Trend ist nicht aufzuhalten
Die beiden großen Kirchen im Kreis RE melden, dass die Austrittswelle auch 2014 angehalten hat. Ratlosigkeit macht sich breit. So kann man es dem heutigen Bericht auf der Kreisseite der Dorstener Zeitung entnehmen. Würden in dem Artikel die Worte KIRCHE durch PARTEI ersetzt, wäre das Ergebnis annähernd gleich, bzw., es würde keinem Leser auffallen. Tatsächlich ist der „Trend zur Distanzierung von Institutionen und zum Rückzug ins Private vorherrschend“. Die Kirche konstatiert selbstkritisch, dass wohl die fehlende Nähe zu den Gläubigen und einzelne Fehltritte (Tebartz van Elst) mitverantwortlich seien. Die Parteien haben ebenfalls ein Glaubwürdigkeitsproblem. Hier und da ist aber eine Pauschalierung fehl am Platze. Es gibt Kirchengemeinden und auch Parteigliederungen, die leben. Neue Mitglieder lassen sich aber dadurch kaum gewinnen. Ratlosigkeit wohin man sieht. Da das die Vorstufe zur Resignation ist, gehen Kirchen und Parteien schweren Zeiten entgegen.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 07.02.2015
SPD stellt Antrag „Stadtteilbeauftragter“
Die Redensart „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“ kann politisch mit: "Die Kampagne ist zwar mühsam, aber nicht wirkungslos“ übersetzt werden. Seit den 90er Jahren kämpft und wirbt die SPD unermüdlich dafür, den Bürgerinnen und Bürgern mehr Mitspracherecht als bisher einzuräumen. Ein Kernthema auch der letzten Kommunalwahl. Jetzt stellt die SPD-Ratsfraktion einen entsprechenden Antrag, der die anderen Parteien, den Bürgermeister und die Verwaltung zwingt“, Farbe zu bekennen.
Der Antrag im Wortlaut:
Veröffentlicht am 06.02.2015
Infoveranstaltung über Infrastrukturverbesserung
Die Rhader Gerüchteküche spekulierte schon monatelang. Jetzt gibt es Gewissheit. Auf Anfrage der Rhader SPD bestätigen Raiffeisengenossenschaft Hohe Mark und Stadtverwaltung Dorsten, dass auf dem Gelände der früheren Tankstelle Wessel eine neue „Tanke mit Shop, Bistro und Waschstraße“ errichtet werden soll. Investor und Betreiber wird die Genossenschaft selbst sein. „Eine wichtige Infrastrukturverbesserung für unseren Stadtteil“, so Hans-Willi Niemeyer, Vorsitzender der Rhader Sozialdemokraten. Erfreut teilt er mit, dass im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung, der künftige Betreiber das Projekt vor Ort vorstellen wird.
Am Donnerstag, 12. Februar wird Heiner Schulte, Rhader Bürger und Mitarbeiter der Raiffeisen-Genossenschaft, das Projekt präsentieren. Hans-Willi Niemeyer: „Wichtig ist uns, dass anschließend offen über die geplante Baumaßnahme diskutiert wird. Immerhin sind nicht unwesentliche Abrissmaßnahmen zu Beginn erforderlich, um die geplanten Neubauten zu errichten“. Beginn: 19.30 Uhr, im Saal des Gasthauses Pierick.
Veröffentlicht am 05.02.2015
Das Land steht am Abgrund – aber nicht erst seit heute
Zwei Parteien haben sich über Jahrzehnte abgewechselt, die Regierung zu stellen und das Land auszuplündern. Dabei geholfen haben ihnen 2000 Familien, die über 80 Prozent des Volksvermögens ihr Eigen nennen. Die EU hat davon gewusst und die Augen verschlossen – bis es nicht mehr ging. Der Versuch, dass Land mit drastischen Sparmaßnahmen „jetzt“ zu stabilisieren, hat zu einer unglaublichen Verarmung der Bevölkerung geführt. Der Wahlsieg der Linken war so vorprogrammiert und folgerichtig. Yasmin Fahimi bezieht in der Pressekonferenz Stellung:
Solidarität gegen Reformen:
Veröffentlicht am 04.02.2015
Wie reagieren Verwaltung und der Rat?
Unser Trinkwasser ist in Gefahr. Die Nitratwerte sind zu hoch und damit gesundheitsgefährdend. Selbst Brüssel hat inzwischen reagiert und droht der Bundesrepublik, insbesondere NRW und Baden-Württemberg mit Klage, wenn sie weiterhin das Problem negiert. Jetzt hat auch der Landwirtschaftsminister in Düsseldorf Alarm geschlagen. Im Dorstener Norden, damit kann nur Rhade, Lembeck und Wulfen gemeint sein, werden die Nitratgrenzwerte im Grundwasser überschritten. Als Verursacher wird die Landwirtschaft genannt, die zuviel Gülle auf die Böden kippt. Ulrich Peterwitz, bei Gelsenwasser für die Sauberkeit des Trinkwassers unserer Region verantwortlich, wird in der überregionalen Presse mit dem Satz zitiert, dass der Konflikt zwischen gutem Wasser und der Massentierhaltung nicht grundlegend lösbar ist. Eine Kapitulationserklärung? Mit Sicherheit nicht. Aber ein Aufruf an Politiker und Verwaltungen, endlich aktiv einzugreifen. Wir fragen:
- Ist das Problem in Dorsten bekannt?
- Welcher Stadtteil ist wie belastet?
- Was wird gegen die Verunreinigung des Grundwassers bisher unternommen?
- Gibt es einen Plan, die Grenzwerte wieder einzuhalten?
- Wenn ja, wer hat „den Hut auf“, dass Verbesserungen eingeleitet werden?
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 03.02.2015