Jochen Ott wird flankiert von den SPD-NRW-Vorsitzenden Sarah Philipp und Achim Post. Foto Pascal Skwara, nrwspd.de Landespolitik Ein lang erwartetes Lebenszeichen der NRW-SPD

Jochen Ott will Ministerpräsident werden - Jetzt erst gerecht!

Seitdem die Sozialdemokraten nach den letzten verlorenen Landtagswahlen die Oppositionsbänke im Düsseldorfer Landtag drücken müssen, ist es ruhig um sie geworden. „Opposition ist Mist“, so hat es kurz und knapp mal Franz Müntefering beschrieben. „Die öffentliche Aufmerksamkeit tendiert plötzlich eben Null, egal was du tust oder sagst“, so ein frustrierter SPD-Abgeordneter auf einer internen Parteiveranstaltung. Nun scheint man die Depression abschütteln und Offensivgeist zeigen zu wollen. Jochen Ott, ein erfahrener Landespolitiker, will mit den NRW-Sozialdemokraten zurück auf die Siegerstraße. Obwohl die nächste Landtagswahl erst 2027 ansteht, hat er die Weichen für eine engagierte Wahlkampagne bereits gestellt. Der gelernte Studienrat ist das Gesicht der SPD. Und mit dem Thema Gerechtigkeit für alle Bürgerinnen und Bürger will er die Wählerinnen und Wähler überzeugen. In Kurzform liest sich das so:

  • Gerechtes Leben - auf dem Weg zum familienfreundlichsten Bundesland
  • Gerechte Arbeit - Eine Wirtschaft für alle Menschen in NRW
  • Gerechte Bildungschancen - Von der Kita bis in den Job
  • Gerecht und sicher - ein starker Rechtsstaat für alle
  • Gerechtes Zusammenleben - klare Regeln, echte Integration
  • Ein gerechtes NRW vor Ort - für eine funktionierende Infrastruktur

Eigener Bericht auf Grundlage www.nrwspd.de

Veröffentlicht am 29.01.2026

 

Kommunalpolitik Forks-Busch: War das wirklich so geplant?

Es war einmal ein ökologisches wertvolles Wäldchen, mitten im Stadtteil Rhade. Öffentlich zugänglich und genutzt. Dann wurde von Teilnehmern des Rhader Bürgerforums eine Idee geboren, daraus eine Parkanlage zu gestalten. Kritische Nachfragen, ob diese Maßnahme wirklich nötig und sinnvoll sei, und ob nicht das erste ökologische Gutachten vom Christian Schmidt, Landschaftsarchitekt aus Dorsten, einen „Umbau“ hätte verbieten müssen, wurden gemäß Prüfungsergebnis der Stadt verworfen. In der Ablehnung heißt es sinngemäß, dass doch nur geringe Eingriffe (Rodungen) erforderlich seien, und dass der wertvolle Baumbestand so weit wie möglich erhalten werden wird. Wörtlich: „Der Stadtteiltreffpunkt Forks Busch wird natur- und klimaverträglich geplant.“  Die Fotos, am 24. 01.2026 aufgenommen, zeigen ein anderes Bild. Das Rhader Wappen, in direkter Nachbarschaft vor 37 Jahren aufgestellt, zeigt im Zentrum eine Baumwurzel. Passt in diesem Fall, hat aber eine geschichtliche Bedeutung. Dieser kritische Text wurde u. a. dem Bürgerforum und der Stadtverwaltung mit der Bitte zugestellt, den „Tatort“ zu besichtigen und die Frage zu beantworten, ob das Roden in diesem Umfang wirklich so geplant war. Eingehende Antworten werden hier veröffentlicht.

Nachdenkzeilen eines schockierten Betrachters der „Großbaustelle dörfliche Parkanlage Rhade“

Veröffentlicht am 28.01.2026

 

Gesellschaft Holocaustgedenktag - Haben wir denn gar nichts gelernt?

Antisemitismusbeauftragte müssen unter Polizeischutz arbeiten

Heute gedenken wir der Opfer. Heute erinnern wir, dass das nationalsozialistische Deutschland zwischen 1933 und1945 u. a. über 6 Millionen Menschen mit jüdischer Herkunft bestialisch umgebracht hat. Heute denken wir an den Schwur, den wir danach geleistet haben: Nie wieder! Heute ziehen wir aber auch Bilanz, wo wir mit unserem Schwur aktuell stehen. Und die sieht verheerend aus. Der Antisemitismus in unserer Gesellschaft nimmt zu. Im Jahr 2024 wurden in unserem Land 8624 Vorfälle gemeldet. 24 pro Tag! Ein Anstieg um 77% gegenüber dem Vorjahr. Der Linken-Politiker Andreas Büttner, im Land Brandenburg als Antisemitismusbeauftrager tätig, entkam nur mit Glück einem Brandanschlag. „Was wir jetzt erleben, ist die Normalisierung des Judenhasses“, so seine bittere Erkenntnis. Andreas Büttner will trotz der latenten Bedrohung nicht aufgeben und sein Amt weiter ausführen. Andere Antisemitismusbeauftragte, wie Stefan Hensel in Hamburg, der ebenfalls wegen seines Engagements attackiert wurde, stieg aus und hält uns mit der Frage, ob es nicht eine Bankrotterklärung für eine freie Gesellschaft sei, wenn sie einen Antisemitismusbeauftragten braucht, den Spiegel vor. Heute besteht für alle Demokraten die Möglichkeit, ein persönliches Zeichen gegen Hass und Missgunst zu setzen. Tun wir es!

Eigener Bericht auf Grundlage des ZEIT-Artikels „Was wir jetzt erleben, ist die Normalisierung des Judenhasses“ vom 15.1.1026

Veröffentlicht am 27.01.2026

 

Gesellschaft Morgen: Holocaust-Gedenktag. Informationsveranstaltungen in Dorsten

„Wie konnte das geschehen?“, lautet der Titel des aktuellen Buches des Historikers und Schriftstellers Götz Aly. Genau diese Frage stellen sich am morgigen Holocaust-Gedenktag sicherlich auch viele Dorstener Bürger. Ein simples Beispiel der Meinungsmanipulation, dem Spiegel-Bestseller entnommen und für diesen Text örtlich angepasst, zeigt das Strickmuster der Nationalsozialisten, Neid und Hass zu sähen:
„Dorsten hat 70.000. Einwohner. 1% davon bekennt sich, jüdischen Glaubens zu sein. Gesucht wird ein Gerichtsvollzieher. Die Stelle wird öffentlich ausgeschrieben. Eingestellt wird der beste Bewerber. Dass er jüdischen Glaubens ist, wurde weder abgefragt noch war es ein Einstellungskriterium. Nun wird von der NSDAP verbreitet, dass das Gerichtsvollzieheramt zu 100% in jüdische Hand geraten ist.“
Was mit schlichter Meinungsmanipulation begann, endete in einer weltweiten Katastrophe. Dorsten war keine Ausnahme, sondern ein Mosaikstein der NSDAP. Auf drei Veranstaltungen kann morgen der Opfer gedacht werden und unser Schwur, nach dem Krieg im Mai 1945 ausgesprochen, wiederholt werden: Nie wieder!

  • Gedenk-Spaziergang ab 11 Uhr vom Platz vor den Mercaden durch die Innenstadt zum Bahnhof Dorsten. An jeder Station tragen Schülerinnen und Schüler selbst erarbeitete Texte vor.
  • Um 17 Uhr lädt die SPD ein, sich in Wulfen vor der Gedenktafel an der Sparkasse Vest mit Dr. Hans-Udo Schneider an das Unrecht der Nazi-Zeit zu erinnern.
  • Zeitgleich bietet die Stadtagentur einen Stadtrundgang „Auf den Spuren der jüdischen Geschichte“ an. Treffpunkt: Jüdisches Museum.

Veröffentlicht am 26.01.2026

 

Gesellschaft Putin und die fatale Fehleinschätzung des Westens (und der SPD)

Für Sie gelesen: „Das Versagen“ - von Katja Gloger und Georg Mascolo

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass Putin nur durch Kränkung des Westens zum Außenseiter der Weltpolitik und zum Kriegstreiber mutierte. Eine gravierende Fehleinschätzung. Auf 500 Seiten, davon 100 mit faktenbasierten Anmerkungen, rechnet das vielfach ausgezeichnete o. g. Autorenehepaar gnadenlos mit allen sogenannten Russland- und Putin-Verstehern ab. Akribisch zeichnet es die fatale Persönlichkeitsentwicklung des Wladimir Putins vom unscheinbaren russischen Geheimdienstoffizier in Dresden bis zum heute mörderisch agierenden Diktator im Kreml auf. Nachdem Präsident Boris Jelzin ihn 1999 völlig überraschend zu seinem Nachfolger ernannt hat, baute der allseits unterschätzte Putin systematisch ein tragfähiges Netzwerk aus loyalen Unterstützern auf, das bis heute trägt. Seine unberechenbare Radikalisierung geschah während der Corona-Isolation, so hat es Angela Merkel empfunden. Über Monate entzog sich Putin allen direkten Gesprächsangeboten. Parallel bastelte er an seiner eigenen Erzählung und Geschichtsschreibung. Danach hat sein Vorvorgänger Gorbatschow das sowjetische Reich verraten und er sei quasi dazu auserwählt, es in alter Größe und Stärke wiederherzustellen. Anfangs benötigte er den Westen, und hier besonders Deutschland, um u. a.  mit lukrativen Energiegeschäften Russland wirtschaftlich aufzubauen und militärisch aufzurüsten. Voraussetzungen, um in der Folge die Ukraine völkerrechtswidrig anzugreifen und alle Widersacher zu eliminieren. Die Autoren, mit direktem Zugang zu vielen Spitzenpolitikern und Diplomaten, sowie zu noch unter Verschluss stehendem Archivmaterial, beweisen eindeutig, dass die vielen Fehleinschätzungen des Westens mitverantwortlich sind, Wladimir Putins mörderischen Aufstieg ermöglicht zu haben. Das wichtige (Geschichts)Buch ist im Ullstein-Verlag erschienen.

Für Sie gelesen: Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 24.01.2026

 

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Wenn wir mutig genug sind, es zu sein.“

Amanda Gorman
Amerikanische Schriftstellerin und Lyrikerin

 

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