30 kleine Baumeister haben mit Legosteinen Rhade nachgebaut
Staunend haben die vielen Besucher am Sonntagmittag im Carola Martius-Haus vor einer imposanten Modellstadt gestanden. Aus mehr als 200.000 Legosteinen haben ca. 30 Kinder eine Stadt errichtet, nennen wir sie einfach Rhade. Ob Kirche, Bahnlinie, Feuerwehr und Mc Donalds, erstaunlich wie originalgetreu das Modell in Teilen dem Original kam. Manchmal musste ein Plan beim Zusammenbau der Steine helfen, ansonsten war die eigene Kreativität gefragt. Organisiert vom Jugendheim im CMH, lernten die Kinder eindruckvoll, was möglich ist, wenn als Team zusammenarbeitet wird. Einige Stunden am Vortag waren aber erforderlich, bis das Gesamtkunstwerk zur Besichtigung freigegeben werden konnte. Dank an die Organisatoren und Respekt sowie Anerkennung den starken Rhader Baumeistern.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 05.02.2019
Jetzt ist der Stein richtig ins Rollen gekommen
Wir in Rhade haben bittere Erfahrungen hinter uns. Obwohl allgemein anerkannt wird und wurde, dass unsere Hauptverkehrsachse Lembecker- und Erler Straße, die auch Autobahnzubringer ist, verkehrssicher für alle Verkehrsteilnehmer umgestaltet werden muss, haben die drohenden Anlieger-Straßenbaubeiträge die Umsetzung bisher verhindert. Nun gibt es einen neuen Anlauf, den die SPD-Landtagsfraktion mit einem Gesetzentwurf gestartet hat. Darüber will die Dorstener SPD öffentlich informieren und diskutieren. Dabei wird auch der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und SPD-Landtagsabgeordnete Michel Hübner sein. Den folgenden Text haben wir der Internetseite von Michael Hübner übernommen:
Veröffentlicht am 04.02.2019
Wie ein schwedisches Mädchen zum Hoffnungsträger der Jugend wird – international!
Sie sieht jünger als 16 aus und ist sehr ernst. Die Rede ist von Greta Thunberg aus Stockholm. Ein Film über Plastikmüll im Meer war der Auslöser für ihre Aktion. Und die ist ganz einfach. Sie setzt sich mit einem handgemalten Schild vors Parlament und demonstriert. Für die Umwelt, für ein gesundes Klima. Das Besondere ist, dass das immer freitags geschieht. An einem normalen Schultag. Greta schwänzt die Schule und hat dafür das Motto „Fridays for Future – Freitags für die Zukunft“ gewählt. Inzwischen ist sie nicht mehr allein. Tausende Schülerinnen und Schüler in vielen Ländern unseres geschundenen Erdballs machen es ihr nach. Endlich sind es die jungen Menschen, die verstanden haben. Endlich machen sie uns Feuer unterm Hintern. Endlich müssen wir begreifen, uns und unser Handeln zu ändern. Das geht nur mit Klartext. So wie von Greta. Sie hat es jüngst den selbst ernannten wichtigsten Machern unseres Planeten auf dem Weltwirtschaftsforum ungeschminkt ins Gesicht gesagt: „Manche Leute sagen, wir alle hätten die Klimakrise gemeinsam verursacht. Doch das ist nur eine bequeme Lüge. Denn wenn alle schuldig sind, ist niemand schuldig zu sprechen. Aber es gibt Schuldige. Einige Leute, einige Entscheidungsträger wussten genau, welchen unbezahlbaren Wert sie opfern, um weiterhin unglaubliche Mengen Geld zu verdienen. Ich glaube, einige von Ihnen hier gehören zu der Gruppe“.
Danke Greta!
Eigener Bericht auf Grundlage des ZEIT-Titelthemas zum Klimaschutz. Hier: Gretas Welt (31.01.2019)
Veröffentlicht am 03.02.2019
„Auf das Leben!“
Es ist ein kleines Museum, aber es bietet Großes. Das Jüdische Museum Westfalen, das 1992 eröffnet wurde. Die Gruppe „Dorsten unterm Hakenkreuz“ um den Journalisten Wolfgang Stegemann und das SPD-Ratsmitglied Dirk Hartwich, begann in den 80er Jahren nachzufragen, was aus den hier lebenden jüdischen Bürgern während der Nazi-Zeit geworden ist. „Gedemütigt, verfolgt, vertrieben und ermordet“, lautet die Inschrift der Gedenktafel von Schwester Paula, die in der Nähe der ehemaligen Synagoge in der Wiesenstraße mahnt. Mehrere Publikationen haben zu großer Aufmerksamkeit und Anteilnahme in unserer Stadt und darüber hinaus geführt. Dass diese Bürgerarbeit, inzwischen mit weiteren Akteuren, darunter Schwester Johanna Eichmann, 1992 in die Eröffnung eines Jüdischen Museums in Dorsten münden würde, war anfangs gar nicht angedacht. Zeitzeugen hören, den Opfern Würde zurückgeben und die Dorstener Bürger darüber informieren, welche nicht zu vergessene Schuld viele in der Lippestadt, die einen aktiv, die anderen durch Wegsehen, auf sich geladen haben. So das Ziel der Forschungsarbeit von unten. Das Museum, hat mit wechselnden Ausstellungen über das jüdische Leben einen wichtigen Beitrag zur Versöhnung in unserer Stadt geleistet. Die aktuelle Ausstellung mit neuer Konzeption ist sehenswert und mehr als einen Besuch wert. „L’chaim! - Auf das Leben!“, so der Titel der Ausstellung, der mehr aussagt als weitere Worte. Eine persönliche Anmerkung: Etwas mehr Lokalgeschichte, zum Beispiel über die Verlegung der Stolpersteine, wäre eine gute Ergänzung der Präsentation.
Dirk Hartwich
Jüdisches Museum Westfalen, Julius-Ambrunn-Straße 1, 46282 Dorsten
Öffnungszeiten:
Dienstag – Freitag 10 – 12.30 Uhr und 14 bis 17 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag: 14 bis 17 Uhr
Veröffentlicht am 02.02.2019
„Fragen sie ihren Arzt oder Apotheker“
Prost – auf die Gesundheit? So war ein Artikel auf www.spd-rhade.de am 27. Januar überschrieben, der sich mit den verheerenden Folgen des übermäßigen Alkoholtrinkens beschäftigte. Michael Gerdes, SPD-Bundestagsabgeordneter wurde aufgefordert, sich für ein öffentliches Alkoholwerbeverbot, so wie beim Nikotin, einzusetzen. Tatsächlich gibt es entsprechende Diskussionen im Bundestag und dem zuständigen Ausschuss, aber (noch) keine konkreten Ergebnisse. Michael Gerdes: Im Koalitionstext heißt es:
"Wir werden Drogenmissbrauch weiterhin bekämpfen und dabei auch unsere Maßnahmen zur Tabak- und Alkoholprävention gezielt ergänzen. Dabei ist uns das Wohl der Kinder von Suchtkranken besonders wichtig."
Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Protokollauszug, der zeigt, dass bisher getroffene Maßnahmen zur Einschränkung der Alkoholwerbung überhaupt nicht greifen: Auf die Frage, ob die Bundesregierung ein Alkoholwerbeverbot bei Sportveranstaltungen plant, lautet die Antwort des CDU-geführten Gesundheitsministeriums:
„Entsprechend den genannten europäischen Vorgaben bestimmen auch die Werbegrundsätze des Rundfunkstaatsvertrags (RStV), insbesondere § 7 Absatz 10 RStV, dass Werbung übermäßigen Alkoholkonsum nicht fördern darf. Zudem baut die Bundesregierung auf eine funktionierende Selbstkontrolle der Wirtschaft. Insbesondere ist hier auf den Deutschen Werberat hinzuweisen. Nach den „Verhaltensregeln des Deutschen Werberats über die kommerzielle Kommunikation für alkoholhaltige Getränke“ soll kommerzielle Kommunikation keine trinkenden oder zum Trinken auffordernden Leistungssportler darstellen“.
Noch Fragen? Wir werden weiterhin versuchen, auf allen Ebenen darauf hinweisen, dass ein Alkoholwerbeverbot keine „Spaßbremse“ ist, sondern ein wichtiger Beitrag zur Gesundheit. „Im Zweifel fragen sie ihren Arzt oder Apotheker“.
Eigener Beitrag
Veröffentlicht am 01.02.2019