Maria Lindenhof hat eine interessante Geschichte zu erzählen
Mitten in Dorsten, zwischen Kanal und Lippe, erstreckt sich ein Areal, das lange im Dornröschenschlaf lag und jetzt wach geküsst wurde – Maria Lindenhof. Ein äußerst geschichtsträchtiger Fleck mitten in Dorsten. „Dorsten - einst und jetzt“ lautet ein sehr lesenswertes Informationsblatt des „Vereins für Orts- und Heimatkunde Dorsten e. V.“, das wir in mehreren Teilen veröffentlichen. Die Genehmigung für den Text und die Fotos liegen vor. Die Rhader SPD sagt DANKE! Teil 1 ist am 1., Teil 2 am 6. August auf dieser Internetseite erschienen.
Bauliche Veränderungen
Bei Hochwasser überflutete die Lippe häufig große Teile des Geländes zwischen Lippe und Kanal, sodass ihrer Eindeichung in den 1960er Jahren eine besondere Bedeutung zukam, wenn die Pläne zur Neugestaltung dieses Bereiches verwirklicht werden wollten. Die Kanu-Freunde Dorsten e.V. erkannten die günstige Lage von Maria Lindenhof für ihren Sport sehr schnell und entschlossen sich, hier heimisch zu werden. In Eigenleistung errichteten sie von 1960 – 1963 ihr Bootshaus, das an diesem Standort auch heute noch besteht. Die Gebäude des ehemaligen Klosters der Barmherzigen Brüder wurden im August/September 1966 abgebrochen, im August 1972 beseitigte die Stadt das letzte Wohnhaus des früheren Gebäudekomplexes. Als die Stadt Ende 1966 für 8,5 Millionen Mark …
Veröffentlicht am 11.08.2018
Klimakatastrophe vermutlich nicht aufzuhalten – Wir sind mitverantwortlich
Das hat gesessen. Passend zur europaweiten Hitzewelle präsentiert ein weltweites Forschungsteam, unter anderem ist das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) beteiligt, ein Szenario, das aufschreckt. Die vereinbarten Klimaziele werden nicht erreicht! Im Gegenteil, die Erderwärmung wird fortschreiten. Und es geht nicht um 1 – 2 Grad Celsius, sondern um 4 – 5. Die Folgen: Weiteres Abschmelzen der Eismassen in der Arktis, dadurch weniger Reflektion der Sonnenstrahlen „nach oben“, dafür stärkeres Aufheizen der Erdoberfläche. Der nächste Dominostein wären die Permafrostböden in Sibirien, die auftauen und Methan freisetzen. Kippelemente nennen die Wissenschaftler diese Auswirkungen. Und weiter: Der Meeresspiegel steigt dann um 10 bis 60 (!!!) Meter. Ein Horrorszenario. Was haben wir in Rhade und Dorsten damit zu tun? Wir sind nicht nur Mitverursacher, wir tragen Verantwortung für unsere folgenden Generationen. Auch wenn die Vorhersagen der Forscher einen Zeitraum von mehreren hundert Jahren umfassen, sind wir jetzt gefragt. Dorsten hat mit dem Integrierten Klimaschutzkonzept zwar seine theoretischen Hausaufgaben gemacht, die praktische Umsetzung lässt aber weiter auf sich warten. So soll seit Jahren ein Klimaschutzmanager eingestellt werden, der die vereinbarten Klimaziele der Lippestadt kontrolliert und steuert. Angekündigt war die Stellenbesetzung schon mehrfach Hier sind Rat und Verwaltung in der Verantwortung.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 10.08.2018
Raumordnungsverfahren vom Regionalverband Ruhr eingeleitet
HeiDo ist kein Künstler-, sondern ein Kunstname, der aber bereits ausdrückt worum es geht. Zwischen Heiden und Dorsten wird eine weitere Erdgasleitung verlegt. Das Besondere aus Rhader Sicht ist, dass wir vor Ort betroffen sind. Noch läuft die Planung, noch wird nach der richtigen Trassenführung gesucht. Natürlich gibt es bereits eine favorisierte und mehrere alternative Planlinien. Rhade ist aber immer dabei. Es wird noch dauern, bis dem sogenannten Raumordnungsverfahren das Planfeststellungsverfahren folgt. Zeit, um sich sachkundig zu machen. Zeit aber auch, um dem Umwelt- und Planungsausschuss aufzufordern, das Vorhaben nicht nur zur Kenntnis zu nehmen und durchzuwinken, sondern mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort in den Dialog zu treten. Gut informiert ist, wer den folgenden Link aufruft: www.regionalplanung.rvr.ruhr
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 09.08.2018
Ferienspaß mit spannender Räubergeschichte
Das wird spannend. „Kasper und der Räuber“ lautet die Überschrift auf den bunten Plakaten, die in allen Rhader Geschäften zur Zeit präsentiert werden. Am Mittwoch, 22. August wird das Carola Martius-Haus wieder beben, wenn die vielen Kinder dem Kasper bei seinen Abenteuern aufgeregt und lautstark folgen werden. „Kasperle ist dringend auf die Unterstützung der Kinder angewiesen, um den Räuber in seine Schranken zu weisen und das Gute am Ende siegen zu lassen“, so die Kurzfassung der Geschichte von Stefan Tränkler, dem Chef des Original Hohnsteiner Puppentheaters. Bereits zum 10. Mal hat Brigitte Hartwich das klassische Kasperletheater innerhalb des Rhader Ferienspaßes organisiert. Sie konnte dankbar auf die materielle Unterstützung der Volksbank Le/Rha und druck und graphik (Achim Schrecklein) zurückgreifen. Die kath. Kirchengemeinde stellt das CMH zur Verfügung und die örtliche SPD hilft bei der Organisation. „Nur so ist es möglich, allen Rhader Ferienkindern einen besonderen Spaß zu ermöglichen und auf ein Eintrittsgeld zu verzichten“, so Brigitte Hartwich in Vorfreude auf das Ferienspaßereignis. Mittwoch, 22. August, 15 Uhr, Carola Martius Haus.
Veröffentlicht am 08.08.2018
US-Elektroautofirma scheint neuen Standort in Europa gefunden zu haben
Am Anfang war es nur eine kurze Meldung – eine Art Twitter. TESLA, erfolgreiches US-Unternehmen für Elektroautomobile will in Europa expandieren und sucht einen guten Standort für das erste Montagewerk in der EU. Erst war es das Saarland, dann überboten sich weiter Bundesländer mit Angeboten – und Subventionen. Auch Holland zeigte sich interessiert. Was keiner für möglich gehalten hat, scheint nun real zu werden. Dorsten scheint das Rennen gemacht zu haben. Unternehmensberater, von TESLA engagiert, erinnerten sich an LOREMO. Das legendäre Geisterfahrzeug mit niedrigem Benzinverbrauch sollte in Dorsten gebaut werden. Jahrelang geisterte es durch unseren Presseblätterwald. Der Bürgermeister, seinerzeit noch Lambert Lütkenhorst, machte in Optimismus, präsentierte tolle Fotos und versprach für das klamme Dorsten „blühende Landschaften“. OK, LOREMA entpuppte sich als Luftnummer. Heute würde es Fake-News heißen. Aber TESLA kann was werden. Tobias Stockhoff schlüpfte in die großen Schuhe seines Vorgängers und, so Meldungen von gut unterrichteten Kreisen aus dem Rathaus, will aus LOREMO TESLA machen. Schon fährt er mit einem Elektrofahrrad, sein Dienstwagen soll in Kürze umgebaut werden. Endlich Aufbruchstimmung in der Lippestadt. Jetzt heißt es keine Fehler zu machen und TESLA mit dem Wissen von LOREMO an die Lippe zu binden.
Rhade: Mal eine Glosse* zum aktuellen Thema
* Glosse WIKIPEDIA: ein kurzer und pointierter, oft satirischer oder polemischer, journalistischer Meinungsbeitrag in einer Zeitung, einer Zeitschrift und im Fernsehen.
Veröffentlicht am 07.08.2018