Gesellschaft USA-Wahl: Statt eines Kommentars wählen wir heute nur drei Zeilen eines berühmten Gedichts:

Denn es gibt immer Licht,
wenn wir nur mutig genug sind, es zu sehen,
wenn wir nur mutig genug sind, es zu sein.

Amanda Gorman. „Der Hügel, den wir erklimmen“. Vorgetragen bei der Amtseinführung des US-Präsidenten Joe Biden am 20. Januar 2021

Veröffentlicht am 05.11.2026

 

Kommunalpolitik SPD Nord diskutiert über Dorstener Wohnungsmarkt

DWG-Geschäftsführer Oliver Göttlich steht Rede und Antwort

Sozialdemokraten des SPD-Ortsvereins Dorsten Nord, beklagen seit längerem, dass der örtliche Wohnungsmarkt zu unbeweglich sei. Bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware, sozialer Wohnungsbau wurde bis fast auf Null zurückgefahren, Wohnungsbaugesellschaften kommen ihrer Verantwortung bezüglich Renovierung, Substanzerhaltung und transparenter Nebenkostenabrechnungen nicht nach. Mit dem Referenten Oliver Göttlich, der als Geschäftsführer der Dorstener Wohnungsgesellschaft (DWG) fungiert, stand ein kompetenter Diskussionspartner zur Verfügung. Mit 800 eigenen Wohnungen und ca. 1000 verwalteten ist die DWG ein einflussreicher Akteur auf dem Dorstener Wohnungsmarkt. Das Ziel sei, so Oliver Göttlich, ca. 30 Wohnungen pro Jahr in der Lippestadt selbst zu bauen. Einige Schwerpunkte der lebendigen Diskussion lassen sich so zusammenfassen:

  • Schrottimmobilien sind in Dorsten nicht bekannt
  • Verwaltungsübernahme durch DWG von Wohnungen aus dem Bestand großer Wohnungsbaugesellschaften sei schwierig, bisher aber nicht geprüft
  • wird der Bau von Wohnungen in kleinen Stadtteilen Dorstens  den Bedarf ergänzender Infrastruktur auslösen? Wird nicht als Problem gesehen
  • Kann die DWG genossenschaftliches Bauen initiieren / fördern? Die Initiative muss von unten kommen, DWG und Verwaltung wären bereit, entsprechende Initiativen zu begleiten
  • Anregung an DWG, künftig auch vermehrt zukunftsweisende soziale und ökologische Standards zu setzen, wurde auch in Richtung Gesellschafter der DWG gerichtet
  • Modellprojekte, die über Sondermittel gefördert werden könnten, wie experimentelles Bauen, Mehrgenerationenhäuser, Wohnungen für Demenzkranke etc, sind abgesehen von der Planung eines Hauses für AZUBIS aktuell nicht im direkten Fokus der DWG

Fazit: Die Offenheit des Referenten beeindruckte die Teilnehmer, die die Diskussion als Auftakt inhaltlicher sozialdemokratischer Positionierung vor Ort einstuften und begrüßten.

 

Veröffentlicht am 05.11.2026

 

Gesellschaft Blick in unsere demokratischen Parteien (3)

Heute: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Sie haben sich von einer reinen Protestpartei zu einer Volksvertretung der Mitte entwickelt. Die Grünen, 1980 gegründet und nach der Wiedervereinigung mit dem BÜNDNIS 90 fusioniert, sind heute eine feste Größe in der demokratischen deutschen Parteienlandschaft. Viele enttäuschte junge Mitglieder der SPD sind u. a. wegen der Nachrüstungsdebatte unter Kanzler Helmut Schmidt (SPD) zu den Grünen übergetreten. Heute sind die „Realos“ programmatisch nahe bei der konservativen Union.

Ein Blick nach Dorsten: Sie werden regelmäßig in den Stadtrat gewählt, leiden aber an der Basis an aktiven Mitgliedern. Noch eine Parallele zu anderen demokratischen Parteien in der Lippestadt.

Ein Blick nach Düsseldorf zur Landespartei: Dort bilden sie mit der CDU eine schwarz-grüne Koalition. Sie wird von der Öffentlichkeit als geräuschlos arbeitend eingestuft, verliert aber inzwischen an Zustimmung.

Ein Blick nach Berlin zu den Bundes-Grünen: Der Aderlass an der Spitze (R. Habeck und A. Baerbock) hat zur Neuaufstellung geführt. Von der Mit-Regierungspartei unter Kanzler Olaf Scholz (SPD), nun Opposition im Reichstag. Die Grünen gehören aktuell aber zu den Stützen unserer Demokratie. Allein deshalb werden sie von den demokratischen Parteien als Koalitionspartner auf allen Ebenen geschätzt.

Ein Rhader Versuch, die demokratischen Parteien zu verstehen. Wird in Kürze mit Teil 4 und der CSU fortgesetzt.

Veröffentlicht am 04.11.2026

 

Kommunalpolitik Wenn’s brennt, hat der Brandschutz versagt (2)

SPD-Fraktionsvorsitzende aus dem Ruhrgebiet sehen kommunale Handlungsfähigkeit massiv eingeschränkt

Ein Expressbrief mit brisantem Inhalt von wichtigen Lokalpolitikern, u. a. aus Bochum, Dortmund, Essen, Mülheim und auch Dorsten unterschrieben, wird inzwischen Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Marcus Optendrenk, Kassenwart des Landes NRW, erreicht haben. Die Unterzeichner, alle Sprecher ihrer Fraktionen in den Ruhrgebietsstädten, fordern nachdrücklich und unmissverständlich, dass endlich das „Feuer“ in den Rathäusern gelöscht wird. Dort sind immer mehr Pflichtaufgaben, vom Bund und Land vorgegeben, umzusetzen. Während die Aufgaben wachsen, stagnieren die Finanzzuweisungen. „Es reicht“, lässt sich der Unmut zusammenzufassen. Der Forderungskatalog der Kommunalpolitiker lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Allein die sechs Überschriften in Auszügen reichen aus, um die brennende Problematik zu verstehen:

  • Eine dauerhaft auskömmliche Grundfinanzierung der Kommunen durch das Land Nordrhein-Westfalen.
  • Eine klare Neuordnung der Verantwortung für die Sozialausgaben.
  • Deutlich mehr Mittel aus dem Sondervermögen müssen bei den Kommunen ankommen.
  • Schluss mit der Förderbürokratie – mehr Pauschalen statt immer neuer Programme.
  • Der Bund muss beim Bürokratieabbau und bei der Neuordnung staatlicher Aufgaben endlich schneller vorankommen.
  • Der Sozialstaat muss zielgenauer und wirksamer werden.

Eigener Bericht auf Grundlage der Pressemitteilung der Dorstener SPD-Ratsfraktion. Vergleiche dazu den gestrigen Text.

Veröffentlicht am 03.11.2026

 

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SPD Sozial

„Ich glaube, dass die Erkenntnis der Wahrheit
nicht in erster Linie eine Sache der Intelligenz, sondern des Charakters ist“. 

Erich Fromm (Psychoanalytiker, Philosoph, Sozialpsychologe 1900 bis 1980

 

 

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