Gesellschaft Papst Leo XiV und die Enzyklika „Magnifica humanitas“

Gastbeitrag Dr. Hans-Udo Schneider

Der Autor Heribert Prantl bezeichnet sie als „Ein Manifest der Menschheit“. Und in der Tat setzt der Papst mit diesem Lehrschreiben ein Zeichen, das nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Die Veröffentlichung erfolgte sehr bewusst an Pfingsten. An diesem Tag, dem Geburtstag der Kirche, feiert die Christenheit die Geistkraft Gottes. Dagegen setzen die Tech-Milliardäre den Geist der Künstlichen Intelligenz (KI). Zwei konträre Menschenbilder - das christlich humanistische Menschenbild und die Ideologie des Transhumanismus. Darin wird der Mensch seiner Verantwortung, Kontrolle, Mitwirkung enthoben. Die KI entscheidet in allen Lebensbereichen, letztlich auch über Krieg und Frieden.
Der Papst nennt das Hybris, Selbstüberschätzung und erinnert in diesem Zusammenhang an die Geschichte vom Turmbau zu Babel. Er lehnt die KI zwar nicht grundsätzlich ab. Aber in ihrem Absolutheitsanspruch sei sie brandgefährlich. Von daher mahnt er Transparenz, Verantwortung und demokratische Kontrolle der Macht an. Sie darf nicht in Händen weniger Oligarchen liegen. Der Papst will also informieren, aufklären, sensibilisieren und die Menschen ermutigen, den Heilsversprechen der digitalen Supermacht KI zu widerstehen.
Anmerkung: Die Enzyklika kann im Netz eingesehen und runtergeladen werden. Im Juli ist sie im Buchhandel erhältlich.

Dr.Hans-Udo Schneider, Pfarrer, Diplom-Psychologe und Psychotherapeut, Autor mehrerer Fachbücher kandidierte 2009 für das Bürgermeisteramt in Dorsten.

Veröffentlicht am 16.06.2026

 

Kommunalpolitik Dorsten und der „Masterplan Wohnen“

Arbeitsgruppe wird wiederbelebt

Bezahlbarer Wohnraum fehlt an allen Ecken und Kanten. Seit Jahren wird dieser Zustand beklagt. Seit Jahren wird versprochen, das zu ändern. Begriffe wie Bauturbo signalisieren, da tut sich was. Tatsächlich sinken aber die prognostizierten Neubauzahlen. In der Folge steigen die Preise weiter explosionsartig. Die instabile Inflationsrate lässt kaum eine seriöse Finanzplanung zu. Nun will die Stadt Dorsten mit einem „Masterplan Wohnen“ gegensteuern. Die dazu genannten Rathaus-Ideen, mit denen sich eine Arbeitsgruppe aus Verwaltung, Stadtrat, Experten und Bürgern beschäftigen soll, sind nicht neu. Dennoch verdienen sie schnellstens aktualisiert zu werden, um endlich auch vorzeigbare Ergebnisse, sprich bezahlbaren Wohnraum in der Lippestadt anbieten zu können. Übrigens soll auch so das gleich lautende Ziel der Landesregierung NRW erreicht werden, nämlich bis 2040 für alle Bevölkerungsschichten ein bezahlbares Wohnraumprogramm anzubieten. Der genannten Arbeitsgruppe ist zu empfehlen, dazu einen Bebauungsplan mit Modellcharakter zu entwickeln. Dann könnten mit unterschiedlichsten Haustypen das soziale Nebeneinander gefördert, die Klimaneutralität angestrebt und eine saubere Energieversorgung umgesetzt werden. Selbst sichere Verkehrswege ohne Vorrang für das Kfz wären ein Muss. Ein Blick zur „Innovation City Bottrop“ wird helfen, das Rad in Dorsten nicht wieder neu erfinden zu wollen. Erinnert sei auch an die Initiative der SPD-Stadtratsfraktion, die die genannten Rhader Anregungen für den künftigen Bebauungsplan „Gerhart-Hauptmann-Realschule“ eingebracht hat.

Rhader Gedanken zum Dorstener Masterplan Wohnen        

Veröffentlicht am 15.06.2026

 

Gesellschaft Die Fußball-Geldmeisterschaft

Ein Tor, wer dabei an Sport denkt

Mehrere Wochen dauert das gerade angepfiffene Spektakel. Wir sind mit unserer Fußballmannschaft, dem TV und unzähligen Experten live dabei. Am Ende wird es einen Weltmeister und 47 Verlierermannschaften geben. Ein Geldmeister steht schon fest. Die FIFA. Fédération Internationale de Football Association aus Zürich. Der Dachverband des Weltfußballs. Eine Organisation, die von Korruption, Bestechung und Wahlmanipulation (Wikipedia) begleitet wird. Der Chef, Gianni Infantino, ist ein Schweizer, der versteht, die Strippen zu ziehen. Der wichtigste sportliche Wettbewerb, die alle vier Jahre stattfindende Fußballweltmeisterschaft, ist zur gnadenlosen Geldmeisterschaft verkommen. Infantino lässt aber auch gönnerhaft mitverdienen. Willfährige Politiker und nationale Verbandspräsidenten, die seine Verkaufsvorstellungen kritiklos teilen, gehen später mit prall gefüllten Taschen vom Platz. Ein Tor, wer in diesem Zusammenhang auch an Trump denkt, der von Gianni Infantino kürzlich sogar mit einem puren Friedensgoldpokal zum handzahmen Unterstützer mutierte. Wir stehen nicht abseits, sondern glauben ernsthaft, dass Sport und Politik zwei Paar Schuhe sind. Wir bilden die Kulisse für ein Großereignis, das minutiös geplant und eiskalt durchgerechnet wurde. Am Ende zählen nicht nur Tore, sondern Milliarden auf der Habenseite von wenigen. Wir sind trotzdem dabei, weil wir von der Illusion, dass Fußball die schönste Nebensache der Welt ist, nicht lassen können.

Dirk Hartwich, heute als Linksaußen-Wochenendkommentator

Veröffentlicht am 13.06.2026

 

Wiebke Esdar. (Foto: Photothek Media Lab) Bundestagsfraktion Wiebke Esdar: „Wir begrüßen das Steuerkonzept vom DGB“

SPD- Bundesfraktion positioniert sich klar und eindeutig

„Wir begrüßen das heute vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) vorgestellte Steuerkonzept: Die SPD und die Gewerkschaften ziehen hier an einem Strang - es muss gerechter zugehen in unserem Land.
Die Krisen der vergangenen Jahre haben vor allem kleine und mittlere Einkommen sowie Familien belastet. Deshalb hat der DGB Recht: Sie brauchen jetzt spürbare Entlastung. Diese bringen wir mit einer Reform der Einkommensteuer auf den Weg. Gleichzeitig müssen die Superreichen stärker zur Kasse gebeten werden. Wir stehen vor einem großen Reformprozess. Klar ist: Es darf nicht am falschen Ende gekürzt oder gespart werden. Es gibt Alternativen zu einer Mehrwertsteuererhöhung, die gerechter sind und Wachstum ermöglichen, das hat der DGB aufgezeigt: Die Revitalisierung der Vermögensteuer für Multimillionen-Vermögen, eine Erhöhung der Kapitalertragsteuer und eine gerechte Erbschaftsteuer. Mit „Fair.Erben“ haben wir bereits gezeigt, wie Schlupflöcher für Multimillionenerben geschlossen werden, während Omas Haus und Familienbetriebe bis fünf Millionen Euro geschützt bleiben. Auch im Kampf gegen Finanzkriminalität stehen wir fest an der Seite des DGB. Es ist gut und richtig, dass unser Finanzminister hier einen umfassenden Aktionsplan vorantreibt. Gemeinsam mit den Gewerkschaften kämpfen wir für ein gerechtes Steuersystem, das die Mehrheit entlastet und die großen Aufgaben solidarisch finanziert. Denn wir sind der Schutzschirm der Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und Familien.“

Übernommen von www.spdfraktion.de

Veröffentlicht am 12.06.2026

 

Gesundheit Krankenhäuser auf der Intensivstation

Auch Dorsten sorgt sich um Rundum-Nahversorgung

Früher galt das Verteidigungsministerium als Schleudersitz für jeden Amtsinhaber. Machte er seine Sache gut, stand dem Aufstieg nichts im Weg. Beispiel: Helmut Schmidt. Umgekehrt führte Versagen zum dauerhaften Abstieg. Beispiel: Christine Lambrecht. Heute steht das Gesundheitsministerium fast täglich im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Die zu lösende Aufgabe scheint von Jahr zu Jahr unlösbarer zu werden. Die Ursache kann kurz erklärt werden: Die älter werdende Bevölkerung benötigt in der letzten Phase des Lebens vermehrt ärztliche und pflegerische Unterstützung. Dadurch steigen die Kosten, die nicht allein durch die Versichertenbeiträge abgedeckt werden können. Ohne staatliche Zuschüsse geht also nichts. Im aktuellen Fall ist die Gesundheitsministerin Nina Warken gefragt, wie sie die Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben schließen will. U. a. plant sie, die Kostenspirale mit Beitragserhöhungen, Absenken von Standards in der Pflege und Leistungsverboten in Krankenhäusern zu stoppen. Das führt zu Protesten auf fast allen Ebenen. Auch das Dorstener Krankenhaus sieht sich von der Politik zusehends falsch behandelt. Vorgebrachte Befürchtungen, dass die lebensnotwendige ortsnahe Versorgung dem Rotstift geopfert werden könnte, versanden zwischen Düsseldorf und Berlin. Während wir Dorstener künftig und dann dauerhaft längere Wege zum Genesen in Kauf nehmen müssen, werden die aktuell agierenden Gesundheitsminister Laumann in Düsseldorf und Warken in Berlin, gut privat versorgt, vergessen sein. Das gesamte Gesundheitssystem scheint chronisch krank zu sein.

Nachdenkzeilen aus Rhade

Veröffentlicht am 11.06.2026

 

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SPD Sozial

„Wer nichts verändern will,
wird auch das verlieren,
was er bewahren möchte.“

Zitat Gustav Heinemann. Er wurde 1899 geboren und starb am 7.7.1976. Zwischen 1969 und 1974 amtierte er als Bundespräsident. 

 

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