Unermüdliches Engagement für unseren Nachbarn Polen
Johann Brzoza lässt nicht locker. Wenn er erkennt, dass Menschen seine Hilfe brauchen, ist er zur Stelle. Sein Blick wandert dabei häufig nach Polen, wo seine Wurzeln liegen. Und es sind immer die Ärmsten der Armen, Behinderte, kranke Rentner und sozial Benachteiligte, die der Rhader dabei im Auge hat. Sein katholischer Glaube hilft ihm dabei, wie auch die Rhader St. Urbanusgemeinde und viele Unterstützer, etwas Not zu lindern und Freude, und sei es nur auf Zeit, zu vermitteln. Unvergessen seinen Freizeiten für polnische behinderte Jugendliche in Rhade. Kürzlich hat er wieder einen Transport mit Hilfsmitteln, darunter Rollstühle, Rollatoren und Kleidung zusammengestellt. Johann Brzoza ist Vorbild. Einer von uns.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 24.07.2015
Dorstener 70-Tage-Angebot verdient Aufmerksamkeit
„Jeder Bürger muss grundsätzlich in die Lage versetzt werden, kulturelle Angebote in allen Sparten und mit allen Spezialisierungsgraden wahrzunehmen und zwar mit einem zeitlichen Aufwand und einer finanziellen Belastung, die so bemessen sein muss, dass keine einkommensspezifischen Schranken aufgerichtet werden. Weder Geld noch ungünstige Arbeitszeitverteilung, weder Familie oder Kinder noch das Fehlen eines privaten Fortbewegungsmittels dürfen auf die Dauer Hindernisse bilden, die es unmöglich machen, Angebote wahrzunehmen oder entsprechende Aktivitäten auszuüben“.
Es war Hilmar Hoffmann, sozialdemokratischer Kulturpolitiker (u. a. Frankfurt), der 1979 diese wichtigen Sätze in seinem Buch „Kultur für alle“ schrieb. Das Dorstener Kunstprojekt „Lippe – Polder – Park“ erfüllt diesen demokratischen Kulturansatz komplett. Eine gute Idee, ein spannendes, interessantes Programm, eine Begegnungsstätte ohne Schwellen und Barrieren. Wahrlich ein Highlight in Dorsten.
Eigener Bericht
Siehe auch: http://lippepolderpark.de
Veröffentlicht am 23.07.2015
Derzeit befinden sich weltweit knapp 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Dies ist die höchste Zahl, die jemals von UNHCR verzeichnet wurde. Und sie wächst weiter. 2014 wurden 13,9 Millionen Menschen zur Flucht getrieben - viermal so viele wie noch 2010. Jeden Tag machten sich durchschnittlich 42.500 Menschen auf den Weg auf der Suche nach Frieden, Sicherheit und einem neuen Leben.
Besonders alarmierend: die Hälfte aller Flüchtlinge sind Kinder.
Den größten Teil – 38,2 Millionen – bilden die sogenannte Binnenvertriebene (Internally Displaced Persons – IDP). Sie fliehen innerhalb ihres eigenen Landes, ohne dabei internationale Landesgrenzen zu überschreiten. Binnenvertriebene sind - anders als Flüchtlinge - nicht durch internationale Abkommen geschützt und stehen offiziell nicht unter dem Mandat von UNHCR. Dennoch kümmert sich UNHCR seit vielen Jahren um die Bedürfnisse von Binnenvertriebenen. Denn oftmals befinden sie sich in sehr ähnlichen Situationen wie Flüchtlinge und haben einen ähnlichen Hilfsbedarf.
Die zweite Gruppe sind die 19,5 Millionen Flüchtlinge sowie 1,8 Millionen Asylsuchende, die noch auf den Ausgang ihres Asylverfahrens warten.
Neun von zehn Flüchtlingen (86 Prozent) leben in Entwicklungsländern, da die meisten Flüchtlinge lediglich in ein angrenzendes Nachbarland fliehen.
Globale Statistiken von UNHCR*:
Veröffentlicht am 22.07.2015
Gedanken über die Zukunft Dorstens
Wenn beispielsweise eine Gladbecker Familie mit Kindern einen Wohnortwechsel im Umkreis von ca. 35 Kilometern ins Auge fassen würde, wäre unsere Lippestadt Dorsten eine Option?
Zählen wir einmal die Kriterien* auf, die für eine Entscheidung ausschlaggebend sein könnten:
- Gute Wohnlage
- Bezahlbare Grundstücke oder Mieten
- Ausreichendes Arbeitsplatz- und Ausbildungsangebot
- Lückenloses Warensortiment bei Einzelhändlern und Discountern
- Durchgängiges Bildungsangebot von Kita bis zur Universität/Hochschule
- Freizeitmöglichkeiten aller Art
- Komplette Infrastruktur: Verkehr; Öffentlicher Nahverkehr; Lückenloses Radwegenetz; ärztliche und fachärztliche Rundumversorgung; Kultur/Weiterbildung; ...
- Handlungsmöglichkeit der Kommune (Finanzlage)
- Demografie-Pyramide
- Sport und Spiel / Vereinsstruktur
- Integration Inklusion
-
Wir bitten den Leser die genannten Kriterien zu gewichten und eine theoretische Entscheidung zu fällen. Würde ich jetzt mit meiner Familie den Wohnort und Lebensmittelpunkt von Gladbeck nach Dorsten verlegen?
Parteien, Rat und Verwaltung müssen immer wieder hinterfragen, was noch getan werden muss, damit ein potenzieller Neubürger Dorsten auch wirklich ansteuert. Eine Daueraufgabe, die viel Stehvermögen und Kreativität erfordert. Die Rhader SPD stellt sich dieser Aufgabe!
* Die Kriterienaufstellung ist natürlich nicht vollständig und kann von jedem Leser erweitert werden
Veröffentlicht am 21.07.2015
Eine Wertegemeinschaft? – Eher nicht!
Sie kommen zu Tausenden und Abertausenden, zumeist über Griechenland, Italien und Spanien - Flüchtlinge aus Arabien, Afghanistan, Afrika, … - in die Europäische Union. Die Erstaufnahmeländer, besonders Griechenland, sind hoffnungslos überfordert. Das Elend in den Lagern ist unbeschreiblich. Eine Mini-Entlastung könnte durch eine gerechte Aufnahmequotierung aller 28-EU-Mitgliedsländer erfolgen. Die Verhandlungen darüber sind mehrfach gescheitert. In den nächsten Wochen wird unser Ortsverein über die Unfähigkeit der Europäischen Union berichten, das Flüchtlingsdrama auch nur annähernd zu bewältigen. Wir wollen aber auch positive Beispiele aufgreifen.
Wird fortgesetzt
Veröffentlicht am 20.07.2015