Heute, Donnerstag, 11. Juli, 18.30 Uhr, Gasthaus Finke
Die Tagesordnung:
- Begrüßung
- Kandidat für die Bundestagswahl 2025, Dustin Tix stellt sich noch einmal vor!
- Bericht des Vorsitzenden
- Bericht Achim Schrecklein
- Stand der Fusion
- Termine
- Verschiedenes
Veröffentlicht am 11.07.2024
Die Sozialdemokratin gehörte dem Rat der Stadt Dorsten von 2014 bis 2020 an. Ihre politische Leidenschaft galt sozialen Fragestellungen. Mit den Angehörigen trauern Bürgerschaft, Rat und Verwaltung der Stadt Dorsten um Monika Luft, die im Alter von 73 Jahren verstorben ist. Die sozialen und kulturellen Themen lagen ihr in der politischen Arbeit besonders am Herzen. So engagierte sie sich unter anderem im Sozialausschuss, im Beirat für die Belange von Menschen mit Behinderungen, im Betriebs- und Kulturausschuss und im Seniorenbeirat. Darüber hinaus setzte Monika Luft sich auch außerhalb der Ratsarbeit vielfältig ein.
Bürgermeister Tobias Stockhoff: „Monika Luft gehörte nicht zu den Menschen, die immer in der ersten Reihe stehen wollen. Sie gehörte vielmehr zu denen, ohne die unsere Gesellschaft nicht funktioniert. Menschen, die mit anpacken, wo es nötig ist, die einfach machen. Dabei hatte sie einen feinen Humor, sehr viel Empathie und ein großes Herz. Es war für jeden eine Freude, mit ihr zusammenarbeiten zu dürfen.“
Bürgerschaft, Rat und Verwaltung der Stadt Dorsten werden Monika Luft in Dankbarkeit ein ehrendes Andenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen, denen wir uns im Gebet und in unseren Gedanken verbunden fühlen.
Auszug aus der offiziellen städtischen Kondolenzmitteilung. Monika Luft hat auch zeitweise in Rhade gearbeitet und war unserem Ortsberein immer freundschaftlich verbunden.
Veröffentlicht am 10.07.2024
Plädoyer für mehr Teambildung gilt aber auch für die Berufsgruppe der Journalisten
Der gestrige Hauptkommentar in der Dorstener Zeitung / Ruhr Nachrichten galt der „Ruck-Rede an die Nation“ des Fußballlehrers Julian Nagelsmann, geschrieben von Kristina Dunz, einer geschätzten Journalistin. Ein guter Anlass, dazu eine eigene Lesermeinung zu verfassen, die bereits auf dem Weg in die Redaktion ist. Im Wortlaut:
„Ein Fußball-Bundestrainer blickt über den Rand des Spielfeldes. Sein Plädoyer für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt und Teambildung wird zu recht auch von Kristina Dunz gelobt. Ihre Aufforderung an uns alle, das Positive in unserem Land mehr als bisher in den Vordergrund zu stellen, „Kopf hoch - mit gesenktem Haupt lebt es sich schlecht“, trifft den Nagel auf den Kopf. Aber ihr treffender Kommentar wäre noch wirkungsvoller, wenn auch (etwas) Selbstkritik der Journalisten eingeflossen wäre, die nicht selten mit ihren Artikeln und Kommentaren verstärkend wirken, dass „zu viel Tristesse, zu viel Meckerei, zu wenig Wertschätzung dieses wunderbare Land“ lähmen.“
Dirk Hartwich, Rhade
Veröffentlicht am 09.07.2024
Bericht über Lembecker Altenheim ist kein Einzelfall
Die Dorstener Zeitung hat vor wenigen Tagen ein Problem aufgegriffen, dass unsere älter werdende Bevölkerung seit Jahren begleitet und zunehmend beschäftigen wird. Wer soll die außerhäusliche Pflege übernehmen, wenn die familiäre an ihre Grenzen gestoßen ist? Wer kann einen Heimplatz bezahlen und wieviel Geld soll das Pflegepersonal verdienen? Fragen, die besonders denen unter den Nägeln brennen, die die möglichen Antworten bislang verdrängt haben, nun aber eine Entscheidung treffen müssen. Aktuelle Berichte, wie über das Lembecker Altenheim, dass dort über zu wenig und häufig wechselnde Pflegekräfte geklagt wird, sind kein Einzelfall. In einem Berliner Pflegeheim hat eine verzweifelte Pflegekraft, deren Ablösung wieder nicht zur Arbeit erschien, den Notruf der Feuerwehr gewählt, weil die Heimleitung nicht erreichbar war. Offen wird nicht geklagt, um keinen Ärger mit dem Arbeitgeber zu bekommen. Wenn aber z. B. auf einer Station mit 20 Demenzkranken nachts und an Wochenenden nur eine Pflegekraft eingesetzt wird, dann ist ein unhaltbarer, sprich würdeloser Zustand gegenüber den Patienten erreicht. Dann muss Politik und Gesellschaft einschreiten. Karl Lauterbach (SPD), Gesundheitsminister, hat zugesagt, mit einer Pflegereform nach der Sommerpause in die Offensive gehen zu wollen. Mehr Prävention, mehr Personal, mehr staatliche Zuschüsse, so in Kurzfassung der Lösungsansatz. Wir, die für Menschenwürde, Demokratie und Respekt eintreten, müssen die Reform unterstützen, damit nach der Ankündigung schnellste Umsetzung folgt. Das haben die rund 900.000 Menschen in fast 12.000 Pflegeheimen in unserem Land verdient.
Eigener Bericht auf Grundlage des DZ-Berichts „Angehörige beklagen Pflegenotstand in Altenheim nach Kündigungen“ vom 2.7.2024 und dem ZEIT-Bericht „Wie soll ein Einzelner das schaffen?“ vom 2.5.2024
Veröffentlicht am 08.07.2024
Wer wenig hat, ist besonders arm dran
Ein Blick auf den Supermarkt-Kassenbon zeigt regelmäßig, dass immer mehr Geld über die Theke geschoben werden muss, um das Lebensnotwendigste einzukaufen. Ein Mustereinkaufskorb mit ca. 35 Produkten, überwiegend mit „guten und günstigen“ Eigenmarken gefüllt, konnte 2020 für 50 Euro erworben werden. Heute müssen dafür 73 Euro, also 46% mehr bezahlt werden. Dass ein vergleichbarer Einkaufskorb mit Markenprodukten „nur“ 29% teurer wurde, überrascht gewaltig. Ein Blick auf die Energiepreise, Dienstleistungen und den Wohnungsmarkt zeigt, dass auch hier deutlich tiefer in den Geldbeutel gegriffen werden muss. Der offiziellen Inflationsrate, die scheinbar immer relativ niedrig daherkommt, müssen die Einkommenszuwächse gegenübergestellt werden. Und hier ist erkennbar, dass der bisherige Lebensstandard nur gehalten werden kann, wenn Ersparnisse vorhanden sind. Wer aber nicht sparen konnte, ist im wahrsten Sinne des Wortes arm dran und auf solidarische Unterstützung angewiesen. Die Schlussfolgerung lautet, dass jeder von seiner Arbeit ohne „Stütze“ leben muss. Dass soll als Plädoyer für starke Gewerkschaften und Parteien verstanden werden, die das Soziale in ihrem Namen führen. Eine „Alternative“ dazu gibt es in der sozialen Marktwirtschaft nicht. Und „liberales“ Sparen um jeden Preis führt die, die wenig haben, weiter in eine unwürdige Abwärtsspirale.
Rhader Wochenend-Zwischenruf auf Grundlage des ZEIT-Berichtes „Darf’s ein bisschen weniger sein?“ vom 6. Juni 2024
Veröffentlicht am 06.07.2024