Unser Rathaus mit Trauerbeflaggung. Foto Stadt Dorsten. Gesellschaft Terroranschlag in Berlin: Wo bleibt der laute Aufschrei der heimischen islamischen Gemeinden?

Fahnen am Dorstener Rathaus auf halbmast

Wut und Trauer sind nicht voneinander zu trennen. Wut auf die Menschen die glauben, Andersdenkende oder Andersglaubende umbringen zu dürfen. Als Begründung dient ihnen die eigene, hasserfüllte Auslegung religiöser Schriften. Trauer über die Menschen, die immer wieder diesem Irrglauben zum Opfer fallen. Die auf halbmast gesetzten Flaggen am Dorstener Rathaus signalisieren neben dem Mitgefühl für die Opfer auch, sich nicht von den Terroristen einengen lassen zu wollen. Hinter dem symbolischen Zeichen der Verwaltung steht unsere gesamte (?) Stadtgesellschaft. Ein starkes solidarisches Zeichen. Es würde noch mehr Wirkung erzielen, wenn sich auch alle islamischen Gemeinden in Dorsten laut und einvernehmlich mit einem öffentlichen Statement gegen jegliche terroristische Gewalt aussprechen würden, die mit dem Islam in Verbindung gebracht wird. Vorbild könnten einige ihrer Religionsverbände sein, deren Statement* so lautet: „Nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin verurteilten große deutsche Islamverbände wie Ditib und der Zentralrat der Muslime die Gewalttat scharf. Sie betonten, dass Angriffe auf Menschen wegen ihrer Identität unvereinbar mit dem Islam seien, sprachen den Opfern ihr Mitgefühl aus und mahnten zu gesellschaftlichem Zusammenhalt und Besonnenheit.“   

Rhader Gedanken zum Terror im Namen des sogenannten IS. Der Text der Islamverbände* wurde dem Internet entnommen.

Veröffentlicht am 29.07.2026

 

Landespolitik Was geht aktuell in den Köpfen vieler ostdeutscher Wähler vor?

Eine Sensation als die DDR kollabierte. Die Menschen in beiden Teilen Deutschlands waren wieder ein Volk. Jubel, Tränen der Freude und Willy Brandts unvergessenes Wort: „Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört.“ Endlich frei, endlich reisen, ohne an Stacheldraht-Grenzen aufgehalten zu werden, so der Tenor fast aller Umfragen „am Tag danach“. Heute vor 37 Jahren. Inzwischen ist aus der grenzenlosen Euphorie Ernüchterung gewachsen. Langsam, schleichend, aber stetig. Der Glaube, dass die Portokasse reicht (Helmut Kohl), um das Wohlstandsgefälle zwischen West und Ost auszugleichen, war ein Irrglaube. Die zu wenig ausgeprägte Wertschätzung der Lebensleistung ehemaliger DDR-Bürger, der Begriff Besser-Wessi steht dafür, setzte sich in vielen Köpfen fest und entwickelte eine fatale Eigendynamik. Plötzlich wurde der Unrechtsstaat DDR weichgespült und die auch vorhandenen Fehlentwicklungen in der BRD überbewertet. Parallel wuchs die Sehnsucht nach scheinbar besseren Zeiten hinter dem Eisernen Vorhang. Rechte Parteien griffen den Faden auf und verstärken bis heute den unhaltbaren Mythos von demokratischer Gerechtigkeit im östlichen Teil Deutschlands. Warum, so fragen sich inzwischen Demokraten in ganz Deutschland, wollen so viele Wählerinnen und Wähler in Kürze den „Rattenfängern“ von rechtsaußen folgen? Die Suche nach einer einleuchtenden Antwort befindet sich in einer Endlosschleife.

Rhader Gedanken zu den bevorstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt (6.9.2026), Mecklenburg-Vorpommern (20.9.2026) und Berlin (20.9.2026)

Veröffentlicht am 28.07.2026

 

Gesellschaft Die Unberechenbarkeit auf (fast) allen Gebieten hat uns fest im Griff

Kein Tag vergeht, an dem nicht öffentlich dargelegt wird, wie Künstliche Intelligenz (KI) unser Leben einfacher machen wird. Rechenzentren mit ungeheurer Leistung und eben so hohem Energiebedarf sollen die Grundlage für den gesicherten Blick in Zukunft sein. So die Theorie. Die Praxis zeigt aber parallel, dass es gefährliche Unberechenbarkeiten gibt, die uns ebenfalls täglich begegnen. Eine tritt in Form des amerikanischen Präsidenten auf. Seine undemokratischen Gedankensprünge, seine wechselnden Entscheidungen, seine Geschwätzigkeit, seine Lügen und vieles mehr, sind von keinem Rechenzentrum vorauszusagen. Donald Trump hat damit aber kein Alleinstellungsmerkmal in der Politik. Unberechenbar ist auch der weltweit zunehmende Rechtspopulismus. Wird er die Demokratie, so wie wir sie in Europa leben, abschaffen? Werden sich die dunklen Kapitel der jüngeren deutschen Geschichte wiederholen? Da empfiehlt es sich nicht KI zu fragen, sondern unseren gesunden Menschenverstand. Und ohne die gewaltige Leistung eines Rechenzentrums in Anspruch zu nehmen, lautet die Antwort eines informierten Menschen: „Wenn wir weiter in Frieden und Wohlstand leben wollen, müssen wir unsere demokratischen Parteien unterstützten, auch wenn dabei die geballte Faust in der Tasche signalisiert, nicht mit allem einverstanden zu sein. Die Alternative, siehe oben, entwickelt ansonsten ein unberechenbares Eigenleben.“

Rhader Appell, unsere Demokratie zu stärken

Veröffentlicht am 27.07.2026

 

Bundespolitik Jens Spahn hat CDU-Spitze durchgerüttelt

Regierungsumbildung bietet Chance für Neustart - SPD mit Aktionsplan gegen Steuerbetrug

Während die CDU Tag und Nacht nach Lösungen zur internen Krisenbewältigung gesucht hat, war der SPD-Koalitionspartner abgetaucht. Dabei hätte er viel zu sagen. Nicht zum drehenden Personalkarussell der Union, aber zu ganz wichtigen inhaltlichen Beschlüssen. Nach jahrelangen Forderungen von außen, hier zeichnete vor allem der Verein FINANZWENDE, u. a. mit Kevin Kühnert verantwortlich, wurde nun vom Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Bundesjustizministerin Stefanie Hubig der Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität vorgestellt, der zentrale Forderungen des genannten Vereins beinhaltet:

Die Minister*innen wollen: 

  • ein gemeinsames Zentrum gegen Steuer- und Finanzkriminalität beim Zoll unter Einbindung von Polizei und Steuerfahndung schaffen. ...
  • einen Verbrechenstatbestand für besonders schwere Fälle von Steuerhinterziehung wieder einführen,
  • den Strafrahmen für organisierte Steuerhinterziehung auf bis zu 15 Jahre erhöhen,
  • Straffreiheit bei Selbstanzeigen abschaffen,
  • die Aufbewahrungsfrist für Buchungsbelege von 10 auf 15 Jahre verlängern.

Noch sind diese Vorhaben nicht beschlossen. Den Ankündigungen muss jetzt eine schnelle und konsequente gesetzliche Umsetzung folgen. Aber sie markieren bereits einen Perspektivwechsel: Steuerkriminalität wird nicht länger als Kavaliersdelikt behandelt, sondern als gesellschaftlicher Schaden, der konsequent verhindert, verfolgt und aufgeklärt werden muss. 

Rhader Wochenendgedanken auf Grundlage einer Mitgliederinformation (kursiv) von Finanzwende e. V.

Veröffentlicht am 25.07.2026

 

Gesellschaft CDU stellt Jens Spahn vom Platz

Er hätte gar nicht erst aufgestellt werden dürfen

Seine Selbstsicherheit grenzt nicht selten an Überheblichkeit. Jens Spahn hat seine Karriere systematisch an ein funktionierendes Netzwerk geknüpft. Die Erwartungen an ihn waren dementsprechend hoch. Firmenchefs setzten auf ihn, staatliche Großaufträge sollen aber nie etwas mit dem aufstrebenden CDU-Funktionär zu tun gehabt haben. Banken im Münsterland zeigten sich bei Kreditvergaben ungewohnt großzügig, so Recherchen der unabhängigen Presse. Als Gesundheitsminister machte er anfangs eine gute Figur, verhedderte sich aber völlig in der Maskenbeschaffung während der Corona-Pandemie. Egal welche Affäre er am Bein hatte, nie wurde er vom CDU-Mannschaftskapitän ausgewechselt. Im Gegenteil. Jens Spahn strebte selbst die oberste Führungsposition an, musste sich aber gegen Friedrich Merz knapp geschlagen geben. Als Trostpflaster durfte er nach der letzten Bundestagswahl die große CDU/CSU-Fraktion als Vorsitzender führen. Nun ist er überraschend Vater geworden. Klammheimlich haben er und sein Ehemann das Angebot einer amerikanischen Leihmutter angenommen, um ihren Kinderwunsch umsetzen zu lassen. Der Aufschrei darüber ist heute noch in allen Ecken der Bundesrepublik zu hören. Jens Spahn hat für sich etwas in Anspruch genommen, das in unserem Land nicht erlaubt ist. Er hätte gut daran getan, die Thematik, die viele kinderlos bleibende Paare bedrückt, offen auf die Tagesordnung zu setzen. Eine unaufgeregte, ethisch geprägte Diskussion, wäre allemal besser als sein Alleingang gewesen. Seine Auswechselung aus der Regierungsmannschaft war so unvermeidlich.

Nachdenkzeilen aus Rhade

Veröffentlicht am 24.07.2026

 

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SPD Sozial

SOZIAL
IS
MUSS
 

Wortspiel, um das Sozialverhalten als wichtige Lebens- und Gesellschaftsform wieder mehr ins Bewusstsein zu rücken. Vergleiche dazu den Text "In eigener Sache", der auf dieser Internetseite am 30.06. veröffentlicht wurde.

 

 

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