Gesellschaft Dorsten und seine neue Stadtkrone - Teil 1

Maria Lindenhof hat eine interessante Geschichte zu erzählen

Mitten in Dorsten, zwischen Kanal und Lippe, erstreckt sich ein Areal, das lange im Dornröschenschlaf lag und jetzt wach geküsst wurde – Maria Lindenhof. Ein äußerst geschichtsträchtiger Fleck mitten in Dorsten. „Dorsten - einst und jetzt“ lautet ein sehr lesenswertes Informationsblatt des „Vereins für Orts- und Heimatkunde Dorsten e. V.“, das wir in mehreren Teilen veröffentlichen. Die Genehmigung für den Text und die Fotos liegen vor. Die Rhader SPD sagt DANKE!

Freizeit- und Kulturzentrum Maria Lindenhof Seinen Namen verdankt der heutige Bereich Maria Lindenhof den Barmherzigen Brüdern von Montabaur. Der Krankenpflegeorden aus dem Westerwald erwarb 1886 das mit vielen Linden besetzte Gelände um die hier gelegene Villa des Hervester Kaufmanns August Reischel mit dem Ziel, darin eine Heil- und Pflegeanstalt für psychisch und geistig erkrankte Männer katholischer Konfession einzurichten. Sie stellten ihre neue Einrichtung unter den besonderen Schutz der Gottesmutter Maria und nannten sie fortan Marias Hof bei den Linden oder kürzer Maria Lindenhof. Der Name kam schnell in Umlauf und hat sich bis heute erhalten. 

Heil- und Pflegeanstalt der Barmherzigen Brüder von Montabaur 

Die Heil- und Pflegeanstalt …

Veröffentlicht am 01.08.2018

 

Schule und Bildung Schulentwicklungsplanung: Wenn Politiker auf dem Holzweg sind

Nur das zweigliedrige Schulsystem hat Zukunft – Aktuelle Statistik zwingt zum Handeln

Seit Jahrzehnten blockieren Ideologen eine moderne Schulpolitik. Der Versuch, unsere überholte Schullandschaft, u. a. aus Haupt-, Real-, Gesamtschule und Gymnasium, partout zu erhalten, ist krachend gescheitert. Die Abstimmung mit den Füßen (Eltern/Schüler) hat u. a. Haupt- und Realschule zu Auslaufmodellen gemacht. Der Trend geht eindeutig zu den Schulen, die auch das Abitur im Angebot haben. Also hin zu Gymnasium und Gesamtschule. Auch die in Dorsten mit viel öffentlicher „Begleitmusik“ neu installierte Sekundarschule wird sich auf Dauer nicht durchsetzen. Ihr fehlt schlicht die „Oberstufe“. Die abgesprochenen Kooperationen mit Gymnasium, Gesamtschule und Berufskolleg klingen gut, sind aber letztlich wieder nur Kompromisse. Nun liegen landesweit die Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen in NRW und dem Kreis RE vor. Spätestens jetzt müssen auch die Schulpolitiker und Parteien in Dorsten aufhorchen. Nämlich, wenn Ernst Rösner, Bildungsexperte, der viele Jahre an der Uni Dortmund am Institut für Schulentwicklungsforschung gearbeitet hat, die Zahlen interpretiert. Und hier wird klar, dass auf Dauer nur Gymnasium und Gesamtschule Zukunft haben. Die Zahlen lügen also nicht. Es wird Zeit, dass sich auch in der Lippestadt eine ideologiefreie Schulpolitik durchsetzt. Es wird aber auch Zeit, dass sich die 16 Bundesländer endlich auf eine einheitliche Schul- und Bildungspolitik verständigen. Wichtig ist, dass die Schultypabwahl nicht die Pädagogen zu verantworten haben, sondern allein die Politiker und Parteien, die einfach nicht die Partei- und Ideologiebrille ablegen können.

Eigener Beitrag auf Grundlage eines Berichts in der DZ (Aus der Region) am 30.07.2018 – siehe  eigenes Foto 

Veröffentlicht am 31.07.2018

 

Allgemein Das politische Sommerloch gibt es nicht

Ein SPD-Mitglied macht sich Gedanken

Die Welt dreht sich weiter. Und mit ihr die Probleme. Trotz Sommerhitze, Ferien- und Urlaubsstimmung. „Mach’ mal Pause“. Ein guter Rat für Politiker? Ja, wenn die Pause dazu genutzt wird, weniger zu twittern, dafür mehr nachzudenken. Nachzudenken darüber, wie Politik mehr Gerechtigkeit und Solidarität schaffen kann. Hier wie da. Und wie eine Partei, ich denke hier an die SPD, mehr Orientierung bietet. Orientierung, wohin die Zukunftsreise gehen soll. Vielleicht ist ein neues Grundsatzprogramm erforderlich, das Antworten anbietet und die Identifikation stärkt. Wo sind die Vordenker, die, losgelöst von Tagespolitik und Ministeramt, Richtungshinweise zur Diskussion anbieten? Die Werte der Sozialdemokratie, Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität lechzen danach, aktuell und offensiv interpretiert zu werden. Schnellschüsse, flotte Überschriften und Kurzmitteilungen führen nur zur Selbstbefriedigung. Kann man doch mal drüber nachdenken. Jetzt, in der Sommerpause.

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 30.07.2018

 

Gesellschaft Der Sonntagskommentar aus Rhade: Respekt vorm Ehrenamt - ein Beispiel

Warum Parteien und ehrenamtlich agierende Kommunalpolitiker unverzichtbar sind

Krieg, Armut, Elend, Vertreibung. Menschen fliehen und suchen Schutz. Plötzlich sind sie da. Auch in Dorsten. Die Verwaltungen schaffen es nicht - alleine. Bürgerinnen und Bürger springen als Flüchtlingspaten ein. Sie dolmetschen, sie begleiten, sie spenden Trost, sie versuchen, eine Perspektive zu bieten. Asylverfahren sind kompliziert. Manchmal müssen Rechtsanwälte und Gerichte bemüht werden. Das zeichnet unseren Rechtsstaat aber aus, dass das möglich ist. Immer wieder gibt es aber auch Frustmomente. Da enttäuscht das „Patenkind“, da liest man ratlos amtliche Schreiben in einer Sprache, die ein gerade deutsch lernender Adressat nie und nimmer verstehen kann. Wer kann helfen? Die Frage ist angekommen. Es wird vermittelt und Vertrauenspersonen gebeten, zu unterstützen. Gespräche folgen. Auch die Stadtverwaltung zeigt sich offen und gesprächsbereit. Ob es am Ende ein positives Ergebnis gibt, ist auch von der Rechtslage abhängig. Aber, dass in diesem konkreten Fall mehrere ehrenamtlich agierende Personen Humanität und Liberalität vorleben, zeigt, dass auch Parteien in unserer Demokratie unverzichtbar sind. Und Kommunalpolitiker, die ihr Ehrenamt ernst nehmen, ebenfalls. Wenn dann noch, wie in diesem bewusst „anonym“ gehaltenen Beispiel die Verwaltung konstruktiv „mitspielt“, dann sind wir auf dem richtigen Weg.

Veröffentlicht am 29.07.2018

 

Umwelt Lokal denken, global handeln

Hitzewelle zwingt nicht nur zum Nachdenken - auch zum Handeln

Seit Wochen haben wir „schönes“ Wetter. Es ist warm, trocken, sonnig und hochsommerlich. Da dieses Wetterlage aber schon seit Monaten anhält, zeigen sich immer deutlicher die Schattenseiten. Menschen und Tiere leiden unter der Hitze, die Natur reagiert mit Blätterabwurf, rissigen Böden, ausgetrockneten Wasserläufen. Die weiteren Aussichten? Keine Änderund der Wetterlage in Sicht. Was läuft da falsch? Unsere gemäßigte Zone Westeuropa ist in der Klimakrise. Experten haben es vorhergesehen. Wir sind die Verursacher. Nicht erst seit gestern. Eigentlich wissen wir, was zu tun ist. Eigentlich. Tatsächlich hoffen wir aber, dass irgendein „Wunder“ geschieht und alles wieder wie bisher ist. Bevor wir aber mit dem Finger auf andere zeigen, sollten wir erkennen, dass 3 Finger unserer Hand auf uns zeigen. Kurz. Die Klimaveränderung kann nur global gestoppt werden, wenn wir lokal  handeln. Ein Blick nach Dorsten: Das Integrierte Klimaschutzkonzept der Lippestadt wartet darauf, umgesetzt zu werden. Nicht morgen, sondern jetzt. 

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 28.07.2018

 

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