Allgemein Selbstbedienungskassen schießen aus dem Boden

Nutzer stehen unter Generalverdacht - Ein Selbstversuch mit bitterem Ausgang

Um Personalkosten zu sparen, rüsten nach und nach viele Geschäfte auf. Selbstbedienung nicht nur am Regal, sondern auch an der Kasse. Um die Akzeptanz zu steigern wird suggeriert, dass das selbstständige Scannen der Waren und das Zahlen per Karte/Smartphone unproblematisch sei. Parallel soll die ärgerliche Wartezeit an der noch mit Menschen besetzten Kasse wegfallen. Hört sich gut an, hat aber einen Pferdefuß. Nach ersten Erhebungen wird an den SB-Kassen mehr betrogen, sprich geklaut. Also wird am Kontrollsystem ständig gearbeitet. Im Mittelpunkt aller Überlegungen muss aber die Würde des Verbrauchers stehen, der als Kunde und nicht als potenzieller Dieb eingestuft werden darf. Anders als bei dem folgenden Selbstversuch geschehen. Nach dem Scannen und dem Einstieg in den Bezahlvorgang plötzlich der Bildschirmhinweis: „STICHPROBE, informieren Sie eine mit Personal besetzte Kasse“. Die Aufmerksamkeit aller weiteren Kunden richtete sich nun auf den hilflos und peinlich berührten Verbraucher an der SB-Kasse. Spürbar jetzt die klammheimliche Freude bei den Wartenden an der Bezahlkasse. Der laut und vernehmlich gerufene Kontrolleur verglich nun offen und öffentlich den vom Kunden gescannten Warenbestand mit der auf dem Bildschirm sichtbaren Rechnung. Dass der Kunde die öffentliche Prüfung bestand, sei nur am Rande erwähnt. Die unwürdige Behandlung verdient aber, mit Entschiedenheit zurückgewiesen zu werden. Eine entsprechende Beschwerdemail an die Geschäftsführung des Supermarkts ist unterwegs. Fortsetzung folgt.

Ein (misslungener) Rhader Selbstversuch im Umland

Veröffentlicht am 30.07.2026

 

Unser Rathaus mit Trauerbeflaggung. Foto Stadt Dorsten. Gesellschaft Terroranschlag in Berlin: Wo bleibt der laute Aufschrei der heimischen islamischen Gemeinden?

Fahnen am Dorstener Rathaus auf halbmast

Wut und Trauer sind nicht voneinander zu trennen. Wut auf die Menschen die glauben, Andersdenkende oder Andersglaubende umbringen zu dürfen. Als Begründung dient ihnen die eigene, hasserfüllte Auslegung religiöser Schriften. Trauer über die Menschen, die immer wieder diesem Irrglauben zum Opfer fallen. Die auf halbmast gesetzten Flaggen am Dorstener Rathaus signalisieren neben dem Mitgefühl für die Opfer auch, sich nicht von den Terroristen einengen lassen zu wollen. Hinter dem symbolischen Zeichen der Verwaltung steht unsere gesamte (?) Stadtgesellschaft. Ein starkes solidarisches Zeichen. Es würde noch mehr Wirkung erzielen, wenn sich auch alle islamischen Gemeinden in Dorsten laut und einvernehmlich mit einem öffentlichen Statement gegen jegliche terroristische Gewalt aussprechen würden, die mit dem Islam in Verbindung gebracht wird. Vorbild könnten einige ihrer Religionsverbände sein, deren Statement* so lautet: „Nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin verurteilten große deutsche Islamverbände wie Ditib und der Zentralrat der Muslime die Gewalttat scharf. Sie betonten, dass Angriffe auf Menschen wegen ihrer Identität unvereinbar mit dem Islam seien, sprachen den Opfern ihr Mitgefühl aus und mahnten zu gesellschaftlichem Zusammenhalt und Besonnenheit.“   

Rhader Gedanken zum Terror im Namen des sogenannten IS. Der Text der Islamverbände* wurde dem Internet entnommen.

Veröffentlicht am 29.07.2026

 

Landespolitik Was geht aktuell in den Köpfen vieler ostdeutscher Wähler vor?

Eine Sensation als die DDR kollabierte. Die Menschen in beiden Teilen Deutschlands waren wieder ein Volk. Jubel, Tränen der Freude und Willy Brandts unvergessenes Wort: „Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört.“ Endlich frei, endlich reisen, ohne an Stacheldraht-Grenzen aufgehalten zu werden, so der Tenor fast aller Umfragen „am Tag danach“. Heute vor 37 Jahren. Inzwischen ist aus der grenzenlosen Euphorie Ernüchterung gewachsen. Langsam, schleichend, aber stetig. Der Glaube, dass die Portokasse reicht (Helmut Kohl), um das Wohlstandsgefälle zwischen West und Ost auszugleichen, war ein Irrglaube. Die zu wenig ausgeprägte Wertschätzung der Lebensleistung ehemaliger DDR-Bürger, der Begriff Besser-Wessi steht dafür, setzte sich in vielen Köpfen fest und entwickelte eine fatale Eigendynamik. Plötzlich wurde der Unrechtsstaat DDR weichgespült und die auch vorhandenen Fehlentwicklungen in der BRD überbewertet. Parallel wuchs die Sehnsucht nach scheinbar besseren Zeiten hinter dem Eisernen Vorhang. Rechte Parteien griffen den Faden auf und verstärken bis heute den unhaltbaren Mythos von demokratischer Gerechtigkeit im östlichen Teil Deutschlands. Warum, so fragen sich inzwischen Demokraten in ganz Deutschland, wollen so viele Wählerinnen und Wähler in Kürze den „Rattenfängern“ von rechtsaußen folgen? Die Suche nach einer einleuchtenden Antwort befindet sich in einer Endlosschleife.

Rhader Gedanken zu den bevorstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt (6.9.2026), Mecklenburg-Vorpommern (20.9.2026) und Berlin (20.9.2026)

Veröffentlicht am 28.07.2026

 

Gesellschaft Die Unberechenbarkeit auf (fast) allen Gebieten hat uns fest im Griff

Kein Tag vergeht, an dem nicht öffentlich dargelegt wird, wie Künstliche Intelligenz (KI) unser Leben einfacher machen wird. Rechenzentren mit ungeheurer Leistung und eben so hohem Energiebedarf sollen die Grundlage für den gesicherten Blick in Zukunft sein. So die Theorie. Die Praxis zeigt aber parallel, dass es gefährliche Unberechenbarkeiten gibt, die uns ebenfalls täglich begegnen. Eine tritt in Form des amerikanischen Präsidenten auf. Seine undemokratischen Gedankensprünge, seine wechselnden Entscheidungen, seine Geschwätzigkeit, seine Lügen und vieles mehr, sind von keinem Rechenzentrum vorauszusagen. Donald Trump hat damit aber kein Alleinstellungsmerkmal in der Politik. Unberechenbar ist auch der weltweit zunehmende Rechtspopulismus. Wird er die Demokratie, so wie wir sie in Europa leben, abschaffen? Werden sich die dunklen Kapitel der jüngeren deutschen Geschichte wiederholen? Da empfiehlt es sich nicht KI zu fragen, sondern unseren gesunden Menschenverstand. Und ohne die gewaltige Leistung eines Rechenzentrums in Anspruch zu nehmen, lautet die Antwort eines informierten Menschen: „Wenn wir weiter in Frieden und Wohlstand leben wollen, müssen wir unsere demokratischen Parteien unterstützten, auch wenn dabei die geballte Faust in der Tasche signalisiert, nicht mit allem einverstanden zu sein. Die Alternative, siehe oben, entwickelt ansonsten ein unberechenbares Eigenleben.“

Rhader Appell, unsere Demokratie zu stärken

Veröffentlicht am 27.07.2026

 

Bundespolitik Jens Spahn hat CDU-Spitze durchgerüttelt

Regierungsumbildung bietet Chance für Neustart - SPD mit Aktionsplan gegen Steuerbetrug

Während die CDU Tag und Nacht nach Lösungen zur internen Krisenbewältigung gesucht hat, war der SPD-Koalitionspartner abgetaucht. Dabei hätte er viel zu sagen. Nicht zum drehenden Personalkarussell der Union, aber zu ganz wichtigen inhaltlichen Beschlüssen. Nach jahrelangen Forderungen von außen, hier zeichnete vor allem der Verein FINANZWENDE, u. a. mit Kevin Kühnert verantwortlich, wurde nun vom Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Bundesjustizministerin Stefanie Hubig der Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität vorgestellt, der zentrale Forderungen des genannten Vereins beinhaltet:

Die Minister*innen wollen: 

  • ein gemeinsames Zentrum gegen Steuer- und Finanzkriminalität beim Zoll unter Einbindung von Polizei und Steuerfahndung schaffen. ...
  • einen Verbrechenstatbestand für besonders schwere Fälle von Steuerhinterziehung wieder einführen,
  • den Strafrahmen für organisierte Steuerhinterziehung auf bis zu 15 Jahre erhöhen,
  • Straffreiheit bei Selbstanzeigen abschaffen,
  • die Aufbewahrungsfrist für Buchungsbelege von 10 auf 15 Jahre verlängern.

Noch sind diese Vorhaben nicht beschlossen. Den Ankündigungen muss jetzt eine schnelle und konsequente gesetzliche Umsetzung folgen. Aber sie markieren bereits einen Perspektivwechsel: Steuerkriminalität wird nicht länger als Kavaliersdelikt behandelt, sondern als gesellschaftlicher Schaden, der konsequent verhindert, verfolgt und aufgeklärt werden muss. 

Rhader Wochenendgedanken auf Grundlage einer Mitgliederinformation (kursiv) von Finanzwende e. V.

Veröffentlicht am 25.07.2026

 

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SPD Sozial

SOZIAL
IS
MUSS
 

Wortspiel, um das Sozialverhalten als wichtige Lebens- und Gesellschaftsform wieder mehr ins Bewusstsein zu rücken. Vergleiche dazu den Text "In eigener Sache", der auf dieser Internetseite am 30.06. veröffentlicht wurde.

 

 

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