Bundespolitik Aktuell: Boris Pistorius, bisher Innenminister in Niedersachsen, wird neuer Verteidigungsminister
Veröffentlicht am 17.01.2023
Veröffentlicht am 17.01.2023
Hitler Wetter von Tillmann Bendikowski
Ein Buch über „das ganz normale Leben in der Diktatur: Die Deutschen und das Dritte Reich 1938/39“, so die Einführung auf der Umschlagseite. Gut lesbar, hoch interessant und nie ermüdend, räumt es gnadenlos mit dem Mythos der großen Mehrheit der Deutschen auf, nichts gewusst und damit nichts zu tun gehabt zu haben. Fakten von renommierten Historikern werden Tagebucheintragungen von Menschen wie du und ich gegenübergestellt. Die Übereinstimmung ist frappierend. Es ist die „Geschichte der anderen“, so die Einstellung der Mehrheit der Deutschen nach 1945, die zwar den Neuanfang leichter machte, aber mit einem gigantischen Selbstbetrug einherging. (Bei nicht wenigen Zeitgenossen sogar bis heute.) Das „ganz normale Leben“ zwischen 1938 und 1939 wird aus vielen Blickwinkeln beschrieben. Obwohl seit dem 24. März 1933 (Ermächtigungsgesetz) die Demokratie abgeschafft war, richtete sich die übergroße Mehrheit, nicht gerade unzufrieden, in der folgenden Nazi-Diktatur ein. Nur wer seinen verklärten Blick nicht freibekam, konnte und wollte die Unterdrückung, Demütigung, Verfolgung und Ermordung aller Andersdenkender übersehen. Sie alle tragen Mitschuld an der Katastrophe, die der folgende 2. Weltkrieg mit sich brachte. Der Autor klagt nicht an, sondern überlässt das Urteil dem Leser, das er sich in 12 spannenden Kapiteln auf 480 Seiten, selbst bilden kann. Ein absolut lesenswertes Geschichtsbuch.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 17.01.2023
Es gibt viel zu tun - sehr viel!
Immer dann, wenn die dunkle Jahreszeit einsetzt und unbelaubte Bäume und Sträucher den Blick frei machen, zeigt Rhade, wo Verbesserungen dringlich sind. Die schnurgerade Durchfahrtsstraße, 3 Kilometer lang, wirkt nackt und kalt. Und verkehrssicher ist sie auch nicht. Anregungen, mit Verkehrsmittelinseln und Straßen-Begleitgrün eine Aufwertung des Rhader Lebensraums zu erzielen, warten seit Jahren auf die Umsetzung. Wer in die Debbingstraße (Foto) einbiegt und das Gesehene auf sich wirken lässt, kann nicht glauben, dass das ein Teil der „guten Rhader Stube“ sein soll. Fahrradfahrer, die Teil der angestrebten Verkehrswende sein wollen, kritisieren unermüdlich den Zustand der Radwege entlang der Lembecker- und Erler Straße. Nur ändern tut sich nichts. Unverständlich ist auch, dass die wunderbare Baumallee zwischen Lembeck im Osten und Raesfeld-Erle im Westen, genau auf Rhader Gebiet eine durchgehende Lücke zeigt. An dieser Stelle stoppen wir die Kritik und loben die vielen, kreativen Privatinitiativen der Bürgerinnen und Bürger, den eigenen Lebensmittelpunkt vor der Haustür aufzupeppen. Wenn jetzt auch die Dorstener Verwaltung alles das umsetzt, was sie Rhade versprochen hat, kann selbst bei trüben Wetter hier wieder durchgeblickt werden.
Ein Rhader Appell in Richtung Dorstener Rathaus
Veröffentlicht am 16.01.2023
Wochenendgedanken aus Rhade
Das deutsche Parteienspektrum ist bunt. Auf Wahlzetteln tauchen Gruppierungen auf, die unsichtbar waren und es bleiben werden. Einige dagegen haben sich fest im Politikalltag verankert. Diese gilt es heute näher unter die Lupe zu nehmen. In der Reihenfolge des letzten Bundestagswahlergebnisses sind das: SPD, CDU/CSU, Grüne, FDP, AfD, Linke. Beginnen wir unsere Betrachtung in umgekehrter Reihenfolge.
Veröffentlicht am 14.01.2023
Dicke Luft an der Basis
Opposition ist Mist, hat Franz Müntefering einst der SPD ins Stammbuch geschrieben. Regieren heißt dagegen, eigene parteipolitische Akzente setzen zu können. Grundlage dafür ist in der Regel das eigene Programm. Das ist spätestens dann wertlos, wenn das Regieren nur in einer Koalition möglich ist. Als Juniorpartner schwindet die eigene Gestaltungsmöglichkeit schneller als viele Politstrategen in den eigenen Reihen das für möglich halten. An diesem Punkt ist nun die grüne Partei in NRW und im Bund angekommen. Hier Juniorpartner der CDU, dort in einer Ampelregierung gefesselt. Das Dilemma wird in unserem Bundesland besonders deutlich. Mit dem Slogan, Lützerath muss bleiben, wurde ein sehr gutes Wahlergebnis an Rhein und Ruhr erzielt. Nun das Eingeständnis, dass das nicht mehr gilt. Inzwischen räumen mehrere Hundertschaften der Polizei das symbolträchtige Gelände. Die Grünen sind in Erklärungsnot. Ihre Argumente, auch wenn sie nachvollziehbar sind, will im Lager der Klimaschützer keiner (mehr) hören. Das Dilemma von Habeck und Co. ist mit den Händen zu greifen. Schadenfreude der parteipolitischen Konkurrenz ist unüberhörbar, aber unangebracht. Politik, oben wie unten, besteht aus Kompromissen. Sie sind in der Regel bitter, gehören aber in der Demokratie zum festen Bestandteil des Regierens.
Eine Einschätzung aus Rhade
Veröffentlicht am 13.01.2023
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