Gesellschaft Auf den Hund gekommen …

Rhader Wochenendgedanken über die grenzenlose Liebe zum Vierbeiner, die aber bei den Menschen endet

Zwei Wochen mit einem „Urlaubshund“ im Quartier unterwegs, öffnet dem Hundehalter auf Zeit die Augen. Plötzlich gibt es direkte Gesprächskontakte mit Zeitgenossen aus nächster Nachbarschaft, die bisher mit Ihrem Vierbeiner quasi wortlos an einem vorbei gingen. „Auch auf den Hund gekommen?“, so die übliche Eingangsformel des Meinungsaustauschs, der bei der Hunderasse beginnt, über Politik fortgesetzt wird und nicht selten beim gnadenlosen Urteil über Menschen in der Nachbarschaft endet. „Bis nachher“. Die Abschiedsformel signalisiert, dass noch weiteres Gassi-Gehen mit sicherlich wichtigen Neuigkeiten über „die und den“  bevorstehen. In Dorsten sind aktuell 6.800 Hunde registriert. Das heißt, dass jeder zehnte Bürger in unserer Stadt dem Hund an der Leine folgt und tief in die Tasche greift, um u. a. die Steuer für den Vierbeiner zu zahlen. Die Zuneigung zum Tier ist in der Regel grenzenlos. Im wahrsten Sinne des Wortes. Nicht selten finden „herrenlose“ Straßenhunde aus dem südlichen Europa ein neues Zuhause in der Lippestadt. Während für den Hund unsere Türen und Portemonnaies geöffnet werden, bauen wir für die ebenfalls Zuflucht suchenden Menschen immer neue Hürden auf. Dabei braucht unsere immer älter werdende Gesellschaft beide. Den Hund zum Streicheln, den Menschen aus der Ferne, um z. B. den Arbeitskräftemangel zu beheben.

Veröffentlicht am 29.08.2026

 

Bundespolitik SPD in der Defensive

Ist ein Befreiungsschlag in Sicht?

Die negativen Meldungen über die Lage der SPD entwickeln immer mehr eine fatale Eigendynamik. Selbst positive Nachrichten werden solange hin- und hergewendet, bis die Skepsis überwiegt. Die sozialdemokratische Basis ist total verunsichert. Diese Verunsicherung ist die Vorstufe zur Abkehr. Wer einmal die sozialdemokratische Familie verlassen hat, ist selbst für gute Nachrichten nicht mehr erreichbar. Die Sehnsucht nach einem Befreiungsschlag ist bei allen SPD-Mitgliedern mit den Händen zu greifen. Nur bei der Frage wie der aussehen soll, gehen die Meinungen auseinander. Eine Möglichkeit, immer wieder vorgetragen, lautet, die Parteiführung von der Regierungsbeteiligung zu trennen. Das würde bedeuten, dass Bärbel Bas und Lars Klingbeil die jetzt ausgeübten Führungsämter im Arbeits- und Finanzministerium oder die SPD-Führung aufgeben müssten. Eine Neuaufstellung der SPD-Spitze wird immer mit dem Namen Boris Pistorius verbunden. Seine Beliebtheitswerte waren schon zu Zeiten des Bundeskanzlers Olaf Scholz immer die besten. Wahrscheinlich war es der größte Fehler der SPD in der jüngeren Geschichte, nicht ihn als Kanzlerkandidaten nominiert zu haben, sondern weiter auf Olaf Scholz zu setzen. Wenn Boris Pistorius bereit wäre, sich als nächster Kanzlerkandidat der SPD zur Verfügung zu stellen, müsste ihm auch der alleinige Vorsitz der SPD angetragen werden. Diese Entscheidung könnte sich zum sehnsüchtig erwarteten Befreiungsschlag der SPD entwickeln.

Rhader Nachdenkzeilen über die Zukunft der SPD

Veröffentlicht am 28.08.2026

 

Kommunalpolitik Bericht der Drogenberatung liegt vor

Jugendhilfeausschuss berät über Schlussfolgerungen

Drogen täuschen den Menschen ein kurzfristiges Glücksgefühl vor und stürzen sie in eine nicht selten tödliche endende Abhängigkeit. Frühzeitige Aufklärung und Beratungsangebote für bereits „abgestürzte“ Drogenkonsumenten bietet u. a. die Drogenberatung Westvest, die auch Klienten in Dorsten betreut. Nun liegt der Jahresbericht 2025 vor, der am 8. September im Jugendhilfeausschuss, der dann im Dorstener Rathaus tagt, vor. Die 26 Mitglieder, darunter der Sozialdemokrat Lothar Danielowski aus Rhade, werden über die Ergebnisse des Berichts informiert. So sind sie in die Lage versetzt, mit eigenen Erkenntnissen zu helfen, weitere vorbeugende Maßnahmen, insbesondere im Jugendbereich, zu finden. Ein Blick in die Statistik zeigt, dass die Drogenberatungsstelle zu rund 500 Klienten im Vest Kontakt aufgebaut hat, darunter 31 aus Dorsten. Die größte Gruppe der Drogenkonsumenten (27%) nimmt alle zur Verfügung stehenden Suchtstoffe zu sich. Die Experten sprechen hier von polyvalentem Konsum.  Je 25% der Abhängigen berauschen sich mit Opioiden und Cannabis. Amphetamine und Kokain werden zu je 10% dem hiesigen Suchtverhalten zugeordnet. Vergleiche hierzu den persönlichen Kommentar auf dieser Internetseite am 28.8. „War die Cannabis-Freigabe wirklich die beste Lösung?“ Die Drogenberatung Westvest ist unter folgenden Telefonnummern zu erreichen: 02365- 17464 und 02365-17443

Ein Rhader Blick in den Jahresbericht der Drogenberatung

Veröffentlicht am 27.08.2026

 

Bundespolitik Hohe Preise - niedrige Zustimmungswerte für Regierung

Sind Politiker wirklich dafür verantwortlich?

Es ist hilfreich, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, um die ärgerliche Preisentwicklung, u. a. für Lebensmittel und Energie zu verstehen. In allen 16 Bundesländern schwärmen monatlich Beauftragte der Statistikämter aus, um bei zuvor festgelegten Produkten im Lebensmittelbereich die Preise zu dokumentieren. So fließen Monat für Monat tausende Daten in eine riesige Vergleichstabelle ein. Das Verbrauchergefühl, immer mehr für die gleiche Ware bezahlen zu müssen, täuscht nicht. Innerhalb der letzten 6 Jahre musste ein Preisplus von knapp 40% verkraftet werden, so die offizielle Statistik. Als Ursache werden u. a. die Corona-Pandemie, unterbrochene Lieferketten, explodierende Energiekosten und weltweite Kriege genannt. Auch Ernteausfälle durch vermehrt registrierte Klimakatastrophen gelten als Preistreiber. Dass einige Unternehmen die genannten Kriterien aber auch nutzen, um noch eine Schippe beim Umsatz und Gewinn draufzulegen, konnten Experten zweifelsfrei durch eine Überprüfung der Kalkulation nachweisen. So wird z. B. bei einigen Schokoprodukten der gestiegene Kakao-Preis komplett eingerechnet, obwohl der genannte Rohstoffanteil nur 30% beträgt. Die explodierenden Gewinne der Energiekonzerne zeigen, dass gerade dieser Sektor, egal welche Krise ansteht, als „Gewinner vom Platz geht“. Der Unmut der Verbraucher ist verständlich, wird aber vorschnell bei den Regierenden abgeladen. Diese können zwar die Preissteigerungen kritisieren, sie aber nachhaltig nach unten korrigieren können sie nicht. Diesen Zusammenhang nicht aus den Augen zu verlieren,  gehört zur Pflichtaufgabe eines kritischen Verbrauchers und aufgeklärten Demokraten.

Nachdenkzeilen aus Rhade
Grundlage ZEIT-Bericht „Teuer, teurer, unbezahlbar“ vom 20.8.2026

Veröffentlicht am 26.08.2026

 

Gesellschaft War die Cannabis-Freigabe wirklich die beste Lösung?

Neues Nachdenken wäre angebracht - Ein persönlicher Kommentar

Cannabis ist ein Suchtstoff wie Tabak und Alkohol. Ein Krankmacher dazu. Nach den schon immer an jeder Ecke legal zu erwerbenden Zigaretten und Alkohol, ist mit Cannabis seit einiger Zeit ein Rauschmittel dazugekommen. Jeder Erwachsene darf eine kleine Menge besitzen und konsumieren, ohne sich wie bisher strafbar zu machen. Gut für die Gerichte, die eine Entlastung spüren. Schlecht für die Krankenkassen, die vermehrt Behandlungskosten für auftretende Psychosen registrieren. Steigende Beiträge sind die Folge für die Versicherten. Richtig ist, dass sich die Käufer dieser Drogen jetzt eher auf „saubere“ Ware verlassen können. Richtig ist aber auch, dass Kenner der Szene Cannabis auch als Einstiegsdroge für härtere Stoffe bezeichnen. In Cannabis-Clubs darf begrenzt selbst gepflanzt und geerntet werden. Käufer müssen Mitglieder sein, die produzierten und verkauften Mengen pro Person sind genauestens vorgeschrieben. Innerhalb von Schutzzonen darf der Joint nicht angezündet werden. Die Kontrolle darüber ist Aufgabe der Bezirksregierungen mit Unterstützung der Polizei. Werbung ist zwar verboten, Infomessen rund um den Hanf aber zugelassen. So hat gerade in Düsseldorf die Messe CANNAFAIR ihre Tore geschlossen. Rund 250 Aussteller ließen sicherlich die Besucher bereits hier auf Wolke sieben schweben. Zurück zur Ausgangsfrage: War die Cannabis-Freigabe wirklich die beste Lösung? Mein persönliches Urteil lautet NEIN. Besser wäre, den Zugang zu allen Suchtstoffen durch kontinuierliche Aufklärung und erschwerten Zugang einzuschränken.

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 25.08.2026

 

RSS-Nachrichtenticker

RSS-Nachrichtenticker, Adresse und Infos.

 

WebsoziCMS 3.9.9 - 008031056 -

SPD Sozial

„DU BIST EINZIGARTIG,
ICH ABER AUCH!“

 

Kurt Heinz, Rhader Bürger. 
Früher im Polizeidienst aktiv, hat sich als Künstler der Malerei verschrieben.

 

Counter

Besucher:8031057
Heute:152
Online:26