Lars Kliongbeil, SPD-Pressebild - Bundestagsfraktion Bundespolitik Der SPD-Parteivorsitzende zeigt Standfestigkeit

Lars Klingbeil überzeugt im Interview mit den Ruhr Nachrichten

Kritischen Fragen weicht er nicht aus. Lars Klingbeil verteidigt kämpferisch den eingeschlagenen Kurs der SPD. Und an dessen Anfang steht die Verantwortung für unseren Staat. Hier sind es in erster Linie Wachstum, das es zu generieren gilt, sichere Zukunftsarbeitsplätze, stabile soziale Sicherungssysteme und die Stärkung unserer Demokratie. Innerparteilichen Gedankenspielen in die Opposition zu wechseln, erteilt er eine klare Absage. Auch bei anderen Fragen wackelt er nicht. Das Amt als Parteivorsitzenden stehe nicht zur Disposition, aufgekommenen Personaldebatten erteilt er eine unmissverständliche Absage. „Die SPD ist immer dann stark, wenn sie sich auf die Probleme der Menschen … konzentriert und sich nicht um sich selbst dreht“, so der SPD-Vorsitzende. Und die Koalition mit der Union sei auf dem richtigen Weg, den Reformstau des Staates abzubauen. „Ich weiß wofür ich kämpfe, aber die CDU ist nicht mein Feind. Der Gegner steht ganz woanders“, so Lars Klingbeil auf die Frage, ob er „gegenüber dem Koalitionspartner zu nett sei“. Zwei große Reformvorhaben, Rente und Pflege, sind zwar in den Grundzügen konzipiert, die öffentlichen kritischen Reaktionen beobachtet er sehr genau. Insbesondere auch die aktuellen Positionierungen der CDU-Basis verleiten ihn zu der Aussage, dass es verlässliche Übergangsregelungen geben müsse. Unmissverständlich fordert er, dass z. B. die Pflegeversicherung durch Zahlungen auch der Privat-Versicherten zu stabilisieren sei. Ein Rhader Leser des Zeitungsinterviews bewertet das Interview so: „Die sozialdemokratische Handschrift in der Koalition wird endlich erkennbarer.“

Eigener Text auf Grundlage des RN-Interviews am 19.8.2026 „Braucht die SPD eine Kurskorrektur, Herr Klingbeil?“

Veröffentlicht am 21.08.2026

 

Gesellschaft Mit offenen Augen durch Rhade …

Wieder wurde ein Abfallbehälter zerstört - Was geht in den Köpfen der Täter vor?

Die Antwort auf die in der Überschrift gestellte Frage ist klar zu beantworten: Nichts!
Egal ob es Übermut Pubertierender ist oder durch übermäßigen Alkohol- oder Drogenkonsum ausgelöste Zerstörungswut. Bereits mehrfach, so ein aufmerksamer Spaziergänger, sind in Rhade an der Kreuzung Wellbrockweg/Hakenweg Abfallbehälter zerlegt worden. Die Kosten für den Ersatz trägt die gesamte Dorstener Bevölkerung über steigende Abfallgebühren. Das ist in den Köpfen der Zerstörungswütigen noch nicht angekommen. Erinnert wird in diesem Zusammenhang an den ehemaligen Schulleiter der Lembecker Laurentiusschule Erich Wolf. Er machte sich immer für einen praxisnahen Werkunterricht stark. Die so entstandenen Ruhebänke, in Lembeck aufgestellt, punkten mit einer langen Lebensdauer. Erich Wolfs Begründung: „Wer die Bänke selbst gebaut hat, wird sie nicht zerstören!“ Eine einfache Weisheit, die nachhaltige Wirkung zeigt. Zur Nachahmung empfohlen.

Veröffentlicht am 20.08.2026

 

Allgemein „Eine Nadel im Heuhaufen“

Was wurde aus dem russischen Kriegsgefangenen Viktor Karpunin? - Erfolgreiche Dorstener Recherche

Manchmal sind es Zufälle, um auf drängende offene Fragen eine Antwort zu erhalten. Insbesondere wenn es um ungeklärte Schicksale vermisster Menschen geht. So konnten vor wenigen Tagen die sterblichen Überreste zweier Soldaten auf dem Grund der Niedrigwasser führenden Donau gefunden werden. Durch die noch lesbaren Erkennungsmarken konnte zweifelsfrei die Identifizierung erfolgen. Schwieriger verhält es sich z. B., wenn nach über 80 Jahren eine amerikanische Familie mit ukrainischen Wurzeln wissen will, was aus ihrem Großonkel geworden ist, der als russischer Kriegsgefangener nach Dorsten verschleppt wurde. Olga Karpunia, in Odessa geboren und seit langem mit ihrer Familie in New York lebend, setzte die Suche ihres verstorbenen Großvaters fort, der verzweifelt und zeitlebens vergeblich versuchte, das Grab seines Bruders zu finden. Ihre Anfrage, die das Dorstener Archiv und dessen Leiter Martin Köcher erreichte, wurde an Dr. Marius Seydel vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge weitergeleitet. Seine lokalen Forschungsergebnisse über das Schicksal russischer Kriegsgefangener in der Lippestadt waren für Olga Karpunia ein wichtiger Glücksmoment. Tatsächlich, so Dr. Seydel, wurde der gesuchte Viktor Kapunin in einem Massengrab auf dem sogenannten Russenfriedhof in Holsterhausen begraben. Grund für Olga Karpunia nun mit ihrer Familie von New York nach Dorsten zu reisen, um dort mit einem stillen Gedenken ihrem Großonkel die letzte Ehre zu erweisen. Begleitet wurden sie dabei von Dr. Josef Ulfkotte, dem Vorsitzenden des Vereins für Orts- und Heimatkunde, Dr. Marius Seydel, Jochen Schräjahr, Martin Köcher und dem Ehepaar Fragemann. „Wir spürten alle, welche Bedeutung dieser Besuch für Frau Karpunina und ihre Familie hatte und wie die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge genau die Früchte trägt, für die sie im tiefsten Kern gedacht ist“, so Marius Seydel abschließend.

Eigener Bericht auf Grundlage der Information des Vereins für Orts- und Heimatkunde durch Josef Ulfkotte

Veröffentlicht am 19.08.2026

 

Gesellschaft Mit offenen Augen durch Winterswijk …

Im wahrsten Sinne des Wortes sieht der aufmerksame Fußgänger auf Schritt und Tritt in vielen Städten sogenannte Stolpersteine. Sie erinnern uns an das dunkelste Kapitel unserer jüngeren Geschichte. Nazideutschland verstieg sich in dem Wahn, jüdisches Leben brutal auszurotten, um so vom eigenen Versagen abzulenken. Gunther Demnig, Künstler aus Köln, hat mit seiner weltweiten Erinnerungsaktion Geschichte geschrieben. 120.000 schlichte Messingwürfel, die nur die Namen der Opfer, das Geburts- und Morddatum sowie den Vernichtungsort preisgeben, gelten als das größte dezentrale Denkmal auf unserem Planeten. Als in den 1980er Jahren durch Geschichtsarbeit von unten auch in Dorsten der dunkle Schleier der Stadtgeschichte, der sich nach 1945 über die Lippestadt gelegt hat, weggezogen wurde, kam Schreckliches zum Vorschein. Daran erinnern uns heute u. a. die genannten Stolpersteine und das beeindruckende Jüdische Museum in unserer Stadt. Knapp 40 Kilometer weiter, im niederländischen Winterswijk, „stolpert“ der Besucher über zwei besondere Erinnerungssteine. Sie wurden mit einem Foto und kurzem Text ergänzt. Ohne Umweg über entsprechende Dokumentationen im Internet, konnte so etwas über das Leben der beiden ermordeten Frauen erfahren werden. Nachahmenswert!

Ein Rhader „stolpert“ immer wieder und überall über die schreckliche Nazizeit

Veröffentlicht am 18.08.2026

 

Gesellschaft „Wer braucht noch die SPD?“

Öffentliche Fragestellung pendelt zwischen Schadenfreude, Mitleid und aufrichtiger Betroffenheit

Der deutschen Sozialdemokratie geht es schlecht. Die Wahlergebnisse der letzten Jahre und die aktuellen Umfragen signalisieren, dass es um die Existenz der ältesten Partei Deutschlands geht. 163 Jahre nach der Gründung wird im öffentlichen Raum immer häufiger nach dem aktuellen Standort der SPD gefragt. Blättert man in ihrem Programm, findet der interessierte Leser klare Positionen auf allen Politikfeldern. Um diese 1:1 umzusetzen, müsste sie von den Wählern die absolute Mehrheit der Stimmen erhalten. Illusorisch, weil immer mehr Parteien um die Gunst der Wähler konkurrieren. In der Folge müssen Koalitionsregierungen gebildet werden. Das heißt, immer auch Kompromisse einzugehen. Das wiederum führt bei den Stammwählern zu Unmut. Die SPD, die sich ihrer demokratischen Verantwortung nie entzogen hat, kann momentan mit ihrer Regierungsbeteiligung im Bund überhaupt nicht punkten. Obwohl der Koalitionsvertrag, dem die Mitglieder zugestimmt haben, eindeutig die Handschrift der SPD trägt. Nun wird zusätzlich innerparteilich (wieder mal) die Führung infrage gestellt. Die bisherigen Wechsel, seit 1975 bis heute waren es 13, haben immer nur kurz Wirkung gezeigt. Dennoch ist es richtig, jetzt die eingangs gestellte Frage klar zu beantworten. Unser Land und unsere Gesellschaft brauchen die SPD! Nicht nur wegen ihrer sozialen Gerechtigkeits-DNA, sondern auch, um unsere Demokratie zu stabilisieren.

Nachdenkzeilen aus Rhade

Veröffentlicht am 17.08.2026

 

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SPD Sozial

„DU BIST EINZIGARTIG,
ICH ABER AUCH!“

 

Kurt Heinz, Rhader Bürger. 
Früher im Polizeidienst aktiv, hat sich als Künstler der Malerei verschrieben.

 

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