Umwelt Heute: Solidarität mit allen Schülerinnen und Schülern – Greta als Vorbild

Demo für den Klimaschutz – „Fridays for Future“

 

Schulschwänzen oder legale außerschulische Bildung? Während die Wulfener Gesamtschulleitung den möglichen Entscheidungsspielraum nutzt, um den Schülerinnen und Schülern Mut zu machen, innerhalb der Unterrichtszeit an der weltweiten Freitagsdemonstration für den Klimaschutz teilzunehmen, besteht das St. Ursula-Gymnasium darauf, die Teilnahme als unentschuldigte Fehlstunden zu dokumentieren. Greta, eine 16jährige Schülerin aus Stockholm hat den ersten Stein ins Wasser geworfen und mit ihrer Freitagsdemo auf den katastrophalen Zustand unseres Planeten aufmerksam gemacht. Die Wellenbewegung hat den gesamten Erdball erreicht. „Fridays for Future“ ist beste politische, verantwortungsvolle Bildung. Ob im Klassenraum oder außerhalb, das Ergebnis ist entscheidend. Klimaschutz ist Allgemeinbildung. Wer will, dass Kinder nicht nur unsere Zukunft sind, sondern auch selbst Zukunft haben, muss diese Initiative von unten uneingeschränkt unterstützen. Der Wunsch der Schülerorganisatoren aus Wulfen, sich mit den anderen Dorstener Schulen zu vernetzen, um künftig gemeinsam ein starkes Zeichen zu setzen, sollte nicht ungehört bleiben.

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 15.03.2019

 

Verkehr Der Nahverkehr geht in die Luft?

Eine Luftnummer

 

Weil unten alles zu ist, soll jetzt nach oben ausgewichen werden. Lufttaxis werden zurzeit getestet. Unter allgemeiner Verkehrspolitik ist zu verstehen, dass alle Verkehrsteilnehmer gleichwertig behandelt werden. Anstatt das Vorhandene und nicht Funktionierende zu optimieren, scheint der zuständige Minister (Andreas Scheuer, CSU) den Boden unter den Füßen zu verlieren. Wir wollen an dieser Stelle keineswegs gegen den technischen Fortschritt opponieren, aber daran erinnern, dass z. B. die meisten Ampeln im Zeitalter der Digitalisierung noch immer nicht auf den echten Bedarf reagieren. Anstatt den Öffentlichen Nahverkehr attraktiver anzubieten, wird an der nächsten Luftnummer gebaut. Anstatt eine wirkliche Verkehrswende auszurufen, unter dem Aspekt des lebensnotwendigen Klimaschutzes, verhaspelt sich der Verkehrsminister im Geflecht der Automobil- und Luftfahrtkonzerne. Nein, so kommen wir einfach nicht von der Stelle. Gesucht werden Parteien und Politiker, die eine Vision für „die da unten“ haben und nicht an Wolkenkuckucksheimen für „die da oben“ basteln.

Ein Zwischenruf aus Rhade

Veröffentlicht am 14.03.2019

 

Presse Die Woche der Brüderlichkeit – Dem Antisemitismus entgegentreten

Christlich-jüdische Zusammenarbeit ist weiter dringend nötig – Journalisten tragen eine wichtige Mitverantwortung

 

Alljährlich, übrigens seit 1952, findet im März die Woche der Brüderlichkeit statt. Christen und Juden diskutieren dann über eine fruchtbare Zusammenarbeit und erinnern auch an den Holocaust, der mit unfassbarer deutscher Brutalität Millionen Opfer gefordert hat. Im Landesmuseum Oldenburg ist ein Zeitungsausschnitt von 1938 ausgestellt, der auf unglaubliche Art und Weise dokumentiert, wie Hetze auch durch verantwortungslose Journalisten transportiert wurde. Siehe Foto. Daran wird deutlich, welche Verantwortung Journalisten zu jeder Zeit tragen. Sie können mit Fake -News manipulieren, sogar  zur Pogromstimmung auffordern.

Der Text einer Wilhelmshavener Zeitung (Nov. 1938) in Auszügen:

Ein Schandfleck Jevers beseitigt

 … von einer aufs tiefste über den jüdischen Meuchelmord erbitterten Volksmenge wurde in der vorletzten Nacht die Synagoge (in Jever) in Brand gesetzt. Die jüdische Einwohnerschaft, die zum Teil in Schutzhaft genommen wurde, soll dankbar sein, dass unsere mit vollem Recht erbitterte Einwohnerschaft es mit dem Niederbrennen der Synagoge bewenden ließ. Sie war ein Schandfleck unserer schönen Stadt. …

 

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 13.03.2019

 

Gesellschaft Berthold John schreibt an den Bürgermeister

Ein Leserbrief mit klarer Botschaft

 

„ als Zeichen der Geselligkeit“ so der Bürgermeister Tobias Stockhoff bei Überreichung einer Flasche Rotwein an den Ehrenbeamten der Stadt Dorsten. Damit spricht er aus und handelt, was vielen Leuten bereits bekannt ist. Alkohol ist gesellschaftsfähig schlechthin und wird nicht nur gesellschaftlich akzeptiert.

Dabei gibt mir zu bedenken, dass Alkohol die Volksdroge Nr. 1 ist.

Die DHS ( Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.) geht von jährlich 74.000 Todesfällen aus, die durch reinen Alkoholkonsum oder von Tabak und Alkohol bedingt sind. Die direkten und indirekten Kosten des Alkoholkonsums werden auf jährlich 40 Milliarden € beziffert, bei Einnahmen aus alkoholbedingten Steuern in Höhe von 3,165 Milliarden €.

Als Mitglied der Selbsthilfegruppe des Bke Wulfen (Blaues Kreuz in der ev. Kirche) übe ich gemeinsam mit der Caritas Dorsten Präventionsmaßnahmen in Schulen aus. Es geht mir nicht darum, den Alkohol als Genussmittel mies zu machen, sondern gerade der Jugend aufzuzeigen, sorgsam mit dem Thema „ Alkohol“ umzugehen.

Die von dem Bürgermeister vertretene Auffassung ist nicht hilfreich für unsere Aufklärungsarbeit. Ich denke da auch an die Karnevalsumzüge, bei denen Jugendliche durch zu hohen Alkoholgenuss und Vorglühen negativ auffallen. Vielleicht geht der Bürgermeister ja auch mit gutem Beispiel voran und sucht demnächst andere Möglichkeiten der Anerkennung als ein Alkoholpräsent.

Mit freundlichen Grüßen

Berthold John

Ruhrstr. 104

46286 Dorsten

Veröffentlicht am 12.03.2019

 

Darum geht's auch beim Bürgerforum: Klimaschutzkonzept Dorsten Gesellschaft Wir alle sind Rhade - Wir alle können mitreden und mitbestimmen

Das Rhader Bürgerforum lädt ein

 

Wir laden Sie herzlich ein, am Montag, 18. März 2019, 19:30 Uhr, an der nächsten Versammlung des Bürgerforums Rhade im CMH Rhade teilzunehmen.

Der Arbeitskreis „Rahmenplanung/Verkehr“ hat mit dem überdachten Rastplatz „Zum Vorwerk“ einen wichtigen Schritt im Rahmen ihres Projektes „Fahrradspange Rhade/Lippe“ getan. Es bleibt spannend zu erfahren, welche nächsten Ziele erreicht wurden und wie es weitergehen soll. Die Arbeitsgruppe wird dazu ihren Bericht vorstellen.

Die ersten Mitnahmebänke stehen, auch dieses Projekt hat somit einen wichtigen Meilenstein erreicht. Wie geht es weiter? Kommt noch eine weitere Mitnahmebank im Dorf und wo wird sie stehen? Die Arbeitsgruppe Demografie wird dazu ihren Bericht präsentieren.

Der Bürgermeister persönlich will eine Diskussion mit dem Titel „Dorsten steht für Menschenwürde, Demokratie und Respekt“ in alle Gesellschaftsschichten tragen. Wir als Organisationsteam unterstützen diesen Gedanken und freuen uns auf seine Ausführungen und Anregungen, gemeinsam zu erarbeiten, was uns wirklich wichtig ist.

Der Klimaschutz ist in aller Munde und betrifft uns und unseren Lebensraum. Auf vielen Ebenen wird diskutiert, wie wir gemeinsam Beiträge zum Schutz des Klimas und der Umwelt leisten können. Dabei müssen verschiedenste Interessen wie Wirtschaft, Umwelt, Natur und Bürgerinteressen beachtet werden in oft emotional geführten Diskussionen.
Was eine Kommune zu dieser wichtigen Frage beisteuern kann und will, wird uns der Klimaschutzmanager der Stadt Dorsten –Herr Sebastian Cornelius - präsentieren.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger können sich auf der Internetseite „Rhade.de“ unter „Rhade / Bürgerforum Rhade“ zusätzlich informieren und ggfs. auch weitere Vorschläge zu künftigen Arbeitsthemen des Bürgerforums einreichen.

Wir hoffen erneut auf eine gute Resonanz und einen interessanten und spannenden Abend. Wir bitten Sie daher, auch Freunde, Nachbarn und Bekannte auf diesen Termin aufmerksam zu machen.

 

Dorsten, Organisationsteam Bürgerforum Rhade 

i.A. Hans-Peter Steffens

Veröffentlicht am 11.03.2019

 

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