Das waren noch Zeiten - Rhader SPD-Nachwuchs Ortsverein SPD-Rhade trifft sich - am morgigen Donnerstag

Monatliche Treffen dienen der Information und des Meinungsaustausches

Seit 54 Jahren gibt es sie - die Rhader Sozialdemokraten. Und seit 54 Jahren treffen sie sich einmal im Monat, um sich auszutauschen und den eigenen Lebensmittelpunkt weiterzuentwickeln. So auch morgen. Treffpunkt ist das Gasthaus Finke, Zur Alten Mühle um 18.30 Uhr. Der Vorsitzende Christoph Kopp hat dazu eine Tagesordnung aufgestellt, die viel Raum für allgemeine Informationen, wie auch für freie Diskussionen lässt. Im Mittelpunkt wird sicherlich wieder die Frage nach der Zukunft des Ortsvereins stehen. Weiter wie bisher - oder doch ein Zusammenschluss mit Nachbarortsvereinen? Der Demographiewandel hat nämlich auch die Rhader Sozialdemokraten fest im Griff. Für Spannung ist also gesorgt. Interessenten können, wie immer, an der öffentlichen Versammlung teilnehmen.

Veröffentlicht am 12.04.2023

 

Das Rhader Problem: Die 3 Kilometer schnurgerade Durchgangsstraße Kommunalpolitik Das Dorstener Mammutprojekt - DER MOBILITÄTSENTWICKLUNGSPLAN (1)

Überzeugende Präsentation - Rhader Verkehrsprobleme Teil des Ganzen 

Das externe Planungsbüro „energielenker projekts GmbH“ hat in beispielhafter Zusammenarbeit mit der Verwaltung, der Politik und der Öffentlichkeit einen Mobilitätsentwicklungsplan Dorsten erarbeitet und nun präsentiert, der in seiner Klarheit und Zielgenauigkeit das Prädikat „sehr gut“ verdient. Nun gilt es, diese Erkenntnisse in praktisches Handeln, Verkehrswende genannt,  umzusetzen. Natürlich will der Rhader hören und lesen, ob „seine“  Vorortprobleme berücksichtigt wurden. So wie beispielhaft in Hervest, Wulfen und Altendorf-Ulfkotte der Plan gelesen wird. Aber, und das ist das Wichtigste an dem Mobilitätsentwicklungsplan, er muss das gesamte Stadtgebiet (und darüberhinaus) umfassen. Eine wesentliche These lautet: Alle Verkehrsteilnehmer sind gleichberechtigt zu behandeln. Im Umkehrschluss heißt das, dass in Zukunft der PKW-Verkehr keinen Vorrang mehr in unseren Wohnquartieren haben darf. Gut für die Umwelt und die Lebensqualität. Interessant für den langjährigen Begleiter der Dorstener und Rhader Kommunalpolitik ist, dass die gewonnenen Erkenntnisse der Planer fast 1:1 mit denen übereinstimmen, die immer wieder als Anregung oder Kritik der Verwaltung und den Parteien vorgetragen und entsprechend dokumentiert wurden. Dennoch verdient der neue Plan absolute Aufmerksamkeit und Priorität im Rathaus und in der gesamten Bevölkerung. Verkehrswende heißt nämlich auch, dass künftig jeder Bürger seinen Beitrag zum Gelingen leisten muss.

Eigener Text auf Grundlage der öffentlichen Präsentation des Plans auf dem städtischen YouTube-Kanal www.dorsten.de. Wird aus Rhader Sicht fortgesetzt.       

Veröffentlicht am 11.04.2023

 

Gesellschaft Rhader Wochenend-Gedanken zu Ostern

Ostern, ein christliches Fest mit riesigem Symbolgehalt für Frieden, Verständigung, Toleranz und Nächstenliebe. Die Realität ist bitter. Frieden? Blicken wir beispielhaft in die Ukraine, in den Jemen oder nach Myanmar. Verständigung? Lassen wir unseren Blick nach China und Taiwan schweifen. Toleranz? Richten wir doch noch einmal unseren Blick in die vergessenen Flüchtlingslager auf dem Boden der EU oder auch in Libyen. Nächstenliebe? Nun blicken wir in den Spiegel. Wir sehen uns und beginnen ein Selbstgespräch. Frieden? Ja, ich sollte mich mehr informieren, mehr engagieren, mehr Flagge gegen Kriege aller Art zeigen. Verständigung? Ja, sie ist der Schlüssel zum friedlichen Zusammenleben. Egal, ob es sich um Staaten handelt oder um meine Nachbarschaft und Familie. Toleranz? Ja, ich erkenne deutlich meinen Egoismus, der verstärkt der Toleranz gegenüber anders Denkenden, anders Aussehenden, anders Glaubenden, anders Liebenden weichen muss. Nächstenliebe? „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Ein selbst erklärender Satz, der ungemein viel Verständigung und Toleranz von uns erfordert. Dann wäre selbst der Frieden, nicht mehr weit, sage ich laut zu meinem Spiegelbild. Jetzt gilt, das Erkannte praktisch zu leben. Vier freie Tage zu Ostern. Zeit, immer mal wieder in den Spiegel zu blicken, um mich zu erkennen.

Veröffentlicht am 07.04.2023

 

Friedhelm Fragemann, SPD-Fraktionsvorsitzender im Dorstener Stadtrat Kommunalpolitik SPD-Fraktion: Reinigung in städtischen Gebäuden künftig in Eigenregie

Privat vor Staat mit unübersehbaren Defiziten

Mit Beschwerden über unzureichende „husch-husch-Reinigung“ in Schulen und Kitas müssen sich Verwaltung und Stadtrat seit Jahren herumschlagen. Um Kosten zu sparen, wurde das eigene städtische Reinigungspersonal abgebaut und der Auftrag an Firmen auf dem freien Markt übertragen. Das Versprechen, viel kostengünstiger arbeiten zu können, ging aber einher mit unübersehbaren Qualitätsverlusten. Jetzt will die SPD im Stadtrat die Reißleine ziehen. Aktuelle Beschwerden aus der Haldenwang-Schule, von Achim Schrecklein aufgegriffen, wurden von der Fraktion in einen Änderungsantrag an die Verwaltung gekleidet. Friedhelm Fragemann, Fraktionsvorsitzender, fordert die Überprüfung des bisherigen Vergabehandelns. Im Wortlaut heißt es: „Daher sollte eine schrittweise Wiedereinführung der Eigenreinigung geprüft werden, die der Stadt zumindest einen direkten Zugriff auf die Reinigungskräfte und eine unmittelbare Kontrolle der Arbeit ermöglichen. Eine solche Maßnahme würde zwar erhöhte Personalkosten bedeuten und bedarf im Übrigen eines längeren Vorlaufs, hätte aber am Ende mit Sicherheit ein besseres Reinigungsergebnis zur Folge. Außerdem würden Aufwendungen in anderen Bereichen geringer, so beim Vergabewesen und Beschwerdemanagement.“ Der Antrag wird im nächsten Haupt- und Finanzausschuss öffentlich behandelt. Dann müssen Verwaltung und Stadtrat Farbe bekennen, ob sie der SPD-Forderung folgen werden.

Eigener Text auf Grundlage des SPD-Antrags „Schrittweise Wiedereinführung der Eigenreinigung städtischer Immobilien“ vom 29.03.2023

Veröffentlicht am 06.04.2023

 

Gesundheit Der Gesundheitsmarkt ist ein Fass ohne Boden

Ein wenig bekanntes Institut bewertet die Wirksamkeit von Arzneimitteln und medizinischen Verfahren

Es lohnt, dem bisherigen Leiter des IQWiG zuzuhören, wenn er über seine Berufserfahrungen spricht. Jürgen Winkler hat 12 Jahre das Kölner „Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen“ geleitet. Dort wird u. a. untersucht, ob es einen Nutzen von neuen Medikamenten gibt, ob bestimmte Operationsmethoden sinnvoll, oder eher eine Geschäftsidee sind. Seine Aussagen gegenüber der Wochenzeitung DIE ZEIT haben es in sich. Ein Beispiel: Von mehr als 700 geprüften Medikamenten, hatten nur 40 % einen Zusatznutzen. Seine Kritik: Viele Medikamente sind zu teuer, es wird zu viel therapiert und operiert, aber zu wenig mit den Patienten gesprochen. Seine Empfehlung: Es sollten nur neue Medikamente und Verfahren zugelassen werden, die ausreichend erforscht sind. Im Umkehrschluss heißt das, dass viele Medikamente und Verfahren zugelassen sind, obwohl noch Wissenslücken über die Wirksamkeit bestehen. Der SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach, der sich um viele Studien und Expertisen kümmert, müsste aber konsequenter als bisher, die Spreu vom Weizen trennen. Also nur wirklich erforschte und durch wissenschaftliche Studien belegte Medikamente und Verfahren in Arztpraxen und Krankenhäusern zulassen. Eigentlich selbstverständlich, urteilt der Laie. Die Praxis scheint aber eine ganz andere zu sein.

Rhader Text auf Grundlage des ZEIT-Artikels „Es wird zu viel operiert und zu wenig gesprochen“ vom 30.03.2023

Veröffentlicht am 05.04.2023

 

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