Nachrichten zum Thema Allgemein

Allgemein 1968 / 2018 – 50 Jahre: Ein persönlicher, politischer Rückblick

Gesellschaftspolitisches Engagement macht das Leben reicher

Es waren bewegte Zeiten, so um 1968. Junge Menschen stellten plötzlich Fragen, die Antworten kamen überwiegend ausweichend, wenn überhaupt. Gefragt wurden die Eltern, die Lehrer, die Politiker. „Was war? Was ist? Wo wollen wir hin?“ Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg, mobilisierten immer mehr junge Menschen, sich einzumischen. Berlin war bald überall. Hier die aufbegehrende Jugend, dort eine Gesellschaft, die sich schon allein durch kritische Anmerkungen in ihrer Selbstgerechtigkeit angegriffen fühlte. Springers BILD war das polemische, hetzende Sprachrohr der schweigenden Mehrheit. Franz-Josef Strauß einer der politischen Scharfmacher. Und dann die Katastrophe. Rudi Dutschke, sogenannter Studentenführer und charismatische Persönlichkeit wurde 1968, heute vor 50 Jahren, das Opfer dieser Hetze. Er wurde auf offener Straße in Berlin niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt. Demonstrationen gegen Springer überall. Auch in Essen. Die Auslieferung von BILD zu verhindern, waren Tausende auf den Beinen. Auch wenn der Versuch fehl schlug, es war der Auftakt, mein politischer Auftakt, jetzt Farbe zu bekennen. Willy Brandt, von „den Eltern“ noch als Vaterlandsverräter diffamiert, wurde unser Vorbild. Unsere anfängliche ungeordnete und spontihafte Revolte mündete nach und nach im demokratischen Fahrwasser. Der „Marsch durch die Institutionen“ hatte 1972, durch den Eintritt in die SPD, endgültig begonnen. Ein spannender Marsch bis heute, mal erfolgreich, überwiegend ernüchternd. Heute, 50 Jahre danach, ein kurzes Resümee dieses Engagements. Die gesellschaftspolitische Arbeit ist nie beendet. Sie ist lebensnotwendig, um den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Zukunft zu ebnen. Gesellschaftspolitisches Engagement macht das eigene Leben reicher.

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 15.04.2018

 

Allgemein Heute: Frühlingsfest im Dorstener Tierheim

Ein Besuch lohnt sich immer

Ellerbruchstraße 60 in Dorsten Hervest. Wer sehen will, wie vorbildlicher Tierschutz auf kommunaler Ebene praktiziert wird, sollte das Areal an der Lippe unbedingt ansehen.

Veröffentlicht am 08.04.2018

 

Allgemein HEUTE – OSTERFEUER IN RHADE

Der Heimatverein lädt ein,

das Osterfeuer in geselliger Gemeinschaft

zu verbringen!

Veröffentlicht am 01.04.2018

 

Die Rhader Wiesen im Sommer Allgemein Radfahren und Wandern, in und um Rhade, machen das Leben reicher

Rhader Wiesen sind Naturerlebnisraum

Jetzt ist der Frühling nicht mehr aufzuhalten. Sobald die Sonne es geschafft hat die Wolken an die Seite zu schieben, genießen wir die langersehnte Wärme. Raus aus den 4 Wänden, rein in die Natur. Und Rhader haben es da nicht weit. Die privilegierte Lage motiviert geradezu, eine Rundtour um unseren Lebensmittelpunkt zu starten. Heute führt uns der Weg südlich der Lembecker Straße ins Rhader Wiesengelände. Das Storchenpaar balzt unübersehbar, Kiebitze vollführen abenteuerliche Flugfiguren, Hasen jagen sich gegenseitig, Rehe stolzieren majestätisch in ihrem Areal, das sie mit Gänsen, Reihern und Enten teilen. Das ist nur ein ganz kleiner Ausschnitt des Beobachtens innerhalb von 2 Stunden. Am heutigen Karfreitag und den folgenden Ostertagen besteht für die Ausflügler Gelegenheit, das alles vor Ort zu sehen. So bereichert wird den Rhader Bürgerinnen und Bürgern klar, wie wichtig es ist, sich für den Erhalt unserer Heimatregion aktiv einzusetzen. So wie die Rhader SPD, der es zu verdanken ist, dass es einen Rahmenplan gibt, der wichtige Entwicklungsschwerpunkte gesetzt hat.

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 30.03.2018

 

Allgemein „Mein Freund – wie geht’s?“

„Nicht gut, denk` ich an dein Heimatland Türkei“

Höflich und freundlich wie immer. So treffen wir uns hin und wieder. Wir, das sind Kadir und ich. Kadir ist Deutscher mit doppelter, auch türkischer Staatsbürgerschaft. Er ist hier voll integriert, kurz, komplett angekommen. Doch sein Herz schlägt auch für die Türkei. Eine Selbstverständlichkeit. Doch dort hängt der Segen zur Zeit schief, sagt man bei uns. Die Regierung, sprich dessen Chef Erdogan, hält es mit der Rechtsstaatlichkeit nicht so genau. Das ist kritikwürdig. Mit Kadir kann ich leider nicht darüber diskutieren. Er glaubt, dass ich nicht fair zwischen Erdogan und den Türken unterscheiden kann. Kann ich wohl. Deswegen sage ich laut und deutlich, dass die derzeitige türkische Politik undemokratisch und autoritär ist. Und, dass ich es schrecklich finde, dass die Macht missbraucht wird, um Andersdenkende zu diskreditieren und zu inhaftieren. Und, dass es völkerrechtswidrig ist, in ein anderes Land einzumarschieren, um Regimekritiker, jawohl ich spreche von einem Regime, zu bombardieren und militärisch zu bekämpfen. Und, damit Kadir mir glaubt, sage ich im gleichen Atemzug auch, dass es nicht die Türken sind, die für das Unrecht verantwortlich sind. Schön wäre, wenn Kadir auch so differenzieren würde und einfach mal sagt, was er vielleicht wirklich denkt. So bleibt es nur beim sonntäglichen höflichen Standardgruß: „Mein Freund, wie geht’s?“

Der Sonntagskommentar aus Rhade

Veröffentlicht am 25.03.2018

 

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