10 Fakten zum weltweiten Hungerproblem
- 100 Millionen(!) Menschen leiden durch Kriege an Hunger
- 338 Mio. Tonnen Fleisch wurden 2020 produziert. 2010 - 293 Mio. t; 2000 - 230 Mio. t
- 34 % der weltweiten Nutzflächen gelten als stark gefährdet oder bereits zerstört
- 47 Länder waren 2021 in einer gravierenden Hungerkrise
- 4,2 Mio. Tonnen Pestizide werden jährlich gespritzt. Das ist gewichtsmäßig genau so viel, wie 2019 im Rahmen des World Food Programm an Hungernde verteilt wurde.
- 1.200.000.000 Menschen, also 1,2 Milliarden leiden unter Wassermangel
- 98 % aller Landwirtschaftsbetriebe bewirtschaften Flächen, die kleiner als 20 Hektar sind. Zusammen so viel wie ein Viertel der globalen Agrarflächen. Damit werden 59 % der Weltbevölkerung versorgt.
- 80 % der Afrikaner können sich keine gesunde Ernährung leisten. In Europa und Nordamerika sind es 2 %.
- 4 Konzerne beherrschen den Weltmarkt für kommerziell genutztes Saatgut. Darunter Bayer mit Monsanto.
- 9,1 Milliarden Euro spendeten insgesamt 109 Staaten 2021 für das World Food Programm. Das ist die Hälfte des Jahresgewinns von Nestle. Der aktuelle Bedarf an Hilfsgeldern wird auf 20 Mrd. Euro jährlich geschätzt.
Quelle: Greenpeace Magazin 4.22, Seite 25 - Hintergrund
Wir empfehlen, Mitglied in einer demokratischen Partei zu werden, Greenpeace und weitere Hilfsorganisationen zu unterstützen. Wir, das sind Rhader Sozialdemokraten, die seit über 50 Jahren über den Tellerrand hinausschauen und uns für eine bessere, gerechtere Welt engagieren.
Veröffentlicht am 21.06.2022
Symbolik am Beispiel eines Baumes (Teil 2)
Der Baum, der (noch) unseren falsch geschriebenen Namen RAHDE trägt, wächst im Bürgerpark Maria Lindenhof. Er hat einen wunderschönen kreisförmigen Platz gefunden, seine Nachbarn sind weitere 10 Dorstener Stadtteilbäume. Sie würden alle ohne systematische Pflege kränkeln und nie ihre volle Pracht entwickeln können. „RHADE“, so der ehrenamtlich tätige Baumexperte, der vor Ort getroffen wurde, „hat sich gut entwickelt, muss aber Anfang August so gestutzt werden, damit eine tragfähige Krone entsteht“. Nur vereinzelt sind kleine Früchte erkennbar. „Das ist gut“, so der Fachmann. „Entwicklung braucht Zeit“. Eine Aussage, die natürlich auch auf die derzeitigen Bemühungen passt, Rhades Dorfentwicklung zukunftsfähig zu gestalten. Als weitere Symbolik darf auch das in der Mitte aufgebaute Tipi herhalten. Es besteht aus vielen gehäkelten bunten Einzelteilen, die fachmännisch zu einem tragfähigen Zelt zusammengenäht wurden. Unsere Stadt darf mit seinen 11 Stadtteilen auch als ein bunter Flickenteppich bezeichnet werden. Seine Nähte sind aber (noch) nicht so fest, dass eine für alle feste, sichere und tragfähige Zukunftsunterlage erkennbar wäre. Genug der Symbolik. Wenn aus RAHDE jetzt noch ganz schnell RHADE wird, dann können wir uns wieder anderen gesellschaftspolitischen Problemen zuwenden.
Veröffentlicht am 20.06.2022
Bundespräsident Frank Walter Steinmeier hat wichtige Debatte in Gang gesetzt
Wer aus einem behüteten Elternhaus stammt, seine Schullaufbahn im Eiltempo durchlaufen und das verschulte Studium ebenfalls in Rekordzeit absolviert hat, um dann das Geldverdienen zum obersten Ziel zu erklären, kennt nicht das Leben. Es ist nämlich mehr als eine Blase, in der sich nur Gleichgesinnte tummeln. Platzt sie, und das kommt im richtigen Leben immer mal vor, folgt der Ernüchterung nicht selten die Depression. Unsere Gesellschaft kennt nicht nur die Erfolgreichen und Überflieger. Sie besteht aus Menschen wie Du und ich, sowie aus Kranken, Gestrauchelten und Andersdenkenden. Wenn alle nach ihrem Schulabschluss eine gewisse Zeit, das muss kein ganzes Jahr sein, aus ihrer Blase in die Wirklichkeit finden, hilft das, unsere Gesellschaft in ihrer bunten Gesamtheit zu verstehen. Und es macht jeden Menschen reicher. Den Helfer wie den Hilfsbedürftigen. Es ist aber nicht nur ein Aufruf an die junge Generation, die hier symbolisch FRÜHLING und SOMMER genannt wird. Da muss sich auch der HERBST angesprochen fühlen. Er besteht aus einer riesigen Gruppe von gesunden (Früh)Rentnern, die viel mehr kann als Reisen, relaxen und Gefallen an der Langeweile zu finden. Denn im Hintergrund wartet der WINTER. Das sind diejenigen, die das Ende ihrer Zeitreise schon erkennen und dringend Beistand bedürfen. Warum also den Begriff „Soziales Jahr“ nicht entsprechend erweitern? Der Stein, den der Bundespräsident ins Wasser geworfen hat, wird viele Kreise ziehen.
Die Bildsprache der Jahreszeiten wurde vom Kommentar von Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung, „Anti-Ego-Jahr“ (18./19. Juni 2022), übernommen.
Veröffentlicht am 19.06.2022
Symbolik am Beispiel eines Baumes
Vor 3 Jahren wurde Dorsten die Krone aufgesetzt. Marion Taube hat aus der Brachfläche zwischen Lippe und Kanal einen zentralen Treffpunkt im Park entwickelt, den sie passend STADTKRONE nannte. In einem Sternlauf, eine Rhader Idee, unterstützten alle 11 Stadtteile und Partnerstädte diese Aktion auch mit Baumpflanzungen vor Ort und im jeweiligen Stadtteil. Der Baum, der unseren Namen RHADE trägt wächst in Dorsten, sein Partnerbaum mit dem Namen DORSTEN, hat Wurzeln am Schlehenweg geschlagen. Nicht nur das, er trägt in diesem Jahr erstmals Früchte. Und zufällig sind es 11. Noch unreif und in unterschiedlicher Größe. Einige drohen abzufallen, bevor sie reif sind. Kurz: Noch ungenießbar. Noch brauchen sie Zeit und Pflege. Wer nun meint, zwischen den Zeilen zu lesen, dass diese Beschreibung auch auf die unterschiedlich entwickelten Dorstener Stadtteile passt, liegt nicht daneben. Morgen wird der Baum RHADE im Stadtkronepark besucht. Dann wissen wir genauer, wer sich wie entwickelt hat.
Veröffentlicht am 18.06.2022
Stadtteilkonferenzen sind wichtige kommunale Berater, der gewählte Stadtrat entscheidet aber
Die von der Verwaltung geweckten Erwartungen in allen 11 Dorstener Stadtteilen sind hoch. Manchmal zu hoch, beobachtet man die parallel verlaufenen Enttäuschungen der engagierten Bürger. Gewünschte Mitwirkung an kommunalen Prozessen bedeutet nicht auch Entscheidung. Diese liegt ausschließlich beim Stadtrat, der seine Legitimität durch Kommunalwahlen erhält. Das aktuelle Beispiel, die Benennung des Dorstener Bahnhofsplatzes in JOHANNES-RAU-PLATZ zeigt, wie die gutgemeinte Bürger-Umfrage zu Missverständnissen, Enttäuschungen und ungerechtfertigten Schuldzuweisungen führt.
- Erstens: Johannes Rau hat es allemal verdient, so in unserer Stadt gewürdigt zu werden. Er ist ein Vorbild für unsere demokratische Gesellschaft.
- Zweitens: Die Verwaltung wird wiederholt aufgefordert, den Lippestadt-Bürgerforen eindringlich zu vermitteln, wertvolle Berater in Detailfragen zu sein. Entscheidungsvollmacht hat alleine der Stadtrat.
- Drittens: Wenn geweckte Erwartungen enttäuscht werden, wird der Unmut häufig bei ehrenamtlichen Kommunalpolitikern und den sie unterstützenden Parteien abgeladen. Das schwächt unsere Demokratie.
Fazit: Bürgermitwirkung ist in allen Bereichen ein Gewinn. Sie so zu steuern, dass die gesetzlich vorgeschrieben Strukturen der kommunalen Selbstverwaltung keinen Schaden nehmen und bei den engagierten Bürgern kein Frust durch unklare Versprechungen entsteht, ist Aufgabe des Bürgermeisters und der Verwaltung. Hier müssen die Stellschrauben neu justiert werden.
Ein Rhader Zwischenruf
Veröffentlicht am 17.06.2022