Gastbeitrag von Dr. Hans-Udo Schneider*
Um es vorweg zu sagen, der Unterzeichner dieses Beitrages ist nicht grundsätzlich gegen KI. Es macht aber Sinn, sich der Möglichkeiten und der Risiken bewusst zu werden. Über den ungeheuren Ressourcenverbrauch der KI (Energie, Wasser, Boden) und die fehlende demokratische Kontrolle ist bereits viel gesagt worden.
Lenken wir also den Blick auf die neuropsychologische und soziale Ebene.
Das menschliche Gehirn besteht aus Milliarden Nervenzellen Sie sind durch Billionen Synapsen (Schaltstellen) miteinander verbunden. Entgegen der verbreiteten Annahme agiert das Gehirn nicht wie ein Computer. Vielmehr kann das Gehirn als elektrisch leitende Hardware bezeichnet werden, die sich ununterbrochen selbst verändert, umbaut und auf diese Weise Informationen/ Erfahrungen speichert und weiterverarbeitet. Das Gehirn zeichnet sich also durch hohe Plastizität und Flexibilität aus. Den aktiven Prozess der Aneignung der Welt können wir auch als Lernen bezeichnen. Die Entwicklung eines Kindes macht das besonders augenfällig. Auf der psychologischen Ebene sind Hirnareale beteiligt, die besonders auf Wahrnehmung, Denken, Motivation und Emotion spezialisiert sind und miteinander interagieren.
Für die neuropsychologische Entwicklung ist also der soziale Austausch grundlegend, sind Bindung, Kommunikation, Sprache, Bildung ebenso notwendig wie für die Herausbildung der Persönlichkeit. All das ist der KI fremd. Sie kennt keine Empfindungen wie Freude, Schmerz, Leid, Lust, Anspannung, Langeweile, Neugier.
Vor diesem Hintergrund wird ersichtlich, ersetzen wir den lebendigen menschlichen Austausch zunehmend durch den künstlichen Austausch bleibt dies nicht ohne Folgen auf die Fähigkeit des Menschen zu lernen, sich seine Welt kreativ anzueignen. KI kann somit menschliche Entwicklung behindern, einschränken, Isolation begünstigen, vor allem dann, wenn sie in Händen Weniger liegt.
*Dr.Hans-Udo Schneider, Pfarrer, Diplom-Psychologe und Psychotherapeut, Autor mehrerer Fachbücher kandidierte 2009 für das Bürgermeisteramt in Dorsten.
Vergleiche die KI-Beiträge auf dieser Internetseite: „KI in aller Munde“ vom 19.06.2026 und „KI in der Stadtverwaltung“ 25.06.2026, sowie „Rechtliche Leitplanken für KI-Nutzung sind unabdingbar!“ vom 03.07.2026. Wird fortgesetzt.
Veröffentlicht am 09.07.2026
Kreissparkasse wechselt Rhader Standort
Wenn in Kürze die Umbauarbeiten im Nahversorgungszentrum beginnen, um für Edeka-Honsel und Aldi mehr Verkaufsfläche zu schaffen, dann wird die Kreissparkasse dort schließen und am neuen Standort der ehemaligen Urbanus-Apotheke neu eröffnen. Gut ist, dass die Kreissparkasse den Standort Rhade beibehält.
Quelle: Bürgerforum Rhade
Veröffentlicht am 08.07.2026
Berliner Koalition auf dem richtigen Weg
Lange haben sie sich gestritten. Wie kommt unser Land aus der Krise? Was ist der richtige Weg? Mehr Steuern oder doch Entlastung? Mehr Eigenverantwortung oder doch Beibehaltung aller sozialen Leistungen? Die Antworten der CDU/SPD/CSU-Koalitionsregierung haben (zu) lange gedauert. Parallel wuchs der Zweifel, ob „die“ überhaupt miteinander können. Nun haben sie gemeinsam, ohne Streit, ein großes Reformpaket auf den Weg gebracht. Rente, Gesundheit, Steuern. Klar ist, dass ein Weiter so wie bisher weder bezahlbar noch gerecht gewesen wäre. Klar wurde aber auch, dass es bei der geplanten Umsetzung der nun beschlossenen Maßnahmen keinen goldenen Weg geben wird, der alle zufrieden stellt. Unsere Abgeordneten im Bundestag werden aber noch ein Wort mitreden. Insbesondere wenn sich herausstellt, dass an einzelnen Gerechtigkeits-Stellschrauben noch gedreht werden müsste, ohne das Gesamtpaket der Reformen infrage zu stellen. Und wir an der Basis sollten zwar kritisch, aber nicht destruktiv diesen jetzt eingeschlagenen Weg unserer Regierung begleiten.
Rhader Nachdenkzeilen
Veröffentlicht am 07.07.2026
Rhade und Lembeck haben etwas. Sie sind Oasen in grüner Natur. Die Lebensqualität ist hoch, die Zufriedenheit der hier lebenden Menschen ebenfalls. Um das zu bewahren und nachhaltig zu verbessern, ist gelebter Klimaschutz ein wesentlicher Faktor. Laut dem städtischen Klimaschutzbericht ist das Autofahren mit Verbrennern ein großer Klimakiller. Als Alternative bietet sich also das Fahrradfahren an. Vorausgesetzt, es gibt sichere Radwege abseits des Kfz-Verkehrs. So wie zwischen Rhade und Lembeck entlang der Kreisstraße. Parallel bietet sich auch der Endelner Weg an, der als Wirtschaftsweg gekennzeichnet ist. Der umweltbewusste Radfahrer, der den Radweg entlang der genannten Kreisstraße wählt, verzweifelt auf der nur 3,5 Kilometer langen Strecke mehrfach. Baumwurzeln haben das Pflaster in Teilabschnitten so verformt, dass ein entspanntes und sicheres Fahren unmöglich ist. Wichtig zu wissen ist, dass dieser Zustand mehrfach der Verwaltung Dorsten und dem Kreis RE mitgeteilt wurde. Einzelne Ausbesserungen dienten wohl nur der Beruhigung des schlechten Gewissens. Gebessert hat sich nichts. Blicken wir zur Alternative Endelner Weg. Warum nicht zur Fahrradstraße erklären? Dann müssten auf dieser Strecke alle Kfz gegenüber den Radlern Rücksicht nehmen und nicht wie aktuell, sie durch nicht eingehaltenen Abstand und kaum reduzierte Geschwindigkeit gefährden. Diese öffentliche Anregung wird nun zum Rathaus Dorsten, der Kreisverwaltung RE, dem Bürgerforum Rhade, der Porte Lembeck, dem Dorfmanager und einzelnen Ratsmitgliedern zugestellt. Vielleicht tut sich danach doch etwas.
Brigitte und Dirk Hartwich/Rhade
Veröffentlicht am 06.07.2026
Seit Jahren scheinen wir Verbraucher (und die Politik) von den Multis der Energiebranche am Nasenring durch die Manege geführt zu werden. Seit Jahren klagen wir über immer weiter steigende Energiepreise an den Tankstellen und im Haushalt. Sobald die kleinste Störung beim Transport (Öl/Gas) nur als Möglichkeit erwähnt wird, zahlen wir drauf. An der Zapfsäule ebenso wie beim Haushaltsstrom. Unser Unverständnis wird auch von der Regierung regelmäßig geteilt. Um uns zu beruhigen, kommt auf Anordnung dann das Bundeskartellamt ins Spiel. Alle Jahre wieder prüft es, ob die genannten Multis ihre marktbeherrschende Stellung zum eigenen Vorteil missbrauchen. In der Regel hört man kaum, was die Prüfung ergeben hat. Und wenn doch, dann, dass es kein auffälliges Fehlverhalten gegeben habe. Wechseln wir zur aktuellen Lage. Trumps idiotischer Krieg hat die Warenkette auch für Energielieferungen bis zum heutigen Tag erheblich gestört. In der Folge schossen die Benzin- und Dieselpreise in die Höhe. Zur Milderung der Verbraucherbelastung gabs für 2 Monate den Tankrabatt. Nur leider, so eine unabhängige Untersuchung, kam dieser Vorteil nicht 1:1 an der Zapfsäule an. Ein Fall für das Bundeskartellamt. Hoffen wir, dass es (diesmal) zum gleichen Ergebnis kommt und dem Missbrauch der Multis einen dauerhaften Riegel vorschiebt. Papiertiger Bundeskartellamt? Siehe www.Bundeskartellamt.de
Rhader Wochenendgedanken
Veröffentlicht am 04.07.2026