Bundespolitik Hohe Preise - niedrige Zustimmungswerte für Regierung

Sind Politiker wirklich dafür verantwortlich?

Es ist hilfreich, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, um die ärgerliche Preisentwicklung, u. a. für Lebensmittel und Energie zu verstehen. In allen 16 Bundesländern schwärmen monatlich Beauftragte der Statistikämter aus, um bei zuvor festgelegten Produkten im Lebensmittelbereich die Preise zu dokumentieren. So fließen Monat für Monat tausende Daten in eine riesige Vergleichstabelle ein. Das Verbrauchergefühl, immer mehr für die gleiche Ware bezahlen zu müssen, täuscht nicht. Innerhalb der letzten 6 Jahre musste ein Preisplus von knapp 40% verkraftet werden, so die offizielle Statistik. Als Ursache werden u. a. die Corona-Pandemie, unterbrochene Lieferketten, explodierende Energiekosten und weltweite Kriege genannt. Auch Ernteausfälle durch vermehrt registrierte Klimakatastrophen gelten als Preistreiber. Dass einige Unternehmen die genannten Kriterien aber auch nutzen, um noch eine Schippe beim Umsatz und Gewinn draufzulegen, konnten Experten zweifelsfrei durch eine Überprüfung der Kalkulation nachweisen. So wird z. B. bei einigen Schokoprodukten der gestiegene Kakao-Preis komplett eingerechnet, obwohl der genannte Rohstoffanteil nur 30% beträgt. Die explodierenden Gewinne der Energiekonzerne zeigen, dass gerade dieser Sektor, egal welche Krise ansteht, als „Gewinner vom Platz geht“. Der Unmut der Verbraucher ist verständlich, wird aber vorschnell bei den Regierenden abgeladen. Diese können zwar die Preissteigerungen kritisieren, sie aber nachhaltig nach unten korrigieren können sie nicht. Diesen Zusammenhang nicht aus den Augen zu verlieren,  gehört zur Pflichtaufgabe eines kritischen Verbrauchers und aufgeklärten Demokraten.

Nachdenkzeilen aus Rhade
Grundlage ZEIT-Bericht „Teuer, teurer, unbezahlbar“ vom 20.8.2026

Veröffentlicht am 26.08.2026

 

Gesellschaft War die Cannabis-Freigabe wirklich die beste Lösung?

Neues Nachdenken wäre angebracht - Ein persönlicher Kommentar

Cannabis ist ein Suchtstoff wie Tabak und Alkohol. Ein Krankmacher dazu. Nach den schon immer an jeder Ecke legal zu erwerbenden Zigaretten und Alkohol, ist mit Cannabis seit einiger Zeit ein Rauschmittel dazugekommen. Jeder Erwachsene darf eine kleine Menge besitzen und konsumieren, ohne sich wie bisher strafbar zu machen. Gut für die Gerichte, die eine Entlastung spüren. Schlecht für die Krankenkassen, die vermehrt Behandlungskosten für auftretende Psychosen registrieren. Steigende Beiträge sind die Folge für die Versicherten. Richtig ist, dass sich die Käufer dieser Drogen jetzt eher auf „saubere“ Ware verlassen können. Richtig ist aber auch, dass Kenner der Szene Cannabis auch als Einstiegsdroge für härtere Stoffe bezeichnen. In Cannabis-Clubs darf begrenzt selbst gepflanzt und geerntet werden. Käufer müssen Mitglieder sein, die produzierten und verkauften Mengen pro Person sind genauestens vorgeschrieben. Innerhalb von Schutzzonen darf der Joint nicht angezündet werden. Die Kontrolle darüber ist Aufgabe der Bezirksregierungen mit Unterstützung der Polizei. Werbung ist zwar verboten, Infomessen rund um den Hanf aber zugelassen. So hat gerade in Düsseldorf die Messe CANNAFAIR ihre Tore geschlossen. Rund 250 Aussteller ließen sicherlich die Besucher bereits hier auf Wolke sieben schweben. Zurück zur Ausgangsfrage: War die Cannabis-Freigabe wirklich die beste Lösung? Mein persönliches Urteil lautet NEIN. Besser wäre, den Zugang zu allen Suchtstoffen durch kontinuierliche Aufklärung und erschwerten Zugang einzuschränken.

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 25.08.2026

 

Landespolitik Finn Lehmann geht auf die Menschen zu

SPD-Landtagskandidat überzeugt an Infoständen mit der Fähigkeit, zuzuhören

Egal, ob er seinen Infostand in Polsum, Haltern, Ahsen oder Dorsten aufbaut, immer kommt er sofort ins Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern, die etwas zu sagen haben. Zufrieden registrieren sie, dass die SPD sichtbar ist und auf einen jungen Sozialdemokraten treffen, der geduldig zuhören kann, bevor er auf Fragen sachkundig antwortet. Finn Lehmann kandidiert im hiesigen Landtagswahlkreis, zu dem auch Rhade gehört. Sein Ziel ist, am 25. April nächsten Jahres mit der Mehrheit der Wählerstimmen direkt in den Landtag gewählt zu werden. Dazu tourt er unermüdlich durch seinen Wahlkreis, informiert per Newsletter, Flyer, mit Videos und mit vielen Haustürbesuchen. Es sind nur noch exakt 8 Monate bis zur Wahl. Ein sehr kurzer Zeitraum, um die Wählerinnen und Wähler zu überzeugen, dass sich die Sozialdemokraten an Rhein und Ruhr neu aufgestellt haben, um die Enttäuschungen der letzten Jahre vergessen zu machen. Finn Lehmann steht genau für diese neue SPD. In seinem Flyer wirbt er sehr persönlich um Unterstützung: „Ich komme nicht aus einer klassischen Politikerlaufbahn. Aber ich kenne die Herausforderungen vieler Menschen aus eigener Erfahrung. Diese Perspektive möchte ich nutzen, um Verantwortung zu übernehmen und mich dafür einzusetzen, dass jeder eine faire Chance bekommt.“ Finn Lehmann verdient unsere Unterstützung!

Veröffentlicht am 24.08.2026

 

Allgemein Für Sie gelesen …

„Wie hat Israel Sie verändert?“ - Ein Interview mit Steffen Seibert im ZEIT MAGAZIN*

11 Jahre lang war er Pressesprecher der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Danach 4 Jahre deutscher Botschafter in Israel. Nun ist er mit 66 Jahren in den Ruhestand getreten. Steffen Seibert ist zwar zurück in seinem Wohnort Berlin, gedanklich aber immer noch in Israel. „Ich mochte mich hier“, so seine Liebeserklärung an seine Zeit in Israel. Botschafter Deutschlands zu sein, ist hochpolitisch und verantwortungsvoll. Steffen Seibert gelang es, dem Amt einen besonderen Anstrich zu verleihen. Einerseits ist die Sicherheit Israels deutsche Staatsräson, andererseits gilt diese Selbstverpflichtung nur für die international anerkannte Fläche in den Grenzen von 1967, nicht aber für das Westjordanland und Gaza. „Das sind für uns (Deutschland) besetzte Gebiete.“ Mit seiner manchmal undiplomatischen Art hat sich Steffen Seibert immer mal wieder auch den Unmut der Netanjahu-Regierung zugezogen. Er besuchte die besetzten Gebiete und zeigt sich erschüttert über die persönlich erlebte brutale Gewalt israelischer Siedler gegenüber den einheimischen Palästinensern. Zurück in Deutschland fällt ihm auf, dass unser Land, im Gegensatz zu Israel, viel zu wenig an sich glaubt. Fehler werden hier nicht verziehen, sondern „zur kompletten Unfähigkeit hochgejazzt“. Das Interview mit Steffen Seibert öffnet dem Leser Türen, die den Blick auf Israel und Deutschland weiten. Lesenswert!

Dirk Hartwich
*ZEIT MAGAZIN 35 vom 13.08.2026

Veröffentlicht am 23.08.2026

 

Hier wird das Grundwasser belastet. Durch eine funktionierende Kleinstkläranlage dagegen nicht. Kommunalpolitik Nebenbei bemerkt: Bürokratieabbau auch für Verbraucher mitdenken

Nicht nachvollziehbare kostenpflichtige Vorschriften zu Lasten des Bürgers - Ein Beispiel

Wenn über den dringend nötigen Abbau von Bürokratie diskutiert wird, sind es in erster Linie Unternehmen, die ihre Stimme erheben. Heute soll an einem Beispiel der genervte Verbraucher im Mittelpunkt stehen. Wegen fehlender zentraler Abwasserleitungen werden im ländlichen Bereich Kleinstkläranlagen mit moderner Klärtechnik zugelassen. 2-3 Mal im Jahr wird die Restwasserqualität, die in einen Graben abgeleitet wird, untersucht und die Ergenisse dem Landkreis als zuständige Behörde mitgeteilt. Kosten pro Analyse ca. 80 Euro. Nach mehreren Jahren verlangt die Behörde eine Überprüfung, obwohl die ihnen vorliegenden Analysenwerte keine Beanstandung anzeigten. Als erstes wird eine neue Dichtigkeitsprüfung verlangt. Bietet die Analysenfirma kostenpflichtig an. Danach kommt eine weitere Firma ins Spiel, um den technischen Zustand der Anlage, die immer vorschriftsmäßig funktionierte, zu begutachten. Dabei werden „überraschend“ geringfügige Mängel festgestellt. In kollegialer Zusammenarbeit mit dem Landkreis, der Analysefirma und der Mängelbeseitigungsfirma wird dem Verbraucher ein vorläufiger Kostenvoranschlag in Höhe von 2.000 Euro präsentiert. Nun ist noch erwähnenswert, dass in direkter Nachbarschaft Landwirte ihre Nutzflächen regelmäßig mit Gülle und Stallmist düngen. Der von der EU seit Jahren beanstandete zu hohe Nitratgehalt im Grundwasser ist mit Sicherheit keine Folge „undichter“ Kleinstkläranlagen. „Hier wird mit zweierlei Maß gemessen“, so der betroffene Bürger, der sich von der Behörde sowie den beteiligten Firmen abkassiert fühlt und seinen Unmut für diese Internetseite aufgeschrieben hat.

Veröffentlicht am 22.08.2026

 

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SPD Sozial

„DU BIST EINZIGARTIG,
ICH ABER AUCH!“

 

Kurt Heinz, Rhader Bürger. 
Früher im Polizeidienst aktiv, hat sich als Künstler der Malerei verschrieben.

 

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