Umwelt HeiDo-Gaspipeline gräbt sich durch Rhade

Neues Wasserstoffnetz führt mehrfach durch Dorsten

Mit HeiDo wird die Trasse zwischen Heiden und Dorsten bezeichnet, auf der zur Zeit riesige Erdarbeiten durchgeführt werden. Hochdruckrohre, die künftig „grünen Wasserstoff“ transportieren sollen, liegen bereits u. a. im Zwischenlager Rhade am Rüther Weg bereit, um dann verlegt zu werden. Mit schwerem Gerät, siehe Foto, graben sich Bagger durch das Erdreich. Dorsten ist ein wichtiger Knotenpunkt im neuen Gasnetz. Zwei weitere Trassen, ebenfalls im Bau, verbinden Marl mit Dorsten und Hamborn mit Dorsten. Ihre Kurzbezeichnungen MaDo und HaDo wirken spielerisch, ihr Hintergrund ist aber sehr ernsthaft. Um unsere Welt vor dem schleichenden Klima-Untergang zu bewahren, muss nach und nach auf alle fossilen Energieträger verzichtet werden. Energieträger der Zukunft sind (fast) ausschließlich Sonne und Wind. Um zum Beispiel grünen Wasserstoff zu produzieren, sind große Mengen elektrischer Energie nötig, die durch Windkraftanlagen erzeugt werden. Diese Politik ist alternativlos, um uns aus der immer erdrückender werdenden Umklammerung der bisherigen fossilen Energielieferanten zu verabschieden. Die hohen Investitionskosten, an denen wir Verbraucher durch hohe Preise und Abgaben mit beteiligt werden, sind zwar ärgerlich, auf Sicht aber für alle nachfolgenden Generationen weitsichtig angelegtes Kapital. Die SPD hat spät, aber nicht zu spät erkannt, den jetzt eingeschlagenen Weg konsequent fortzuführen.

Rhader Anmerkungen zur Energiepolitik

Veröffentlicht am 18.06.2026

 

Jochen Ott Foto: (c) Pascal Skwara Landespolitik SPD in NRW will Gerechtigkeitslücke schließen

Jochen Ott überzeugt Delegierte und wird mit über 96% zum Ministerpräsidenten-Kandidaten gewählt

Der Countdown zur Wahl hat offiziell begonnen. Über 200 Delegierte haben in Düsseldorf die Landesliste der NRWSPD für die Landtagswahl 2027 aufgestellt und Jochen Ott mit 96,2 Prozent der Stimmen als Spitzenkandidat bestätigt.
»Noch ist nichts entschieden. Und genau deshalb beginnt heute etwas. Heute beginnt die heiße Phase auf dem Weg zur Landtagswahl 2027. Heute beginnt unsere Aufholjagd!«, so der Tenor und das Versprechen aller Redner.
Vor der Wahl der Spitzenkandidatur fand eine Talkrunde mit Franz Meurer, einem Pfarrer aus Köln und engem Weggefährten Otts, Prof. Dr. Ulrich Paetzel, dem Vorstandsvorsitzenden der Emscher Genossenschaft, und Berfin Çelik, Asta-Vorsitzende der Universität Duisburg-Essen statt. Das Credo der Talkrunde: Nordrhein-Westfalen muss wieder gerecht werden.
Um das zu schaffen, kündigte Jochen Ott in seiner Rede das größte Entlastungspaket für Familien in der Geschichte NRWs an:
»Wir führen ein kostenloses Mittagessen für alle Kita- und Grundschulkinder ein. Wir schaffen die Kita-Gebühren ab und machen Belastungen nicht mehr vom Wohnort abhängig. Wir führen ein kostenloses Jugendticket ein.«, so Jochen Ott, der seit 2023 Oppositionsführer im Landtag ist. Riesenbeifall, Standing Ovation. Und abschließend:
»Ich freue mich enorm über dieses tolle Ergebnis. Lasst uns zusammen die nächsten Monate kämpfen, damit es im April nächsten Jahres wirklich heißt: NRW, jetzt erst gerecht!«

Auszüge von www.nrwspd.de - Wird in Kürze mit einem Vorort-Bericht unseres Landtagskandidaten Finn Lehmann fortgesetzt.

 

Veröffentlicht am 17.06.2026

 

Gesellschaft Papst Leo XiV und die Enzyklika „Magnifica humanitas“

Gastbeitrag Dr. Hans-Udo Schneider

Der Autor Heribert Prantl bezeichnet sie als „Ein Manifest der Menschheit“. Und in der Tat setzt der Papst mit diesem Lehrschreiben ein Zeichen, das nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Die Veröffentlichung erfolgte sehr bewusst an Pfingsten. An diesem Tag, dem Geburtstag der Kirche, feiert die Christenheit die Geistkraft Gottes. Dagegen setzen die Tech-Milliardäre den Geist der Künstlichen Intelligenz (KI). Zwei konträre Menschenbilder - das christlich humanistische Menschenbild und die Ideologie des Transhumanismus. Darin wird der Mensch seiner Verantwortung, Kontrolle, Mitwirkung enthoben. Die KI entscheidet in allen Lebensbereichen, letztlich auch über Krieg und Frieden.
Der Papst nennt das Hybris, Selbstüberschätzung und erinnert in diesem Zusammenhang an die Geschichte vom Turmbau zu Babel. Er lehnt die KI zwar nicht grundsätzlich ab. Aber in ihrem Absolutheitsanspruch sei sie brandgefährlich. Von daher mahnt er Transparenz, Verantwortung und demokratische Kontrolle der Macht an. Sie darf nicht in Händen weniger Oligarchen liegen. Der Papst will also informieren, aufklären, sensibilisieren und die Menschen ermutigen, den Heilsversprechen der digitalen Supermacht KI zu widerstehen.
Anmerkung: Die Enzyklika kann im Netz eingesehen und runtergeladen werden. Im Juli ist sie im Buchhandel erhältlich.

Dr.Hans-Udo Schneider, Pfarrer, Diplom-Psychologe und Psychotherapeut, Autor mehrerer Fachbücher kandidierte 2009 für das Bürgermeisteramt in Dorsten.

Veröffentlicht am 16.06.2026

 

Kommunalpolitik Dorsten und der „Masterplan Wohnen“

Arbeitsgruppe wird wiederbelebt

Bezahlbarer Wohnraum fehlt an allen Ecken und Kanten. Seit Jahren wird dieser Zustand beklagt. Seit Jahren wird versprochen, das zu ändern. Begriffe wie Bauturbo signalisieren, da tut sich was. Tatsächlich sinken aber die prognostizierten Neubauzahlen. In der Folge steigen die Preise weiter explosionsartig. Die instabile Inflationsrate lässt kaum eine seriöse Finanzplanung zu. Nun will die Stadt Dorsten mit einem „Masterplan Wohnen“ gegensteuern. Die dazu genannten Rathaus-Ideen, mit denen sich eine Arbeitsgruppe aus Verwaltung, Stadtrat, Experten und Bürgern beschäftigen soll, sind nicht neu. Dennoch verdienen sie schnellstens aktualisiert zu werden, um endlich auch vorzeigbare Ergebnisse, sprich bezahlbaren Wohnraum in der Lippestadt anbieten zu können. Übrigens soll auch so das gleich lautende Ziel der Landesregierung NRW erreicht werden, nämlich bis 2040 für alle Bevölkerungsschichten ein bezahlbares Wohnraumprogramm anzubieten. Der genannten Arbeitsgruppe ist zu empfehlen, dazu einen Bebauungsplan mit Modellcharakter zu entwickeln. Dann könnten mit unterschiedlichsten Haustypen das soziale Nebeneinander gefördert, die Klimaneutralität angestrebt und eine saubere Energieversorgung umgesetzt werden. Selbst sichere Verkehrswege ohne Vorrang für das Kfz wären ein Muss. Ein Blick zur „Innovation City Bottrop“ wird helfen, das Rad in Dorsten nicht wieder neu erfinden zu wollen. Erinnert sei auch an die Initiative der SPD-Stadtratsfraktion, die die genannten Rhader Anregungen für den künftigen Bebauungsplan „Gerhart-Hauptmann-Realschule“ eingebracht hat.

Rhader Gedanken zum Dorstener Masterplan Wohnen        

Veröffentlicht am 15.06.2026

 

Gesellschaft Die Fußball-Geldmeisterschaft

Ein Tor, wer dabei an Sport denkt

Mehrere Wochen dauert das gerade angepfiffene Spektakel. Wir sind mit unserer Fußballmannschaft, dem TV und unzähligen Experten live dabei. Am Ende wird es einen Weltmeister und 47 Verlierermannschaften geben. Ein Geldmeister steht schon fest. Die FIFA. Fédération Internationale de Football Association aus Zürich. Der Dachverband des Weltfußballs. Eine Organisation, die von Korruption, Bestechung und Wahlmanipulation (Wikipedia) begleitet wird. Der Chef, Gianni Infantino, ist ein Schweizer, der versteht, die Strippen zu ziehen. Der wichtigste sportliche Wettbewerb, die alle vier Jahre stattfindende Fußballweltmeisterschaft, ist zur gnadenlosen Geldmeisterschaft verkommen. Infantino lässt aber auch gönnerhaft mitverdienen. Willfährige Politiker und nationale Verbandspräsidenten, die seine Verkaufsvorstellungen kritiklos teilen, gehen später mit prall gefüllten Taschen vom Platz. Ein Tor, wer in diesem Zusammenhang auch an Trump denkt, der von Gianni Infantino kürzlich sogar mit einem puren Friedensgoldpokal zum handzahmen Unterstützer mutierte. Wir stehen nicht abseits, sondern glauben ernsthaft, dass Sport und Politik zwei Paar Schuhe sind. Wir bilden die Kulisse für ein Großereignis, das minutiös geplant und eiskalt durchgerechnet wurde. Am Ende zählen nicht nur Tore, sondern Milliarden auf der Habenseite von wenigen. Wir sind trotzdem dabei, weil wir von der Illusion, dass Fußball die schönste Nebensache der Welt ist, nicht lassen können.

Dirk Hartwich, heute als Linksaußen-Wochenendkommentator

Veröffentlicht am 13.06.2026

 

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SPD Sozial

„Wer nichts verändern will,
wird auch das verlieren,
was er bewahren möchte.“

Zitat Gustav Heinemann. Er wurde 1899 geboren und starb am 7.7.1976. Zwischen 1969 und 1974 amtierte er als Bundespräsident. 

 

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