Gesellschaft Mit offenen Augen durch Winterswijk …

Im wahrsten Sinne des Wortes sieht der aufmerksame Fußgänger auf Schritt und Tritt in vielen Städten sogenannte Stolpersteine. Sie erinnern uns an das dunkelste Kapitel unserer jüngeren Geschichte. Nazideutschland verstieg sich in dem Wahn, jüdisches Leben brutal auszurotten, um so vom eigenen Versagen abzulenken. Gunther Demnig, Künstler aus Köln, hat mit seiner weltweiten Erinnerungsaktion Geschichte geschrieben. 120.000 schlichte Messingwürfel, die nur die Namen der Opfer, das Geburts- und Morddatum sowie den Vernichtungsort preisgeben, gelten als das größte dezentrale Denkmal auf unserem Planeten. Als in den 1980er Jahren durch Geschichtsarbeit von unten auch in Dorsten der dunkle Schleier der Stadtgeschichte, der sich nach 1945 über die Lippestadt gelegt hat, weggezogen wurde, kam Schreckliches zum Vorschein. Daran erinnern uns heute u. a. die genannten Stolpersteine und das beeindruckende Jüdische Museum in unserer Stadt. Knapp 40 Kilometer weiter, im niederländischen Winterswijk, „stolpert“ der Besucher über zwei besondere Erinnerungssteine. Sie wurden mit einem Foto und kurzem Text ergänzt. Ohne Umweg über entsprechende Dokumentationen im Internet, konnte so etwas über das Leben der beiden ermordeten Frauen erfahren werden. Nachahmenswert!

Ein Rhader „stolpert“ immer wieder und überall über die schreckliche Nazizeit

Veröffentlicht am 18.08.2026

 

Gesellschaft „Wer braucht noch die SPD?“

Öffentliche Fragestellung pendelt zwischen Schadenfreude, Mitleid und aufrichtiger Betroffenheit

Der deutschen Sozialdemokratie geht es schlecht. Die Wahlergebnisse der letzten Jahre und die aktuellen Umfragen signalisieren, dass es um die Existenz der ältesten Partei Deutschlands geht. 163 Jahre nach der Gründung wird im öffentlichen Raum immer häufiger nach dem aktuellen Standort der SPD gefragt. Blättert man in ihrem Programm, findet der interessierte Leser klare Positionen auf allen Politikfeldern. Um diese 1:1 umzusetzen, müsste sie von den Wählern die absolute Mehrheit der Stimmen erhalten. Illusorisch, weil immer mehr Parteien um die Gunst der Wähler konkurrieren. In der Folge müssen Koalitionsregierungen gebildet werden. Das heißt, immer auch Kompromisse einzugehen. Das wiederum führt bei den Stammwählern zu Unmut. Die SPD, die sich ihrer demokratischen Verantwortung nie entzogen hat, kann momentan mit ihrer Regierungsbeteiligung im Bund überhaupt nicht punkten. Obwohl der Koalitionsvertrag, dem die Mitglieder zugestimmt haben, eindeutig die Handschrift der SPD trägt. Nun wird zusätzlich innerparteilich (wieder mal) die Führung infrage gestellt. Die bisherigen Wechsel, seit 1975 bis heute waren es 13, haben immer nur kurz Wirkung gezeigt. Dennoch ist es richtig, jetzt die eingangs gestellte Frage klar zu beantworten. Unser Land und unsere Gesellschaft brauchen die SPD! Nicht nur wegen ihrer sozialen Gerechtigkeits-DNA, sondern auch, um unsere Demokratie zu stabilisieren.

Nachdenkzeilen aus Rhade

Veröffentlicht am 17.08.2026

 

Allgemein Die 12-Uhr-Regel und die Frage nach der Logik

Die Abzocke an der Tankstelle geht weiter

Kurz vor 12. Gedränge an der Tankstelle. Autofahrer versuchen noch schnell nachzutanken. Günstig ist der Sprit zwar nicht, aber nach 12 Uhr steigt der Preis in der Regel um 20 Cent pro Liter. Warum? Diese Frage ist absolut berechtigt. Denn mit Marktwirtschaft hat der Preissprung ab der Mittagszeit gar nichts zu tun. Er ist die Folge einer politischen Entscheidung. Um die bislang unerklärlichen dauerhaften Preisbewegungen innerhalb von 24 Stunden zu beenden, setzte der Gesetzgeber durch, die Preise nur noch einmal täglich, und zwar um 12 Uhr mittags zu verändern. Dass dann der Preis künstlich nach oben schnellt, konnte sich jeder ausrechnen. Und dass sie anschließend in Zeitlupe wieder nachgeben, kennt ebenfalls jeder Verbraucher. Was also wurde gewonnen? Mittags verlassene Tankstationen, dafür am nächsten Vormittag Gedränge. Logisch ist das alles nicht. Und dass die Abzocke an der Zapfsäule unverändert seit Jahren anhält, macht ratlos. Das Kartellamt prüft, und prüft, und prüft … Und was war mit der Übergewinnsteuer? Die Ratlosigkeit der Politik und der Verbraucher hält an. Parallel steigen die Gewinne der Mineralölkonzerne ins Unermessliche. Jetzt wird eine Spritpreisbremse von der SPD ins Spiel gebracht. Eine gute Idee. Aber wer kann, bzw. wer will sie umsetzen? Die Ratlosigkeit wird von der gesellschaftspolitischen Ohnmacht, nichts ändern zu können, abgelöst. Der aktuelle Begriff lautet Kapitulation vor Esso, BP, Shell, Total und Co.

Rhader Wochenendgedanken

Veröffentlicht am 15.08.2026

 

Kommunalpolitik Mit offenen Augen durch Rhade …

Geplanter Veranstaltungs- und Treffpunkt Forks Busch nimmt Gestalt an

Nicht wiederzuerkennen ist der westliche Teil von Forks Busch nahe der Ringstraße und parallel zur Lembeckerstraße - in direkter Nachbarschaft zur Raiffeisen-Tankstelle. Die ehemalige Grünfläche wurde von Baumaschinen in eine Freifläche mit sanft ansteigenden Schrägen verwandelt. Bereits gesetzte Steinquader zeigen, dass hier demnächst Publikum verweilen kann, um eventuell kulturelle Angebote zu konsumieren. Rhade verfügt dann über eine kleine Freiluftarena. Bis der Ort, vom Rhader Bürgerforum auch als allgemeiner Treffpunkt vorgesehen, seiner Bestimmung übergeben werden kann, wird es sicherlich noch dauern. Als Ausgleich für die mehrfach kritisierten Rodungen der vorhandenen Vegetation, sollen Ersatzanpflanzungen erfolgen. Wegen der andauernden Hitze und Trockenheit zur Zeit unmöglich.

Veröffentlicht am 14.08.2026

 

Gesellschaft 13. August 1961 - da war doch was

Vor 65 Jahren hat die DDR ihre Bürger eingemauert. Ist das wirklich schon vergessen? Warum wollen dann so viele Ostdeutsche die Partei wählen, die mit vergifteter "OSTALGIE" auf Stimmenfang unterwegs ist?

Rhader Appell an die Wähler im wiedervereinten Deutschland, nicht weiter den falschen Versprechungen der AfD zu folgen, statt dessen das demokratische Deutschland zu verteidigen!

Veröffentlicht am 13.08.2026

 

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