Gesellschaft Die Vertrauenskrise

Wer kennt das nicht? Ob im Berufsleben, als Kirchenmitglied oder Fan eines Sportvereins - wenn etwas schief läuft, wird die Vertrauensfrage gestellt. Haben die handelnden Akteure noch die Kraft, das Steuer in Richtung Zufriedenheit herumzureißen? Im Konzern wird der Vorstand ausgewechselt, in der Kirche der Bischof im Kloster geparkt, im Sport der Trainer entlassen. Auch im Privatleben ist die Trennung keine Seltenheit, fehlt das Vertrauen in die Partnerschaft. Nach diesen Vorbemerkungen, zur Politik, den Parteien, den Politikern, der Demokratie. Eine Vertrauenskrise hier, wiegt viel schwerer als bei den aufgeführten Beispielen. Die damit einhergehende Blockade reißt nämlich alle mit, besser, lähmt unsere gesamte Gesellschaft. Die Vertrauenskrise bricht aber nicht plötzlich über uns und unser Land herein. Sie kommt schleichend, erfasst erste Bereiche, wird von Gegnern unserer freiheitlichen Grundordnung verstärkt, nimmt dann richtig Fahrt auf, bis sie unkontrolliert mäandert. Und genau an dieser Stelle scheinen wir zu stehen. Egal, was momentan eine demokratische Partei sagt, egal was Politiker tun, sie werden nicht (mehr) gehört, weil sie von vielen nicht mehr angehört werden wollen. Eine fatale Entwicklung, die an den Grundfesten unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung rüttelt. Dieser Appell endet aber nicht mit der einseitigen Aufforderung, nur die ins Visier geratenen Politiker müssen sich ändern, sondern mit der Bitte, auch selbst in den Spiegel der Selbstgerechtigkeit zu blicken.

Wochenendgedanken aus Rhade

Veröffentlicht am 20.01.2024

 

Gesellschaft Menschenrechte statt rechte Menschen!

Wir alle sind jetzt gefordert

Lange, viel zu lange haben wir irritiert zugesehen, wie eine Rechtsaußenpartei scheinbar unaufhaltsam Boden gewinnt. Unsere Demokratie schien gefestigt genug zu sein, um den rechten Rand, den es immer gab, zu kontrollieren. Unzufriedenheit über Politiker und Parteien, nicht immer gerechtfertigt, aber auch nicht ganz unverständlich, sorgen für einen immensen Vertrauensverlust. Parallel profitieren davon Akteure, die immer eine schnelle Antwort parat haben, keine Verantwortung tragen, aber mit haltlosen und undemokratischen Versprechungen um sich werfen. Jetzt scheint der Zeitpunkt gekommen zu sein, dass immer mehr Menschen in unserem Land erkennen, dass da eine Gefahr von rechts unseren demokratischen Strukturen bedrohlich nahe kommt. Plötzlich überlassen aufgerüttelte Demokraten die Straße nicht mehr nur sogenannten Wutbürgern. Sie positionieren sich für unsere Werte. Ein befragter Demonstrant, der erstmals einem Aufruf „Gegen rechts“ gefolgt war, hat es kurz und knapp auf den Punkt gebracht: „Es sind nicht die demokratischen Parteien und ihre Politiker die nun gefordert sind, es sind alle Wählerinnen und Wähler, die es allein in der Hand haben, den rechten Spuk mit dem Wahlzettel zu beenden. Dafür demonstriere ich. Erstmals. Aber absolut davon überzeugt, dass die allgemein gültigen Menschenrechte gegen rechte Menschen verteidigt werden müssen“.

Rhader Straßenbeobachtung

Veröffentlicht am 19.01.2024

 

Wert, künftig auf der Route Industriekultur präsentiert zu werden. Foto: www.bergbau-dorsten.de Kommunalpolitik Dorsten soll Ankerpunkt auf der Route der Industriekultur werden

Anregung der SPD-Ratsfraktion kennt nur Unterstützer

Es ist ein besonderes Industriedenkmal, das als bundesweites Alleinstellungsmerkmal verdient, einer viel breiteren Öffentlichkeit als bisher bekannt gemacht zu werden. Die Rede ist von der Dorstener Dampfmaschine, die jahrzehntelang zuverlässig zur Beförderung von Bergleuten und zur Förderung der geschürften Steinkohle eingesetzt wurde. Das besondere daran ist, dass diese riesige Maschine, mit der korrekten Bezeichnung „Zwillingstandem-Dampffördermaschine“, noch immer funktionstüchtig ist und vom hiesigen Bergbauverein gepflegt und in Aktion präsentiert wird. Der Vorschlag der SPD-Fraktion, Dorsten als Standort und Ankerpunkt auf der der „Route der Industriekultur“ zu platzieren, wird auch vom zuständigen Team des Regionalverbandes Ruhr (RVR) einhellig begrüßt. Nun soll der Stadtrat offiziell beschließen, so die SPD, das entsprechende Aufnahmeverfahren in Gang zu setzen. Dass die Pflege und Vermarktung des kulturellen Erbes der Stadt auch ein Teil der wichtigen Wirtschaftsförderung ist, stellt die SPD in ihrem Antrag ebenfalls heraus. Der Dank gilt den Aktiven des bereits genannten Bergbauvereins, die mit riesigem Engagement aus der Industriebrache der früheren Zeche Fürst Leopold, ein lebendiges Industriemuseum entwickelt haben.

Rhader Unterstützungszeilen in Richtung Stadtrat Dorsten

Veröffentlicht am 18.01.2024

 

Gesellschaft Solidarität mit Israel - ohne Wenn und Aber

Vor über 100 Tagen wurde das Land Israel angegriffen. 1200 Menschen wurden bestialisch ermordet. Über 200 wurden verschleppt. Die Täter werden von Ländern unterstützt, die Israel von der Landkarte löschen und alle Juden in Israel, ca. 7 Millionen, auslöschen wollen. Das sagen sie nicht nur, das steht in ihrer Verfassung als oberster Grundsatz. Ein unmissverständlicher Aufruf zum Völkermord. Der Staat Israel hat das Recht, sein Territorium und seine Bürger vor Angriffen, also vor der Vernichtung, zu verteidigen. Durch den völkerrechtswidrigen Angriff auf Israel herrscht seit dem 7. Oktober 2023 Krieg in der Region. Ein Krieg, der nur Verlierer auf allen Seiten kennt. Und dass die Wahrheit in kriegerischen Auseinandersetzungen immer das erste Opfer ist, gehört zur bitteren Erkenntnis der Nichtbeteiligten dazu. Ein Zitat von Golda Meir, allseits geachtete israelische Premierministerin zwischen 1969 und 1974, zeigt auf, wie der schreckliche Konflikt in Nahost beendet werden kann: „Wenn die Araber ihre Waffen heute niederlegen würden, gäbe es keine Gewalt mehr. Wenn die Juden ihre Waffen heute niederlegen würden, gäbe es kein Israel mehr“.

Nachdenkzeilen aus Rhade

Veröffentlicht am 17.01.2024

 

Marina Talaga, rechts, hatte die Idee für eine wichtige Spendenaktion Soziales Tue Gutes und sprich darüber

Dorstener Sozialdemokraten spenden und setzen Obdachlosigkeit auf die Tagesordnung

Die Vorurteile gegenüber wohnungslosen Menschen sind in großen Teilen unserer Gesellschaft hart, ablehnend und unversöhnlich. Es sind aber Menschen wie Du und ich, die im Grundgesetz an erster Stelle mit der Zeile, „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“, unsere Aufmerksamkeit und unsere Solidarität verdienen. Marina Talage ist Mitglied der Dorstener SPD-Fraktion. Ihrem Aufruf, mit Lebensmittel- und Geldspenden den Schwächsten in unserer Stadt zu helfen, folgte die Dorstener SPD umgehend. Parallel wird damit auch vermittelt, dem unübersehbaren Problem der Obdachlosigkeit in der Lippestadt und allen Kommunen unseres Landes, endlich mit einem selbsttragenden Hilfs-Konzept zu begegnen. „Housing First“ lautet die Überschrift, die Programm ist. Das Projekt hat in Finnland dafür gesorgt, den Begriff Obdachlosigkeit aus dem Sprachschatz zu verbannen. Inzwischen wird es erfolgreich in vielen deutschen Städten kopiert. In Kurzform: Erst Wohnraum, dann direkte unterstützende Sozialarbeit. Eine Idee, die von der Politik gezielt umgesetzt und von großzügigen Spendern begleitet werden sollte. Marina Talaga und die Dorstener SPD haben mit ihrer Spendenaktion einen Stein ins Wasser geworfen, dessen Wellen sich nicht einfach totlaufen sollten.

Rhader Solidaritätszeilen für eine wichtige Dorstener SPD-Aktion

Veröffentlicht am 16.01.2024

 

RSS-Nachrichtenticker

RSS-Nachrichtenticker, Adresse und Infos.

 

WebsoziCMS 3.9.9 - 007872652 -