Arbeitskreis Bürgerforum Rhade pflanzt 4 Bäume
Die Idee, Rhade attraktiver zu gestalten, nimmt weiter Formen an. Nicht wenige Radler, die die südlich gelegenen Rhader Wiesen queren, haben die neue Schutzhütte schon angenommen. Sie ist Teil einer Radspange, die 2 überregionale Radwege, nämlich die 100-Schlösser-Route im Norden und die Römer-Lippe-Route im Süden, miteinander verbindet. Jetzt wurden in direkter Nachbarschaft der „Rhader Radlerraststätte“ 4 Bäume als Ausgleich für die in Anspruch genommene Bodenfläche gepflanzt. Dazu trafen sich die Mitglieder des agilen Arbeitskreises, um mit Unterstützung der Stadt Dorsten (Hans Rommeswinkel), die Vorgaben des Landschaftsschutzes zu erfüllen. 4 Obstbäume können nun Wurzeln schlagen und in den nächsten Jahren die Radwanderer mit Äpfel und Birnen erfrischen. „Passt“, so der kurze Kommentar nach der Pflanzaktion beim Betrachten des Geschafften. Und während die neuen Bäume gewässert wurden, konnten sich die ehrenamtlichen Arbeitskreismitglieder ebenfalls mit warmen und kühlen Getränken stärken. Nach der Routenfestlegung des neuen Radweges, der ausschließlich über (fast) verkehrsfreie und vorhandene Wege führt, und der fertig gestellten Schutzhütte, folgt nun die Ausschilderung in den nächsten Monaten. „Dann“, so der Sprecher des Rhader Teams, Burkhard Averkamp, „werden Radwanderer nicht nur zielgerichtet von A nach B geführt, sondern erfahren auch das Wichtigste über Rhade und Umgebung“. Ein Ansatz, um auch zur längeren Pause in unserem Ort zu motivieren und zur Wirtschaftsförderung beizutragen.
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Dazu ein Gedicht von Max Brewer (Deutscher Schriftsteller)
Pflanze einen Baum
Und kannst du auch nicht ahnen,
Wer einst in seinem Schatten tanzt,
Bedenke Mensch:
Es haben deine Ahnen,
Eh' sie dich kannten,
Auch für dich gepflanzt!
Veröffentlicht am 03.12.2018
Sonntagsgedanken aus Rhade
- Ukraine/Russland: Nur ein Funke fehlt noch, um es explodieren zu lassen. Diplomatie ist alternativlos.
- USA: General Motors muss Personal entlassen. Trump schlägt vor, ein Auto zu bauen, das sich verkaufen lässt. Der Präsident ist schlicht gestrickt, lügt ständig, bricht Verträge – und wird wiedergewählt?
- Leverkusen: Bayer hat seine Produktionspalette um GIFT erweitert. Endlich Weltmarktführer! Den Preis, sprich die Zeche, zahlen die Mitarbeiter. Eine große Entlassungswelle droht.
- Frankfurt: Wieder die Deutsche Bank. Selbst Strafzahlungen in Milliardenhöhe (!) scheinen kein Rechtsbewusstsein herzustellen. Wenn Geldstrafen absolut nicht helfen, dann sind vielleicht empfindliche Haftstrafen eine wirksame Abschreckung.
- Dorsten: „Dä Prinz kütt“. Das war einmal. Die Lippestadtnarren finden kein Prinzenpaar für die neue Session. Schluss mit lustig – auch hier.
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Veröffentlicht am 02.12.2018
16 Bundesländer – 16 Schulmodelle
Mehrfach wurde an dieser Stelle die in der Überschrift genannte Frage gestellt. Und immer ging es dabei um die Schulpolitik, die von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist. Hinzu kommt, dass sie (fast) nach jeder Landtagswahl, nicht selten aus ideologischen Gründen, verändert wird. Leidtragende sind immer Schüler, Eltern und Lehrer, nie Politiker. Außer, sie werden wegen ihrer in dieser Frage nicht selten erkennbaren Scheuklappen abgewählt. So langsam aber sicher dämmert auch dem engstirnigsten Parteipolitiker, dass zumindest in der Schul- und Bildungspolitik alte Zöpfe abgeschnitten werden müssen. Damit der Bund den Ländern dringend benötigte Finanzmittel für eine flächendeckend erforderliche Bildungsoffensive überweisen darf, muss das Grundgesetz geändert werden. Und tatsächlich, das ist vorgestern im Bundestag durch die Unterstützung von FDP und Grünen mit 2/3-Mehrheit geschehen. Jetzt muss der Bundesrat noch zustimmen. Und genau hier droht wieder Ungemach. In Baden-Württemberg ist nämlich der grüne Ministerpräsident ein erklärter Gegner jeglicher Einschränkung des Föderalismus. Wir werden sehen, ob der „Fortschritt eine Schnecke“ ist, wie es Günter Grass in einem Buch geschrieben hat, oder ob unser Land in der Bildungspolitik weiter mit „Kirchturmpolitik“ von gestern auf der Stelle tritt.
Nachsatz: Noch immer ringen 16 Innenminister darum, ob nicht einheitliche IT-Systeme angeschafft werden müssten, um alle Polizeidienststellen in Deutschland in die Lage zu versetzen, in Echtzeit Informationen aus den 16 Bundesländern zugänglich zu machen. Auch die Polizei ist Ländersache. Ist der Föderalismus noch zeitgemäß?
Eigener Beitrag
Veröffentlicht am 01.12.2018
Anspruch und Wirklichkeit klaffen aber noch weit auseinander – Wann kommt der Fahrradbeauftragte?
Das Fahrrad ist ein Verkehrsmittel der Zukunft. Es stinkt nicht und stärkt die Gesundheit. Wer will, dass sich die Anzahl der Radler in unserer Stadt deutlich erhöht, muss mehr tun. Sichere Fahrradwege und eine klare Beschilderung sind Grundvoraussetzungen. Betrachten wir unseren Stadtteil Rhade. Das Straßendorf ist 3 Kilometer lang. Entlang der Hauptverkehrsachse Lembecker- und Erler Straße sind Radwege angelegt. Neben einem teils katastrophalen Belag, fällt die unlogische Führung auf. Wer zum Beispiel vom Ortseingang West zum Ortsausgang Ost den Radweg vorschriftsmäßig befahren will, muss die verkehrsreiche Kreisstraße drei Mal queren. Es ist also noch viel zu tun, bis der beeindruckende Titel „Fahrradfreundliche Stadt Dorsten“ auch in Rhade angekommen ist. Ein Arbeitskreis des Bürgerforums, der sich mit der Verbesserung der Verkehrssituation seit längerer Zeit beschäftigt, hat der Stadt beste Vorschläge unterbreitet. Die Rhader SPD, die mit ihrer Forderung, einen Fahrradbeauftragten für Dorsten zu benennen, ebenfalls „am Thema“ ist, zeigt sich ernüchtert über die langsame Umsetzung vieler guter Ideen. „Aber aufgeben gehört nicht zu unserem Anspruch, unseren Lebensmittelpunkt attraktiver zu gestalten“, so ein Rhader SPD-Mitglied auf Nachfrage.
Veröffentlicht am 30.11.2018
Taschenspielertrick oder Lösung? - 2019 wissen wir mehr
Dorsten geht am Stock. Die Schulden sind zu hoch, die Einnahmen zu gering. Sparen bis es kracht. Das war bisher die einzige Lösung, um wieder einen eigenen Handlungsspielraum zu erzielen. Das Spardiktat wurde von der Bezirksregierung vorgeschrieben und vom Stadtrat beschlossen. Seit 2012 wird der sogenannte Haushaltssanierungsplan konsequent umgesetzt. Er hat noch eine Laufzeit bis zum Jahr 2021. Nun gibt es Überlegungen im Landtag, den überschuldeten Kommunen zu ermöglichen, einen Teil der eingegangenen Verbindlichkeiten auszulagern. Damit würde auf einen Schlag eine positive Bilanz die finanziellen Spielräume der 396 NRW-Kommunen, die betroffen sind, erhöhen. „Badbank“, so die englische Bezeichnung für eine „Abwicklungsanstalt“, die die Schulden übernimmt und in eigener Regie abwickelt. Bereits 2007 wurden so nicht wenige Banken vor dem drohenden Kollaps bewahrt. Auch wenn der NRW-Landtag jetzt parteiübergreifend über eine Badbank für Dorsten und Co. nachdenkt, wird es keine kurzfristige Lösung geben. Und noch etwas: Die Schulden verschwinden nicht einfach, sondern müssen nach und nach zurückgezahlt werden. „Der Steuerzahler wird’s schon richten“, könnte sarkastisch angefügt werden.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 29.11.2018