Hier wird das Grundwasser belastet. Durch eine funktionierende Kleinstkläranlage dagegen nicht. Kommunalpolitik Nebenbei bemerkt: Bürokratieabbau auch für Verbraucher mitdenken

Nicht nachvollziehbare kostenpflichtige Vorschriften zu Lasten des Bürgers - Ein Beispiel

Wenn über den dringend nötigen Abbau von Bürokratie diskutiert wird, sind es in erster Linie Unternehmen, die ihre Stimme erheben. Heute soll an einem Beispiel der genervte Verbraucher im Mittelpunkt stehen. Wegen fehlender zentraler Abwasserleitungen werden im ländlichen Bereich Kleinstkläranlagen mit moderner Klärtechnik zugelassen. 2-3 Mal im Jahr wird die Restwasserqualität, die in einen Graben abgeleitet wird, untersucht und die Ergenisse dem Landkreis als zuständige Behörde mitgeteilt. Kosten pro Analyse ca. 80 Euro. Nach mehreren Jahren verlangt die Behörde eine Überprüfung, obwohl die ihnen vorliegenden Analysenwerte keine Beanstandung anzeigten. Als erstes wird eine neue Dichtigkeitsprüfung verlangt. Bietet die Analysenfirma kostenpflichtig an. Danach kommt eine weitere Firma ins Spiel, um den technischen Zustand der Anlage, die immer vorschriftsmäßig funktionierte, zu begutachten. Dabei werden „überraschend“ geringfügige Mängel festgestellt. In kollegialer Zusammenarbeit mit dem Landkreis, der Analysefirma und der Mängelbeseitigungsfirma wird dem Verbraucher ein vorläufiger Kostenvoranschlag in Höhe von 2.000 Euro präsentiert. Nun ist noch erwähnenswert, dass in direkter Nachbarschaft Landwirte ihre Nutzflächen regelmäßig mit Gülle und Stallmist düngen. Der von der EU seit Jahren beanstandete zu hohe Nitratgehalt im Grundwasser ist mit Sicherheit keine Folge „undichter“ Kleinstkläranlagen. „Hier wird mit zweierlei Maß gemessen“, so der betroffene Bürger, der sich von der Behörde sowie den beteiligten Firmen abkassiert fühlt und seinen Unmut für diese Internetseite aufgeschrieben hat.

Veröffentlicht am 22.08.2026

 

Lars Kliongbeil, SPD-Pressebild - Bundestagsfraktion Bundespolitik Der SPD-Parteivorsitzende zeigt Standfestigkeit

Lars Klingbeil überzeugt im Interview mit den Ruhr Nachrichten

Kritischen Fragen weicht er nicht aus. Lars Klingbeil verteidigt kämpferisch den eingeschlagenen Kurs der SPD. Und an dessen Anfang steht die Verantwortung für unseren Staat. Hier sind es in erster Linie Wachstum, das es zu generieren gilt, sichere Zukunftsarbeitsplätze, stabile soziale Sicherungssysteme und die Stärkung unserer Demokratie. Innerparteilichen Gedankenspielen in die Opposition zu wechseln, erteilt er eine klare Absage. Auch bei anderen Fragen wackelt er nicht. Das Amt als Parteivorsitzenden stehe nicht zur Disposition, aufgekommenen Personaldebatten erteilt er eine unmissverständliche Absage. „Die SPD ist immer dann stark, wenn sie sich auf die Probleme der Menschen … konzentriert und sich nicht um sich selbst dreht“, so der SPD-Vorsitzende. Und die Koalition mit der Union sei auf dem richtigen Weg, den Reformstau des Staates abzubauen. „Ich weiß wofür ich kämpfe, aber die CDU ist nicht mein Feind. Der Gegner steht ganz woanders“, so Lars Klingbeil auf die Frage, ob er „gegenüber dem Koalitionspartner zu nett sei“. Zwei große Reformvorhaben, Rente und Pflege, sind zwar in den Grundzügen konzipiert, die öffentlichen kritischen Reaktionen beobachtet er sehr genau. Insbesondere auch die aktuellen Positionierungen der CDU-Basis verleiten ihn zu der Aussage, dass es verlässliche Übergangsregelungen geben müsse. Unmissverständlich fordert er, dass z. B. die Pflegeversicherung durch Zahlungen auch der Privat-Versicherten zu stabilisieren sei. Ein Rhader Leser des Zeitungsinterviews bewertet das Interview so: „Die sozialdemokratische Handschrift in der Koalition wird endlich erkennbarer.“

Eigener Text auf Grundlage des RN-Interviews am 19.8.2026 „Braucht die SPD eine Kurskorrektur, Herr Klingbeil?“

Veröffentlicht am 21.08.2026

 

Gesellschaft Mit offenen Augen durch Rhade …

Wieder wurde ein Abfallbehälter zerstört - Was geht in den Köpfen der Täter vor?

Die Antwort auf die in der Überschrift gestellte Frage ist klar zu beantworten: Nichts!
Egal ob es Übermut Pubertierender ist oder durch übermäßigen Alkohol- oder Drogenkonsum ausgelöste Zerstörungswut. Bereits mehrfach, so ein aufmerksamer Spaziergänger, sind in Rhade an der Kreuzung Wellbrockweg/Hakenweg Abfallbehälter zerlegt worden. Die Kosten für den Ersatz trägt die gesamte Dorstener Bevölkerung über steigende Abfallgebühren. Das ist in den Köpfen der Zerstörungswütigen noch nicht angekommen. Erinnert wird in diesem Zusammenhang an den ehemaligen Schulleiter der Lembecker Laurentiusschule Erich Wolf. Er machte sich immer für einen praxisnahen Werkunterricht stark. Die so entstandenen Ruhebänke, in Lembeck aufgestellt, punkten mit einer langen Lebensdauer. Erich Wolfs Begründung: „Wer die Bänke selbst gebaut hat, wird sie nicht zerstören!“ Eine einfache Weisheit, die nachhaltige Wirkung zeigt. Zur Nachahmung empfohlen.

Veröffentlicht am 20.08.2026

 

Allgemein „Eine Nadel im Heuhaufen“

Was wurde aus dem russischen Kriegsgefangenen Viktor Karpunin? - Erfolgreiche Dorstener Recherche

Manchmal sind es Zufälle, um auf drängende offene Fragen eine Antwort zu erhalten. Insbesondere wenn es um ungeklärte Schicksale vermisster Menschen geht. So konnten vor wenigen Tagen die sterblichen Überreste zweier Soldaten auf dem Grund der Niedrigwasser führenden Donau gefunden werden. Durch die noch lesbaren Erkennungsmarken konnte zweifelsfrei die Identifizierung erfolgen. Schwieriger verhält es sich z. B., wenn nach über 80 Jahren eine amerikanische Familie mit ukrainischen Wurzeln wissen will, was aus ihrem Großonkel geworden ist, der als russischer Kriegsgefangener nach Dorsten verschleppt wurde. Olga Karpunia, in Odessa geboren und seit langem mit ihrer Familie in New York lebend, setzte die Suche ihres verstorbenen Großvaters fort, der verzweifelt und zeitlebens vergeblich versuchte, das Grab seines Bruders zu finden. Ihre Anfrage, die das Dorstener Archiv und dessen Leiter Martin Köcher erreichte, wurde an Dr. Marius Seydel vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge weitergeleitet. Seine lokalen Forschungsergebnisse über das Schicksal russischer Kriegsgefangener in der Lippestadt waren für Olga Karpunia ein wichtiger Glücksmoment. Tatsächlich, so Dr. Seydel, wurde der gesuchte Viktor Kapunin in einem Massengrab auf dem sogenannten Russenfriedhof in Holsterhausen begraben. Grund für Olga Karpunia nun mit ihrer Familie von New York nach Dorsten zu reisen, um dort mit einem stillen Gedenken ihrem Großonkel die letzte Ehre zu erweisen. Begleitet wurden sie dabei von Dr. Josef Ulfkotte, dem Vorsitzenden des Vereins für Orts- und Heimatkunde, Dr. Marius Seydel, Jochen Schräjahr, Martin Köcher und dem Ehepaar Fragemann. „Wir spürten alle, welche Bedeutung dieser Besuch für Frau Karpunina und ihre Familie hatte und wie die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge genau die Früchte trägt, für die sie im tiefsten Kern gedacht ist“, so Marius Seydel abschließend.

Eigener Bericht auf Grundlage der Information des Vereins für Orts- und Heimatkunde durch Josef Ulfkotte

Veröffentlicht am 19.08.2026

 

Gesellschaft Mit offenen Augen durch Winterswijk …

Im wahrsten Sinne des Wortes sieht der aufmerksame Fußgänger auf Schritt und Tritt in vielen Städten sogenannte Stolpersteine. Sie erinnern uns an das dunkelste Kapitel unserer jüngeren Geschichte. Nazideutschland verstieg sich in dem Wahn, jüdisches Leben brutal auszurotten, um so vom eigenen Versagen abzulenken. Gunther Demnig, Künstler aus Köln, hat mit seiner weltweiten Erinnerungsaktion Geschichte geschrieben. 120.000 schlichte Messingwürfel, die nur die Namen der Opfer, das Geburts- und Morddatum sowie den Vernichtungsort preisgeben, gelten als das größte dezentrale Denkmal auf unserem Planeten. Als in den 1980er Jahren durch Geschichtsarbeit von unten auch in Dorsten der dunkle Schleier der Stadtgeschichte, der sich nach 1945 über die Lippestadt gelegt hat, weggezogen wurde, kam Schreckliches zum Vorschein. Daran erinnern uns heute u. a. die genannten Stolpersteine und das beeindruckende Jüdische Museum in unserer Stadt. Knapp 40 Kilometer weiter, im niederländischen Winterswijk, „stolpert“ der Besucher über zwei besondere Erinnerungssteine. Sie wurden mit einem Foto und kurzem Text ergänzt. Ohne Umweg über entsprechende Dokumentationen im Internet, konnte so etwas über das Leben der beiden ermordeten Frauen erfahren werden. Nachahmenswert!

Ein Rhader „stolpert“ immer wieder und überall über die schreckliche Nazizeit

Veröffentlicht am 18.08.2026

 

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