Gesellschaft Olaf Scholz: „Putin darf den Krieg nicht gewinnen“ - Wochenendgedanken aus Rhade

Mehr Diplomatie wagen - fordern ergänzend dazu einige Prominente

Der von Putin losgetretene verbrecherische und andauernde Krieg gegen das Nachbarland, ist durch nichts zu rechtfertigen. Das Selbstverteidigungsrecht der überfallenen Ukraine verdient internationale Unterstützung. So, wie sie unter anderem von Deutschland gewährt wird. Die Position der Bundesregierung, vom sozialdemokratischen Kanzler Olaf Scholz in dem Satz zusammengefasst, dass Putin den Krieg nicht gewinnen darf, schließt eine diplomatische Lösung am Verhandlungstisch nicht gänzlich aus. Genau das fordern einige Prominente in einem Appell mit der Überschrift „Waffenstillstand jetzt!“. Sie drängen alle handelnden Akteure, die Waffen schweigen zu lassen, um die mörderische Phase des brutalen Krieges zu überwinden und ein Überschwappen zu einem globalen, atomar geführten Konflikt zu verhindern. Verhandlungen bedeuten nicht, der Ukraine eine Kapitulation zu empfehlen, so die Autoren des viel beachteten Appells. Bisher sei kein konzertierter Vorstoß der internationalen Gemeinschaft, besonders der großen westlichen Akteure, erfolgt, heißt es in dem Schreiben. Voraussetzung sei eine beiderseitige Waffenruhe jetzt, um den Ausgangspunkt zur Wiederherstellung von allgemeiner Stabilität gemeinsam zu suchen und zu finden. Verantwortlich zeichnen u. a. : Jakob Augstein, Publzist; Alexander Kluge, Filmemacher und Autor; Julian Nida-Rümeling, Philosoph; Edgar Selge, Schauspieler; Ranga Yogeshwar, Wissenschaftsjournalist; Juli Zeh, Schriftstellerin. Die Rhader Wochenendgedanken sollen diesen wichtigen Appell und Olaf Scholz unterstützen.

Der komplette Appell wurde u. a. in der ZEIT am 30.06. 2022 veröffentlicht.

Veröffentlicht am 09.07.2022

 

Kommunalpolitik Ein Strandbad in Rhade?

Neues Regenrückhaltebecken gaukelt trügerische Idylle vor

Um die Kanalisation bei Starkregen zu entlasten, werden hier und da sogenannte Regenrückhaltebecken gebaut. Sie nehmen kurzzeitig das überschüssige Wasser auf, um es dann nach und nach in die Kanalisation zu leiten, die für Rhade im Klärwerk Holsterhausen endet. Parallel zum Kalten Bach wurde nun eine gewaltige Ackerfläche zum Sammelbecken umgebaut und eingedeicht. Bauzäune signalisieren, dass die Maßnahme noch nicht abgeschlossen ist. Regen- und Grundwasser, das die Fläche zur Zeit bedeckt, bieten ein idyllisches Bild inmitten der Wiesen und Felder. Wenn aber beim nächsten Starkregen der Kanalisationsüberlauf wie vorgesehen funktioniert, werden auch Fäkalien aus dem Kanalisationsmischsystem das Wasser trüben. Grund genug davor zu warnen, das Gelände nicht als neues Strandbad anzusehen. Vor einigen Tagen wurden kleine Kinder dabei beobachtet, bis zu den Hüften im Wasser stehend, das Gelände als Badeanstalt entdeckt zu haben. Auf einen Bürgerhinweis wurde der Bauzaun inzwischen wieder provisorisch geschlossen. Künftig sollte eine Beschilderung über den Sinn des Landschaftsbauwerks informieren.

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 08.07.2022

 

Kommunalpolitik Schon mal was von Verkehrssicherheitspflicht gehört?

Bürger bitten Rhader SPD um Unterstützung

Nach wie vor ist die Rhader SPD ein wichtiger Ansprechpartner für die Bürger vor Ort. Insbesondere wenn es um Missstände geht, die trotz direkter Hinweise an die Verwaltung, nicht zeitnah abgestellt werden. Gestern waren es die immer noch nicht überall beseitigten Stolperfallen, die durch die Glasfaserverlegung vor 2 Jahren (!) auf Erledigung warten, heute sind es unsachgemäß gelegte Metallplatten auf dem öffentlichen Geh- und Radweg zwischen Mainstraße und Schlehenweg, Pättken genannt. Sie verhinderten die Zerstörung der Wegeoberfläche durch schwere Baumaschinen, die seit einiger Zeit bei der Erstellung des neuen Regenrückhaltebeckens eingesetzt werden. Eine Baumaßnahmen ist immer mit Auflagen und einer Bauaufsicht verbunden. Offensichtlich wurde hier aber „geschludert“. Seit Wochen bilden die Metallplatten eine latente Unfallgefahr besonders für Radfahrer. Nun, nach einer erneuten Bürgerbeschwerde, die bei der Rhader SPD eingegangenen ist, fordern wir die Verwaltung auf, sofort für Abhilfe zu sorgen. „Schon mal was von Verkehrssicherheitspflicht gehört?“, heißt es im „Meckerscheck“ an die SPD. Diese Formulierung übernehmen wir wörtlich und leiten sie mit diesem Text und dem Foto ins Dorstener Rathaus. Ergänzt um den Hinweis, nicht das Pättken jetzt zu sperren, sondern, die Metallplatten zu entfernen oder sicher zu verlegen.

Veröffentlicht am 07.07.2022

 

Kommunalpolitik Der Tisa-Brunnen ist ins Abseits gerutscht

Er wird angenommen - anders als gedacht

Nun sprudelt er wieder. Der Tisa-Brunnen, der ein Wahrzeichen Dorstens war, als er noch seinen Platz auf dem Marktplatz hatte. Eine Lobby aus örtlichen Eventmanagern und Geschäftsleuten haben es geschafft, den Brunnen nach der Restaurierung hinter dem Alten Rathaus zu verstecken. Hier fristet er, besonders an Markttagen, ein trauriges Dasein. Umstellt von Fahrrädern und Marktständen, dient er auch als Sitzfläche für einen kurzen Snack. Ironisch könnte man nun urteilen, er wird doch angenommen. Das hat das Werk von Schwester Paula, Tisa von der Schulenburg, die auch Ehrenbürgerin unserer Stadt war, wahrlich nicht verdient.

Ein kurzer Zwischenruf aus Rhade in Richtung Rathaus

Veröffentlicht am 06.07.2022

 

Auf der Traditionsfahne der SPD finden sich die immer gültigen Grundsätze der Partei. Bundespolitik SPD-Vorsitzender Lars Klingbeil hält viel beachtete Grundsatzrede zur künftigen Ostpolitik

Widerrede erwünscht - Diskussion eröffnet

Es waren Sozialdemokraten, die nach 1945 mit vertrauensbildenden Maßnahmen den Kalten Krieg zwischen Ost und West aufbrachen. Die Wiedervereinigung Deutschlands ist nur so möglich geworden. Parallel fiel die Sowjetunion auseinander. Demokratische Strukturen veränderten die weltpolitische Landschaft. Ein dauerhaftes Zeitalter des Friedens, des Wohlstands, des Miteinanders schien anzubrechen. Der Schein trog, die Ernüchterung ist gewaltig. Wladimir Putin, Russlands Präsident, stellte plötzlich alles in Frage und dreht seither die Zeiger der Weltuhr zurück. Der von ihm befohlene Überfall auf die Ukraine war die brutale Kündigung aller internationalen Vereinbarungen und Verträge. Die Ostpolitik von Willy Brandt, der dafür den Friedensnobelpreis bekam, muss neu geschrieben werden. Und Lars Klingbeil hat dafür Formulierungen gewählt, die innerhalb der SPD für Diskussionen sorgen werden. Führungsrolle in Europa übernehmen, militärisch für alle Fälle gerüstet sein und Abbau der wirtschaftlichen Abhängigkeiten innerhalb der neu entstandener Blöcke, einschließlich China. Aber genau diese Widerrede wird vom SPD-Vorsitzenden gewünscht, um die älteste demokratische Partei Deutschlands neu auszurichten. Die Sozialdemokraten auf allen Ebenen sind aufgerufen, sich daran zu beteiligen. Der Begriff Zeitenwende gilt nun auch für die inhaltliche Neuausrichtung der SPD.

Eine innerparteiliche Einschätzung eines Rhader Sozialdemokraten

Veröffentlicht am 05.07.2022

 

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