Ortsverein Ein Blick zurück - Vor 3 Jahren lautete unsere Überschrift:

50 Jahre SPD Rhade - 50 Jahre „Mehr Demokratie wagen“

1969 gründet sich der SPD Ortsverein Rhade. Im selben Jahr wird Gustav  Heinemann erster sozialdemokratischer Bundespräsident und Willy Brandt Bundekanzler der Republik. Eine Zeitenwende ist eingeläutet. Fortan konnte die SPD nicht mehr länger als Handlanger Moskaus und als vaterlandslose Gesellen diffamiert werden (Adenauer Ära). Ins kollektive Gedächtnis haben sich zwei markante Sätze eingebrannt: „Nicht der Krieg ist der Ernstfall, sondern der Frieden ist der Ernstfall, in dem wir uns alle zu bewähren haben“ (Heinemann) und: „Mehr Demokratie wagen“ (Brandt).Für den Ortsverein Rhade und seine Mitglieder war dies in einem schwierigen Umfeld Orientierung und Verpflichtung. Ich kenne keine Gliederung der SPD in Dorsten und Umgebung, die diesem Anspruch so gerecht geworden ist: Bürgernah, intelligent, spontan, kreativ, überzeugend, offen und fair gegenüber den Andersdenkenden. Einen Ortsteil gestalten, zum Wohl aller Menschen in Dorsten. Dafür setzten sich die Mitglieder in ihrer 50 jährigen Geschichte ein und dafür engagieren sie sich auch heute: für Handwerk und eine umweltschonende Landwirtschaft, für Kindergärten und Schule, für eine Rahmenverkehrsplanung und ein orteilverbindendes Radwegenetz, für Mitsprache und Mitwirkung, für die Teilhabe aller Bevölkerungsschichten an Bildung und Kultur. Herzlichen Glückwunsch und Glück Auf !

Dr. Hans Udo Schneider

Veröffentlicht am 04.02.2023

 

Gerade, gefährlich, unansehnlich - die 3 km lange Lembecker- Erler Straße Kommunalpolitik Rhades Schattenseite (1) - Der Durchgangsverkehr

Tausend mal analysiert, tausend mal ist nichts passiert

Bereits 1988 (!) haben Rhader Parteienvertreter auf Initiative der örtlichen SPD erkannt, dass der Durchgangsverkehr die hiesige Lebensqualität und die Sicherheit der „schwachen“ Verkehrsteilnehmer erheblich einschränkt. Ein gemeinsamer Plan der SPD, CDU und der Grünen wurde mit der Bevölkerung und der Verwaltung diskutiert - und für gut befunden. Eine externe Planungsgruppe wurde beauftragt, die Rhader Initiative mit förderungsfähigen Papieren zu unterstützen. Bevor aber im Teilstück zwischen Bahn und Forksbusch (Raiffeisen-Tankstelle) „Nägel mit Köpfen“ gemacht werden konnten, zog die CDU ihre Unterstützung zurück. Einige Rhader Bürger sorgten mit teils polemischen Attacken für soviel Gegenwind, dass aus dem fortschrittlichen Rhader Verkehrssicherungskonzept nichts wurde. An diesem unhaltbaren Zustand hat sich bis heute nichts geändert. Obwohl es in den vergangenen 35 (!) Jahren mehrere Initiativen zur Wiederbelebung der Planung gab, ist weiter keine Verbesserung in Sicht. Es gibt zwar wieder Absichtserklärungen des Kreises und der Dorstener Verwaltung, ein verbindlicher Zeitplan ist aber nicht in Sicht. Rhade kann mit vielen bereits beschriebenen „Schokoladenseiten“ werben, die „Schattenseite Durchgangsverkehr“ lastet aber wie Blei auf dem nördlichen Dorstener Stadtteil.

Rhader Impressionen - wird fortgesetzt

Veröffentlicht am 03.02.2023

 

Umwelt Wie wir und die Umwelt mit CO2-Zertikaten betrogen werden

Eine gute Idee wird missbraucht

Journalisten von renommierten international arbeitenden Verlagen haben sich zu einem Recherche-Team zusammengeschlossen, um sogenannte Kompensationsgeschäfte mit CO2-Zertifikaten zu hinterfragen. Der Sachverhalt ist sehr komplex, um lückenlos nacherzählt zu werden. Hier eine absolute Kurzform: Große, international produzierende Konzerne haben zugesichert, das klimaschädliche CO2 zu reduzieren. Wenn die Zielvorgabe nicht erreicht wird, können sie durch Zukauf von „guten“ CO2-Zertifikaten ihre Bilanz verbessern. Diese Papiere werden u. a. von dem nichtstaatlichen, nicht kontrollierten Unternehmen VERRA in den USA auf dem Weltmarkt angeboten. Die Methode, nämlich riesige Waldgebiete, die CO2 speichern, vor dem Abholzen zu bewahren und entsprechend zu bewerten, ist im Prinzip unstrittig. Der Verdacht, dass aber auch Geschäfte mit Waldgebieten von VERRA getätigt wurden und werden, die gar nicht zum Kahlschlag vorgesehen waren, hält sich hartnäckig. Die UN haben abgeraten, Wald-CO2-Zertifikate zur Kompensation der eigenen Verschmutzungsbilanz zu erwerben. Ob Gazprom, Apple, Volkswagen und viele andere, sie nutzen aber weiter diese teils undurchsichtigen CO2-Ausgleichskäufe und werben so als umweltbewusste Unternehmen. Ein Millionengeschäft und ein Deal zu Lasten der Umwelt. Die Akteure: die Käufer der Zertifikate, die Händler, die Projektbetreiber, die Bewerter und Zertifizierer. An dieser Stelle brechen wir unsere Kurzfassung ab und empfehlen selbst nachzulesen, wie wir und die Umwelt betrogen werden.

Eigener Bericht SPD-Rhade, auf Grundlage des ZEIT- Titelthemas „Der Klima-Betrug - Grün getarnt“ vom 19.01.2023

Nachsatz: Aufgrund des ZEIT-Artikels verzichten inzwischen mehrere Groß-Unternehmen auf den Kauf von CO2-Waldzertifikaten. Andere prüfen und wollen folgen.

Veröffentlicht am 02.02.2023

 

Bundespolitik Sozialdemokratische Antworten auf eine Welt im Umbruch (Teil 3 und Schluss)

Europa als attraktives Zentrum

Ein souveränes Europa ist die wichtigste politische Antwort auf die Zeitenwende. Globale Krisen bedürfen globaler Lösungen, für die wir nur glaubhaft werben können, wenn Europa mit einer Stimme spricht. … Europa soll Anker für eine wertegeleitete Interessenpolitik in einer multipolaren Welt sein und mit starker Stimme für Frieden, Freiheit, Menschenrechte und die Verteidigung der regelbasierten Ordnung eintreten. … Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben sich in den EU-Verträgen zu gegenseitigem Beistand verpflichtet. … Die USA und die NATO sind nach wie vor Garanten für die europäische Sicherheit. … Europa muss sich konventionell gegen Angriffe – auch hybrider Natur unterhalb der Schwelle eines bewaffneten Angriffs – verteidigen können und entsprechende Abschreckungsfähigkeiten aufweisen. ...

Nachsatz: Die außenpolitische Neupositionierung der SPD wurde auf 25 Seiten dokumentiert. Die Rhader SPD hat in 3 Teilen Auszüge daraus vorgestellt. Um auf Augenhöhe mitzudiskutieren, empfehlen wir, den kompletten Text auf www.spd.de zu lesen.

Veröffentlicht am 01.02.2023

 

Gesundheit Wenn Alkohol zum Problem wird (Teil 2)

Eine Ergänzung zum Beitrag „Ein Prosit auf die Gemütlichkeit …“, der am 23. Januar auf dieser Internetseite erschien

Der Schriftsteller Hans Fallada hat seinen totalen Alkoholabsturz erschütternd im Roman Der Trinker im Jahr 1944 beschrieben. Das Drama, das die Alkoholabhängigkeit zwangsläufig mit sich bringt, hat bis heute nichts an Aktualität eingebüßt. Im Gegenteil. Das weiß auch Berthold John aus Rhade, der in der Selbsthilfegruppe Das Blaue Kreuz seit einigen Jahren aktiv mitarbeitet. (Kontakt siehe unten). Wir haben ihm 7 Fragen gestellt. Die Antworten werden hier in mehreren Fortsetzungen veröffentlicht. Die Rhader SPD erkennt die mit übermäßigen Alkoholtrinken einhergehende gesellschaftspolitische Problematik und will mit dieser Veröffentlichungsreihe denen helfen, die Hilfe benötigen. Heute nennen wir die Fragen, die die Selbsthilfegruppe über Berthold John in Kürze beantworten wird:

  • Darf Alkohol als Gift für den menschlichen Körper bezeichnet werden?
  • Wenn ja, warum wird er dann nicht verboten, zumindest geächtet?
  • Wann ist eine Abhängigkeit vom Alkohol klar erkennbar?
  • Welche Folgen löst übermäßiges Alkoholtrinken aus - a) bei einem persönlich; b) in der familiären Umgebung; c) beruflich
  • Kann ein(e) Betroffene(r) sich selbst helfen, oder ist externe Hilfe nachhaltiger?
  • Wie wird extern, z. B. bei der Selbsthilfegruppe „Das blaue Kreuz“ geholfen?
  • Dein Rat in einem Satz an eine Person, die (für fast alle) erkennbar Alkoholprobleme hat:

Kontakt: Das Blaue Kreuz in der ev. Kirche, Dorsten-Wulfen, Berthold John, Tel. 02866-4299 oder 0176-54772256.

Veröffentlicht am 31.01.2023

 

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