„Ich helfe gern dem Klima und den Menschen. Ich muss aber dabei unterstützt werden!“ Umwelt Wenn Bäume reden würden …

„Mein Leben währt nicht ewig. Die Dauer ist im Wesentlichen davon abhängig, in welcher Umgebung ich mich entfalten kann. Pflege benötige ich eigentlich nur, wenn die äußeren Bedingungen nicht natürlich sind. Und genau dieser ungesunde Zustand ist nicht mehr zu kaschieren. Die schlechte Luft setzt mir zu, die Hitze lässt mich nach Wasser lechzen, mein Wurzelwerk kann kaum noch atmen, weil Asphalt und Pflaster meinen Stamm einengen. Dabei soll mein Blattwerk nicht nur Schatten spenden, sondern Giftstoffe aufnehmen und Sauerstoff abgeben. Ich bin aber überfordert und reagiere. Meine Krone, eigentlich das Schönste, was ich zu bieten habe, verliert an Dichte. Durch akute Versorgungsengpässe sterben mir immer mehr Äste ab, die ich dann bei starkem Wind abwerfe. Nach und nach mutiere ich zu einer trostlosen Gestalt. Gutachter, die bereits die Motorsäge in der Hand halten, machen mir Angst. Statt die Lebensbedingungen für mich und damit auch für alle Menschen zu verbessern, soll ich als Brennholz enden. Nein, ich bin mit den menschlichen Zeitgenossen überhaupt nicht zufrieden. Sie verstehen einfach immer noch nicht, dass meine Verwandten und ich wesentlicher Teil ihres Wohlbefindens sind. Die seit Jahrzehnten andauernde Dorstener Diskussion über den Sinn und die Ausgestaltung einer Baumschutzsatzung zeigt, dass Besserung nur dann erreicht wird, wenn der immer in den Vordergrund gestellte Einzelfall einer generellen Vorsorgetherapie für uns und euch weichen würde. Könnt ihr mich verstehen?“

Ein Rhader Baum klagt an- aufgeschrieben von Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 22.07.2026

 

So werben Radfahrerschilder in Rhade mit dem örtlichen Mühlenteich. Heute sind Zugang, selbst Blickkontakt unmöglich Stadtentwicklung Mit offenen Augen durch Rhade …

Egal, ob es sich um ein Dorf oder eine Stadt handelt, vorhandene Wasserflächen werten den jeweiligen Standort immer erheblich auf. Haltern wirbt mit dem Zusatz „Am See“, Dorsten war nah dran, sich „Stadt an der Lippe“ zu nennen. Und als in einem der letzten Heimatkalender, jetzt auch Jahrbuch genannt, Jugendliche nach ihrem Lieblingsort in der Lippestadt befragt wurden, lag die Kanalpromenade ganz oben auf der Skala der Nennungen. Auch Rhade hätte etwas Entsprechendes zu bieten, versteckt es aber inzwischen völlig unsichtbar hinter dichten Büschen und Bäumen. Die Schönheit des örtlichen Mühlenteichs, gegenüber der alten Wassermühle an der Lembecker Straße gelegen, ist seit längerer Zeit nur noch auf Fotos wahrzunehmen. Beim Versuch, für diesen Text ein aktuelles Bild zu machen, musste der Fotograf passen. Der früher mögliche seitliche Zugang ist inzwischen durch Wildwachstum unpassierbar geworden. Warum versteckt Rhade sein wirkliches Kleinod? Beim Wettbewerb der Ideen, Dorfentwicklung genannt, wurde auch dieser Bereich zur Attraktivitätssteigerung genannt. Heute erinnern wir daran und bitten die Verwaltung um eine aktuelle Einschätzung, wann was getan werden könnte/müsste, um den Mühlenteich überhaupt als Realität und Ruheoase auch für unsere Bürger wahrzunehmen.

Die Reihe „Rhade mit offenen Augen“ wird fortgesetzt

Veröffentlicht am 21.07.2026

 

Allgemein Bürgerforum Rhade: Das WIR entscheidet!

Schützenverein bringt das allgemeine Ziel kurz ins Wanken

Für Irritationen zeichneten beim letzten Bürgerforum ausgerechnet Vertreter des Rhader Schützenvereins verantwortlich. Jene, die das Motto EINIGKEIT - ORDNUNG - FROHSINN in ihrer Satzung verankert haben, ließen das Gespür für Diplomatie, nämlich kompromissbereit zu sein, vermissen. Was war geschehen? Mindestens zweimal jährlich ruft das Bürgerforum Rhade dazu auf, sich mit Anregungen und Diskussionen über die Zukunftssicherung unseres Stadtteils zu beteiligen. Ein Tagesordnungspunkt beinhaltet immer, gemeinsam über Anträge von Bürgern und Vereinen die einer finanziellen Förderung bedürfen, abzustimmen. Entsprechende Mittel, nach Einwohnerzahl festgelegt, tragen den Titel Bürgerbudget. Der Schützenverein schlug vor, auf der Festwiese künftig einen Beleuchtungsmast mit fester Stromversorgung aufzustellen. Dafür beantragte er den gesamten zur Verfügung stehenden Förderbetrag. Um aber andere mögliche Antragsteller in zweiten Hälfte des Jahres nicht wegen leerer Kassen eine Absage erteilen zu müssen, lautete der salomonische Vorschlag des Bürgerforum-Orgateams an die Grünröcke, sich mit einer Teilförderung zufrieden zu geben. So, wie es in der Zielformulierung des Bürgerforums mit „Das WIR entscheidet“, verankert ist. Diesem Kompromiss wollten die Antragsteller aber nicht folgen. Mit Mehrheit wurde dann zwar pro Antragsteller entschieden, die hohe Zahl an Enthaltungen zeigte aber, dass das „Grummeln in der Magengrube“ Bestand hat. Bedenklich für den kritischen Beobachter ist, dass das gutgemeinte System des Bürgerforums an seine Grenzen stößt, wenn Zufallsmehrheiten, die entsprechend organisiert werden könnten, entscheiden.

Rhader Nachdenkzeilen auf Grundlage von Teilnehmerberichten und dem offiziellen Protokoll, auf www.rhade.de nachzulesen.

Veröffentlicht am 20.07.2026

 

Gesellschaft Gedankensplitter 12 von Friedhelm Fragemann

Artikel 14 (2) Grundgesetz: Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

Gerade auf hohem und höchstem materiellen Niveau scheint mir asoziales Verhalten überproportional stark ausgeprägt zu sein. Und das beschränkt sich keineswegs auf die bekannte Tatsache, dass insbesondere Superreiche – u.a. durch extremen Ressourcenverbrauch und klimaschädliches Verhalten – im Vergleich zur großen Mehrheit der Bevölkerung ein Vielfaches an Umweltschäden verursachen. 

Friedhelm Fragemann, langjähriger Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion regt mit seinen hier veröffentlichten Gedankensplittern an, über gesellschaftspolitische (Fehl)Entwicklungen nachzudenken und ggfs. für Korrekturen einzutreten.

Veröffentlicht am 18.07.2026

 

Allgemein Stühlerücken an der Stadtspitze

Rat wählt Nachfolger von Stadtbaurat Holger Lohse

Zwei Bewerber haben es bis in die letzte Runde eines spannenden Auswahlverfahrens der Stadtverwaltung Dorsten geschafft. Am Ende hatte Thorsten Huxel die Nase vorn und wurde zum Technischen Beigeodneten mit 27 von möglichen 41 Ratsstimmen gewählt. Während insbesondere die SPD auf den Gegenkandidaten setzte, der versprach, viel Erfahrung aus einer anderen Stadt mitzubringen, votierte die Mehrheit für Thorsten Huxel (52) aus dem eigenen Haus. Er wird Holger Lohse ablösen, der sich Ende September in den Ruhestand verabschieden wird. Mit der Wahl von Thorsten Huxel ist die Erwartung verbunden, dass der Nachfolger ebenfalls immer offen und gesprächsbereit in Fragen der Stadtentwicklung allen Bürgern zur Verfügung steht. Ein Markenzeichen des bisherigen Technischen Beigeordneten.
„Kaum eine berufliche Herausforderung bietet eine solche Aufgabenvielfalt wie eine Stadtverwaltung. Ich bin gespannt darauf, als Technischer Beigeordneter das Feld der Herausforderungen um die Bereiche Tiefbau, Planung, Bauordnung und Vermessung erweitern zu dürfen und freue mich darauf, mit vielen engagierten Kolleginnen und Kollegen zusammenzuarbeiten“, sagt Thorsten Huxel.
Stadtbaurat Holger Lohse ist seit 1990 bei der Stadt Dorsten beschäftigt, war hier Verkehrsplaner, Abteilungsleiter im Planungsamt und Geschäftsführer der Projektgesellschaft Fürst Leopold, die den Umbau der früheren Zeche zu einem neuen Stadtquartier vorbereitet hat. Seit 2009 leitet er das technische Dezernat im Rathaus. „Ich blicke dankbar auf eine spannende Zeit zurück, in der Dorsten sich an vielen Stellen zum Guten gewandelt hat“, so Holger Lohse. „Dorsten wird sich weiter verändern und entwickeln. Ich freue mich sehr, dass mit Thorsten Huxel ein erfahrener Fachmann die Aufgabe übernimmt, diesen Wandel zu organisieren und zu moderieren.“

Bericht auf Grundlage der Pressemitteilung der Stadtverwaltung und Gesprächen mit Ratsmitgliedern

Veröffentlicht am 17.07.2026

 

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SPD Sozial

SOZIAL
IS
MUSS
 

Wortspiel, um das Sozialverhalten als wichtige Lebens- und Gesellschaftsform wieder mehr ins Bewusstsein zu rücken. Vergleiche dazu den Text "In eigener Sache", der auf dieser Internetseite am 30.06. veröffentlicht wurde.

 

 

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