Service SPD stellt sich neu auf - Neues Grundsatzprogramm soll Orientierung bieten

Die Sozialdemokratie war immer dann stark, wenn sie den Mut hatte, Wandel zu gestalten. Nicht aus Anpassung, sondern aus Verantwortung. Auch heute ist klar: Veränderung ist kein Schicksal. Sie ist politisch gestaltbar, wenn wir Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität neu denken und zusammenbringen. Machtkonzentration, Ungleichheit oder fehlende Teilhabe müssen wir nicht hinnehmen. Sie sind von Menschen gemacht – und können von uns verändert werden. Zukunft ist kein fertiger Text. Wir schreiben sie gemeinsam. Am 7. Februar ist der Programmprozess der SPD gestartet. In ihren zentralen Grundsatzreden skizzierten Bärbel Bas und Lars Klingbeil, wie wir Freiheit und Gerechtigkeit im digitalen Zeitalter sichern, Innovation mit sozialem Zusammenhalt verbinden und Fortschritt für alle möglich machen. (www.spd.de)

SPD Sozial begleitet ab heute die Programmdiskussion, um zu erkennen, wohin die Sozialdemokratie in den nächsten Jahren steuern wird.
Alle SPD-Mitglieder sind aufgerufen, mitzudiskutieren. Im Dezember 2027 soll dann das neue Grundsatzprogramm der SPD auf dem Parteitag in Leipzig verabschiedet werden.

Veröffentlicht am 13.02.2026

 

Europa Wie reagieren auf die USA unter Trump?

Eine französische Professorin bringt es auf den Punkt. Mit Selbstbewusstsein!

Der unberechenbare amerikanische Präsident trampelt auf demokratischen Werten herum, beleidigt Andersdenkende, bedient rassistische Vorurteile und verrät langjährige Partnerschaften. Deutschland und Europa hat er als „Feindesland“ eingestuft. Unsere Politiker sind paralysiert. Sie pendeln zwischen schleimender Unterwürfigkeit und vorauseilendem Gehorsam, um sich dem Autokraten im Weißen Haus anzudienen. Sie sollten zuhören, was nicht wenige Intellektuelle, wie z. B. Professorin Eva Illouz aus Paris, empfehlen. Sie zählt auf, wo wir (EU) den USA deutlich überlegen sind:

  • demographisch und institutionell
  • höhere Lebenserwartung
  • robustere soziale Sicherungssysteme und bessere Gesundheitsversorgung
  • strengerer Datenschutz
  • wirksamere Regulierung von Monopolen
  • enge demokratische Kontrollmechanismen
  • deutlich geringere Waffengewalt
  • Führungsstärke in der Klimapolitik
  • freier Zugang zu Bildung

Kurz: Die Europäische Union ist heute das stärkste demokratische Modell in der Welt. Trotzdem fühlt sich die EU eher als Juniorpartner der USA. Dieses fehlende Selbstbewusstsein hat etwas mit der militärischen und technologischen Abhängigkeit zu tun, in die wir uns begeben haben. Die Umsteuerung hat inzwischen begonnen, um mit unserer starken Identität zu punkten. Am Ende werden „Finanzmärkte nur dort gedeihen, wo Verlässlichkeit, Vertragstreue und Vorhersehbarkeit herrschen, nicht das Chaos“, so die französische Professorin. Und abschließend: „Macht kann das Recht nicht ersetzen. Darin liegt die Stärke Europas.“

Nachdenkzeilen aus Rhade auf Grundlage des Zeitartikels „Europa ist den USA überlegen“ vom 29.1 2026

Veröffentlicht am 12.02.2026

 

Gesellschaft Eine Todesanzeige zwingt zum Nachdenken

Todesanzeigen in Zeitungen werden immer gelesen. Wer ist gestorben? Kannte ich ihn oder sie? In welchem Alter? Gibt es einen Hinweis woran? Erweise ich dem oder der Verstorbenen die letzte Ehre durch die Teilnahme an der Bestattung? Oder reicht meine Anteilnahme, indem ich eine vorgedruckte Karte versende? Das Nachdenken setzt ein, als ich lese, dass ein mir wenig bekannter Mann aus Wulfen mit 83 Jahren gestorben ist. Der Satz in der Anzeige, „Isolation und Ausschluss haben ihm das Leben oft schwer gemacht“, zwingt mich doch, mich an ihn zu erinnern. Ein hagerer Mann, zweifacher Vater, Jahrzehnte allein lebend. Sein Auftreten war auffällig, aber nicht bedrohlich. Dann, wenn seine Not nicht mehr auszuhalten war, besuchte er seinen Nachbarn, der ihm als Seelsorger immer seine Hand reichte. Älter geworden schaffte es der nun Verstorbene nicht mehr, die wichtigen lebenserhaltenden Kontakte zu seiner Nachbarschaft, zu seiner Familie und ganz wenigen Freunden aufrechtzuerhalten. Krank und isoliert wurde sein Leben schleichend zum Dahinvegetieren. Die Vorstufe zum vorzeitigen Ableben. Ein Einzelfall? Sicher nicht. Alt werden ist sehr häufig mit Alleinsein und Vergessen verbunden. Dürfen wir (Gesellschaft) mit diesem Wissen achselzuckend zur Tagesordnung übergehen? Oder müssen wir uns unserer sozialen Verantwortung gegenüber allen Schwächeren endlich stellen?

Rhader Gedanken über den Zustand unserer immer älter werdenden Gesellschaft

Veröffentlicht am 11.02.2026

 

Blick in die neue Gasleitungstrasse. Im Hintergrund die Wohnsiedlung Hünengrab. Umwelt Rhade: Tiefer Eingriff in den Naturhaushalt

Für neue Gasleitung HeiDo wird gerodet und gegraben

Die Diskussion ist abgeschlossen. Alle Bedenken aus Sicht der Betreiber sind ausgeräumt. Nun haben schwere Maschinen das Kommando übernommen, um die neue Gasleitung von Marbeck über Heiden nach Hervest-Dorsten zu verlegen. Sehr nah, nicht wenige Bürger im Bereich Hünengrab  meinen nach wie vor, viel zu nah, soll  die Trasse verlaufen. Unüberhörbar und unübersehbar wird die benötigte Fläche momentan in Rhade, durch schweren Maschineneinsatz vorbereitet. Am Rütherweg entsteht aktuell ein Lagerplatz für die Stahlrohre der Gasleitung. Mit Wehmut verfolgen die Anwohner diese Arbeiten, die ohne den tiefen Eingriff in den Naturhaushalt nicht möglich sind. Dass nach der Verlegung der Pipeline die Renaturierung fest eingeplant ist, wird als schwacher Trost gewertet. Rhade scheint sich zu einem Schwerpunktgebiet für die Nord-Süd-Infrastruktur zu entwickeln. Neben der Autobahn quert die Eisenbahn den nördlichen Stadtteil von Dorsten. Hinzu kommen zwei Überland-Freileitungen und mehreren Pipelines, die Salzsole und Gas transportieren. Nicht zu vergessen, dass die Region sich zu einem Hotspot für riesige Windkraft-Anlagen entwickelt. Der technische Fortschritt geht einher mit erheblichem Naturverlust und schwindendem dörflichen Charakter.

Aktuelle Rhader Beobachtungen

Veröffentlicht am 10.02.2026

 

Dirk Groß, Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat, findet klare Worte gegenüber CDU und Verwaltung Schule und Bildung Dorsten: Grundschulstandort wird wiederbelebt - Ein Sieg für Kinder und Bildung

SPD im Stadtrat lobt Kehrtwende, spart Kritik an CDU nicht aus

Vor 11 Jahren hatte die CDU im Dorstener Stadtrat eine Idee, Geld zu sparen. Dazu blickte sie auf den örtlichen Schulentwicklungsplan und begann zu rechnen. Würde man eine Grundschule schließen und andere zusammenlegen, dann wäre das gut für den städtischen Haushalt. In den Fokus rückte sie dazu die Wichernschule im Grenzbereich Hervest/Holsterhausen. Was gut für den Haushalt ist, muss aber für Grundschulkinder eine völlig falsche Entscheidung sein. Die SPD im Stadtrat versuchte mit stichhaltigen Argumenten, die sich anbahnende Fehlentscheidung der CDU aufzuhalten. Unterstützt wurde sie dabei von hochmotivierten Eltern, die mit einer erfolgreichen Unterschriftenkampagne, einen Ratsbürgerentscheid einleiteten. Letztlich erfolglos. Die Dorstener CDU-Kommunalpolitiker setzten sich mit ihrer Mehrheit durch. Nun, 11 Jahre danach, haben Verwaltung und CDU eine Rolle rückwärts eingeleitet. Nun soll der Marienviertel-Grundschulstandtort wiederbelebt werden. Man sei nach dem erneuten Studium der Schulentwicklungszahlen zu neuen Ergebnissen gekommen, heißt es sinngemäß. Dirk Groß, Fraktionsvorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, lobt zwar die Kehrtwende, spart parallel aber nicht mit Kritik (Auszug aus der Pressemitteilung): … „Schon vor 11 Jahren mahnte die SPD an, dass u.a. die OGS-Entwicklung und Beschulung von Flüchtlingen nicht zu unterschätzen sei. Auch der Schulentwicklungsplan 2012 hielt fest: Um den gegenwärtig und zukünftig noch mehr steigenden Anforderungen pädagogisch, personell und damit letztlich auch investiv gerecht werden zu können, sollten die Grundschulen mit unter die Zweizügigkeit sinkenden Schülerzahlen möglichst nicht geschlossen, sondern mit benachbarten Schulen als Teilstandorte gesichert werden. …. Zu ehemaligen und offensichtlichen Fehlentscheidungen zu stehen, stände der CDU besser zu Gesicht, als sich jetzt hinter Prognosezahlen der Vergangenheit zu verstecken.“

Fazit: Für Grundschulstandorte muss immer gelten: Kurze Beine, kurze Wege

Eigener Bericht auf Grundlage der Pressemitteilung der SPD-Ratsfraktion

Veröffentlicht am 09.02.2026

 

RSS-Nachrichtenticker

RSS-Nachrichtenticker, Adresse und Infos.

 

WebsoziCMS 3.9.9 - 006453253 -

SPD Sozial

„Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn macht, egal wie es ausgeht.“

Václav Havel (1936 - 2011)
 ehemaliger tschechischer Staatspräsident, Schriftsteller und engagierter Menschenrechtler

 

Counter

Besucher:6453254
Heute:1073
Online:5