Soziales Schwarz auf weiß: Der NRW-Strukturwandel hat tiefe Armutsspuren hinterlassen

Emscher-Lippe-Raum mit Dorsten ganz unten

Die Statistik, die der Paritätische Wohlfahrtsverband aktuell vorlegt, ist ernüchternd. Im Emscher-Lippe-Raum, zu dem Dorsten zählt, leben 22% aller Menschen unter der statistischen Armutsgrenze. Bei der Berechnung der Armutsquote werden dabei alle Personen gezählt, die in Haushalten leben, deren Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens aller Haushalte beträgt. Der Strukturwandel in NRW, und hier besonders im Ruhrgebiet, ist, trotz aller Bemühungen, noch nicht bewältigt. Verwerflich ist, dass Bayern und Baden-Württemberg, die nur knapp 12% statistische Arme in ihrem Bundesland zählen, hochnäsig und arrogant mit dem Finger auf die „Verlierer“ zeigen. NRW benötigt die solidarische Unterstützung der anderen Bundesländer und keine hämischen Kommentare. Ein „Aufbauplan West“ wäre die richtige Antwort. Die hier lebenden Menschen sind weder faul, noch dumm. Sie haben es verdient, solidarisch unterstützt zu werden. Die neue SPD-Führung hat das Problem erkannt. Die durch den Strukturwandel in Not geratenen Städte an Emscher, Lippe und Ruhr müssen jetzt komplett entschuldet werden. Nur so werden wir, auch hier in Dorsten, wieder „Luft zum Atmen“ haben, so die klare sozialdemokratische Antwort auf den peinlichen Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Peinlich deshalb, weil er über ein Land berichtet, das zu den reichsten der Welt zählt.

Eigener Bericht - Grundlage siehe https://www.der-paritaetische.de/schwerpunkt/armutsbericht/

Veröffentlicht am 15.12.2019

 

Europa Europa mit vielen Fragezeichen

Fantasien vom Brexit-Wunderland - Ein Kommentar aus Brüssel

"Boris Johnson kann mit dieser Mehrheit das ausgehandelte Brexit-Abkommen durchs britische Unterhaus bringen. Kommt es, wie vom Premier mehrfach versprochen, ist der 31. Januar 2020 Brexit-Tag. Das ist die schmerzhafte Folge aus Camerons Referendum von 2016. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten bedauern den Brexit-Kurs, der nur Verlierer produziert. Am meisten wird er den Menschen und der Wirtschaft auf den britischen Inseln schaden. Folgt jetzt der Brexit, sollten Großbritannien und die Europäische Union künftig so eng wie möglich kooperieren, um weiteren Schaden zu vermeiden. Aktuell wird sich bei der Annahme des Austrittsabkommens zuächst wenig ändern, weil es einen Übergang bis zum 31. Dezember 2020 beinhaltet. Durch das politische Chaos in Großbritannien infolge des Brexit-Referendums hat sich diese mögliche Verhandlungszeit auf elf Monate reduziert. Konstruktiv wäre eine Verlängerung des Übergangzeitraums, um nach einem Brexit ein für beide Seiten sinnvolles Abkommen auszuhandeln. Schlechtere Alternativen wären gegenseitige Teilvereinbarungen oder ein harter Brexit am 1. Januar 2021. Teilvereinbarungen werden praktisch unmöglich, solange die Tories weiter von ihrem Brexit-Wunderland im künftigen Großbritannien fantasieren - inklusive völliger Dereguierung des Landes plus EU-Marktzugang. Das geht mit der EU keinesfalls. Hier lauern die nächsten Hängepartien für Großbritannien unter dieser Regierung. Denn Johnson hat bereits zugesagt, die Übergangsphase nach dem Brexit nicht zu verlängern."

Den Ausgang der Parlamentswahl in Großbritannien am Donnerstag, 12. Dezember 2019 kommentiert Jens Geier, Vorsitzender der SPD-Europaabgeordneten: 

Übernommen von www.spd-europa.de

Veröffentlicht am 14.12.2019

 

Kommunalpolitik Rhade - ein Dorstener Stadtteil wird vernachlässigt

Sparen beim Personal zeigt Auswirkungen

Neidisch blicken wir Rhader in die Lippestadt. In unsere Stadt. Seit 1975 sind wir ein gleichberechtigtes Teil Dorstens. Auf dem Papier. Das Gefühl, eher Rand- statt Landgemeinde zu sein, will aber einfach nicht weichen. Während in Dorsten mit Millionen MITTE gemacht wird, warten wir seit Jahren auf die Umsetzung des Rhader Rahmenplans. Während in Dorsten eine Brücke für fast 400.000 Euro neu lackiert wird, stolpern wir zum Beispiel auf der Debbingstraße weiter von einem Loch ins andere. Wer einmal mit dem Fahrrad Rhade von West nach Ost (3 km) quert, verzweifelt nicht nur über den teils  unzumutbaren Belag auf dem Radweg, sondern muss noch 3 Mal die Fahrbahn wechseln. Seit Jahren beklagen wir die unzureichende Verkehrssicherheit. Seit Jahren ernten wir zwar Verständnis, auch im Rathaus, aber ein systematisches Umsetzen des kommunalen Versprechens, das Rhader Rahmenplan heißt, muss auf der Seite Fehlanzeige bilanziert werden. Die SPD im Stadtrat hat jetzt im Rahmen der Haushaltsberatungen nochmals darauf aufmerksam gemacht, dass das Sparen beim Rathauspersonal direkte negative Auswirkungen zeigt. Rhade wurde als Beweis für diese Kritik genannt. Richtig und gut so. „Nach MITTE muss RHADE jetzt oben auf der Tagesordnung stehen“, lautet unsere Forderung. Ein Lichtblick am Horizont ist erkennbar. Die Absichtserklärung der Verwaltung und des Rates lautet: Nach Abschluss von MITTE wenden wir uns dem ländlichen Raum zu. "Die Botschaft hör' ich gern, allein mir fehlt der Glaube", so hoffentlich hier eine unpassende Volksweisheit.

Veröffentlicht am 13.12.2019

 

Ortsverein 50 Jahre SPD-Rhade – Wir werfen einen Blick in die Jubiläumszeitung

Rhade zukunftsfähig machen – gemeinsam

 

Da kann man noch soviel drum herum reden, ohne die Rhader Sozialdemokraten hätte es nie den neuen Rahmenplan für Rhade gegeben. Sie hatten im Jahr 2000 die Idee, sie haben die Verwaltung überzeugt, sie haben die Bürgerinnen und Bürger mitgenommen. Nur die örtliche CDU-Parteikonkurrenz war nicht zu bewegen, mit ins Boot RHADE einzusteigen. Sie suchte nach einem Sonderweg, den sie auch mit Hilfe der CDU-Mehrheit im Stadtrat bekommen hat. Statt öffentlich vor Ort die abschließenden Beratungen mit dem Bürger zu führen, wurde ein nichtöffentlich tagender Sonderausschuss gebildet. „Das geht gar nicht“, so das unmissverständliche Urteil der SPD. „Mehrheit ist Mehrheit“, so kann die Antwort der Christdemokraten in Rhade und Dorsten interpretiert werden. Anstatt zu schmollen, hat die SPD vor Ort „die Faust in der Tasche geballt“ und mitgeholfen, den neuen Rhader Rahmenplan fertig zu stellen. Und der kann sich sehen lassen. Seit 2014 dient er nun als Orientierung für alle geplanten neuen Aktivitäten in unserem Stadtteil. Schwerpunktthemen sind: Bauen, Soziales, Verkehr, Freiraum, Wirtschaft, Dorfkernentwicklung.

 

2001

Molkerei Borgmann schließt und eröffnet neu und größer in Coesfeld. SPD-Aktion „Wie finden Sie Ihr Dorf?“ mit 50 Fragen hat eine beeindruckend hohe Rücklaufquote und ist Grundlage für die weitere gesellschaftspolitische Arbeit in Rhade. Achim Schrecklein ist der Rhader SPD-Vertreter im Dorstener Stadtrat.

Veröffentlicht am 12.12.2019

 

Gesellschaft Fiftyfifty - Seit 25 Jahren mehr als praktizierte Nächstenliebe für Obdachlose

Kein Dach über dem Leben

Obdachlosigkeit fällt nicht vom Himmel. Die Ursachen, die nicht selten zur Hoffnungslosigkeit führen, können analysiert und behoben werden. Ein funktionierendes Beispiel bietet die Obdachloseninitiative fiftyfifty mit Sitz in Düsseldorf. Seit 25 Jahren aktiv und immer noch gebraucht. Heute nötiger denn je. Fiftyfifty beeindruckt mit direkter Hilfe und kreativen Ideen. Fiftyfifty gibt den auf der Straße lebenden Menschen ein wenig Würde zurück, die jeder zum Leben braucht. Die Initiative hält uns, die wir (zufällig)  auf der Sonnenseite leben, den Spiegel vor. Den Spiegel, die Schattenseite nicht zu übersehen. Ein Projekt, das Hilfe zur Selbsthilfe zum Ziel hat, ist der Verkauf der Straßenzeitung. Die Bitte der Zeitungsmacher lautet, sie auch zu kaufen und nicht nur Geld zu spenden. Erstens verdient die Zeitung, gelesen zu werden, zweitens hat das Verkaufen eine wichtige Funktion für den Verkäufer. Der direkte Kontakt hilft, Vorurteile abzubauen. Die Rhader Sozialdemokraten bitten um Unterstützung von fiftyfifty und allen Organisationen, die sich den Hilfsbedürftigen in unserer Stadt, in unserem Land und in der Welt zuwenden. Wir erinnern heute auch daran, dass vor genau 30 Jahren der Angela Schneider Fonds zusammen mit dem Verein Wohnen und Leben eine Veranstaltung in Dorsten mit dem Titel „Kein Dach über dem Leben“, siehe Foto, durchgeführt hat, um aufzuklären und finanziell zu unterstützen.

Dirk Hartwich

Hinweis 1: Kontaktaufnahme u. a. über www.fiftyfifty-galerie.de

Hinweis 2: Der Dorstener Angela Schneider Fonds und der Verein Wohnen und Leben sind als Gruppe nicht mehr aktiv

Veröffentlicht am 11.12.2019

 

RSS-Nachrichtenticker

RSS-Nachrichtenticker, Adresse und Infos.

 

WebsoziCMS 3.8.9 - 002186691 -

SPD Ortsverein Rhade

Christoph Kopp
chkoppsw2000@aol.com

 

Counter

Besucher:2186692
Heute:72
Online:3
 

Termine

Jeden 2. Donnerstag im Monat, in der Gäststätte Pierick 18:30 Uhr.

 

Jennifer Schug Stadtverbandsvorsitzende
fraktion@spd-dorsten.de

Friedhelm Fragemann Fraktionsvorsitzender
fraktion@spd-dorsten.de

Michael Hübner Landtagsabgeordneter andreas.dunkel@landtag.nrw.de

Michael Gerdes Bundestagsabgeordneter
michael.gerdes(at)bundestag.de