Kommunalpolitik Eine Hand wäscht die andere

Wenn Bürger und Verwaltung zusammenarbeiten, dann ...

Die Dorstener Stadtverwaltung ist der größte Arbeitgeber in der Lippestadt. Über 1000 Menschen decken dort 50 unterschiedliche Berufsfelder ab. Wer mal hinter die Kulissen des Rathauses geblickt hat, weiß, dass fast alle dort Beschäftigten hoch motiviert und engagiert sind. Sie müssen ständig alle Gesetze, Verordnungen und Vorgaben im Blick haben, Beschlüsse des Stadtrates bewerten und umsetzen, der Öffentlichkeit Rede und Antwort stehen, sowie in der Lage sein, den Bürgern bereits „heute“ von den Augen abzulesen, was sie „morgen“ unbedingt umgesetzt haben wollen. Und, nicht zu vergessen, sie müssen sparsam mit unseren Steuergeldern umgehen. Spätestens jetzt wird klar, dass das nur funktionieren kann, wenn sich alle Bürger in der Stadt als freiwillige Kooperationspartner der Verwaltung verstehen. Das heißt, nicht nur zu nehmen, sondern auch zu geben. Viele positive Beispiele des Ehrenamts könnten jetzt aufgeführt werden. Aber da ist auch noch Luft nach oben. Wer nämlich mit offenen Augen durch unsere Stadt geht, sieht immer auch „offene Baustellen“, die zu schließen übersehen wurden. So z. B. der Grünstreifen der Lembecker Straße in Rhade. Trotz rot-weißer Baken wird er immer wieder überfahren. Eine Gefährdung für Fußgänger und Radfahrer. Also kooperieren wir mit der Verwaltung und bitten um Verbesserung, indem wir diesen Text direkt ins Rathaus weiterleiten.

Mit offenen Augen durch Rhade

Veröffentlicht am 10.06.2026

 

Bundespolitik Immer mehr Superreiche in Deutschland - auch in Dorsten

Neidisch? Nein, aber nachdenklich!

Die Meldungen wiederholen sich. Einerseits steigt die Zahl der unter Armut leidenden Menschen in unserem Land, parallel wächst die Zahl derer, die reich oder superreich sind. Wie ist das möglich? Ist die erstgenannte Gruppe zu faul? Sind die anderen dagegen einfach nur fleißiger? Es fällt schwer, eine Antwort zu finden, die die aktuelle Entwicklung so beschreibt, dass wir zur Tagesordnung übergehen können. Also ist Politik gefragt. In unserer Verfassung steht, dass „gleichwertige Lebensverhältnisse als Sozialstaatsprinzip“ festgeschrieben sind (u. a. im GG Art. 72). Das verpflichtet eigentlich unsere Regierungen immer dann per Gesetz einzugreifen, wenn offensichtlich ein soziales Ungleichgewicht entstanden ist. Danach dürfte es keine Diskussion in unserer Koalitionsregierung aus CDU/SPD/CSU geben, um die Steuergesetzgebung gravierend zu ändern. Und zwar so, dass die Steuereinnahmeseite durch eine angemessene Erhöhung bei denen, die als sehr vermögend bei den Finanzverwaltungen gelistet sind, verbessert wird. Nicht um Fleiß und Kreativität zu beschneiden, sondern um sie an den dringendsten Aufgaben des Staates angemessen zu beteiligen. Die SPD sagt das zwar genau so, muss nun aber auch alles daran setzen, die Koalitionspartner zu bewegen. Die im GG formulierten Ziele sind nämlich für alle Politiker, Regierungen und Parteien verbindlich, also keine Verhandlungsmasse.

Nachdenkzeilen aus Rhade

Veröffentlicht am 09.06.2026

 

Kommunalpolitik Es war einmal eine natürliche Grünanlage

Forks Busch wird geglättet

Die Idee, in Rhade einen Treffpunkt für alle Generationen zu schaffen, ist richtig, ohne Einschränkung zu unterstützen und daher mit finanziellen Mitteln der Stadt und des Landes und weiteren möglichen Strukturfonds zu fördern. Wichtig ist aber, für dieses geplante Begegnungszentrum den richtigen Standort auszuwählen. Das Sportzentrum am Dahlenkamp wäre nach Vorstellungen vieler Bürger dafür der richtige Ort am richtigen Platz gewesen. Dafür liegen entsprechende Pläne seit langer Zeit vor. Rhader Rahmenplan 2014: "Ziel ist es, die Sportanlage ... zu einem Freizeit- und Begegnungszentrum weiterzuentwickeln." Und im Dorfentwicklungsplan 2021 heißt es: "Ziel ist, die Entwicklung eines konsistenten Sport- und Freizeitkonzepts ... für alle zu schaffen." Dass von engagierten Bürgern parallel der natürliche und ökologisch wertvolle Forks Busch als Standort ausgeguckt wurde, fand nicht nur Befürworter. Frühzeitig machten kritische Bürger auf die genannten Doppelaktivitäten aufmerksam und warben ebenso engagiert für den Erhalt des natürlichen Wäldchens. Leider erfolglos. Nachdem bereits für den Spielplatz mehrere große wertvolle Bäume weichen mussten, haben nun Motorsägen, Planierraupe und Bagger das Kommando übernommen, um eine weitere Fläche von jeglichem Grün zu befreien. Hier also soll das neue „Kultur- und Begegnungszentrum Rhades“ entstehen. Noch ist dafür kein tragbares Konzept erkennbar. Und dass der Ort neben der Lembecker Straße und der fast ausschließlich motorisiert aufgesuchten Raiffeisen-Tank- und Raststätte der beste für Rhade sein soll, will einfach nicht überzeugen. „Da wird Geld in den Sand gesetzt“, äußert ein kritischer Zeitgenosse sein Unverständnis am aufgestellten Bauzaun.

Dirk Hartwich - Mit offenen Augen durch Rhade

Veröffentlicht am 08.06.2026

 

Bundespolitik Deutsche Staatsraison gegenüber Israel schließt Klartext nicht aus

Israelischer Selbstverteidigungskrieg gerät zunehmend außer Kontrolle

Die Schuld, die Deutschland während des Naziterrors u. a. gegenüber Menschen jüdischen Glaubens auf sich geladen hat, zwingt zu dauerhafter Kollektivscham. Darüberhinaus lautet unser Versprechen, als Staatsraison definiert, dem Staat Israel uneingeschränkt zur Seite zu stehen, um sich gegenüber kriegerischen Nachbarstaaten und mörderischen Terrorgruppen selbst verteidigen zu können. Dieser Selbstschutz versagte am 7. Oktober 2023. Vom Iran unterstützte Hamas-Terroristen stiegen über Grenzzäune und mordeten blindwütig 1200 Menschen und verschleppten weitere 200, von denen nur wenige die anschließende Geiselnahme überlebten. Weltweites Entsetzen war die Folge. Israel schwor nachvollziehbar Rache, die freie demokratische Welt, darunter selbstverständlich Deutschland, sicherte moralischen Beistand und finanzielle Unterstützung zu. Um die Geiseln zu befreien, musste der Gazastreifen militärisch beherrscht werden. Dass dabei keine Rücksicht auf die Zivilbevölkerung genommen wurde, dass ihre Häuser dem Erdboden gleich gemacht wurden, dass sogar Hunger als Waffe eingesetzt wurde, ließ die moralische Unterstützung von außen bröckeln. Nun hat Israel entschieden, den Begriff Selbstverteidigung in permanente Vorwärtsverteidigung zu verändern. Ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung in Gaza und dem Libanon. Das muss kritisiert werden. Nicht diplomatisch verbrämt, sondern in Klartext. Unsere o. a. Staatsraison schließt nicht aus, gravierende Menschenrechtsverletzungen durch den Israelischen Staat auch als solche zu benennen.

Rhader Nachdenzeilen zum andauernden Krieg in Nahost

Veröffentlicht am 06.06.2026

 

Kommunalpolitik Der beeindruckende Besuch des Bundespräsidenten in Dorsten wurde im Film festgehalten

Um die besondere Atmosphäre festzuhalten, die der Besuch des Bundespräsidenten mit seiner Frau in der Lippestadt ausgelöst hat, hat die Verwaltung einen Film drehen lassen. Er beeindruckt durch die Natürlichkeit, die alle Akteure, die in der Dokumentation zu Wort kommen und zu sehen sind, auszeichnen. Insbesondere muss hervorgehoben werden, dass der Bundespräsident bewusst in Dorsten auf seiner "Grundgesetz-Werbetour", die ihn durch ganz Deutschland führt, hier die erste Station eingelegt hat. Seit mehreren Jahren wird nämlich in unserer Stadt auf vielen Ebenen mit hochmotivierten Ehrenamtlichen dafür geworben, das Grundgesetz, also unsere Verfassung, nie aus den Augen zu verlieren. Genau diese kreativen Aktivitäten in Dorsten sind dem Bundespräsidialamt in Berlin nicht verborgen geblieben. Die Auszeichnung, so durch den Bundespräsidenten gewürdigt zu werden, hat die Verwaltung und die aktive Zivilgesellschaft absolut verdient. Auf dem YouTube-Kanal der Stadt Dorsten ist der Film unter folgendem Link aufzurufen. Empfehlung: Sehenswert!

https://youtu.be/JVXiiIAa0Fo

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 05.06.2026

 

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