Das Dilemma der Union
Die Welt dreht sich trotz Corona weiter. Auch die Bundespolitik. Und genau hier befindet sich die Union in einer Spirale, die immer enger wird. „Holt uns hier raus“. Die Rufe an der Basis werden lauter. 3 Kandidaten wollen Nachfolger einer Übergangsvorsitzenden werden, von der wohl nur das Kürzel AKK in Erinnerung bleiben wird. Es ist die gleiche Basis, die Angela Merkel in den „Vorruhestand“ (ab)drängte. Sie darf nun unter Dreien wählen, die im Vergleich zu Olaf Scholz, dem SPD-Kanzlerkandidaten, in der Öffentlichkeit als Leichtgewichte gehandelt werden. Als aussichtsreichster Bewerber galt A. Laschet, der Zögerer. In Umfragen am Ende der Beliebtheitsskala. N. Röttgen, der Forsche, hat zwar aufgeholt, aber keine Chance. Bleibt noch F. Merz, der immer arrogant daherkommende Besserwisser. Der Liebling der Banker und Heuschrecken. Heuschrecken? Es war der frühere SPD-Vorsitzende Franz Müntefering, der mit dieser Metapher anschaulich machte, wie internationale Kapitalgeber kurzfristig als Teilhaber in gesunde Firmen einsteigen, Höchstrenditen abgreifen und wieder aussteigen. Drei Kandidaten, keine guten Aussichten. Die Union ist mitten im Dilemma, das die SPD hinter sich hat. Sie ist inzwischen personell so stabil aufgestellt, dass sie den September 2021 nicht fürchten muss.
Ein Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 22.12.2020
Ist zwar unlogisch und unökonomisch - aber Realität
Mehrfach wurde an dieser Stelle sehr kritisch über das Zukunftsprojekt GLASFASER in Rhade berichtet. Einerseits wurden alle terminlichen Versprechungen der beauftragten Firma Deutsche Glasfaser nicht eingehalten, übrigens sind die Haushalte „Stuvenberg“ trotz anderer Meldungen noch immer nicht „scharf“ angeschlossen, andererseits überraschte die Deutsche Telekom plötzlich mit einer eigenen Verlegungsinitiative im östlichen Bereich Rhades. Konkret wurden hier die Straßen und Wege innerhalb kürzester Zeit 2 Mal hintereinander aufgegraben und provisorisch verschlossen. Die Frage nach der Logik und der Wirtschaftlichkeit wurde mehrfach gestellt. Die Stadt verweist darauf, weder Auftraggeber zu sein, noch die Maßnahmen verhindern zu können. Ob durch eine bessere Abstimmung zwischen Kreis RE und Stadt Dorsten diese Doppelinvestition hätte vermieden werden können, darf gerne später hinterfragt werden. Rhade ist jetzt mit Glasfaser absolut überversorgt und hat somit ein Alleinstellungsmerkmal in der Lippestadt. Ob es sich als Erfolgsmeldung eignet? Da bleiben Zweifel.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 21.12.2020
Können das dann noch Partner für Deutschland sein? - Sonntagsgedanken aus Rhade
Demokratie wird in der Welt völlig unterschiedlich buchstabiert. Jedes Land hat da so seine eigenen Vorstellungen. Legt man unsere Maßstäbe an, bleibt nur bittere Enttäuschung beim Blick übern Zaun, sprich Grenze. Wenn es nur Enttäuschung wäre. Entsetzen macht sich breit, hört man z. B. den Kremlchef über den versuchten Mord an einem Regimekritiker auf der letzten Pressekonferenz: „Wir haben nichts damit zu tun. Wir wären erfolgreich gewesen.“ Blicken wir in die Türkei. Dort lässt der selbsternannte Sultan Menschen jahrelang ohne Gerichtsverfahren einsperren. China: Gibt es dort sogenannte Umerziehungslager für Millionen Regimkritiker? Obwohl Fotos das belegen, lächelt der auf Lebenszeit „gewählte“ Präsident alles weg. 3 Beispiele von vielen. Unerwähnt bleiben in diesen Sonntagsgedanken Brasilien, Venezuela, Syrien, Iran, Myanmar, Saudi-Arabien, nicht wenige afrikanische Länder und noch viele mehr. Es reicht. Alles Demokratien mit eigener Definition. Und unsere Handelspartner. Von Russland kaufen wir Gas, die Türkei erhält Waffen, In China bestellen wir Elektronik. Unser Wohlstand hängt maßgeblich von dem grenzüberschreitenden Handel ab. Wir brauchen diese Partnerschaften, um unser Bruttosozialprodukt zu mehren. Unsere Klage über Machtmissbrauch der genannten Handelspartnern passt gut in Sonntagsgedanken und Sonntagsreden, aber nicht in Handelsabkommen. Bittere Realität.
Veröffentlicht am 20.12.2020
Landespolitiker sollten „dem Volk besser aufs Maul schauen“
(Grund)Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Es vor Verschmutzung zu schützen, gehört zu unseren wichtigsten Aufgaben. Das war der Grund, flächendeckend in NRW eine Dichtigkeitsprüfung aller privaten Abwasserleitungen anzuordnen. Was im Moment logisch klingt, wurde aber von Bürgern kritisch hinterfragt. Anstatt genau hinzuhören, wurde vom Land „durchgezogen“. Das rächte sich bitter. Die aus dem Boden schießenden Bürgerinitiativen, darunter „Alles dicht“ in unserer Stadt, stellten Fragen, bewiesen Sachkenntnis und forderten, den kostenträchtigen privaten Aufwand sofort einzustellen. Die Begründung: Es ist nicht zu erkennen, dass mit dieser pauschalen Anordnung etwas erreicht werden könne. Außer, dass ein gewaltiges Beschäftigungsprogramm für „Dichtigkeitsprüfer“ in Gang gesetzt werde. Die Rhader SPD unterstützte die Argumente der BI und hat am 15. Januar 2014(!) auf dieser Internetseite so kommentiert:
Kleiner Kommentar am Rande: (bitte mehr anklicken)
Veröffentlicht am 19.12.2020
Veröffentlicht am 18.12.2020