Bestätigung durch die Hintertür
Als am 9. Januar auf dieser Internetseite aufgezeigt wurde, dass die Pressemeldung über den Fortbestand der Kardiologie und anderer Fachabteilungen nicht ganz den Tatsachen entspricht, gab es Nachfragen aus dem kommunalpolitischen Raum. Wer aber die Verlautbarungen des Krankenhausbetreibers KERN genau gelesen hat, konnte bereits erkennen, dass mit wortreichen Umschreibungen die Sparmaßnahme am Dorstener St. Elisabeth-Krankenhaus nur durch den Krankenhausverbund mit anderen Standorten, u. a. Marl, ausgeglichen werden kann. Also ein Verlust wichtiger örtlicher Fachabteilungen beschlossen wurde. Es ist der Rhader Allgemeinmediziner Dr. Friedrich-Carl Heine, der nun in einer persönlichen, von der Dorstener Zeitung veröffentlichten Stellungnahme, genau auf diesen Sachverhalt hinwies. Dieser wurde auf Nachfrage der Zeitungsredaktion dann auch vollumfänglich bestätigt. Festzuhalten ist, dass die medizinische kardiologische Notfallversorgung in Dorsten zwar eingeschränkt gewährleistet ist, aber mit den „Rettungs-Erfolgsmeldungen“, u. a. aus dem Rathaus, nicht 1:1 in Übereinstimmung zu bringen sind. Fazit: Die explodierenden Kosten des Gesundheitssektors werden zu weiteren Einschränkungen der ortsnahen Versorgung im Krankheitsfall führen, sind sich nicht nur Finanzexperten in der Politik sicher. Es ist an der Zeit, dass absolute Offenheit über die Lage des Gesundheitswesens die Oberhand öffentlicher Verlautbarungen gewinnt, anstatt mit Beschwichtigungen zu operieren.
Rhader Nachdenkzeilen
Veröffentlicht am 23.01.2026
Vor einem Jahr starb der langjährige Vorsitzende der Rhader und Dorstener SPD. Die Lücke, die er hinterlassen hat, ist allen Sozialdemokraten gegenwärtig. Im Nachruf, der im Namen der Rhader und Dorstener Freunde der Sozialdemokratie veröffentlicht wurde, heißt es dazu passend nach Bertold Brecht:
„Die Schwachen kämpfen nicht. Die Stärkeren kämpfen vielleicht eine Stunde lang. Die noch stärker sind, kämpfen viele Jahre. Aber die Stärksten kämpfen ihr Leben lang. Diese sind unentbehrlich.“
Hans Willy Niemeyer hat sich ein Leben lang für soziale Gerechtigkeit eingesetzt. Ein Vorbild für die SPD und unsere gesamte Gesellschaft. Unser Versprechen lautet: Wir werden uns im Sinne von Hans-Willy Niemeyer weiter engagieren.
Veröffentlicht am 22.01.2026
Gerecht geht anders - sagt OXFAM - und belegt das mit erstaunlichen Zahlen
Die besten Steuerzahler für den Staat sind die abhängig Beschäftigten. Sie erhalten ihren Lohn bereits bereinigt von der staatlich festgesetzten Steuerquote in jedem Monat netto. Die Steuerpflicht gilt aber für alle Einnahmen, unabhängig ob sie zum Beispiel aus Unternehmensgewinnen, Erbschaften oder Finanztransaktionen abgeleitet werden. Hier ist die Steuerbehörde aber auf die Mitwirkung und Ehrlichkeit der Steuerpflichtigen angewiesen. Einzelne Stichproben zeigen immer wieder, dass die Kontrollen ausgeweitet werden müssten, um den Begriff der Steuergerechtigkeit auch nur annähernd zu erreichen. Wenn nun die angesehene, seriöse Entwicklungsorganisation OXFAM aufzeigt, wie das Vermögen der Superreichen weiter ungebremst wächst, muss auch die Frage nach der Abgabengerechtigkeit offen hinterfragt werden. Hierzu die Zahlen:
- 3000 Milliardäre weltweit verfügen über ein Vermögen von 18,3 Billionen US-Dollar (15,75 Billionen Euro)
- Seit 2020 wurden sie, inflationsbereinigt, um 80% (!) reicher
- Gleichzeitig lebt die Hälfte der Menschheit in Armut
- Im letzten Jahr ist das Vermögen der Milliardäre um rund 16% gewachsen
Wenn die SPD nur die Begriffe Vermögenssteuer und Erbschaftssteuer erwähnt, schaffen es die Superreichen umgehend, die Meinungshoheit mit dem Argument Neiddebatte in der öffentlichen Wahrnehmung zu beherrschen. Und schon bleibt alles wie es ist. Gerecht geht anders.
Eigener Bericht auf Grundlage des DZ-Berichts „Milliardäre werden noch reicher“ am 19.01.2026
Veröffentlicht am 21.01.2026
SPD-Fraktion mit klaren Vorstellungen
Die schwarze Null wurde einst vom Christdemokraten Schäuble wie eine Heilige verehrt. Sparen um jeden Preis. Schulden wurden verteufelt. Forderungen der SPD, Kredite auch als Zukunftsinvestitionen anzusehen, wurden von der Union, besonders radikal flankiert von Lindners FDP, als sozialistische Träumerei abgelehnt. Nun, da die negativen Auswirkungen nicht mehr zu übersehen und überall spürbar sind, haben die letzten Bundesregierungen in Berlin den Schalter umgelegt und eine neue Wortschöpfung aus dem Hut gezaubert. Jetzt sprechen wir von Sondervermögen. Übrigens das Unwort des Jahres 2025. Wichtiger aber ist, dass diese Investitionen helfen werden, den andauernden Stillstand des Landes zu überwinden. Und nun sind wir in der Lippestadt angekommen. Der aktuell diskutierte Haushaltsentwurf 2026 enthält noch keine Positionen, die mit den erwarteten Sondermitteln in Angriff genommen werden sollen. Dirk Groß, Sprecher der SPD-Fraktion: „Wir werden aber ab sofort in jeder Fachausschusssitzung nachfragen und unsere Leitgedanken, u. a. zu sanierungsbedürftigen Schulen, dem KITA- und OGS-Ausbau sowie zukunftsfähigen Sportstätten vortragen. Die genannten Punkte haben Vorrang vor einem Rathausanbau und hohen Straßenbaustandards.“ Klar erkennbar ist, dass so die Dorstener Sozialdemokraten weiterhin Bildung als kommunales Schwerpunktthema ansehen. Das müsste im Stadtrat eigentlich mehrheitsfähig sein, mutmaßt ein Kenner der Dorstener Kommunalpolitik.
Gedanken zur Dorstener Haushaltslage
Veröffentlicht am 20.01.2026
Fragen über den Gesundheitszustand des US-Präsidenten werden lauter
Die Nachricht ist echt, bestätigen Mitarbeiter des norwegischen Ministerpräsidenten, die er von Trump erhalten hat. Danach schreibt der amerikanische Präsident: „Angesichts der Tatsache, dass ihr Land entschieden hat, mir für die Beendigung von 8 Kriegen und mehr nicht den Friedensnobelpreis zu geben, fühle ich mich nicht mehr verpflichtet, nur noch an Frieden zu denken.“ Die Antwort des norwegischen Ministerpräsidenten lautet: „Ich habe deutlich erklärt, auch an Präsident Trump, was weiterhin bekannt ist: Der Preis wird vom unabhängigen Nobelpreiskomitee vergeben.“
Quelle: Auszüge aus ZDF-Online heute, 19. Januar 2026, Überschriften: SPD SOZIAL
Veröffentlicht am 19.01.2026