Bundespolitik SPD: Am eigenen Schopf aus der Krise ziehen

Zuhören, Hinweise analysieren, programmatische Beschlüsse fassen, Umsetzung sofort beginnen

Drumherum reden hilft gar nicht. Die SPD ist in einer existenziellen Krise. Schafft sie es kurzfristig nicht beim Wähler zu punkten, droht ihr der Abstieg in die Bedeutungslosigkeit. Selbst der Exitus, also das totale Verschwinden von der politischen Bühne darf nicht (mehr) ausgeblendet werden. Zuviel der Schwarzmalerei? Die letzten Wahlergebnisse und die aktuellen Umfragen sprechen eine deutliche Sprache. Sozialdemokratische Sympathisanten aus allen Teilen der Bevölkerung, sowie alle Mitglieder, insbesondere jene, die inzwischen ehrenamtlich und ohne Mandat das Rückgrat der SPD bilden, leiden an der taumelnden „161 Jahre alten Tante SPD“. Darunter auch mehrere frühere Parteivorsitzende und Minister, beispielhaft sei Peer Steinbrück genannt: Sie liefern aber wichtige Anregungen zum Umsteuern. Aber auch von der kommunalen Basis, werden seit Jahren Fehlentwicklungserkenntnisse an die Parteispitze weitergeleitet, um „denen da oben“ die Realitätsferne auszutreiben. Hier kommt der ehemalige Fraktionsvorsitzende der Dorstener SPD, Friedhelm Fragemann, ins Spiel. Seine nichts beschönigende Positionierung „Die Existenzkrise der SPD - Revitalisierung oder Exitus“, auf dieser Internetseite in 5 Teilen veröffentlicht, verdient gelesen und diskutiert zu werden. Er zitiert abschließend Willy Brandt: „Wenn die Politik den Menschen dient, ist sie gut. Sonst kann sie mir gestohlen bleiben.“ Mehr Orientierung für die SPD im Jahr 2026 gibt es nicht.

Rhader Appell an die gesamte SPD, die ernste Lage endlich zu erkennen und nachvollziehbare Schlussfolgerungen zu ziehen. Oben und unten!

Veröffentlicht am 29.06.2026

 

Kommunalpolitik Dorsten ist in die Jahre gekommen, gehört aber nicht zum alten Eisen

In 775 Jahren hat die Lippestadt viel erlebt und eine Menge zu erzählen

Es ist unmöglich in wenigen Sätzen die lange Geschichte Dorstens, als Durstinon gestartet, hier wiederzugeben. Die Stadtverwaltung hatte aber eine gute Idee, die Jubiläumsfeiern in die Hände der Bürger zu legen. Unsere 11 Stadtteile haben sich monatlich wechselnd daran beteiligt, haben mit unterschiedlichsten Veranstaltungen und Feiern Zeichen gesetzt, um die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt zu fördern. Das Fazit aller Teilnehmer lautet: Die Erinnerung an „gestern“, die aktuelle Kommunikation „heute“ und die damit verbundene Perspektive für „morgen“ haben das Leben jedes Einzelnen reicher gemacht. Dass parallel auch an die vor 50 Jahren (1975) durchgeführte kommunale Neuordnung erinnert wurde, hier konnten noch einige lebende Zeitzeugen spannende Geschichten erzählen, mit welchen Problemen die Integration von Rhade, Lembeck, Wulfen, Altendorf-Ulfkotte und Östrich verbunden war. Inklusive sehr persönlicher Emotionen darf als Highlight bewertet werden. Nun sind nur die Jubiläumsfeierlichkeiten Geschichte. Dorsten lebt, steht (wieder) vor gewaltigen Herausforderungen, die nur gemeinsam bewältigt werden können. Gemeinsam heißt, nie aufzugeben, alle am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen, nie aufzugeben, respektvoll über die besten Konzepte miteinander zu streiten, nie aufzugeben, Dorstens Geschichte, die auch so viele schreckliche Brüche beinhaltet, um neue, nachhaltige, friedliche Kapitel fortzuschreiben. Glück auf Dorsten!

Wochenendgedanken aus Rhade

Veröffentlicht am 27.06.2026

 

Ortsverein Aktuell: Jan Kolloczek, Vors. der SPD-Dorsten-Nord, muss krankheitsbedingt alle kommunalpolitischen Ämter niederlegen

Wir Rhader danken für das jahrzehntelange andauernde kommunalpolitische Engagement und wünschen alles Gute für die Zukunft.

Veröffentlicht am 26.06.2026

 

Kommunalpolitik Der Hitze mit kühlem Kopf begegnen

Ehemaliger Stadtförster schenkt Dorsten ein 3Phasenmodell, um Hitzewellen zu begegnen

Bernhard von Blanckenburg kennt sich aus. Von 1987 bis 2017 war er Leiter des Forstbetriebsbezirks Dorsten. Sein besonderes Anliegen bis heute besteht u. a. darin, Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen zu sensibilisieren, den Wert von Bäumen und Pflanzen zu erkennen, um sich wohl zu fühlen, die Luftqualität zu verbessern und parallel der Klimaveränderung zu begegnen. Er wohnt mitten in Dorsten und leidet wie alle unter den immer häufiger auftretenden Hitzewellen, die in besonders dicht bebauten Quartieren (Innenstadt) mit Extremwerten einhergehen. Bernhard von Blanckenburg zeigt aber auch Wege auf, wie mit moderner Stadtentwicklung der Hitze begegnet werden kann. Sein 3Phasenmodell liegt seit 2020 der Stadtverwaltung, und in Teilen auch der Öffentlichkeit vor. Eine kostenlose Expertise, die die Jahre 2020 bis 2050 umfasst. Plakativ hat er Ampelfarben genutzt, um das Stufenmodell anschaulich zu präsentieren. Phase GRÜN steht für den Zeitraum 2020 bis 2030 und beinhaltet Sofortmaßnahmen, wie z. B. das Nachpflanzen von abgestorbenen Bäumen. GELB soll die Dekade 2030 bis 2040 begleiten. Hier überzeugt er u. a. mit einem Beschattungskonzept, das ungewöhnlich ist, aber wirksame Abkühlung verspricht. Alle Maßnahmen, die einer längeren Vorbereitungszeit bedürfen, tragen die Signalfarbe ROT. Dazu zählt u. a. die Umwidmung von Pflaster- in Grünflächen. Die aktuellen Temperaturen, deutlich über 30 Grad Celsius, zwingen die verantwortlichen Stadtentwickler jetzt zu wirksamen Sofortmaßnahmen und einem in sich geschlossenen mittel- bis langfristigen Gegenkonzept. Das in Kurzform beschriebene 3Phasenmodell ist ein Geschenk an unsere Stadt und ihre Bürger. Es wartet auf Umsetzung.

Eigener Beitrag auf Grundlage des Aufsatzes über ein Klimaprojekt zur Stadtökologie von Bernhard von Blanckenburg, das der Verwaltung und Presse vorliegt. Auf Wunsch wird es interessierten Lesern dieser Internetseite zugesandt. Siehe Impressum www.spd-rhade.de oder Direktanforderung bei bvblanckenburg@t-online.de 

Veröffentlicht am 26.06.2026

 

Gesellschaft KI in der Stadtverwaltung - Kommunale Intelligenz (2)

Gastbeitrag von Ludger Böhne, Pressesprecher

"Die Stadtverwaltung Dorsten hat für den Dienstgebrauch einen KI-Assistenten eingeführt, der in einer dedizierten Microsoft-Umgebung betrieben wird. Dies stellt sicher, dass Daten auf europäischen Servern verarbeitet und von den Anbietern nicht für Trainingszwecke genutzt werden.

Die Chancen und Risiken der neuen digitalen Möglichkeiten sind der Stadt Dorsten dabei bewusst. In einer Dienstvereinbarung mit dem Personalrat wurde darum festgeschrieben, dass KI die Mitarbeiter_innen bei der Arbeit unterstützen und Angebote für Bürger_innen erleichtern soll. Keinesfalls jedoch soll und kann KI Mitarbeiter_innen ersetzen. Sie müssen die Ergebnisse überprüfen, mit eigenen Überlegungen abgleichen und gewährleisten, dass KI-generierte Inhalte fachlich richtig und diskriminierungsfrei sind. Die letzte Entscheidungsinstanz werden immer die Expert_innen der jeweiligen Fachabteilung sein.

Klar geregelt sind der Datenschutz und die Wahrung des Amtsgeheimnisses: Es dürfen ausschließlich Daten als Input genutzt werden, deren Nutzung nach den Vorgaben der DSGVO zulässig ist. Sofern KI-generierte Inhalte in Bescheiden, Stellungnahmen oder Vermerken verwendet werden, so ist dies kenntlich zu machen.

Grundsätzlich kann Künstliche Intelligenz nach heutigem Stand helfen, Mitarbeiter_innen von Routine-Arbeiten zu entlasten, etwa bei der Ermittlung von Informationen, der Zusammenfassung von komplexen Sachverhalten oder der Zusammenstellung von Rechtsgrundlagen. Menschliche Intelligenz und Urteilsvermögen ersetzen kann KI jedoch nicht, da es in der Vorbereitung von Entscheidungen Aufgabe einer Stadtverwaltung ist, eine Herausforderung unter möglichst vielen Blickwinkeln zu betrachten und zwischen allen Vor- und Nachteilen von Lösungsmöglichkeiten eine Abwägung zu treffen, die ebenso Recht und Gesetz entspricht wie auch die bestmögliche Lösung für die Bürgerinnen und Bürger darstellt.

Am Ende ist aber klar, dass die KI des jeweiligen Menschen entscheidet: Die echte KI: Die Kommunale Intelligenz!"

 

Anmerkung: Um KI einordnen zu können, wird auf dieser Internetseite eine offene Diskussion geführt. Startschuss war der  19-06.2026. Die Überschrift lautete: Künstliche Intelligenz (KI) in aller Munde. Wird fortgesetzt.

Veröffentlicht am 25.06.2026

 

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