Bundespolitik Statistik und die Realität von Otto Normalverbraucher und Monika Musterfrau

Wer die Kommentare zum Jahreswechsel gelesen und gehört hat, ist sich sicher, dass Deutschland ein Sanierungsfall ist. Nie mussten mehr Menschen die Tafeln aufsuchen, nie war die Obdachlosigkeit höher als jetzt. Der Arbeitsmarkt stagniert, die Industrie lahmt, das prognostizierte Wirtschaftswachstum tendiert seit langer Zeit gegen 0. Nur Rechtspopulisten profitieren von der schlechten Stimmung. Und dann die aktuellen Zahlen der Bundesbank*. Danach legen alle deutschen Bürgerinnen und Bürger monatlich durchschnittlich 270 Euro* auf die hohe Kante, also in den Sparstrumpf. Inzwischen liegen dort 9 216 000 000 000 Euro. In Worten: Neunbillionenzweihundertsechzehnmilliarden Euro! Theoretisch sind wir also reich. Dass die Wirklichkeit anders aussieht, erschließt dem Leser sofort, wenn er weitere Statistikdaten, hier die der Hans-Böckler-Stiftung, zur Hilfe nimmt. „Insgesamt besitzen die wohlhabendsten zehn Prozent der Haushalte zusammen etwa 60 Prozent des Gesamtvermögens, netto, also abzüglich Schulden. Die unteren 20 Prozent besitzen gar kein Vermögen. Etwa neun Prozent aller Haushalte haben negative Vermögen, sie sind verschuldet.“ Die ungleiche Vermögensverteilung ist aber nicht vom Himmel gefallen, sondern durch eine andauernde ungerechte Besteuerung entstanden. Die SPD ist aufgefordert, diese Gerechtigkeitslücke ganz oben auf der Tagesordnung anzusiedeln. Nur so kann sie künftig bei Wahlen wieder erfolgreich abschneiden.

Rhader Gedanken, wie Statistik auch gelesen werden kann
* Süddeutsche Zeitung 31.12.2025

Veröffentlicht am 06.01.2026

 

So unberührt wird sich Forks Busch nicht mehr präsentieren können. Kommunalpolitik Forks Busch: Augen zu und durch

Verwaltung kündigt Baumaßnahmen an

Forks Busch, ein ökologisches kleines Waldstück im Kreuzungsbereich Lembecker-/Erler- und Ringstraße gelegen, wird umgestaltet. Nachdem eine Bürgeridee die Zustimmung des Rhader Bürgerforums fand, signalisierte die Stadtverwaltung Zustimmung. Interne Verwaltungsskepsis wurde zurückgehalten, um die eingeleitete (positive) Bürgermitbestimmung nicht zu belasten. So nahm das Projekt Fahrt auf. Fördermittel des Landes flossen. Während der erste Bauabschnitt, ein Kinderspielplatz, noch einigermaßen ins Wäldchen passte, ohne das wichtige Kleinklima irreparabel zu belasten, dürfen nach wie vor große Bedenken gegen den zweiten Bauabschnitt, die Erstellung eines Bürgerparks mit Freilichtbühne, vorgebracht werden. Dezidiert haben einige Bürger ihre kritischen Anmerkungen vorgetragen und auch schriftlich begründet. Erfolglos. Ob der von der Verwaltung formulierte Ablehnungstext wirklich in allen Punkten eine fachliche begründete Überprüfung standhalten würde, darf ebenfalls hinterfragt werden. Er erfüllte aber seinen Zweck. Der Stadtrat wischte die vorliegenden Bedenken vom Tisch und stimmte der Verwaltungsvorlage zu. Also grünes Licht für notwendige Abholzungsmaßnahmen und erhebliche Erdbewegungen im Forks Busch, die in Kürze, so die Pressemitteilung aus dem Rathaus, beginnen werden. Ein Konzept, was im sogenannten Bürgerpark in wessen Verantwortung künftig geschehen soll, gibt es trotz mehrfacher Nachfragen bis heute nicht.

Nachdenkzeilen eines kritischen Bürgers

Veröffentlicht am 05.01.2026

 

Allgemein Die Sonntagsfrage: Sind USA noch Schutzmacht oder schon Bedrohung?

Wenn morgen Putin Estland, Lettland oder Litauen angreift, wird dann Trump seinen Nato-Truppen  befehlen, den Aggressor zu stoppen, oder wird er die Gunst der Stunde nutzen, Grönland zu besetzen? Was unglaublich klingt, muss leider ernst genommen werden. Der amerikanische Präsident ist außer (parlamentarischer) Kontrolle geraten. Mitleid mit Maduro muss man nicht haben. Aber ein souveränes Land (Venezuela) zu überfallen, ist nicht mit dem Völkerrecht vereinbar. Wenn künftig das Recht des Stärkeren gilt, dann sind wir vom nächsten Weltkrieg nicht weit entfernt. Dann wird China Taiwan einnehmen, Putin das untergegangene Sowjetreich auferstehen lassen und die Vereinigten Staaten von Amerika werden sich neue Bundesstaaten in der Nachbarschaft einverleiben. Wer beginnt, diesen schrecklichen Faden weiter zu spinnen, findet sich plötzlich in der Kolonialzeit wieder. Schwache Staaten mit reichen Rohstoffen stehen sicherlich bereits auf der geheimen Wunschliste scheinbar starker Autokraten und Diktatoren. Nur ein böser Traum? Die Leser müssen selbst entscheiden, was noch Fiktion oder doch schon bittere Wirklichkeit ist.

Der Sonntagskommentar aus Rhade

Veröffentlicht am 04.01.2026

 

Gesellschaft Denke ich an Dorsten und Rhade, dann …

  • müssten die demokratischen Parteien viele neue und junge Mitglieder gewinnen
  • sollte künftig nicht jede Äußerung der undemokratischen Rechtspartei kommentiert werden
  • könnte auf allen Ebenen mehr erreicht werden, wenn ideologische  Scheuklappen abgelegt werden
  • sollte mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden
  • müsste städtische Kultur und Weiterbildung dezentraler als bisher stattfinden
  • sollte Obdachlosigkeit abgebaut werden
  • müsste das Krankenhaus eher gestärkt als geschwächt werden
  • sollten jetzt auch Wohngruppen für Demenzkranke aufgebaut werden
  • könnte die Schullandschaft attraktiver werden, wenn statt immer neuer Schultypen, die Gesamtschulen weiter gefördert würden
  • sollte der Klimaschutz einen höheren Stellenwert erhalten
  • müssten Gesetzesbrecher schneller verurteilt werden
  • könnte die erkannte Gerechtigkeitslücke in unserer Gesellschaft geschlossen werden, wenn alle sich verantwortlich fühlen
  • sollte der Buchtitel von Navid Kermani bei allen Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt ganz oben auf der ToDo-Liste stehen: „Jeder soll von da, wo er ist, einen Schritt näher kommen."

Rhader Wunschzettel für das neue Jahr

Veröffentlicht am 03.01.2026

 

Angefangene Baustellen müssen auch abgeschlossen werden. So wie in Rhade an mehreren Stellen sichtbar. Gesellschaft Deutschland - eine Großbaustelle

Mit Optimismus ins neue Jahr? Ja, aber ohne feste Vorsätze, die unübersehbaren Baustellen in unserem Land, auch in unserer Stadt endlich abzubauen, wird aus dem guten Willen schnell bittere Enttäuschung. Wichtig ist, dass wir nicht nur mit dem Finger „auf die da zeigen“, sondern uns selbst auch angesprochen fühlen. Wir werden lieb gewordene Standards in allen Lebensbereichen der Wirklichkeit anpassen müssen. Insofern ist die CDU-Ankündigung, den Koalitionsvertrag auf den Prüfstand stellen zu wollen, richtig. Falsch wäre aber, nur den Leistungskatalog derjenigen ins Visier zu nehmen, die ohne momentane, solidarische Unterstützung kaum den Weg zurück ins „Leben“ schaffen würden. Ein Update des Koalitionsvertrages muss dann auch endlich eine gerechtere Besteuerung der Vermögenden ins Auge fassen. Die SPD wäre also gut beraten, dem Wunsch der CDU zu entsprechen und parallel eigene Vorstellungen anzubieten, anstatt sofort abzuwinken. „Wir sitzen alle im gleichen Boot.“ Diese Plattitüde sollte uns motivieren, den Kahn DEUTSCHLAND gemeinsam in sichere Gewässer zu steuern. Wir schaffen das, wenn wir … Siehe oben.

Ein Rhader Appell zum Jahresanfang 2026

Veröffentlicht am 02.01.2026

 

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SPD Sozial

„Es gibt immer Licht.
Wenn wir mutig genug sind, es zu sehen. 
Wenn wir mutig genug sind, es zu sein.“

Amanda Gorman
Amerikanische Schriftstellerin und Lyrikerin

 

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