Dr. Kathrin Pieren, Leiterin des Jüdischen Museum Dorsten, forderte am 9.11. eindringlich auf, nicht zu vergessen. Allgemein Wachsam bleiben - Demokratie verteidigen!

Nachlese zu den Gedenkveranstaltungen am 9. November

Mitte der Woche fanden in vielen deutschen Städten Gedenkveranstaltungen statt, um an die Gräueltaten der Nazis zu erinnern, den Opfern zu gedenken und vor heutigem Antisemitismus zu warnen. Auch in Dorsten. Uneingeschränkter Dank gilt denen, die dazu aufrufen und Respekt allen, die daran teilnehmen. Wichtig ist aber, dass sich dieser Tag nicht zu einem Pflicht-Ritual für (wenige) interessierte Personen aus der Gesellschaft entwickelt. Wir müssen neue Formen finden, um zu gedenken und die Demokratie zu schützen. Dazu hilft ein Blick ins Geschichtsbuch. Der 9. November 1938 war nur möglich, weil sich bereits seit 1933 die über 70 Millionen Bürger in Deutschland und Österreich weggeduckt und so einer mörderischen Diktatur den Weg bereitet haben. „Nie wieder“, schworen wir nach 1945. 77 Jahre danach ist das Zitat von Willy Brandt (1992) hochaktuell: „Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum – besinnt Euch auf Eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll.“

Sonntagsgedanken aus Rhade

Veröffentlicht am 13.11.2022

 

Ortsverein Rhader Sozialdemokraten diskutieren engagiert über das Gestern und Morgen

Was lernen wir aus der Geschichte?

Bestens besucht war die Mitgliederversammlung der Rhader SPD am Donnerstag. Nachdem der Vorsitzende Christoph Kopp über den bisherigen Meinungsaustausch mit den Nachbarortsvereinen Lembeck, Barkenberg und Wulfen über eine mögliche Fusion informiert hat, gab es diverse Wortmeldungen in alle Richtungen. Noch zeichnet sich aber kein belastbares Ergebnis ab, so das Fazit der Runde. Der Gedenktag zum 9. November 1938 war dann Schwerpunkt einer sehr ernsthaften, emotionalen und engagierten Diskussion. Achim Schrecklein,  stellvertretender Bürgermeister in Dorsten, berichtete über Aktionen des Riga-Komitees, dessen Mitglied die Lippestadt seit einigen Monaten ist. Wichtig, so die durchgängige Meinung ist, besonders auch junge Menschen in das Mahnen und Gedenken mit einzubeziehen. Kein Geringerer als der Bundespräsident hat aufgerufen, dazu neue Formen der Veranstaltungen zum 9. November 1938 auszuprobieren. Seine Feststellung, dass unsere Demokratie Teil der kritischen Infrastruktur ist, also entsprechend verteidigt werden muss, wird weiterhin Richtschnur für das kommunalpolitische Handeln der Rhader Sozialdemokraten sein. Ein Schlusswort, dem sich alle Teilnehmer anschlossen. Traditionell wurde die Mitgliederversammlung mit einem gemeinsamen Grünkohl-Essen beendet.

Veröffentlicht am 12.11.2022

 

Umwelt Klimaschutz - Global denken, lokal handeln

Internationale Klimaschutzkonferenz geht an Dorsten vorbei - ein Fehler

Täglich verlassen Nachrichten aller Art das Dorstener Rathaus. Ein wichtiger Beitrag zu Transparenz und Offenheit. So wird die Arbeit der Verwaltung in ein gutes Licht gerückt. Selbstkritik findet erwartungsgemäß nicht statt. Es ist aber nicht alles Gold was glänzt. Daher gibt es u. a. auf dieser SPD-Internetseite regelmäßig Anfragen, Anregungen und Hinweise, um auf Fehlentwicklungen hinzuweisen, und mit konstruktiven Vorschlägen unsere Stadt „jeden Tag ein bisschen besser zu machen“. Heute blickt die Welt nach Ägypten. Dort findet die 27.   Weltklimakonferenz statt. Von dramatischen Appellen begleitet. Das wäre für Dorsten eine gute Gelegenheit, dieses wichtige Treffen mit einer lokalen Positionierung zu begleiten. Obwohl bereits 2014 ein „Dorstener Klimaschutzkonzept“ mit Unterstützung von Bürgern erarbeitet und verabschiedet wurde, in dessen Folge auch ein Dorstener Klimaschutzbeauftragter eingestellt wurde, herrscht Funkstille im Rathaus zu diesem überlebenswichtigen Thema. Das damals versprochene Controlling der beschlossenen Maßnahmen mit den Bürgern fand bis heute nicht statt. Daher dürfen Verwaltung und Stadtrat von außen erinnert werden, dass global denken und lokal handeln, eine Einheit bilden müssen. Die Konferenz in Ägypten dauert noch bis zum 18. November. Zeit, um auch in Dorsten für die dort verabschiedeten Ziele zur werben.

Veröffentlicht am 11.11.2022

 

Das wär die Lösung. Eine Nachwuchsmannschaft im Rhader SPD-Trikot. Leider noch nicht in Sicht. Ortsverein Heute: SPD Rhade trifft sich

Ein Blick zurück, zwei nach vorn - und danach ein gemeinsames Grünkohl-Essen

Traditionell treffen sich die Rhader Sozialdemokraten seit über 50 Jahren einmal monatlich, um über die politische Lage vor Ort und darüberhinaus zu diskutieren. So auch heute, ab 18.30 Uhr im Gasthaus Pierick. Christoph Kopp, Vorsitzender, und Achim Schrecklein, Ratsmitglied und stellvertretender Bürgermeister, werden aus Sicht der Sozialdemokraten die Kommunalpolitik in Dorsten und Rhade in den Blick nehmen. Von besonderem Interesse wird auch sein, wie sich der allgemeine Mitgliederrückgang und die parallel verlaufende Überalterung auf die Zukunft des Rhader SPD-Ortsvereins auswirken könnte. Ob eine Fusion mit weiteren SPD-Ortsvereinen in der Nachbarschaft der Weisheit letzter Schluss ist, wird seit geraumer Zeit, hier und da, lebhaft diskutiert. „Ende offen“, so die momentane Einschätzung eines Insiders. Nach den erwarteten engagierten Diskussionen stärken sich die Rhader Sozialdemokraten, traditionell im November,  mit einem gemeinsamen Grünkohl-Essen. Auch hier heißt es: „Ende offen“.    

Veröffentlicht am 10.11.2022

 

Gesellschaft Gedanken zum 9. November 1938 (2022)

Warum der Hass über die Menschlichkeit gesiegt hat -  auch in Dorsten.

Im Interview der Süddeutschen Zeitung gibt Wolf Biermann, aus der DDR ausgebürgerter Liedermacher und Poet, eine passende Antwort (Auszug):

"Wenn die Herrschenden über alle Massenmedien verfügen und auch noch über die Gefängnisse, in denen sie andersdenkende Leute einsperren, foltern und töten können, na dann verbreiten sich solche idiotischen Meinungen sehr schnell und sogar massenhaft. Wissen Sie, wen Stalin beneidet hat? Seinen Kollegen Hitler. Stalin wollte von seinem Volk auch so blind geliebt werden wie Hitler von seinem Volk. Deshalb hat er systematisch die Medien erobert und Andersdenkende Leute getötet,vertrieben, liquidiert. Das ist eben die Pest der Diktatur. Und die kann links sein oder rechts. Am Ende ist das propagandistische Selbstportrait einer Diktatur immer nur blutiger Kitsch.“

Zitat (Auszug) Süddeutsche Zeitung „Wolf Biermnann über Krieg“ am 29./30.10. 2022. Eingangssatz und Hervorhebungen durch SPD-Rhade.

Heute, 17 Uhr, Gedenkveranstaltung im Garten des Jüdischen Museums Westfalen in Dorsten.

 

Veröffentlicht am 09.11.2022

 

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