Unser Dorf soll schöner werden …
Um 17.30 Uhr findet am heutigen Montag, 27. November, im Heimathaus an der Rhader Mühle eine interessante Veranstaltung statt. Die Stadtverwaltung hat eine weitere Planungsfirma beauftragt, den Dorfmittelpunkt (rund um die katholische Urbanuskirche) zu untersuchen und Vorschläge zur Umgestaltung machen. Diese wird sich und erste Ideen präsentieren, ist aber auf eine lebendige Bürgermitwirkung angewiesen. Was soll wo verbessert werden? Ist der Kirchplatz mehr als ein Parkplatz? Sollte die Verkehrsführung im Dorf verändert werden? Welche Funktion muss die Debbingstraße erfüllen? Fragen, die seit Jahren gestellt werden. Richtig ist aber auch, dass bereits entsprechende Bürgerideen in den Schubladen der Verwaltung lagern, aber nie umgesetzt wurden. Wird es dazu neue Gedanken geben? Oder fließen die vorhandenen Vorschläge in das aktuelle Verfahren ein? Rhader Kommunalpolitiker, die seit 1975, dem Beginn der kommunalen Neugliederung, an mehreren Untersuchungen und Bürgerbeteiligungen der Dorfentwicklung teilgenommen haben, sind sicherlich gespannt auf das Ergebnis des neuerlichen Mitwirkungsprozesses.
Veröffentlicht am 27.11.2023
- Zuhören lernen
- Rechthaberei aufgeben
- Zusammenarbeit stärken
- Eigene Position hinterfragen
- Abweichende Ideen prüfen
- Meinungsvielfalt akzeptieren
- Konkurrenten nicht als Feinde einstufen
- Toleranz gegenüber Andersgläubigen lernen
- Demokratische Strukturen stärken
- Unwahrheiten unterlassen
- Rechtsstaat ausbauen
- Mitgefühl für Schwächere zeigen
- Soziale Sicherheit für ALLE umsetzen
- Generationengerechtigkeit pflegen
- Klimaschutz ernster nehmen
- Internationale Zusammenarbeit weiterentwickeln
- Bildung als Zukunftsinvestition einstufen
- Gleichberechtigung weiterentwickeln
- Steuergerechtigkeit auch „da oben“ durchsetzen
- Mehr denken, weniger schwafeln
- Grundgesetz auswendig lernen
- … (Darf mit eigenen Wünschen ergänzt werden)
Anmerkung: Der Wunschzettel gilt für jeden Leser. In Rhade, Dorsten, Düsseldorf, Berlin, Brüssel, in Übersee und darüberhinaus. Er sollte nicht als „frommer“ Wunschzettel gleich beiseite gelegt werden, sondern dazu führen, das eigene Handeln zu überdenken. Nur so kommen wir aus der momentanen Ratlosigkeit und dem mit den Händen zu greifenden ZWEIFEL heraus.
Veröffentlicht am 25.11.2023
Ein Lesebuch der besonderen Art
Wenn ein Jahrbuch, bisher als Heimatkalender des Heimatbundes der Herrlichkeit Lembeck und der Stadt Dorsten bezeichnet, alljährlich neu erscheint, könnte Wiederholungsgefahr drohen. Das Gegenteil, in Form von aktuellen Texten, begleitenden Gedichten und faszinierenden Fotos, machen das Lesen zu einem besonderen Aha-Erlebnis. Alle Jahre wieder! Das, was hier so locker als Werbung beiseite gelegt werden könnte, sollte einem Praxistest unterzogen werden. Wenn rund 50 lokale Autoren zur Feder greifen, um berührende, spannende, informative und nachdenkliche Lesebeiträge zu Papier zu bringen, ist eine riesige Themenvielfalt gewährleistet. Und genau diese macht das Jahrbuch zu etwas Besonderem. Es ist sicherlich denen gegenüber ungerecht, deren Beiträge hier beispielhaft nicht genannt werden, wenn jetzt doch der Versuch einer sehr verkürzten Themennennung, zur Motivation alles zu lesen, unternommen wird. Wenn z. B. Bernhard von Blanckenburg seine jahrelange Beziehung zur „Hexenbuche am Besenkamp“ in eindrucksvollen Worten beschreibt, fühlen die Leser intensiv mit. Die jahrzehntelange verdrängte Dorstener jüdische Geschichte wird gleich in mehreren Beiträgen lebendig. Marion Ribles „Biografie katholischer Lehrerinnen im 19. Jahrhundert“ versetzt den Leser eindrucksvoll in eine gar nicht so lange zurückliegende Zeit und das vorherrschende gesellschaftliche Denken. Den hochinteressanten Blick in die KI-Zukunft wagt Michael Langenhorst. Auf eine visionäre Klimaschutz-Zeitreise nehmen uns Klaus Jaeger und Hans Kratz mit. Dabei befinden sie sich schon im Jahr 2050 und blättern in ihren persönlichen Jahrbüchern 2023 bis 2050. Herausgekommen ist eine mögliche Handlungsanweisung, die für Politiker aller Parteien Programm sein könnte. Hochaktuell! Diese kleine Zusammenfassung soll nicht enden, ohne Bertold Hanck besonders lobend zu erwähnen. Er bereichert und ergänzt die exzellenten Portraitfotos des Kalendariums von Jürgen Moers, seit Jahren mit passenden Gedichten alter und junger Poeten. Neugierig auf das ganze Jahrbuch geworden? Dann bitte für nur 10 (!) Euro erwerben und selbst auf eine besondere Leseschatzsuche gehen.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 24.11.2023
Unsere Zukunft steht auf dem Spiel
Gestern war die Welt noch in Ordnung. SPD, Grüne und FDP bildeten eine Koalition mit dem Vorsatz „Mehr Fortschritt wagen“. Dann warfen u. a. Corona, Ukraine-Krieg, weltweite Energiekrise, … alle guten Vorsätze über den Haufen. Um den Wirtschaftsstandort Deutschland, die Arbeitsplätze und das soziale Gleichgewicht unserer Gesellschaft zu retten, musste erheblich in die Zukunft investiert werden. Die Schuldenbremse, 2009 ins Grundgesetz aufgenommen, stellte sich aber als tonnenschwerer Klotz am Bein heraus. Um die „Kuh vom Eis“ zu bekommen, müssten die Koalitionäre nun eine feste Einheit bilden. Statt dessen gefällt sich die FDP in der Rolle des ewigen Besserwissers und Bremsers. Der öffentliche Eindruck ist verheerend. „Die Ampel streitet wieder“, so seit Monaten Überschriften in fast allen Medien. Ein Zerbrechen der Regierung gilt inzwischen nicht mehr als ganz unwahrscheinlich. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) wird seine Moderatorenrolle, um zwischen den „ungleichen Brüdern“ Grüne und Freidemokraten zu vermitteln, aufgeben müssen, um zu retten, was Deutschland gut tut. Sicher ist, dass die Opposition, sollte ihr das Regieren tatsächlich in den Schoß fallen, vor den gleichen unlösbaren Problemen steht, einerseits die schwarze Null als Monstranz vor sich herzutragen, andererseits Investitionen für den Wirtschaftsstandort Deutschland locker zu machen. Sicher ist auch, dass die entstandene Berliner Finanzmisere die Länder- und in der Folge auch die Kommunalhaushalte (Dorsten) negativ beeinflussen wird. Grund genug, sich als Regierungskoalition zusammenzuraufen. Im Interesse von Deutschland.
Rhader Außenbetrachtung
Veröffentlicht am 23.11.2023
Viele Ideen für einen lebendigen Lebensmittelpunkt
Das Rhader Bürgerforum, ein freiwilliger Zusammenschluss von Bürgern für Bürger, tagt zweimal jährlich, um das zu präsentieren, was zwischendurch gedacht, geplant und umgesetzt wurde. Und die Ergebnisse können sich sehen lassen. Auf vielen Gebieten bewegt sich etwas. Kultur, Dorfentwicklung, Zukunftspläne - die Bandbreite beeindruckte die Anwesenden. Den ehrenamtlichen Machern um den Sprecher Heribert Triptrap gebührt Lob und Anerkennung. Das Forum motiviert aber nicht nur zum Zuhören, sondern das Mitmachen steht im Mittelpunkt. Rhade könnte sich dann zur dörflichen Modellregion der Lippestadt und der umliegenden Gemeinden entwickeln. Eine Perspektive, die nicht verpasst werden sollte. Was momentan verbessert werden sollte, wird in loser Folge an dieser Stelle vorgestellt.
Eigener Bericht - Fortsetzung folgt
Veröffentlicht am 22.11.2023