40 Parteien treten am 26. Mai an
21 Zentimeter breit, 90 Zentimeter lang, das sind die Maße des EUROPA-Wahlzettels. Allemal interessanter als die Größe ist die Anzahl der zur Wahl stehenden Parteien. Ingesamt 40 konkurrieren am 26. Mai um unsere Stimme. Ganz oben auf dem Stimmzettel stehen die, die schon Erfolg hatten Weiter unten jene, die eher nach dem Motto antreten, „Dabei sein ist alles“. Mindestens 4, die den Tierschutz in ihrem Namen tragen, eine buhlt mit dem Namen LIEBE, auffällig auch die ganz Linken und Rechtsaußen, die mit blumigen Namen werben, sowie die Gruppierungen, die die Senioren repräsentieren wollen. Der Stimmzettel ist ein Ausdruck unserer Vielfalt und unserer gelebten Demokratie. Wir haben aber am Wahltag nur 1 Stimme. Das heißt, dass wir verantwortungsvoll damit umgehen sollten. Bitte nicht verzetteln, auch wenn der Abstimmungsbogen dazu verführen kann. Eine der Parteien, die EUROPA mit geprägt hat und in unserem Sinne, dem der Bürgerinnen und Bürger positiv weiterentwickeln wird, ist die SPD. Sie muss gestärkt aus der Europawahl hervorgehen, um unsere Werte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität in ganz Europa zu vertreten. Wie gesagt, wir haben nur eine Stimme am Wahltag zu vergeben. Qual der Wahl?
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 07.05.2019
EUROPAWAHL im Mittelpunkt der Diskussion
Es gibt viele kommunale Themen, die für die Mitglieder der Rhader SPD wichtig sind, beispielhaft sei hier die Diskussion über die umstrittenen Straßenbaubeiträge genannt. Sie werden aber alle aktuell deutlich überlagert von der kurz bevorstehenden Europawahl. Am 26. Mai muss nämlich, so der Wunsch der Rhader Sozialdemokraten, ein deutliches Zeichen pro Europa und wider den Rechtsruck gesetzt werden. Beunruhigend ist, so der geplante Einstiegt in die Diskussion, dass nach einer Studie der Bertelsmannstiftung, besonders die Rechtsparteien sich international in der EU erfolgreich vernetzt haben. „Diese Mobilisierung wird zu einer hohen Wahlbeteiligung in diesem Wählermilieu führen“, heißt es sinngemäß. Ansporn genug für alle demokratischen und europafreundlichen Parteien, mit Argumenten und dem Stimmzettel dagegen zu halten. Christoph Kopp, Vorsitzender, wird am Donnerstag, 9. Mai, um 18.30 Uhr den Meinungsaustausch im Gasthaus Pierick eröffnen. „Interessenten willkommen", so Christoph Kopp abschließend.
Veröffentlicht am 06.05.2019
Kevin Kühnert macht den Unterschied – gut so!
Der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert wurde von der Wochenzeitung DIE ZEIT interviewt. Der Jungsozialist ist 29 Jahre alt und ein außergewöhnlich kluger Kopf. Das bestätigen alle, die ihn kennen und erleben. Er sagt, was er denkt und tut, was er sagt. Dabei ist er authentisch, das heißt, weder aufgesetzt noch abgehoben. Ein Hoffnungsträger der SPD. Im Interview wurde er aufgefordert zu sagen, was Sozialismus für ihn heute bedeutet. Seine zentrale Botschaft: Trotz vieler, jahrzehntelanger Bemühungen geht die Schere zwischen arm und reich weiter auseinander. Eine Gerechtigkeitslücke. Anders ausgedrückt, das bestehende System, auch Kapitalismus oder abgeschwächt Soziale Marktwirtschaft genannt, kann nicht das letzte Wort der Politiker sein. Und das Mitarbeiter an den Unternehmen beteiligt werden müssten, deren Mehrwert sie mit ihren Händen und ihrem Kopf erarbeiten, ist eine alte Forderung der SPD und unserer Gewerkschaften. „Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand“ lautete das Programm. Nun also hat Kevin Kühnert klar und deutlich „klare Kante“ gezeigt. So wie Franz Münterfering es ausgedrückt hätte. Endlich hebt sich einer aus der Führungsriege der SPD deutlich vom „Berliner Allerlei“ sprachlich und inhaltlich ab. Dass die Konservativen mit Schaum vorm Mund das Interview völlig einseitig interpretieren und dabei verdrehen, ist der primitive Versuch, die unbequemen Wahrheiten zu verdrängen. Allen Kühnert-Kritikern wird dringend empfohlen, das gesamte Interview vorurteilsfrei zu lesen – und dann zu urteilen. Kevin Kühnert hat nämlich aufgezeigt, dass Gerechtigkeit und Solidarität, zwei Schlüsselbegriffe des SPD-Programms, mit neuem Leben erfüllt werden müssen. Dafür sollten wir ihm dankbar sein. Die Diskussion darüber, wie die Schere zwischen arm und reich wieder mehr geschlossen werden kann, ist eröffnet. „Wer zur Quelle will, muss gegen den Strom schwimmen.“ Was ist daran falsch?
Eine persönliche Anmerkung aus Rhade von Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 05.05.2019
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SPD Dorsten erinnert mit Schauspiel an die Reform, die damals einer Revolution gleich kam
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Vor 100 Jahren durften Frauen in Deutschland zum ersten Mal in der Geschichte an einer demokratischen Wahl teilnehmen. Es war ein Meilenstein auf dem Weg zur Gleichberechtigung der Frauen. Inzwischen engagieren sich Frauen auf allen politischen Ebenen. Doch nach wie vor bleibt die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ein drängendes Thema. Wir möchten an die Anfänge des Frauenwahlrechts erinnern. Dazu dient der heutige Informationsabend ganz besonders. Prominente Frauen aus Politik und dem Dorstener Stadtleben berichten in Kurzvorträgen von der Zeit um 1919, der Frauenbewegung und den ersten Wahlen in Deutschland, an denen Frauen wählen und gewählt werden durften. Im Anschluss an die Kurzvorträge werden Laienschauspieler/innen kurze Theatersequenzen vorführen. Dadurch sollen die Zuschauer einen besseren Eindruck von den Lebenslagen der Frauen in Deutschland um 1919 bekommen.
Die Veranstaltung findet am morgigen Sonntag, 5. Mai 2019, 17.30 Uhr (Einlass 17.00 Uhr), im Gemeinschaftshaus Wulfen, Wulfener Markt 5, 46286 Dorsten statt.
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Veröffentlicht am 04.05.2019
Für Sie gelesen - Der Pressesprecher der Stadt Dorsten schreibt:
Europawahl am 26. Mai 2019
Wahlaufruf der im Rat der Stadt Dorsten vertretenen Parteien
Gemeinsamer Infostand in der Altstadt am Samstag, 4. Mai
Mit großformatigen Bannern in den elf Dorstener Stadtteilen sowie einem gemeinsamen Infostand am Samstag, 4. Mai, rufen die im Rat der Stadt Dorsten vertretenen Parteien die 59 762 wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger auf, bei der Europawahl am 26. Mai von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen. „Ein starkes Stück Europa“ – das ist auch die Stadt Dorsten mit ihren elf Stadtteilen. Und so steht es auch auf elf großen Bannern, verbunden mit dem Aufruf, bei der Wahl des Europaparlaments am 26. Mai wählen zu gehen. Unterzeichnet ist dieser Aufruf von CDU, SPD, Grünen, Linken, FDP und UBP, den sechs im Rat der Stadt Dorsten vertretenen Parteien. Bei Ihrem gemeinsamen Infostand verzichten die Vertreter des Stadtrates ganz bewusst auf Wahlwerbung für ihre jeweiligen Parteien. Sie wollen vielmehr gemeinsam als ehrenamtliche Repräsentanten unserer Demokratie für die Idee der Europäischen Integration werben und für die gemeinsamen Werte, die Bürgerinnen und Bürger der EU miteinander teilen. Neben den inhaltlichen Fragen ist ein weiteres Ziel der gemeinsamen Initiative, in Dorsten am 26. Mai eine gute Wahlbeteiligung als Ausdruck der demokratischen Teilhabe zu erreichen. Bei der Europawahl 2014 lag die Beteiligung in Dorsten bei gut 52 %, vier Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt. Die Stadtteil-Banner zur Europawahl werden in den nächsten Tagen von unterschiedlichen Akteuren aufgehängt. Die Stadtteilkonferenzen wurden gebeten, Wunschstandorte zu benennen, die – soweit nach Prüfung möglich – auch berücksichtigt wurden.
Veröffentlicht am 04.05.2019