Landespolitik Landtagswahl Sachsen-Anhalt: Schockwellen halten auch am Tag danach an

Das vorläufige Ergebnis in %

AfD: 43,8%
CDU: 17,2%
SPD: 9,3%
Grüne: 8,9%
Linke: 8,6%
BSW: 5,3%

Die vorläufige Sitzverteilung:

AfD: 39
CDU: 15
SPD: 8
Grüne: 8
Linke: 8
BSW: 5

Vorläufiges Fazit: Die AfD kann nicht allein regieren. Sie ist auf einen Partner oder Überläufer aus anderen Parteien angewiesen, um eine Regierungsmehrheit zu erreichen.

Eigener Bericht auf Grundlage der öffentlich rechtlichen Medien, die übrigens von der AfD infrage gestellt werden.

Veröffentlicht am 07.09.2026

 

Landespolitik Landtagswahl Sachen-Anhalt: Weitere Hochrechnungen bestätigen erste Prognosen

Es wird nicht besser. Die weiteren Hochrechnungen bestätigen die Befürchtungen der Demokraten. Die CDU stürzt weiter ab, die AfD bleibt stabil, das BSW scheint mit momentan möglichen 5% das Zünglein an der Waage zu werden. Mehr Unsicherheit geht aus Sicht der demokratischen Parteien nicht, Wer wird Sachsen-Anhalt regieren? Morgen wissen wir vielleicht etwas mehr.

Eigener Bericht mit Aktualisierung um 22.30 Uhr. Wir fortgesetzt.

 

Veröffentlicht am 06.09.2026

 

Landespolitik Landtagswahl Sachsen-Anhalt: Die schlimmsten Befürchtungen sind wahr geworden

Der Rechtsruck im Osten ist erschreckend und demokratiegefährdend

Nach ersten Hochrechnungen hat die CDU dramatisch verloren, fast 19%. Parallel legte die Rechtsaußenpartei AfD in gleichem Maße zu, fast 24%. SPD, Linke und Grüne scheinen jeweils mit knapp unter 10% aller Wähler abgeschnitten zu haben. BSW pendelt um 5%.
Erstes Fazit aus Rhade: Die AfD könnte nach diesen ersten Hochrechnungen sogar die absolute Mehrheit der Sitze erhalten und damit allein regieren. Die Auswirkungen, auch in den demokratischen Parteien, werden unser Land durchschütteln. Rücktritte nicht ausgeschlossen.

Eigener Bericht um 19 Uhr. Wird regelmäßig aktualisiert.

Veröffentlicht am 06.09.2026

 

Landespolitik „Völker hört die Signale …“

Heute blicken alle Demokraten sorgenvoll nach Sachsen-Anhalt. Die von dort gesendeten Signale dürfen nicht länger überhört werden. Der erste Schritt zur Verteidigung unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung muss heute per Wahlschein erfolgen. Glück auf Sachsen-Anhalt!

Veröffentlicht am 06.09.2026

 

Allgemein Familiäre Spurensuche öffnet Augen und neue Blickwinkel

Zwei Bücher faszinieren und machen zeitgleich betroffen

Die 1980er Jahre waren die Blütezeit der „Geschichte von unten“. In fast allen deutschen Städten wurde, 40 Jahre nach dem Ende des „1000-jährigen Reiches“ der unsichtbare Schleier der Verdrängung, die Nazizeit und das Schicksal der jüdischen Bevölkerung betreffend, von nachfragenden Bürgern wie „du und ich“ weggezogen. Zum Vorschein kamen lokale Verbrechen, die dokumentiert und veröffentlicht wurden. „Dorsten unterm Hakenkreuz“ ist ein Beispiel von vielen. Aktuell, weitere 40 Jahre später, können wir mit einem Klick nachlesen, ob die eigenen Eltern/Großeltern auch als Mitglieder der NSDAP gelistet waren. „Das wusste ich nicht“, so die überraschende Erkenntnis nicht weniger Zeitgenossen, die mit der „Gnade der späten Geburt“ (Helmut Kohl) gesegnet sind. Gleichzeitig ein Motiv, in der eigenen Familie zu recherchieren, woher ich komme, wie meine Eltern und Großeltern lebten, ob sie die NS-Zeit passiv begleiten konnten, ob sie Widerstand geleistet haben oder vielleicht selbst Steigbügelhalter der NS-Verbrecher waren. Die beiden in der Titelzeile erwähnten Bücher nehmen den Leser auf eine berührende Zeitreise mit. Eine Enkelin* blättert das Schicksal ihres jüdischen Großvaters auf, eine Tochter** versteht ihren jüdischen Vater erst nach dem Studium von Fotoalben, Briefen und Archivmaterial. Zwei sehr persönliche Geschichtsbücher. Beide sehr lesenswert.

Dirk Hartwich

* Shelly Kupferberg - „Isidor“
** Nadine Olonetzky - „Wo geht das Licht hin, wenn der Tag vergangen ist“

Veröffentlicht am 05.09.2026

 

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„Wer die Wahrheit nicht weiß,
der ist bloß ein Dummkopf.
Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt,
der ist ein Verbrecher.“ 

Bertolt Brecht

 

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