Ehrenamtliches Engagement auf vielen Ebenen
Es war sicherlich eine gute Idee des Dorstener Bürgermeisters, den Rhader Allgemeinmediziner Dr. Friedrich Carl Heine zu fragen, ob er bei der Erstuntersuchung der ankommenden Flüchtlinge im alten Dorstener Petrinumgebäude helfen könne. „Unser Arzt“, wie ihn noch viele Rhader auch nach seiner Pensionierung nennen, war sofort bereit, ehrenamtlich zu unterstützen. Die Dorstener Zeitung berichtet heute (29. Juli) ausführlich über die Not und das Elend der Flüchtlinge aus vielen Ländern, die derzeit Deutschland „ansteuern“. Wie soll eine Stadt, die auch als Erstaufnahmestation von der Bezirksregierung bestimmt wurde, das alles stemmen? Ohne die ehrenamtliche Unterstützung von Menschen wie F. C. Heine und vielen anderen, geht gar nichts. In der Regel wollen diese Helfer gar nicht, dass sie in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden, aber sie sind Vorbild für uns. Wir sollten uns daher auf unterschiedlichen Wegen und nach unseren Möglichkeiten auch einbringen. Das Dorstener Bürgerbüro, das Bürgermeisterbüro der SkF-Sozialdienst katholischer freuen sich über unsere „Angebote“. Eine Telefonnummer lautet: 02362-663811
Eigener Bericht nach dem heutigen Artikel in der Dorstener Zeitung
Veröffentlicht am 29.07.2015
Stadt Dorsten beantwortet Fragen der Rhader SPD zur Flüchtlingsproblematik
Das internationale Flüchtlingsproblem macht vor der Lippestadt nicht halt. Hilfesuchende Menschen müssen untergebracht, versorgt und betreut werden. Eine Mammutaufgabe für jede Verwaltung. Wir fragen, ob die überall diskutierte Problematik in unserer Stadt amtlich bewältigt wird und ob es für diese, häufig traumatisierten Menschen eine Perspektive gibt:
1. Wie viele Flüchtlinge aus welchen Ländern leben zurzeit in Dorsten und wie lange bleiben sie durchschnittlich in den Dorstener Unterkünften?
Antwort: In Dorsten leben zurzeit 502 Flüchtlinge/Asylbewerber, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen. 275 Personen sind in städtischen Unterkünften untergebracht; 227 Personen leben in privatem Wohnraum. Die Menschen kommen aus 34 verschiedenen Ländern. Hauptherkunftsländer sind Albanien (75), Serbien und Montenegro (68), Mazedonien (64), Syrien (41), Kosovo (33), Eritrea (23) und Algerien (21). In den letzten drei Jahren sind insbesondere auch die Zahlen von so genannten „Wirtschaftsflüchtlingen“ angestiegen. Diese Gruppe unter den Asylsuchenden macht aktuell rund zwei Drittel der Flüchtlinge in NRW aus. Häufig handelt es sich dabei um s. g. „Folgeantragssteller“ (d.h. Antragssteller, die zum wiederholten Male einen Asylantrag gestellt haben). Wirtschaftliche Not ist durch das Grundgesetz als Asylgrund nicht anerkannt, daher werden insbesondere die Anträge auf Asyl von Flüchtlingen aus „sicheren Drittstaaten“ (etwa Serbien und Montenegro, Mazedonien oder Kosovo) mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht anerkannt. Viele reisen nach einigen Monaten freiwillig wieder aus oder werden Deutschland wieder verlassen müssen. Die durchschnittliche Verweildauer in den Unterkünften kann nicht präzise benannt werden. Diese hängt vom Status der Asylbewerber (Personen aus sicheren Drittstaaten dürfen grundsätzlich keinen privaten Wohnraum anmieten) und von der Anzahl der Personen ab. Bei Familien gelingt es in den meisten Fällen relativ schnell (innerhalb von vier bis fünf Monaten), privaten Wohnraum anzumieten. Alleinstehende haben es deutlich schwerer, weil auf dem Dorstener Wohnungsmarkt nur begrenzt kleine Wohnungen zur Verfügung stehen. Im Übrigen hängt die Verweildauer davon ab, in welchem Zeitraum die Asylverfahren abgeschlossen werden und gegebenenfalls eine freiwillige Rückkehr oder eine Abschiebung der Personen erfolgt.
- Gibt es neben der „amtlichen“ Pflichthilfe auch solidarische Unterstützung aus der Bevölkerung? Zum Beispiel von Kirchengemeinden, Parteien, Bürgerinitiativen, Einzelpersonen?
Veröffentlicht am 28.07.2015
Das Betreuungsgeld-Gesetz ist verfassungswidrig. Auf das Urteil folgten Unsicherheit und die Frage: Erhalten Eltern, die bisher das Betreuungsgeld erhalten haben, weiterhin diese Leistung? Familienministerin Manuela Schwesig stellt nun noch einmal klar: „Die Auszahlungen laufen ganz normal weiter.“ Es müsse auch niemand erhaltenes Betreuungsgeld zurückzahlen.
Quelle: spd.de
Von Jochen Wiemken
Veröffentlicht am 27.07.2015
„Betreuungsgeld-Pleite“, „Murks“, „blamable Bauchlandung“ – so kommentieren deutschsprachige Medien von Schwerin bis Zürich darüber, dass das von der CSU gegen alle Widerstände durchgeboxte Betreuungsgeld am Dienstag vom Bundesverfassungsgericht gekippt wurde. SPD.de gibt einen Überblick:
Quelle: spd.de/dpa
Veröffentlicht am 25.07.2015
Die SPD-Rhade wünscht allen Rhader Bürgern ein schönes Schützenfest 2015!
Veröffentlicht am 24.07.2015