Gute Seiten – schlechte Seiten
Rhade, seit 1975 ein Teil Dorstens, ist eine Insel im Grünen. Andere sprechen sogar von einem einzigartigen Juwel in Dorstens Krone. Genug der Superlative. Tatsächlich hat Rhade mustergültige Seiten. Neben der Lage ist es sicherlich die Verkehrsanbindung und die gute Nahversorgung durch mehrere Discounter. Auch einzelne Wohnsiedlungen in unserem Ort verdienen positiv gewürdigt zu werden. Das Gute darf aber nicht den Blick verstellen, um das Verbesserungswürdige zu erkennen. Die Rhader Sozialdemokraten werden nicht müde, stolz auf Rhade zu sein, andererseits aber auch Fehlentwicklungen aufzuzeigen. Heute nehmen wir die Radwege entlang der Lembecker- und Erler Straße kritisch ins Visier. Der bauliche Zustand ist in Teilbereichen erbärmlich. Noch schlimmer ist, dass sie wohl planlos angelegt wurden. So muss ein Radler von West noch Ost oder umgekehrt, auf den 3 Kilometern durch Rhade, 3 Mal die Fahrbahn, sprich den Autobahnzubringer queren. Kurz: Diese Radwege sind nicht verkehrssicher. Sie wirken so, als ob sie als „Abfallprodukt“ beim Straßenbau angefallen wären. Heute wissen wir, dass dem Radverkehr im Nahbereich eine große Bedeutung zukommt. Die Rhader SPD fordert dringend, den örtlichen Radverkehr von der schlechten Bilanzseite auf die gute umzuschichten. Eine Forderung, der sich auch die Konkurrenten der Rhader Sozialdemokraten vor der Kommunalwahl mal stellen sollten.
Ein SPD-Zwischenruf zur Kommunalwahl am 13. September
Veröffentlicht am 27.08.2020
Rhader Sozialdemokraten setzen auf eigene Stadtteilzeitungen
Alle Parteien, die zur Kommunalwahl am 13. September in Dorsten antreten, haben das gleiche Problem. Das direkte Gespräch mit dem Bürger ist momentan fast unmöglich. Corona zwingt zur Kreativität. Die Rhader Sozialdemokraten sind da seit Jahren bestens aufgestellt. Aktuell haben sie eine neue Ausgabe ihrer Stadtteilzeitung produziert und an alle Haushalte verteilt. „So erreichen wir alle Wahlberechtigten mit wichtigen und interessanten Informationen“, so Christoph Kopp, Vorsitzender der SPD im nördlichen Dorsten. Klar, dass bei der Zeitung die bevorstehende Wahl im Mittelpunkt steht. Klar auch, dass die Rhader Sozis hier ihr „Licht nicht unter den Scheffel stellen“. Klar aber auch, dass die Zeitung mehr ist als plumpe Wahlwerbung. Sie zeigt beispielhaft,dass es für Rhades Zukunft klare Vorstellungen und auch Pläne gibt. „Rhade ist liebens- und lebenswert - vor offenen Wunden aber nicht die Augen verschließen“ heißt es auffordernd im letzten Artikel der 4-seitigen Zeitung. „Eine 2. Ausgabe ist bereits in Planung und wird Anfang September mit weiteren informativen Artikeln Werbung in eigener Sache machen“, so die Vorabinformation gegenüber der Öffentlichkeit. Die Rhader SPD, die in den letzten Jahren über 100 Stadtteilzeitungen produziert und verteilt hat, genießt im weiten Umkreis damit ein Alleinstellungsmerkmal. Und ihre Internetseite www.spd-rhade.de hält jeden Vergleich mit konkurrierenden parteipolitischen Netzaktivitäten spielend stand. Sie wird seit Jahren täglich aktualisiert. Egal ob es um kommunal-, landes oder bundespolitische Sachverhalte geht, um Freizeit- und Buchtipps, die Internetseite hat einen festen und wachsenden Leserstamm auch über die Parteigrenzen hinweg.
Veröffentlicht am 26.08.2020
Svenja Schulze (SPD): „Wir brauchen eine nationale Wasserstrategie“
Deutschland ist ein wasserreiches Land. Trotzdem wird unser (Grund)Wasser knapp. Das was von oben fällt, kommt unten nicht an. Jahrzehntelang wurden Moore entwässert, Bäche begradigt und Flüsse eingedeicht. Die Folge: Das Regenwasser fließt viel zu schnell ab, um im Boden versickern zu können. Der Grundwasserspiegel sinkt, die Landschaft darüber verändert sich. Erkenntnisse, die nicht neu sind aber viel zu lange verdrängt wurden. Jetzt hat die sozialdemokratische Umweltministerin Svenja Schulze angekündigt, im kommenden Jahr eine nationale Wasserstrategie vorzustellen, um eine gerechte Wasserverteilung in unserem Land zu gewährleisten. "Die höchste Priorität hat die Versorgung der Menschen mit Wasser zum Trinken, Kochen und Waschen", sagte Schulze. "Das ist ein Menschenrecht". Im Umkehrschluss heißt das dann auch, dass Landwirte ihre Felder nicht mehr in dem Maße wie bisher wässern können, Kleingärtner auf das Sprengen ihres Rasens verzichten müssen. Der Klimawandel, vom Menschen herbeigeführt, kann nur durch eigenes Handeln „im Zaum gehalten“ werden. Die SPD-Ministerin hat Unterstützung für ihr Vorhaben verdient. Der Gegenwind wird nicht ausbleiben.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 25.08.2020
Die Kommunalwahl kommt zur Unzeit – Corona zwingt zur Improvisation
Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit. So steht es im Artikel 21 unseres Grundgesetzes. Auch wenn heute den Parteien nicht gerade Euphorie entgegengebracht wird, sind sie unverzichtbar. Im Gegensatz zu Bürgerinitiativen, die in der Regel nur für ein Anliegen „auf die Straße gehen“ und sich dann wieder auflösen, kümmern sich gute und demokratische Parteien um alles was in der Kommune zu tun ist. Und sie kontrollieren auch, ob die Verwaltung das umsetzt, was beschlossen wurde. Jetzt kommt die Rhader SPD ins Spiel. Sie hat seit 50 Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass eine Partei Vorurteile der Wähler abbauen und kreativ, seriös und verantwortungsvoll aktive Bürgerarbeit leisten kann. Sie kann also mit gutem Gewissen für sich werben. Leider hat die Corona-Pandemie alle bürgernah geplanten Wahlkampagnen-Initiativen ausgebremst. In Rhade zeigen u. a. selbst gestaltete Plakate, dass die Rhader Sozialdemokraten sich dennoch selbstbewusst zur Wahl stellen. Sie setzen darauf, dass die Rhaderinnen und Rhader am 13. September nicht vergessen haben, wer sich kontinuierlich für ihre Belange eingesetzt hat.
Eine Wahlwerbung der Rhader SPD
Veröffentlicht am 24.08.2020
Über Politiker, die Machtmissbrauch zum Programm erhoben haben und die deutsche Alternative
Putin und Lukaschenko sind ziemlich beste Freunde. Beide sind nicht zimperlich, Bürger mit eigener Meinung (mund)tot zu machen. Trump und Bolsonaro sind auch ziemlich beste Freunde. Beide sind nicht zurückhaltend, Andersdenkende zu beleidigen, herabzusetzen und die eigene Verfassung zu beugen. Chinas Präsident und der von Nordkorea sind sowieso beste Freunde. Beide zerschlagen im wahrsten Sinne des Wortes alle Oppositionellen in ihren Ländern. Ziemlich beste Freunde dieser Art gibt es auch in Afrika und Arabien. Sogar im Europa der EU. Aber es gibt auch Politiker und Politikerinnen, die sich ausgesprochen positiv von diesen Typen abheben. Sie respektieren Andersdenkende, sie übernehmen gute Ideen vom politischen Konkurrenten, sie zeigen wie Demokratie funktioniert. Sie sind so zum Vorbild für viele Menschen geworden, die sich noch von ihren Despoten befreien müssen. Eine Politikerin, die seit Jahren unaufgeregt und mit ruhiger Hand regiert, heißt Angela Merkel. Dass ihr dabei die Sozialdemokraten wesentlich geholfen haben, soll nicht einschränkend gewertet werden. Im Gegenteil. Der Union dämmert, dass da etwas verloren geht, was international höchste Anerkennung genießt. Vielleicht ist es ungewöhnlich auf einer SPD-Internetseite eine parteipolitische Konkurrentin zu loben. Vielleicht ist es aber einfach nur souverän und aufrichtig.
Sonntagsgedanken aus Rhade
Veröffentlicht am 23.08.2020