Service Wahlen in Hessen und Bayern

Wie auf Rechtsaußenparteien reagieren? - Eine Leseempfehlung

Wer sich in (politische) Diskussionen begibt, trifft in der Regel auf Andersdenkende. Fast immer führen diese, nennen wir sie Streitgespräche, zu keinem übereinstimmenden Ergebnis, weil jeder Teilnehmer daran auf der Richtigkeit seiner Gedanken und Schlussfolgerungen besteht. Das hat den Schriftsteller und stellvertretenden Chefredakteur des NZZ-Magazins, Reto U. Schneider motiviert, ein Buch mit dem Titel „Die Kunst des klugen Streitgesprächs“ zu verfassen. Er formuliert 10 Regeln, von wissenschaftlichen Studien unterstützt, die die Diskutanten, wollen sie künftig erfolgreicher als bisher ihren Kontrahenten überzeugen, berücksichtigen sollten. In seiner Einleitung findet sich ein passender T-Shirt-Aufdruck zum Thema: „Ich streite nicht, ich erkläre nur, warum ich recht habe.“ Wer am Sonntag um 18 Uhr die Hochrechnungen aus Hessen und Bayern verfolgt, wird die Ergebnisse entweder als so erwartet, oder enttäuscht zur Kenntnis nehmen. Ärgern und ratlos wird er oder sie vermutlich auf das Abschneiden der rechten Parteien reagieren, fühlen sie sich dem demokratischen (Parteien)Lager zugehörig. Der Autor nennt seine Empfehlungen auch einen „Chrashkurs der Vernunft“. Er ist eine gute Anleitung, künftig die Sprachlosigkeit in politischen Auseinandersetzungen zu überwinden und mit klugen Diskussionsbeiträgen auch rechtes Gedankengut zu parieren. Eine Regel soll hier beispielhaft aufgeführt werden. Nämlich die überraschende Frage an den Mitdiskutanten: „Was würde Sie vom Gegenteil überzeugen?“ Also ein Angebot zum Nach- und möglichen Umdenken. Wer darauf nicht eingeht zeigt, in seiner Selbstblockade nicht nur festzusitzen, sondern gar nicht herauszuwollen. Das Buch, im Kösel-Verlag erschienen, umfasst 160 Seiten.

Für Sie gelesen - Ein Rhader Wochenendausflug in unsere spannende Bücherwelt

Veröffentlicht am 07.10.2023

 

Kommunalpolitik Künstliche Intelligenz (KI) in der Verwaltung?

„Wer zu spät kommt, bestraft das Leben“

Künstliche Intelligenz ist in aller Munde. Ihre Entwicklungsfortschritte schreiten rasend voran. Sie explodieren förmlich. Gestern konnten „nur“ Texte von entsprechender Computer-Software  angefordert werden, die nicht vom menschlich verfassten Original zu unterscheiden sind, heute kann Sprache so kopiert werden, dass ein Statement einer Person „in den Mund gelegt“ werden kann. Diese Technik kann auf allen Ebenen, in allen Lebensbereichen helfen, oder umgekehrt, uns von KI beherrschen zu lassen. Weltweit geltende Regeln (Gesetze) sind unumgänglich. Zurück zur Überschrift. Während in vielen Unternehmen und Verwaltungen KI-Arbeitsgruppen eingesetzt sind, um den bereits fahrenden Zug noch zu erreichen, war „bis gestern“ nicht klar, ob inzwischen auch im Dorstener Rathaus kluge Köpfe prüfen, ob und wo KI von Vorteil wäre. Zwei Positiv-Beispiele: Weit entwickelte KI-Programme lassen zu, eigens erstellte Unterlagen (Bebauungsplan) hochzuladen und Fragen zur Klimaverträglichkeit zu stellen. Die umgehend gesendeten Antworten können für den Entscheidungsprozess hilfreich sein. Oder eine Ratsfraktion wünscht einen Textentwurf für die nächste Haushaltsrede. Nichts einfacher und schneller als das. Wichtig ist, dass künftig immer verdeutlicht wird, dass KI „seine Hand im Spiel“ hat. Spannend und verwirrend gleichermaßen. Und nicht ungefährlich, weil Missbrauch bereits jetzt durch das Netz schwappt. KI im Dorstener Rathaus? Wir berichten weiter.

Rhader Gedanken ohne KI-Unterstützung      

Veröffentlicht am 06.10.2023

 

Versteckt, zugeparkt, verschmäht - die Mitnahmebank auf der Debbingstraße Stadtentwicklung Mitnahmebänke: Eine gute Idee gerät in Vergessenheit

Mit offenen Augen durch Rhade

Wer es sich leisten kann, fährt in Rhade mit dem Pkw. Umweltbewusste nutzen zusätzlich oder ausschließlich das Fahrrad, um innerorts von A nach B zu gelangen. Aber es gibt Menschen unter uns, die kein Auto besitzen und nicht fit genug sind, um zu radeln. Sie sind auf den öffentlichen Personennahverkehr angewiesen. Darüberhinaus haben kreative Köpfe des Bürgerforums eine zusätzliche kostenlose Mitnahmemöglichkeit aus der Taufe gehoben - die Mitnahmebänke. Von der Volksbank gesponsert, von Jugendlichen gestaltet, von der Verwaltung im Dorf, nahe der Bahn und im Stuvenberggebiet aufgestellt, fristen sie ein trauriges Dasein. Still gammeln sie vor sich hin, selten benutzt und als Mitnahme-Haltestelle verschmäht. Der Grund: Auf halben Weg stehen geblieben. Die Idee mit der Umsetzung/Aufstellung war perfekt, die Rahmenbedingungen dagegen nicht. Weder gab es von Verwaltungsseite eine erklärende Information an alle Haushalte, noch blieben wichtige Versicherungsfragen ungeklärt. So verwundert es nicht, dass wir im Rhader öffentlichen Raum über drei bunte Sitzbänke zusätzlich verfügen, der eigentliche Zweck konnte aber nicht erzielt werden. „Leider“, so ein an der Idee Beteiligter auf Nachfrage. Ob es eine neue Initiative zur „Auferstehung“ geben wird, steht in den Sternen. Leider!

Die Serie "Mit offenen Augen durch Rhade" wird fortgesetzt

Veröffentlicht am 05.10.2023

 

Stadtentwicklung Mit offenen Augen durch Rhade - Villa weiter im Dornröschenschlaf

Es gibt kein vergleichbares Gebäude in Rhade. Es ist alt, aber architektonisch hochinteressant. Es ist ein Denkmal und deswegen geschützt. Aber es ist unbewohnt. Seit vielen, vielen Jahren. Unbewohnt heißt, ungepflegt. Ein Anziehungspunkt für Vandalen. Aber auch für Kaufinteressenten? Tatsächlich gibt es immer wieder Meldungen, dass ein Liebhaber gefunden wurde. Mal ist es ein früherer Fußballer, dann ein Bauunternehmen oder eine Immobiliengesellschaft. Begleitet von aufgestellten Baugerüsten und vollmundigen Versprechen, das Rhader Denkmal aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. Nun hat es gewaltige Neubau-Nachbarn bekommen. Die bisher privilegierte Lage in der Lembecker Straße hat dadurch sicherlich gelitten. Keine gute Voraussetzung, das besondere Gebäude vor dem weiteren Verfall zu schützen. Ob es gerettet werden kann, ist fraglicher denn je. Sollte „morgen“ die Abrissbirne übernehmen, wäre das ein weiterer Verlust an alter Bausubstanz in Rhade. Die Betonung liegt auf VERLUST!

Die Serie „Mit offenen Augen durch Rhade“ wird fortgesetzt

Veröffentlicht am 03.10.2023

 

Idyllisch. Der nicht genutzte Bolzplatz Forks Busch. Kommunalpolitik Forks Busch soll zum Spielparadies werden

Kinder nennen ihre Wünsche

Noch liegt die für Rhade ökologisch wertvolle Waldfläche nahe der Raiffeisen-Tankstelle im Dornröschenschlaf. Mittendrin eine kleine freie Fläche, die als Bolzplatz dienen könnte, aber selten genutzt wird. Aus dem aktuellen Dorfentwicklungsplan, es gab bereits zwei Vorgänger, soll nun die genannte Fläche (plus) zum Spielplatz und Treffpunkt entwickelt werden. Ein Landschaftsplaner wurde beauftragt, Ideen zu entwickeln. Er konnte dabei auf entsprechende Vorstellungen des Rhader Bürgerforums zurückgreifen. Nun waren rund 30 Kinder an der Reihe. Bei einem Vororttermin konnten sie, mit Unterstützung ihrer Eltern, ihre Wünsche äußern. Laszlo Taube, der neue Dorfmanager dokumentierte die Ergebnisse, die sich aus geklebten grünen und roten Punkten ergaben. So lernten die Jüngsten bereits wie Bürgerbeteiligung geht. Jetzt sind die Profis gefragt, das Gewünschte umzusetzen. Gespannt warten die Kleinen darauf, ob und wann die Versprechen der Großen eingelöst werden. Ein langjähriger Begleiter der Rhader Kommunalpolitik erinnert an das Kapitel Skaterbahn. Nach jahrelangen kontroversen Diskussionen wurde eine Fläche neben dem Sportzentrum gefunden und entwickelt. Diejenigen, die den Wunsch vehement geäußert hatten, waren bei der Eröffnung bereits aus dem Skateralter heraus. Nun liegt die Bahn im tiefen Dornröschenschlaf.

Veröffentlicht am 02.10.2023

 

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