Aufrüttelnder Brandbrief der SPD-Fraktionsvorsitzenden aus Dorsten und dem Ruhrgebiet an Land und Bund
Es ist ein beeindruckender Hilferuf, den sozialdemokratische Kommunalpolitiker gemeinsam an die Finanzminister in Nordrhein-Westfalen und den Bund verfasst haben. Den Fraktionsvorsitzenden aus 36 Ruhrgebietsstädten, darunter Dirk Groß aus der Lippestadt, steht das Wasser bis zum Hals. Alle eint die Sorge, wegen zu geringer Finanzzuweisungen die Aufgaben vor Ort nicht mehr stemmen zu können und immer tiefer in den Schuldenstrudel zu geraten. Ein Problem, das sich direkt im Portemonnaie der Bürger bemerkbar machen wird. Wenn sich beispielsweise die Grundsteuer wie angedacht erhöht, und freiwillige Leistungen gestrichen werden, dann ist gravierender Attraktivitätsverlust die Folge. Dirk Groß: „Die Kommunen sind der zentrale Ort öffentlicher Investitionen. Deshalb erwarten wir vom Land Nordrhein-Westfalen, mindestens 80 Prozent der ihm aus dem Sondervermögen zufließenden Mittel an die kommunale Ebene weiterzugeben. Die Mittel müssen schnell, verlässlich und möglichst pauschal zur Verfügung stehen. Der enorme Investitions- und Sanierungsstau vor Ort lässt sich nicht mit immer neuen komplizierten Förderprogrammen bewältigen. Wir stehen für einen starken Sozialstaat, der Menschen zuverlässig unterstützt, die auf Hilfe angewiesen sind. Gleichzeitig müssen Doppelstrukturen, Fehlanreize und missbräuchliche Inanspruchnahme konsequent reduziert werden.“
Eigener Bericht auf Grundlage der Pressemitteilung der Dorstener SPD-Ratsfraktion. Wird morgen mit Auszügen aus dem Original-Brandbrief aller 36 Fraktionsvorsitzenden an Land- und Bundesfinanzminister fortgesetzt.
Veröffentlicht am 02.11.2026
Ein Kinofilm zwischen großer Ernsthaftigkeit und amüsanten Phasen. Am Ende erfasst den Kinobesucher eine tiefe Nachdenklichkeit. Der Inhalt: Eine inzwischen allein lebende ältere Frau versucht in einem viel zu großen Haus mit ihrer Einsamkeit fertig zu werden. Selbstbewusst, aber unzufrieden. Erwachsene Tochter mit Enkelkind sind zwar in der Nähe, versuchen aber ihr eigenes Leben zu leben. Dann ein häuslicher Unfall, und Frau Winkler wird zum Pflegefall. Deutlich wird nun die völlige Überforderung der Tochter. Ein Pflegedienst übernimmt. Bis hierhin zeigt der Film den bitteren Alltag vieler betroffener Familien in Deutschland. Nun die Überraschung, vom Kinobesucher als skurrile Wendung wahrgenommen: Der Pfleger ist ein mit KI gefütterter und sprechender Roboter. Frau Winkler ist entsetzt, will keine Maschine. Aus der verständlichen Ablehnung und ihrem Kampf gegen Tochter und Pflegedienst wächst langsam die Erkenntnis, ohne fremde Hilfe nicht mehr in den eigenen vier Wänden leben zu können. Sie arrangiert sich notgedrungen mit dem Roboter, gibt ihm einen Namen, lässt sich helfen und unterhalten. Plötzlich kann sie wieder lachen und kämpft sich mit Pawlowitsch, so nennt sie ihren Pfleger, ins Leben zurück. Klappe. Das Ende wird nicht verraten. Klar wird, dass „Pawlowitsch und Co.“ keine Fata Morgana ist, sondern wachsende Realität in unserem Leben. Ein Film mit grandiosen Schauspielern. Sehr sehenswert.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 01.11.2026
„Ich schwöre, dass ich nach bestem Wissen die reine Wahrheit gesagt und nichts verschwiegen habe." Was vor Gericht gilt, muss auch in der Politik gelten. Der Volksmund ergänzt: „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht …“. Wahrheit hat also etwas mit Vertrauen zu tun. Wer aber heute die Nachrichtenlage versucht zu bewerten, muss fast gegenüber jeder Meldung skeptisch sein. In der Folge geben sich Skepsis, Verunsicherung und Abwendung vom politischen Geschehen die Hand. Die Demokratie wackelt. Bleiben wir bei der Wahrheit und stützen so unsere Grundwerte. Alle Artikel auf dieser besonderen Internetseite mit dem Namen SPD SOZIAL sind handgeschrieben und frei von KI. Jeder Text wird entweder als persönliche Meinung oder als Meldung mit Quellenangabe versehen. Seit 15 Jahren eine Erfolgsgeschichte. Erich Fromm (Psychoanalytiker, Philosoph, Sozialpsychologe - 1900 bis 1980) definiert den Begriff WAHRHEIT, an dem wir uns hier uneingeschränkt orientieren, so: „Ich glaube, dass die Erkenntnis der Wahrheit nicht in erster Linie eine Sache der Intelligenz, sondern des Charakters ist“. Diese Weisheit, eigentlich eine Selbstverständlichkeit unter aufrechten Demokraten, wird uns im November in der rechten Spalte begleiten. Herzlichen Dank an alle Leser verbunden mit der Bitte: „Empfehlen Sie uns weiter“.
Veröffentlicht am 31.10.2026
Heute: Christlich Demokratische Union Deutschlands - CDU
Viele Jahrzehnte haben Christdemokraten das Führungspersonal im Kanzleramt gestellt. Aktuell sind sie mit Bundeskanzler Friedrich Merz „ganz oben“. Was „gestern“ noch stabil galt, bröckelt „heute“ und kann „morgen“ schon zum Alteisen gehören. Der Zerfall der demokratischen Stabilitätsanker hat auch die CDU erreicht. Sinkende Zustimmung setzt dem Führungspersonal erheblich zu, schlechte Wahlergebnisse schwächen die Partei erheblich. Für unsere Demokratie wäre mehr Stabilität ein Gewinn.
Blick nach Dorsten: Hier ist die CDU dominierend. Sie stellt nicht nur den Bürgermeister, sondern auch die absolute Mehrheit im Stadtrat. Die Parteibasis hat an Präsenz erheblich eingebüßt, kann sich aber hinter dem omnipräsenten Bürgermeister noch gut verstecken.
Blick nach Düsseldorf zur Landes-CDU: Als NRW-Wahlsieger regiert sie in einer Koalition mit Grünen. Geräuschlos und lange mit Sympathiebonus unterwegs. Die Opposition hat es schwer, gehört zu werden. Aktuell brechen auch auf Landesebene die Umfragewerte der CDU ein. Die nächste Wahl findet in 6 Monaten statt.
Blick nach Berlin zur Bundes-CDU: Der Parteivorsitzende und Bundeskanzler Friedrich Merz wird in den eigenen Reihen infrage gestellt. Der Glaube, dass ein Personalwechsel „da oben“ die heile Welt von gestern zurückbringt, ist ein Irrglaube. Verlorenes Vertrauen ist in erster Linie durch gerechte Politik zurückzugewinnen. Die CDU muss dazulernen, will sie weiter ganz oben „mitspielen“.
Ein Rhader Versuch, die demokratischen Parteien zu verstehen. Wird in Kürze mit Teil 3 und den Grünen fortgesetzt.
Veröffentlicht am 30.10.2026
Bezahlbares Wohnen steht im Mittelpunkt - Dorstener Wohnungsgesellschaft stellt sich vor
Am heutigen Donnerstag, 29. Oktober, wollen die Sozialdemokraten aus Barkenberg, Wulfen, Lembeck, Rhade und Deuten, die sich zum SPD-Ortsverein Nord zusammengeschlossen haben, über die Lage auf dem Wohnungsmarkt diskutieren. Fragen wie: Was heißt bezahlbares Wohnen? Wie positioniert und präsentiert sich die Dorstener Wohnungsgesellschaft (DWG)?, werden im Mittelpunkt der Versammlung im Gemeinschaftshaus Wulfen stehen. Als Gast wird Oliver Göttlich, Geschäftsführer der DWG über den örtlichen Wohnungsmarkt berichten und Projekte der DWG vorstellen. Die Versammlung beginnt um 18 Uhr. Interessenten sind willkommen.
Veröffentlicht am 29.10.2026