arbeitskreis des Rhader Bürgerforums schließt Projekt erfolgreich ab

 

Wir alle werden älter. Eine Binsenweisheit, aber noch kein Nachteil. Spätestens wenn aber der selbständige Bewegungsradius kleiner wird, und z. B. der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) die Lücke schließen könnte, die sich auftut, spätestens dann sind wir in einer neuen Phase des Lebens angekommen. Gut, wenn so wie in Rhade, engagierte Bürgerinnen und Bürger erkennen, dass auch hier ergänzend zum ÖPNV gegengesteuert werden muss. Und so wurde die Idee geboren, Mitnahmebänke aufzustellen und so hilfsbereite Autofahrer zu motivieren, die dort Wartenden mitzunehmen. Das gewünschte Ziel wird durch ein aufgeklapptes Hinweisschild, zum Beispiel Apotheke oder Lembeck, deutlich angezeigt. 3 Bänke in Rhade, eine an der Urbanuskirche (nahe der Arztpraxis), eine gegenüber der Apotheke und eine gegenüber dem städtischen Kindergarten Stuvenberg laden dazu ein, genutzt zu werden. Mit dem Aufstellen der 3. Bank am letzten Freitag, ist Rhade gut versorgt. Hans-Peter Steffens, Sprecher der Initiative die sich beim Rhader Bürgerforum gebildet hat, konnte bei der Einweihung viele Gäste begrüßen. Darunter Vertreter der Volksbank (Sponsor der Mitnahmebank), den Bürgermeister und Mitglieder des Rhader Jugendfördervereins. Letzte haben in einem begleitenden Projekt die Fotomotive gefunden, die jetzt die Rhader Mitnahmebänke zieren. Der Wunsch, das Projekt stadtteilübergreifend weiterzuentwickeln, zum Beispiel mit Lembeck, wurde abschließend in Richtung der Lembecker Porte, dem dortigen Bürgerforum, mehrfach geäußert.

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 22.07.2019

 

Allgemein Die Doppelmoral – Der Sonntagskommentar aus Rhade

Diskreditierende Dossiers über Politiker – das geht gar nicht

 

Hohe Wellen und Stirnrunzeln hat ein „Hintergrundpapier“ der Sozialdemokraten im Europaparlament über „Verfehlungen“ der Kandidatin für den EU-Kommissionsvorsitz, Ursula von der Leyen (CDU) geschlagen. Nicht nur bei der Union, sondern auch bei allen, die das Wort Respekt und Fairness noch buchstabieren können. Berechtigte Kritik ja, gespielte Empörung nein. Damit soll daran erinnert werden, dass über Martin Schulz (SPD) genau aus der politischen Ecke, die jetzt lauthals „haltet den Dieb“ ruft,  ein peinliches und ehrabschneidendes Dossier in Umlauf gebracht wurde. Ein klassischer Fall von Doppelmoral. 

Das Ziel, hier wie da, war jeweils das gleiche. Ein parteipolitischer Konkurrent wird zum Gegner und somit als nicht wählbar erklärt. Herbert Reul, damals Chef der CDU/CSU-Fraktion im Europaparlament, ist heute NRW-Innenminister. Er war und ist der Verantwortliche für „die Sammlung Martin Schulz“, so alle Medien vor 2 ½ Jahren übereinstimmend, die den sozialdemokratischen Kanzlerkandidaten in der öffentlichen Wahrnehmung erheblich, und aus Sicht der Union, erfolgreich schwächte. Wir werden unsere demokratischen Strukturen nur dann stärken, wenn Parteien mit Argumenten werben und auf persönliche Herabsetzungen verzichten. „Wie Demokratien sterben“, lautet ein aktueller Buchtitel, der in den Parteizentralen Pflichtlektüre sein sollte. Wir gratulieren Ursula von der Leyen zur Wahl als Kommissionspräsidentin und wünschen ihr den größten Erfolg bei der Stabilisierung der Europäischen Union.

Veröffentlicht am 21.07.2019

 

Das Bild zeigt den Baum RHADE am 17. Juli 2019 Allgemein Ein Baum, der unseren Namen trägt …

Obsthain auf Maria Lindenhof hat dringend Pflege nötig

 

Unser Baum RHADE, der im Dorstener Obsthain im Bürgerpark Maria Lindenhof gepflanzt wurde, dürstet nicht nur nach Wasser, sondern auch nach allgemeiner Pflege. Und mit ihm seine Nachbarn, die so schöne Namen tragen wie Hervest, Holsterhausen oder Wulfen. Besonders hart hat es den jungen Baum ALTSTADT erwischt. Sein Blattwerk ist spärlich, er wirkt kränklich. Kein gutes Omen für die Zukunft. Die Idee, mit einer besonderen Baumpflanzsymbolik das Zusammenwachsen und den Zusammenhalt der 11 Dorstener Stadtteile und seiner Partnerstädte zu fördern, ist nach wie vor eine gute Idee. Die ausgewählte Pflanzfläche wirkt aber zurzeit so ungepflegt, dass dringend etwas verbessert werden muss. Wäre doch schade, wenn der gute Vorsatz im wahrsten Sinne des Wortes vertrocknet.

Eigener Beitrag

Nachsatz: Die Verwaltung hat nach unserem Hinweis sofort reagiert und zugesagt, die Stadtgärtnerei umgehend "in Marsch" zu setzen.

 

Veröffentlicht am 20.07.2019

 

Gesellschaft Dank und Gruß an den Bürgerschützenverein Rhade

Ein Volksfest mit langer Tradition steht bevor

 

In knapp 10 Tagen startet das Rhader Schützenfest. Zur Einstimmung wurde jetzt an alle Haushalte das „Rhader Schützenblatt“ verteilt. Eine überaus gelungene Zeitung mit wichtigen Informationen über das bevorstehende Fest und vielen Rückblicken in die Vergangenheit. Unseren Lesern wird besonders das „Editorial 2019“ empfohlen. Auf 2 Seiten fassen die Redakteure zusammen, was ihnen wichtig ist. Und hier wird besonders das ehrenamtliche Engagement auf allen Ebenen des Lebens hervorgehoben. Es macht unser Leben reicher, oder wie es die Schützenblatt-Redaktion formuliert: „Wer sich früh engagiert, ist meist auch später im Leben aktiv. Engagement braucht den Willen, das Interesse, die Zeit und die Gelegenheit.“ Dem ist nichts hinzuzufügen. Wir wünschen dem Bürgerschützenverein Rhade ein harmonisches und fröhliches Schützenfest 2019.

Veröffentlicht am 19.07.2019

 

Kommunalpolitik Bürgerforum Rhade: Was der Verwaltung wichtig ist – und was weniger (Teil 3)

Alle Bürgerprobleme verdienen gleiche und faire Aufmerksamkeit

 

Kinder sind unsere Zukunft. Alle Kinder brauchen Liebe, Aufmerksamkeit, Förderung und Spielmöglichkeiten. Nur dann werden sie sich prächtig entwickeln. Nur dann werden sie Zukunft haben. Am Montagabend stellte die Verwaltung ihren sogenannten Spielplatzbedarfsplan für Dorsten und Rhade vor. Ein Projekt, das den Machern im Rathaus sehr wichtig ist. Am Anfang war die Frage, ob Dorsten sich nicht zu viele Spielplätze leistet. Die (erwartete) Antwort wurde mit Hilfe eines Vergleichs der Gemeindeprüfungsanstalt schnell geliefert. Ja, da ist Einsparpotenzial. Jetzt lautete die nächste Frage, wo sollen wir ansetzen und wie? Ein aufwändiges Verfahren mit Experten, Online-Abstimmung, Kinderbefragung und Bürgerbeteiligung in den Stadtteilforen folgte. Fazit: Da wo im Moment nicht mehr gespielt wird, kann die Fläche als Freifläche vorgehalten werden. (Das sollte aus Sicht der Stadtentwicklung und des Klimaschutzes grundsätzlich überall erfolgen.) Da wo sich jetzt Kinder tummeln, muss kreativ „aufgerüstet“ werden, lautet das Ergebnis der Verwaltung, des Rates, der befragten Bürgerinnen und Bürger und natürlich unserer Kinder. Mehr an Information und Bürgerbeteiligung geht nicht.

Ganz anders der Eindruck bei der spontan geführten Diskussion von Bürger zu Bürger über die geplante Hochdruckgasleitung, die in direkter Nähe der Wohnbebauung Hünengrab vorbeiführen soll. Ein überörtliches Projekt, bei dem die Stadt Dorsten nur angehört wird. Erstaunlich, dass hier der Bürgermeister, der neben dem Jugendamtsleiter als einziger Vertreter der Verwaltung vor Ort war, die spannende Diskussion fast wie ein unbeteiligter Zuhörer verfolgte. Erst als den besorgten Bürgern aus dem Plenum vorgeschlagen wurde, den Umwelt- und Planungsausschuss (UPA) zu kontaktieren und um Unterstützung zu bitten, da war der Bürgermeister in seinem Element. Erst wurde der „Schlaumeier“ im Saal belehrt, dass der UPA wegen fehlender Zuständigkeit überhaupt nicht helfen kann, dann folgte der Vorschlag an die Initiative gute Argumente zu sammeln, um die Anhörungsstellungnahme der Verwaltung (und des UPA) zu ergänzen. Gute Argumente liegen aber bereits auf dem Tisch. Mit seinem  abschließenden Angebot, die Stadtstellungnahme eventuell dann so abzufassen, dass der Verlegungskorridor in größerem Sicherheitsabstand zur Bebauung erfolgen sollte, kriegte der Verwaltungschef gerade noch die Kurve. Den Eindruck, dass nicht alle Bürgerprobleme in der Stadtspitze gleich wichtig genommen werden, blieb bei kritischen Zuhörern erhalten.

Eigener Beitrag

Veröffentlicht am 18.07.2019

 

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