1. Schüler-Schreibwettbewerb des Heimatbundes Herrlichkeit Lembeck und Stadt Dorsten kennt nur Gewinner
Am Anfang stand die Idee, die Kreativität der Dorstener Schülerinnen und Schüler ab der 4. Klasse mit einem Schreibwettbewerb zu wecken und mit attraktiven Preisen zu belohnen. Edelgard Moers, Vorsitzende des Heimatbundes, zeigt sich beeindruckt über die Resonanz und die Unterstützung vieler Schulen der Lippestadt, an dem Wettbewerb teilzunehmen. Bürgermeister Tobias Stockhoff war sofort bereit, die Schirmherrschaft dafür zu übernehmen. „Gesucht wird eine interessante Geschichte“, so lautete die Aufgabe, die einzeln oder in Gruppen umgesetzt werden konnte. Einige Kriterien, wie beispielhaft Gemeinsamkeit, Freundschaft, Familie, kulturelle Unterschiede, Sympathie oder der lokale Bezug, sollten sich im Text wiederfinden. Nach Sichtung der vielen eingesandten Kurzgeschichten hat eine Jury des Heimatbundes entschieden, alle teilnehmenden Kinder mit einer Urkunde und einem Preis zu belohnen. Als besondere Anerkennung werden sich zusätzlich erste Texte auch im neuen Jahrbuch/Heimatkalender 2027 wiederfinden. Darüber hinaus wird das Engagement der beteiligten Schulen mit attraktiven Preisen gewürdigt. „Möglich wurde das, weil eine große Anzahl an Sponsoren unseren 1. Schreibwettbewerb unterstützt hat, darunter auch die berühmte Schriftstellerin Cornelia Funke“, so Edelgard Moers dankbar. Am Mittwoch, 16. September, werden um 16 Uhr im Forum der städtischen Volkshochschule die Preise im Beisein des Schirmherrn Tobias Stockhoff übergeben.
Veröffentlicht am 03.09.2026
Zwei interessante Veranstaltungen, die im persönlichen Terminkalender vermerkt werden sollten
1. Am kommenden Donnerstag, den 3. September 2026, wird um 18.30 Uhr im Foyer des Bildungszentrums (BLZ) Maria Lindenhof die Ausstellung „Flug in die Vergangenheit – eine Zeitreise in 7000 Jahren Menschengeschichte“ eröffnet. Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Begleitend ist ein Katalog zum Preis von 30 Euro erhältlich. Kostenlose Führungen werden von Studierenden der Ruhr-Universität Bochum angeboten und können per E-Mail an info.luftbildarchaeologie@web.de vereinbart werden.
2. Eine kostenlose Führung über den Jüdischen Friedhof im „Judenbusch“ bietet das Jüdische Museum am Sonntag, 6. September, um 11 Uhr an. Im Mittelpunkt stehen die Geschichte des Friedhofes und die Spuren jüdischen Lebens in der Stadt. Im Rahmen dieser Veranstaltung können die Teilnehmer auch einen Blick auf die StandPunkttafel zur Geschichte dieses Friedhofes werfen, die das Jüdische Museum und der VOH auf Initiative der Ideenfabrik Stadtsfeld in diesen Tagen hier errichtet haben.
Pressemitteilung vom VOH übernommen
Veröffentlicht am 02.09.2026
Heute vor 87 Jahren überfiel Deutschland Polen
Dem Größenwahn Adolf Hitlers, Deutsche seien Auserwählte, um sich die restliche Welt untertan zu machen, folgte die Mehrheit der Bevölkerung blindlings. Der mörderische Überfall des Nachbarstaats Polen am 1. September 1939 war der Beginn des 2. Weltkriegs. Auch der Anfang vom Ende der Verblendeten. Die Folgen: Mehr als 6 Millionen* bestialisch ermordete Juden. Insgesamt werden 60 - 80 Millionen* Kriegsopfer gezählt. Zwei Drittel waren Zivilisten, ein Drittel Soldaten. Die bleischwere Last dieses Verbrechens gegen die Menschlichkeit tragen Deutschland, tragen wir, bis heute auf unseren Schultern. „NIE WIEDER“, so der Schwur der Überlebenden nach 1945, dem Ende des 2. Weltkriegs. Dass heute eine neue Rechtsaußenpartei, die das beschriebene Verbrechen leugnet, relativiert und verherrlicht, wieder Unterstützer an sich binden kann, macht betroffen. Statt an dieser Stelle mit Argumenten und Geschichtswissen zu versuchen, die aktuell Verblendeten auf den Weg der Demokratie zurückzuführen, zitieren wir Bertolt Brecht. „Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.“ Das Zitat begleitet uns im September in der rechten Spalte dieser Internetseite. Bitte empfehlen Sie uns weiter. www.spd-rhade.de
*Wikipedia
Veröffentlicht am 01.09.2026
Nehmen wir das Beispiel Sachsen-Anhalt
Gebannt, verunsichert, verständnislos und auch verärgert blicken wir im Westen den Landtagswahlen rund um die Landeshauptstadt Magdeburg am kommenden Wochenende entgegen. Die Umfragen signalisieren, dass die Rechtsaußenpartei AfD stärkst politische Kraft werden kann. Sogar eine absolute Mehrheit wird von den Wahlforschern für möglich gehalten. Wie ist das möglich? An fehlender westlicher Unterstützung kann es nicht liegen. Sachsen-Anhalt hat allein in diesem Jahr 3,2 Milliarden Euro aus dem Länderfinanzausgleich erhalten. Als die Mauer fiel gab es kein Halten. Endlich frei, endlich grenzenlos reisen. Wir im Westen freuten uns mit. „Nun wächst zusammen, was zusammen gehört“, so die Aufforderung von Willy Brandt, gemeinsam unser wiedervereintes Land zu gestalten. Dazu haben viele Westdeutsche freiwillig ihren Arbeitsplatz in den Osten verlegt, um mitzuhelfen, schnellstmöglich gleiche Lebensverhältnisse zu erzielen. Zur Erinnerung: Die DDR war bankrott! Was anfangs als Erfolgsgeschichte begann, drehte sich nach und nach ins Gegenteil. Plötzlich war es der böse Westen, plötzlich waren sogar DDR-Zeiten besser. Die AfD befeuert bis heute dieses Gefühl der Verunsicherung und scheinbaren Kränkung. Deutschland besteht aus 16 Bundesländern. Wir sind eine Solidargemeinschaft. Westliche Bundesländer haben geliefert. Dabei wurden eigene Regionen vernachlässigt. Stellvertretend lässt Gelsenkirchen grüßen. Selbstbewusst müssen wir den haltlosen Vorwürfen der AfD-Sympathisanten mit zwei Worten entgegentreten: ES REICHT!
Rhader Nachdenkzeilen
Veröffentlicht am 31.08.2026
Rhader Wochenendgedanken über die grenzenlose Liebe zum Vierbeiner, die aber bei den Menschen endet
Zwei Wochen mit einem „Urlaubshund“ im Quartier unterwegs, öffnet dem Hundehalter auf Zeit die Augen. Plötzlich gibt es direkte Gesprächskontakte mit Zeitgenossen aus nächster Nachbarschaft, die bisher mit Ihrem Vierbeiner quasi wortlos an einem vorbei gingen. „Auch auf den Hund gekommen?“, so die übliche Eingangsformel des Meinungsaustauschs, der bei der Hunderasse beginnt, über Politik fortgesetzt wird und nicht selten beim gnadenlosen Urteil über Menschen in der Nachbarschaft endet. „Bis nachher“. Die Abschiedsformel signalisiert, dass noch weiteres Gassi-Gehen mit sicherlich wichtigen Neuigkeiten über „die und den“ bevorstehen. In Dorsten sind aktuell 6.800 Hunde registriert. Das heißt, dass jeder zehnte Bürger in unserer Stadt dem Hund an der Leine folgt und tief in die Tasche greift, um u. a. die Steuer für den Vierbeiner zu zahlen. Die Zuneigung zum Tier ist in der Regel grenzenlos. Im wahrsten Sinne des Wortes. Nicht selten finden „herrenlose“ Straßenhunde aus dem südlichen Europa ein neues Zuhause in der Lippestadt. Während für den Hund unsere Türen und Portemonnaies geöffnet werden, bauen wir für die ebenfalls Zuflucht suchenden Menschen immer neue Hürden auf. Dabei braucht unsere immer älter werdende Gesellschaft beide. Den Hund zum Streicheln, den Menschen aus der Ferne, um z. B. den Arbeitskräftemangel zu beheben.
Veröffentlicht am 29.08.2026