Gesundheit Dorstener Zeitung stellt klare Fragen zum Bestand des Krankenhauses

Antworten weiter nebulös

Ist die Entscheidung schon gefallen? Wird das Dorstener Krankenhaus doch um zwei Fachabteilungen abgespeckt? Seit Monaten sind klare Antworten Fehlanzeige. Statt dessen immer mal wieder Vertröstungen auf „morgen“. Das hat die Dorstener Zeitung (Luca Bramhoff) jetzt veranlasst, wieder nachzuhaken. Die DZ-Lokalredaktion unterstützt so auch die vielen Bürger, die ihren Unmut in Briefen und offenen Diskussionsbeiträgen über die immer noch mögliche Einsparung der Fachabteilungen Kardiologie und Senologie nicht nachvollziehen können. Es sind wohl ausschließlich finanzielle Sparmaßnahmen und keine fachlich begründeten Überlegungen. Und genau das würde für Dorsten einen massiven Leistungsverlust in der örtlichen Gesundheitsversorgung darstellen. Die Vermutung, dass schon eine für die Lippestadt negative Entscheidung getroffen wurde, ist als hartnäckiges Gerücht allgegenwärtig. Dass der Krankenhausträger jetzt mitteilt, dass das Dorstener Krankenhaus-Leistungsprofil aber durch die Verlegung der Endoprothetik von Haltern nach Dorsten schon gestärkt sei, kann auch als „Bonbon“ für den möglichen Verlust der Kardiologie und des Brustzentrums (miss)verstanden werden. Besser wäre, die Stadtgesellschaft Dorsten aktuell darüber zu informieren, was, wann und warum dem Sparstift zum Opfer fallen wird. Wer will, dass die Bürger verstehen und akzeptieren, darf sich nicht länger vor der Wahrheit drücken.

Nachdenkzeilen aus Rhade auf Grundlage des DZ-Artikels "Wie es wirklich um Kardiologie und Brustzentrum steht" vom 28.11.2025

Veröffentlicht am 01.12.2025

 

Gesellschaft In eigener Sache …

„Jeder soll von da, wo er ist, einen Schritt näher kommen“

Der Zustand unserer Welt, der der meisten Länder und ihrer Regierungen zeigt, dass wir uns Sorgen machen müssen. Die ungelöste Klimafrage ist lebensbedrohlich. Unerwartet und nicht für möglich gehalten ist auch, dass plötzlich Demokratien ausgehöhlt und von aufgestiegenen Autokraten als Auslaufmodell behandelt werden. Parallel füllen sie sich skrupellos ihre Taschen und glauben, auserwählt und somit im Recht zu sein. Hinzu kommt, dass plötzlich unterschriebene und noch gültige Verträge von ihnen und ihren Vasallen als null und nichtig betrachtet werden. In der Folge werden Grenzen überschritten und Waffen gegen wehrlose Zivilisten eingesetzt. Momentan ratlos, orientierungslos und verzweifelt, suchen wir nach Anhaltspunkten, um eine Kehrtwende zum Besseren einzuleiten. Navid Kermani verdanken wir den Satz, der uns auf allen Ebenen helfen kann, aufeinander zuzugehen: „Jeder soll von da, wo er ist, einen Schritt näher kommen.“ Eine Aufforderung zum Kompromiss. Dieses Zitat wird uns im Dezember begleiten, siehe rechte Spalte. Es ist passend, Hürden zu überwinden, Vorurteile abzubauen und vertrauensbildende Maßnahmen einzuleiten.

Navid Kermani ist ein hochdekorierter Schriftsteller, der in Köln lebt.

Veröffentlicht am 29.11.2025

 

Kommunalpolitik Zwei Fragen an Achim Schrecklein, Mitglied der SPD-Stadtratsfraktion Dorsten

Frage: Du kannst stolz auf mehrere Jahre Fraktionsarbeit zurückblicken. In der letzten Legislaturperiode auch als stellvertretender Bürgermeister. Was hat das besondere Ehrenamt „mit Dir gemacht“?
Achim Schrecklein: Durch dieses Amt habe ich Dorsten noch besser kennengelernt. Die Termine haben mich quer durch alle Stadtteile von Dorsten geführt. Dabei habe ich sogar Wulfen-Barkenberg verkehrstechnisch verstanden. Besonders beeindruckt und geprägt haben mich die vielen direkten Begegnungen mit älteren Menschen, die ich zu runden Geburtstagen besuchen durfte. Dabei habe ich neben positiv im Leben stehenden Menschen aber auch sehr vereinsamte kennengelernt. Das hat mich mich sehr nachdenklich gemacht. Nicht zu vergessen die vielen Veranstaltungen an denen ich als Vertreter unserer Stadt teilnehmen durfte. Ob Kindergarteneröffnung, Teilnahme an Projekten im jüdischen Museum oder bei Sportvereinen, immer stand das bürgerschaftliche Miteinander im Vordergrund. Mein Fazit lautet: Das Ehrenamt hat mein Leben reicher gemacht!
Frage: Du hast einen Wunsch für die Zukunftsentwicklung Rhades frei. Was würdest Du sofort einleiten, wenn Dich weder Rat, Verwaltung und Finanzmittel bremsen würden?
Achim Schrecklein: Mein  Herzensanliegen ist nach wie vor die weitere Entwicklung des Mischgebietes für Gewerbe und Handel im Bereich Erler Straße/Höfer Weg/Schlehenweg. Darüberhinaus ist ein leistungsfähiges Ärztehaus für unseren Stadtteil nicht nur mein größter Wunsch, sondern Verpflichtung für alle Kommunalpolitiker, jetzt „Nägel mit Köpfen“ zu machen. Als neue Aufgabe möchte ich mich für eine Hundefreilauffläche vor Ort einsetzen. Ein Anliegen, das von vielen Hundebesitzern geteilt wird.

Veröffentlicht am 28.11.2025

 

Kommunalpolitik Drei Fragen an Dirk Groß, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion Dorsten

Frage: Viele neue Gesichter im Stadtrat. Sind auch bereits neue Erkenntnisse sichtbar?
Dirk Groß: Die neue AFD-Fraktion beginnt ihr wahres Gesicht zu zeigen. Bei der Beauftragung für das städtische Kulturprogramm im Rat hat sie die angebliche Einseitigkeit der Altparteien bei Rechts- und Linksextremismus ins Gespräch gebracht. Wer sich die Kulturprogramme der letzten Jahre ansieht, findet dergleichen nicht mal ansatzweise. Aber man will ja die demokratischen Kräfte mit Falschbehauptungen zerstören, die CDU z. B. "pulverisieren". Ich bin gespannt, ob sie derartige Verleumdungen sogar bei der Schaffung von Streuobstwiesen anbringen wird. Ihr ist alles zuzutrauen.
Frage: Wird die SPD mit ihren 7 Fraktionsmitgliedern eigene Zeichen setzen können? Wenn ja, in welche Richtung?
Dirk Groß: Mit 7 von 44 Mitgliedern im Rat ist eine angemessene Oppositionsrolle gefragt. Keine Fundamentalopposition, gleichwohl kritisches Hinterfragen. Kein bloßes Ablehnen und bei Bedarf Gegenvorschläge. Bei einer absoluten Ratsmehrheit der CDU gilt aber auch, dass der Gestaltungseinfluss nicht in der eigenen Hand liegt, auch wenn man noch so gute Argumente hat.
Frage: Seit Jahren, nein seit Jahrzehnten klagt Dorsten über zu viele Pflicht-Ausgaben und parallel über zu wenig Einnahmen. Mal heißt es, wir sind über den Berg, dann folgt prompt die Hiobsbotschaft, ohne Zuschüsse vom Land und Bund werden wir nicht „überleben“. Wo stehen wir wirklich?
Dirk Groß: Über den Berg hieß nur, dass das Defizit so klein war, so dass der Kreis als Aufsichtsbehörde grünes Licht geben konnte. Die nicht wirklich gedeckte kommunale Finanzierung von Bundes- und Landesaufgaben hat sich nicht geändert.

Veröffentlicht am 27.11.2025

 

Allgemein Für Sie gelesen: Dorstener Jahrbuch 2026 - Teil 4 und Schluss

Zwei weitere Beispiele zum Kennenlernen

Das Buch verfügt über 290 Seiten und motiviert die Leser, Dorsten mal ganz anders kennenzulernen. Heute wollen wir die Werbung für  dieses außergewöhnliches Buch abschließen. Das Jahrbuch 2026, im Untertitel weiter traditionell Heimatkalender genannt, überrascht mit seiner Vielfalt. Mit zwei weiteren besonderen Beiträgen möchten wir Ihr Interesse wecken:

  • Wer mit offenen Augen durch unsere Stadt geht, stößt hier und da auf aufwändig gestaltete Informationstafeln, die die Geschichte des jeweiligen Standorts lebendig werden lassen. Ob in Rhade an der Kirche oder in Dorsten vor dem Amtsgericht. In einer beeindruckenden Initiative haben der Verein für Orts-und Heimatkunde, der Lions-Club, die Stadt Dorsten und viele Sponsoren bereits 50 Geschichtsstationen, so der offizielle Begriff, in unserer Stadt aufgebaut. Nummer 49 stellt die Geschichte der Agatha-Schule vor. 400 begeisterte Kinder nahmen an der Enthüllung der Info-Tafel teil. Klaudia Heisig-Ulbrich nimmt die Leser mit, 130 Jahre Schulgeschichte Revue passieren zu lassen.
  • Ins Auge fallen den Lesern neben den Texten und vielen Farbfotos die Gedichte. Überwiegend ergänzen sie passend den zuvor gelesenen Text. Ein Beispiel von 45 (!) im neuen Jahrbuch von Heinz Schneemann:
    Es war einst ein Jüngling in Rhade,
    der trieb es so gerne im Bade:
    Mit Schnorchel und Flossen
    hat er es genossen,
    die Schiffchen zu entern. Wie fade!

Veröffentlicht am 26.11.2025

 

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SPD Sozial

„Jeder soll von da,
wo er ist,
einen Schritt näher kommen“

Navid Kermani, Schriftsteller aus Köln,
hochdekoriert, u. a. mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels

 

 

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