Gesellschaft Ein Rhader Sozialdemokrat lässt seinen Gefühlen freien Lauf

Die Ergebnisse der Landtagswahlen sorgen für tiefe Nachdenklichkeit

Eigentlich können momentan die demokratischen Parteien machen was sie wollen, sie werden mit Skepsis bewertet, mit Misstrauen begleitet und mit Ablehnung per Wahlschein abgestraft. Dafür scheinen den Populisten am demokratischen Rand, die Herzen zuzufliegen. Ein Populist ist ein Mensch, der alles verspricht um an die Regierungsmacht zu kommen, dabei den politischen Konkurrenten bösartig diffamiert und mit Unwahrheiten skrupellos agiert. Obwohl jeder Faktenscheck, der die Aussagen von Populisten überprüft, die vorgenannte Definition bestätigt,  wachsen populistische Parteien weiter stark. Parallel verlieren demokratische Parteien an Zustimmung. Auf Ratlosigkeit folgt schnell Sprachlosigkeit, nicht selten dann die Aufgabe, sich persönlich einzubringen. Resignation ist verständlich, aber nicht die Lösung, sondern die Verschärfung des Problems. Der Rhader Appell an alle Demokraten lautet daher kurz und knapp: Kopf hoch, den Populisten die Stirn bieten und die eigene politische Überzeugung (noch) verständlicher, sozialer und gerechter offensiv zu vertreten.

Veröffentlicht am 21.09.2026

 

Landespolitik Hochrechnung ARD 22.15 Uhr: Landtagswahlen MV und Berlin

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern:

SPD:35,4%
AfD:38,3%
Linke: 6,5%
Grüne: 5,6%
CDU: 4,9%

BSW: 4,9%

Landtagswahl Berlin:

CDU:̀ 18,9%
Linke: 25,5%
Grüne: 14,3%
SPD: 12,1%
AfD: 16,1%

BSW: 4,7%

Wird weiter aktualisiert

Veröffentlicht am 20.09.2026

 

Bundespolitik Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern

Kriegen wir noch die Kurve oder kippen wir weiter nach rechts?

Selten war die nationale und internationale Aufmerksamkeit vor einer bundesrepublikanischen Landtagswahl so groß wie heute. Der demokratische Musterknabe Deutschland, der der Welt seit über 80 Jahren beweist, aus den verheerenden Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben, verliert seine wertebasierte Standfestigkeit und torkelt scheinbar unaufhaltsam nach rechtsaußen. Obwohl Europa und der freie Welthandel uns Frieden, Freiheit und Wohlstand bescherten, scheint (wieder) das engstirnige Nationale an Zustimmung zu gewinnen. Erklärungsversuche werden seit Monaten von Politikern, Journalisten und Wissenschaftlern, alle dem demokratischen Lager zuzuordnen, frei Haus geliefert. Begleitet von repräsentativen Umfragen, die bestätigen, dass der immer schon vorhandene rechte Rand stetig zunimmt und die demokratische Mitte „auffrisst“. Fehler der Vergangenheit, u. a. das Sparen um jeden Preis, das Festhalten am Mehrklassensystem bei Rente und Gesundheit, haben zu Vertrauensverlust geführt. Auch der Irrglaube, durch den Verkauf des sozialen Wohnungsbestands etwas zu gewinnen, hat sich ins Gegenteil verkehrt. Nicht zu vergessen, dass die erforderliche Einwanderungspolitik hätte besser erklärt werden müssen. In der Folge wuchs die Unzufriedenheit „da unten“, ohne dass sie „da oben“ richtig wahrgenommen wurde. Das Statement der Demokraten nach verlorenen Wahlen lautet gebetsmühlenartig: „Wir haben verstanden“. Momentan bleibt nur die Hoffnung, dass aktuell die Wähler in MV und Berlin den demokratischen Parteien vertrauen, das Steuer zu mehr sozialer Gerechtigkeit herumzureißen.

Rhader Wochenendgedanken  

Veröffentlicht am 19.09.2026

 

Halt! Ausweiskontrolle! Hundehalter könnten künftig nur mit Führerschein Gassi gehen Gesellschaft Eine Zeitungsnotiz wirft Fragen auf

„Hund nur mit Führerschein?“

Die Landtagsfraktion der NRW-SPD hat auch ein Herz für Tiere. In diesem Fall sind es die Hunde, die in den Fokus einer Parlaments-Initiative für mehr Tierschutz gerückt wurden. Dafür erhalten sie u. a. viel Zustimmung von sogenannten Hundeverstehern, die als TV-Experten wertvolle Tipps für „Frauchen und Herrchen“ parat haben. Es gibt aber auch kritische Stimmen, die aus der Ecke der Juristen kommen. Gut ist, dass über eine verantwortungsvolle Hundehaltung öffentlich diskutiert wird. Ob aber ein neues verpflichtendes Zertifikat, das erst nach Zahlung einer Gebühr und abgelegter Prüfung ausgehändigt wird, die Misere in den Tierheimen beheben wird, darf bezweifelt werden. Kritischen Lesern der Initiative, die sich mit dem Sachverhalt auseinandersetzen, kommen plötzlich weitere Fragen in den Sinn. Wäre dann nicht auch ein Führerschein für künftige Eltern sinnvoll? Antworten darauf könnten die Jugendämter in jeder Kommune geben. An dieser Stelle wird jetzt ein Punkt gesetzt, um eigene Lesergedanken nicht weiter zu beeinflussen.

Rhader Nachdenkzeilen

Veröffentlicht am 18.09.2026

 

Bundespolitik Ist „SchMerz lass nach“ die Lösung?

CDU demontiert Kanzler und sorgt für Instabilität

Bisher waren es häufig Sozialdemokraten die ihr Führungspersonal beim ersten Gegenwind begannen, selbstzerstörerisch zu kritisieren und eine Nachfolgediskussion zur Unzeit lostraten. Begleitet von Medien, die ihre klammheimliche Freude an kostenlos gelieferten Überschriften auslebten. Das hat bei den so Herabgewürdigten Verletzungen hervorgerufen und nicht selten zur Aufgabe geführt. Nun sind es die Christdemokraten, die ihre Personal-Abwärtsspirale nach dem gleichen Muster in Gang gesetzt haben. Friedrich Merz, der sich als Oppositionsführer darin gefiel, den amtierenden Kanzler Olaf Scholz (SPD) und die Vorgängerin Angela Merkel (CDU) mit Häme zu überziehen und selbst vor falschen Behauptungen nicht zurückschreckte, „Fritze erzählt gern Tünkram“, wird nun selbst demontiert. Persönlich und als höchster Regierungsamtsträger. Klammheimliche Freude ist nicht angebracht. Deutschland und Europa stehen vor gewaltigen Herausforderungen, den Reformstau früherer Jahrzehnte, die schwarze Null lässt grüßen, aufzulösen. Neben milliardenschweren Investitionen in Verteidigung und Infrastruktur müssen auch „alte Zöpfe“ abgeschnitten werden. CDU- und SPD-Basis hadern gleichermaßen, dass ihre Wahlversprechungen nicht 1:1 umgesetzt werden (können). Den Frust darüber bekommen „die da oben“ täglich serviert. Wer aber glaubt, dass das Wortspiel „SchMerz lass nach“, alle Probleme löst, ist auf dem Holzweg. Im Gegenteil, ein erzwungener Rücktritt des Kanzlers würde eine unkalkulierbare innenpolitische Krise auslösen, die die Regierungstür für Parteien, die unsere gelebte Demokratie verachten, ein Stück weiter öffnet.

Nachdenkzeilen aus Rhade

Veröffentlicht am 17.09.2026

 

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SPD Sozial

„Wer die Wahrheit nicht weiß,
der ist bloß ein Dummkopf.
Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt,
der ist ein Verbrecher.“ 

Bertolt Brecht

 

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