Bundespolitik Aktuell: Lars Klingbeil zum SPD-Vorsitzenden nominiert. Als Teil der Doppelspitze mit Saskia Esken.
Veröffentlicht am 08.11.2021
Veröffentlicht am 08.11.2021
Vera Konieczka, langjährige Gleichstellungsbeauftragte im Dorstenber Rathaus blickt zurück und beantwortet Fragen der Rhader SPD (Teil 1)
Frage: Was hat sich in den vielen Jahren auf dem Sektor Gleichberechtigung in unserer Stadt verändert?
Vera Konieczka: Als ich im Oktober 1986 die Stelle als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dorsten antrat, gehörte die Einrichtung einer solchen Stelle noch nicht zu den Pflichtaufgaben der Kommunen. An den Türschildern im Rathaus gab es noch Aufschriften „Fräulein“ und manche unverheiratete Kollegin legte Wert darauf, auch so angesprochen zu werden. In den gewerblich-technischen Berufen ließen sich Frauen wie Stecknadeln im Heuhaufen suchen, es gab keine Frauen bei der Feuerwehr, wenig Frauen in Führungspositionen, kaum Teilzeitmöglichkeiten. Als beste Möglichkeit, Familie und Beruf zu vereinbaren, sahen viele Frauen die Beurlaubung im Anschluss an den zehnmonatigen Erziehungsurlaub. Auch Väter konnten Erziehungsurlaub nehmen – doch die Regelung schien so ungewöhnlich, dass der damalige Technische Dezernent beim ersten Antrag eines Mannes bei mir nachfragte, ob es ein solches Gesetz tatsächlich gebe. Heute gibt es in Dorsten eine Erste Beigeordnete als Vertretung des Bürgermeisters, mehr Frauen in Führungspositionen und männliche Beschäftigte, die die Arbeitszeit reduziert haben, um Familie und Beruf besser unter einen Hut zu bringen. Doch es gibt weiterhin viel zu tun: Denn Frauen verdienen in der Bundesrepublik 18 % weniger als Männer, sie müssen vor der Gewalt ihrer Partner in Frauenhäuser flüchten, sexuelle Belästigung ist ein gesellschaftliches Thema.
Wird fortgesetzt.
Veröffentlicht am 08.11.2021
Freundschaft - mehr als ein Gruß unter Sozialdemokraten
So wie im Bergbau das „Glück auf“ mehr als ein schnell dahingeworfener Gruß ist, bedeutet „Freundschaft“ unter Sozialdemokraten Gruß, Dazugehörigkeit, Respekt und das Schwimmen auf einer gemeinsamen gedanklichen Welle. Freundschaft heißt nicht, immer einer Meinung zu sein. Heißt auch nicht, vorhandene Denkunterschiede unter den Teppich zu kehren. Freundschaft heißt, für das gemeinsame Ziel, Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität immer einzutreten. Gemeinsam und freundschaftlich. Ein hoher Anspruch, der im Alltagsleben auch schon mal auf die Probe gestellt wird. Wer es aber schafft, unterschiedliche Denkansätze in positive Energie zu wandeln, ist auf Dauer erfolgreich. Die SPD hat in den 158 Jahren ihres Bestehens bewiesen, dass Freundschaft, so wie sie es definiert, kein leeres Wort ist. Die aktuell in den Medien-Kommentaren hervorgehobene „Wiederauferstehung“ der Sozialdemokraten ist untrennbar mit dem eigenen Wert FREUNDSCHAFT verbunden. Und zwar auf allen Ebenen der SPD. Die parteipolitischen Konkurrenten, die vor Monaten vor Überheblichkeit kaum richtig des Geradeauslaufens mächtig waren, befinden sich noch im Stadium des Stolperns. Jetzt sind sie dabei von der SPD zu lernen, dass Erfolg immer auch mit Freundschaft zu tun hat.
Veröffentlicht am 07.11.2021
Vera Konieczka hat 35 Jahre Zeichen in der Stadt gesetzt
Nun hat Vera Konieczka nach mehr als 3 Jahrzehnten das Rathaus verlassen. Als erste Gleichstellungsbeauftragte hat sie nicht selten gegen Windmühlenflügel kämpfen müssen, um gehört zu werden und der Gleichberechtigung/Gleichstellung im Rathaus und im öffentlichen Raum zu mehr Geltung zu verhelfen. Die Neubesetzung der Stelle mit Kim Wiesweg, die an dieser Stelle herzlich begrüßt wird, zeigt, dass auch nach dem unermüdlichen Einsatz von Vera Konieczka, noch viel zu tun ist. Wir haben Vera Konieczka 3 Fragen gestellt, deren Antworten wir ab Montag in mehreren Teilen veröffentlichen. Heute wollen wir ihr, die übrigens Mitglied der SPD ist und zeitweise in Rhade wohnte, danken und ihrer Nachfolgerin einen guten Start wünschen. Die drei Fragen an Vera Konieczka lauten:
Veröffentlicht am 06.11.2021
Wer wird die älteste Partei Europas künftig führen? - Dank an NoWaBo
Wenn es im Fußballclub nicht läuft, wird der Trainer entlassen. Wenn eine Partei ins Stolpern gerät, wird das Führungspersonal erst in Frage gestellt, dann ausgetauscht. Das, was die SPD in den letzten Jahren zur Genüge kennengelernt hat, macht die Union zurzeit durch. Ungewöhnlich ist aber, wenn sich ein erfolgreicher Vorsitzender wie Norbert Walter-Borjans, respektvoll NoWaBo genannt, von der Spitze der SPD zurückzieht, weil er sein gestecktes Ziel in nur 2 Jahren erreicht hat. Nämlich, die SPD in ruhiges Fahrwasser zu führen, inhaltlich stabil aufzustellen, einen Verjüngungsprozess an „Haupt und Gliedern“ einzuleiten und aus vielen sehr guten Parteimitgliedern, ein Team zu bilden. Wenn dann noch die wichtigste bundespolitische Wahl mit einem ohne Wenn und Aber unterstützten Kanzlerkandidaten Olaf Scholz gewonnen wird, dann kann diese Bilanz kaum getoppt werden. Seine frühzeitig mitgeteilte Bereitschaft, sich nun freiwillig „ins zweite oder dritte Glied“ zu begeben, verdient Respekt und Dank. Wichtig ist, dass durch seine Entscheidung kein Vakuum „da oben“ entsteht, sondern bereits am kommenden Montag ein Lösungsvorschlag präsentiert werden soll. Wenn die Spatzen, die momentan vom Dach pfeifen, die richtige Melodie getroffen haben, dann soll Lars Klingbeil, bisher Generalsekretär der SPD, die Nachfolge von NoWaBo antreten. Und Manuela Schwesig, erfolgreiche Ministerpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern könnte, so der Chor der Spatzen, ein neues Vorsitzendenduo komplettieren. Ein fließender, Erfolg versprechender Übergang. Die SPD ist kaum wiederzuerkennen. Respekt!
Ein Kommentar aus Rhade
Veröffentlicht am 05.11.2021
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